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Kundenrezension

105 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Männer sind anders, Frauen auch, 28. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dann mach doch die Bluse zu!: Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn - (Kindle Edition)
Autorin Birgit Kelle streitet dafür, dass Frauen ihren Lebensweg frei wählen können und fordert staatliche Unterstützung für diejenigen, die ihre Kinder selbst erziehen möchten. Mit den Auswüchsen des Feminismus hat sie Probleme. "Ein Konzept, oder sagen wir besser, eine Ideologie, die angetreten ist, uns alle gleicher zu machen, die Unterschiede zwischen Männern und Frauen aufzuheben, hat Verwirrung hinterlassen, aber keine Erfolge." (8) Sie pocht darauf, ihr Leben so zu führen, wie es sie glücklich macht. "War der Feminismus nicht einst dafür eingetreten, dass ich genau das machen darf?" (11)

Die Autorin analysiert die Debatte um Sexismus im Fall Brüderle und insistiert, dass es ein asymmetrisches Verhältnis zwischen den Geschlechtern gibt. Das wird u.a. deutlich, bei den Ausführungen im "Stern" zum Fall. "Es geht nicht darum, wie der dumme Spruch gemeint ist, es geht darum, wie er ankommt." (32) Was wäre, wenn Männer sich auf den gleichen Standpunkt stellen würden, dass es nicht entscheidend ist, was Frau sagt oder ausstrahlt, sondern wie es beim Mann ankommt?

Im zweiten Kapitel geht die Autorin auf ihren eigenen Lebensweg ein. Dieser individuelle Lebensweg prägt zweifelsohne auch ihre Einstellungen und Vorstellungen. Als Mutter von vier Kindern fragt sie, wer eigentlich Politik im Interesse der Mütter macht? Wer kämpft für ihre gesellschaftliche Anerkennung im Hinblick darauf, was sie für die Gesellschaft leisten? "Die Antwort ist einfach: niemand - und schon gar nicht der Feminismus." (47)

Die Feministinnen betreiben ein einseitiges Spiel, wie Autorin Kelle deutlich macht. Hausfrauen und Mütter gelten als nicht befreit, als ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Der Fall, dass Mütter mit ihrer Rolle Glücklichsein können, ist nicht vorgesehen, obwohl europaweite Studien das belegen. Über sechzig Prozent aller Mütter würden am liebsten zuhause bleiben, bis das Kind das dritte Lebensjahr vollendet hat. Die reale Politik unterstützt das nicht.

Der Feminismus zielt darauf ab, die natürliche Bindung zwischen Eltern und Kind zu kappen. Mutterschaft soll auf ein Minimum reduziert werden. Sie wird in kapitalistischer Manier als ein Hindernis für den Arbeitsmarkt interpretiert. Niemand fragt danach, welche Folgen emotionale Distanz zu den eigenen Kindern in der Zukunft haben kann.

Autorin Kelle untersucht Gender- Mainstreaming, eine Ideologie, die Geschlechterrollen zu sozialen Konstrukten erklären will. Dies steht nicht nur im Gegensatz zur wissenschaftlichen Forschung, sondern auch zum Empfinden der meisten Menschen. "In einer klassischen Top-down-Bewegung, von oben nach unten, ist diese Ideologie also über uns gekommen." (87) Fakt ist, Menschen werden nicht geschlechtsneutral geboren. Die Biologie lässt sich nicht ausblenden.

Mit der Quotenregelung, einer Zwangsmaßnahme zur Förderung von Frauen, werden, so will es die Politik, Quotenfrauen geschaffen. Ist das im Interesse der Frauen, die eine Karriere auch aus eigener Kraft schaffen würden? Respekt muss erarbeitet und nicht per Gesetz verordnet werden. Birgit Kelle macht deutlich, dass die Argumentation zur Einführung einer Quote selbst unter Gender- Aspekten paradox klingt. Auf der einen Seite wird thematisiert, das es so etwas wie typisch weiblich und typisch männlich überhaupt nicht gibt, auf der anderen Seite will man ein Gesetz, das explizit nach Geschlecht unterscheidet.

Ausführlich geht Birgit Kelle auf das Betreuungsgeld ein. Auf der einen Seite ist der Staat bereit, Krippenplätze für 1200,- € pro Kind und Monat einzurichten, auf der anderen Seite sind 150,- € Betreuungsgeld und damit verbunden Einsparungen bei den Krippenplätzen kein Thema. Warum werden Eltern nicht gefragt, wie sie das Geld am liebsten einsetzen würden? "Tatsächlich bedient eine Politik, die Frauen unbedingt und möglichst schnell nach der Geburt in eine Berufstätigkeit drängen will, nichts anderes als wirtschaftliche Interessen." (138)

Die Autorin setzt sich mit Konstellationen von Lebenspartnerschaften auseinander. Noch besteht die "normale Familie" aus Mutter-Vater-Kind, aber Patchworkfamilien und gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind im Kommen. Warum sollten Rentner- WGs nicht auch fordern, als Lebenspartnerschaft eingetragen zu werden. Unklar ist, wer denn in Artikel 6 des Grundgesetzes gemeint ist, wenn von "Förderung der Familie" die Rede ist. "Fakt bleibt: Obwohl totgesagt, existiert [herkömmliche] Familie munter weiter." (168)

Wer eigene Kinder großzieht, leistet keinen Beitrag für das System. "Hätte ich jedoch mit meiner Nachbarin die Kinder getauscht … und hätten wir uns gegenseitig für die Arbeit als Tagesmütter bezahlt, dann wären wir voll berufstätig gewesen und bekämen die Anerkennung der Gesellschaft und der Rentenkasse." (177) Seltsame Welt.

Zahlreiche Statistiken belegen, dass Jungs die Verlierer der heutigen Zeit sind. Sie bleiben häufiger sitzen, brechen häufiger die Schule ab, bleiben häufiger ohne Ausbildung, werden häufiger kriminell und verhaltensauffällig als Mädchen. Und niemand sieht Grund zum Handeln. Sozialkonformes Verhalten ist heute weibliches Verhalten; jede Rangelei unter Jungen wird zum Drama erklärt. "Wir brauchen die Anerkennung der Unterschiede und keinen Gleichheitswahn, der dazu verleiten soll, das gleiche Leben zu führen, egal, ob Mann oder Frau." "Der "durchgegenderte", geschlechtsneutral erzogene Einheitsmensch ist kein Erfolgsversprechen, sondern eine Horrorvision." (209)

Wir leben in einer Welt, in der auf Europaebene gefordert wird, den Begriff "Mutter" als eine "sexistische Stereotype" zu bekämpfen. Unsere Gesellschaft wird ohne Familien ärmer werden. Birgit Kelle hat das, wie viele andere auch, erkannt und, im Gegensatz zu vielen anderen, auch publiziert. Es gelingt ihr, Widersprüche in unserer heutigen von Feminismus und Gender- Mainstreaming geprägten Gesellschaft plausibel aufzuzeigen. Sie schafft damit eine Gegenthese zu dem Gleichheitswahn in den Medien und in der Politik.
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