Kundenrezension

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Entdeckung wert (mit Dank an Stephan), 2. Juli 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: In the Wake of Poseidon (Audio CD)
Wer - so wie ich - aus der kreativsten und wichtigsten, ersten Inkarnation von King Crimson nur das Debutalbum kennt, der wird überrascht sein wie sich hier, vor allem klanglich, das Spektrum erweitert; und auch kompositorisch tut sich hier einiges auf, aber der Reihe nach:

Die 3 das Album begleitenden kurzen ,Peace' Stücke können quasi als Rahmen herhalten in die 4 höchst unterschiedliche Songs, zu einem - trotzdem Ganzen - hineingepasst wurden.
,Pictures Of A City' klingt noch sehr nach ,21st Century Schizoid Man' vom ersten Album, ein packender Rocksong im ungeraden Takt, bei dem Gitarre aber gar nicht so in den Vordergrund gemischt ist. Das auf ,Fragile' erschienene ,Heart Of The Sunrise' von Yes, sieht man hernach nur mehr als quasi 2te Ableitung dieser Komposition.

,Cadence und Cascade' ist melodisch eine liebliche, mittelalterliche Ballade, die stark von der Klassik zehrt und von Akkustik Gitarre und Querflöte getragen wird und dient gleichzeitig als Einleitung zum Titeltrack, der Vorhergenanntes dann in einem viel opulenteren, orchestralen Rahmen bietet. Freilich ist die Melodie von ,Poseidon' eigentlich recht einfach, aber deswegen funktioniert sie auch, und wer gegen Ausschmückungen nichts hat, der wird sich auch an dem Arrangement erfreuen.

,Cat Food' ist eine groovende Rocknummer ohne Refrain, aber mit starker Melodie, und anhand der Bassline wäre man versucht zu sagen, da wurde recht kräftig bei ,Come Together' von den Beatles abgekupfert, nur sind Melodie und intrumentaler Unterbau völlig anders, der besteht nämlich zu einem wichtigen Teil aus wild hineingespielten dissonanten Klavierparts, die diesen packenden song wunderbar ,auflockern'.

Das 11minütige, unerbittlich anschwellende ,Devil's Triangle' schliesslich, ist eine Komposition die man im Rock Kontext bis zu diesem Zeitpunkt in dieser Art wohl noch nie gehört hatte.Die tragenden expressionistischen und bedrohlich anmutenden Harmonien der Streicher werden von einem boleroartigen beat getragen und von spannenden dissonanten, aber trotzdem nicht uneingängigen kürzest-Melodien des Orchester-Rests, zu einem Klangbild aufgebaut, das man einfach nur stimmungsmäßig auf sich wirken lassen sollte.
,Triangle' ist eigentlich moderne Klassik.

Ein spannendes - stark von der Klassik beeinflusstes - Album, das noch ein wenig Pathos des Vorgängers mit sich trägt, aber schon viel weiter blicken lässt.
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Kommentare


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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.07.2009 11:37:56 GMT+02:00
Stephan Urban meint:
bravo v-lee! sehr treffende rezi. bin schon gespannt, ob du dich durch den KC katalog deklinieren wirst, zu bereuen wäre das jedenfalls nicht. ich tippe jetzt schon auf "larks tounges in aspik" als dein lieblingsalbum...
besonders gut gefällt mir das in mir entstehende bild, wenn ich mir bedrohliche harmonien, die von spannenden dissonanten getragen werden (immer diese spanner!) vorstelle...

Veröffentlicht am 03.07.2009 16:12:16 GMT+02:00
Child in time meint:
Da gibt es ein hilfreich für den Rezensenten. Sehr gute Rezi.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.07.2009 16:17:34 GMT+02:00
V-Lee meint:
danke cit!
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