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Kundenrezension

79 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleine Kamera - ganz groß, 24. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Sony DSC-RX100 Cyber-shot Digitalkamera (20 Megapixel, 3,6-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, lichtstarkes 28 - 100 mm Zoomobjektiv F1,8 - 4,9, Full HD, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Von der ersten Produktankündigung im Juni bis zur Lieferung am vergangenen Wochenende habe ich gespannt auf dieses "Wunderwerk der Technik" gewartet. Letztendlich versprach Sony ja das Dreamteam: großer Bildsensor - Top-Objektiv - ausgefeilte Elektronik, gepaart mit einem hochwertigen Korpus.
Und um es vorwegzunehmen: ja, im wesentlichen sind meine Erwartungen befriedigt worden. Leider werde ich nicht auf die DSLR verzichten können, aber das war auch nicht ernsthaft zu erwarten. Dafür stellt die kleine Sony eine Kameralösung dar, die eine hochwertige Kamera in zahlreichen Aufnahmesituationen durchaus ersetzen kann.

Bei Gehäusemaßen, die die einer Canon S100 nur im Millimeterbereich übertreffen, läßt sie sich tatsächlich überall verstauen. Gleichzeitig wiegt sie recht massig im Sinne von wertig in der Hand. Die Bedienelemente sind sehr gut angeordnet, sind sowohl leichtgängig als auch satt rastend, wo nötig. Der multifunktionale vordere Objektivring hat für meinen Geschmack etwas viel Weg zurückzulegen, um z.B. die komplette Blendenskala zu durchlaufen, so daß u.U. ein Nachfassen erforderlich ist. Durch die menüseitig mögliche Belegung der Einstellringe sowie der Funktionstaste 'Fn' ist die RX100 auch in einem ausreichenden Maß an die Gewohnheiten des Fotografen anpassbar.
Das Display ist exzellent: knackscharf, sehr hell, wenn gewünscht und ohne Beeinträchtigung durch spitze Blickwinkel.
Störend empfinde ich den Umstand, daß der Akku beim Laden in der Kamera zu verbleiben hat. Ich war es bislang gewohnt, einen zweiten Akku im Ladegerät zu laden. Das ist so nicht mehr möglich. Da Sony jedoch ein 'normales' Ladegerät als Zubehör anbietet, empfinde ich diese Produktpolitik als nicht sehr kundenfreundlich. Ebenso finde ich den Umfang der Dokumentation enttäuschend. Mitgeliefert werden netto 32 Seiten. Weiterführende Infos gibt's nur im Web auf englisch - nach eingehender Suche. Das ist nicht angemessen für diese Art Kamera.

Aber auch ohne Anleitung schafft man es, nach kurzer Eingewöhnung für nicht-Sony-User, absolut überzeugende Bildergebnisse zu erstellen. Bei Tageslicht gelingen tatsächlich Fotos, die sehr nah an der Qualität deutlich größerer und teurerer Kameras sind. Die 20 MPixel stehen nicht nur in der Werbung, sondern repräsentieren ohne große Abstriche das Leistungsvermögen der Sony. Da wird nichts schöngerechnet oder hochgepusht, und die hohe Auflösung wird nicht in Rauschpixeln bezahlt. Beim Vergleich mit RX100-RAWs stellt man fest, daß die JPGs extrem nah an der Sensorleistung liegen. Nur im Randbereich ist zu sehen, daß Verzeichnungsfehler von der kamerainternen Software etwas ausgeglichen werden.

Bei allem Lob bleibt nämlich festzuhalten, daß auch bei dieser Kamera die typischen Kompaktkameraprobleme durchschlagen, nämlich sichtbare Verzeichnungen - abhängig von Blende und Brennweite. Da kann leider auch Zeiss keine wirklichen Wunder vollbringen und muß sich den Grenzen der Physik beugen.

Spannend wird es dann bei mäßigem oder gar schlechtem Licht. Hier läuft die kleine Sony zu großer Form auf. Bis ISO 800 ist ein Rauschen kaum wahrnehmbar und selbst bei ISO 3200 entstehen Fotos, deren Bildrauschen absolut akzeptabel ist. Das eröffnet natürlich interessante Möglichkeiten für den Einsatz einer kompakten Kamera auf Parties, in Museen oder anderen nicht optimal ausgeleuchteten Räumlichkeiten. Notfalls poppt der Blitz hoch und spendiert auf kurzen Entfernungen etwas Extralicht. Da es sich um eine recht filigrane Mechanik handelt, muß er nach Gebrauch ziemlich vorsichtig wieder in das Kameragehäuse gedrückt werden.
Neben den obligatorischen Aufnahmemodi der Zeit- oder Blendenvorwahl sowie der manuellen Belichtungseinstellung laden diverse, z.T. fein justierbare Automatismen zum Experimentieren ein. Darüber hinaus erlauben Unmengen an Kreativfunktionen, den Fotos spezielle Effekte zu verpassen, die Einfluß auf Schärfe, Farbe, formale Darstellung etc. nehmen. Wer Spaß daran hat, kann sich hier reichlich austoben.

Was auffallend gut ist:
- enorme Auflösung und Bildqualität
- extrem schnelle Fokussierung und Auslösung - top!
- erstklassige Low-Light-Performance
- Panoramamodus funktioniert hervorragend
- sehr großer Funktionalitätsumfang

Was weniger gut gefällt:
- kein externes Ladegerät im Lieferumfang (aber als Zubehör!)
- Öse für Handschlaufe mikroskopisch klein
- Bedienungsanleitung ist ein Witz für eine Kamera mit diesem Leistungsumfang

Letztendlich finden sich keine Argumente, die mich meinen Kauf bereuen lassen - bis auf den Preis. Sony bewegt sich da in Dimensionen, die sich nur mit der Alleinstellung dieses Technikträgers begründen lassen. Wem die Größe egal ist, der bekommt nämlich für weniger Geld hier bei Amazon auch z.B. eine Canon EOS 550D DSLR mit Einstiegslinse. Die ist ausbaufähig und toppt die RX100 in der Bildqualität definitiv.

Der Rest hat mit der Sony DSC-RX 100 eine kleine Kompaktkamera, die - bis auf weiteres - keine Wünsche offen läßt und jedem zu empfehlen ist, der hochwertigste Fotos bei kleinstem Packmaß erreichen will.
Bei aller Kritik gibt's von mir 5 Sterne, weil zur Zeit einfach nichts Besseres verfügbar ist und die Nörgeleien nach kurzer Zeit aus dem Blickfeld geraten.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ergänzung 17.08.2012: Da ich für einige Tage eine Sony NEX-7 samt 18-55mm Standardobjektiv als Kit in die Hand bekam, habe ich die Gelegenheit genutzt, diese mit der RX100 und meiner Canon G1X zu vergleichen. Daß die G1X der NEX-7 überlegen war, hat mich bereits erstaunt. Tatsache ist aber, daß auch die RX100 in nahezu allen Disziplinen mithalten kann. Auffallend ist das schwache 18-55mm-Objektiv der NEX, das in Sachen Randschärfe mit keiner der beiden anderen mithalten kann. Leider ist das NEX-Objektiv-Sortiment so dünn, daß kaum Alternativen zur Verfügung stehen. Weiterhin läßt sich sagen, daß die kleinere Sony auch im Low-Light-Bereich bei hohen ISO-Werten mindestens mit der NEX mithalten kann, wobei ich finde, daß sie sogar etwas differenzierter das Rauschen niederringt.
Jetzt überlege ich, was mich mehr erstaunt: daß die NEX so wenig gut - oder daß die RX100 so hervorragend ihren Dienst versieht?

Übrigens habe ich bei Ebay USA eine elegante und extrem funktionale Ergänzung für die RX100 gefunden: der Handgriff von flipbac (siehe Kundenfotos oben). Das Ganze hat mich inklusive Versand weniger als 10 € gekostet, funktioniert bestens und sieht aus als ob's so sein soll. Laut Hersteller läßt es sich auch wieder rückstandslos ablösen - aber wer will das schon? Unverständlich, warum diese Dinger nicht auch in Deutschland vertrieben werden, da sie auch an beliebige andere Kompaktkameras passen.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.07.2012 21:26:36 GMT+02:00
Kai M. meint:
Hy, ich habe mir vor Jahren ein "Pixo C2+" gekauft. Seitdem ich das Ding habe, packe ich die original Ladegeräte - oder wie bei der RX100 das nervige Ladekabel - gar nicht mehr aus. Kostet nicht viel (gibt auch vergleichbare Universallader) und Laden alles, was der Markt hervorbringt.
Gruß Kai

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.07.2012 09:05:28 GMT+02:00
Heartware meint:
Interessanter Tip. Aber wie bekomme ich einen herstellerspezifischen Akku mit den korrekten Kontaktpunkten und Ladeströmen da dran?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.07.2012 09:23:36 GMT+02:00
Kai M. meint:
Die Kontakte im Gerät sind verschiebbar, damit passen dann wirklich alle da rein. Habe mind. 40 verschiedene Akkus darin geladen. Es gibt auch einen Nachfolger (Pixo ... USB), der auch seine Vorteile hat. Einfach mal beide anschauen. Den USB-Pixo kannst Du z.B. Unterwegs mit einem externen Akku betreiben (!) der C2+ ist für stationären Betrieb super, weil man da noch ein weiteres USB-Kabel anhängen kann (z.B. zum über die Nacht Laden des iPhone oder so).

Veröffentlicht am 21.09.2012 10:08:40 GMT+02:00
C. Lüning meint:
Ähm, wie Sie bereits schrieben, wahrscheinlich ist das NEX-Kitobjektiv der Flaschenhals und kann mit einem festeingebauten Zeiss nicht mithalten. Die meisten werden vor die NEX7 jedoch eher Leica, Zeiss oder andere hochwertige (auch manuelle) Objektive schrauben.
Allerdings gibt es auch vom Kit gute Exemplare, leider ist dies jedoch eine Glückssache.
Naturgemäß ist natürlich der vergleichsweise riesige APS-C-Sensor der Nex schwieriger für Objektive, da diese einen größeren Bildkreis abdecken müssen. Notabene: Der schon große RX-100 ist so fast 15 mal kleiner als der der NEX. Dafür ist die Leistung des Sensors beachtlich - bei gutem Licht.
Was sie bei schwachem Licht beobachten, kann man mit einem guten Objektiv auf der NEX sicher nicht nachvollziehen.
Auch sollten sie gleiche Einstellungen beobachten: Blende 1,8 als Anfangsöffnung hört sich zwar groß an, ist jedoch nur relativ klein, da die Brennweite auch nicht besonders groß ist (10mm). Die Anfangsöffnung der NEX ist mit 3.5 da ähnlich groß, aber muss, wie gesagt dennoch die größere Fläche abdecken. Um einen fairen Vergleich zu gewährleisten, müsste man bei der NEX daher wohl mind. auf f/5 abblenden.
Ohnehin sollte man Amazon mal sagen, dass man die Blendenangaben mit umrechnen sollte, wenn man schon die Brennweite auf 28-100 umrechnet. So wäre es dann nämlich ein 28-100/ 4,8-7,5.
Natürlich ist es aber, wenn man keine Objektive kaufen möchte, ein Vorteil, kleinere Sensoren zu haben, das ist auch der Grund für das FourThirds-System. Das Objektivdesign ist einfacher, schon die Kits sind ausreichend scharf. Mit einem höherwertigen Objektiv wird aber jeder größere Sensor damit Schlitten fahren, weil er den stärkeren Sensor ausreizen kann.
Im Übrigen stellen auch Amateure durchaus den Anspruch, dass man Bilder leicht nachbearbeiten kann und diese nicht zuviele Artefakte aufweisen. Das ist grundlegend mit kleineren Sensoren allerdings schwierig, da sie eine aggressive Signalaufbereitung benötigen...
So, soviel dazu. ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.09.2012 16:44:16 GMT+02:00
Kai M. meint:
"Der schon große RX-100 ist so fast 15 mal kleiner als der der NEX." Was soll das bitte bedeuten? Du meinst sicher 15% kleiner, oder?
Btw: Die Umrechnung einer Blendenangabe kann wohl kaum die Aufgabe eines Händlers sein, das ist wohl eher Thema für die Hersteller.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.09.2012 08:58:04 GMT+02:00
C. Lüning meint:
Nein, nicht 15% kleiner. Allerdings hatte ich in der Tat die falschen Angaben zum Sensor und die Sensorfläche falsch berechnet. Dennoch ist der Unterschied deutlich größer als 15%.
In der Tat ist er ca. 3,15 x kleiner oder ca.70% kleiner, bzw. er hat nur 30% der Fläche.
23,4mmx15,6mm bei der NEX vs 13,2 mm x 8,8 mm.
BTW: Natürlich des Händlers, da es sich sonst um ein fehlerhaftes Angebot handelt und dafür ist er verantwortlich. Wenn er "KB-Äquivalent" bei der Brennweitenangabe weglässt, kann ich irgendwann später noch vom Vertrag zurücktreten, da die Angaben nicht stimmen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.10.2012 00:47:17 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.10.2012 00:48:41 GMT+02:00
Nur als kleine Anmerkung: man muss nicht die Blende umrechnen, weil die Lichtstärke ist ja da, nur die Grösse des Schärfebereichs ändert sich um diesen Faktor. Ergo wenn auf Vollformat 5cm im Bild scharf sind ist bei APC mit einer Brennweitenverlängerung von 1,5 der Bereich von 7,5 cm scharf. Deswegen lassen sich je grösser der Sensor ist umso schönere Unschärfeeffekte erzeugen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.10.2012 18:39:36 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.10.2012 18:42:09 GMT+02:00
C. Lüning meint:
Danke für die Anmerkung, allerdings ist die Blende selbst eben weniger lichtstark (im Sinne von Lichteinlass der Öffnung), wenn es um Blendenzahlen bei kleinen Brennweiten geht.
Blende 2 bei 28mm heißt Öffnung 14mm groß, Blende 2 bei 10mm eben nur 5mm. Logisch, dass mir eine Kamera, die den gleichen Bildausschnitt liefert, aber bei größeren Brennweiten arbeiten kann (also, wie Sie sagten z.B. eine Vollformatkamera, die ja ein größeres Bildfeld bietet), bei gleicher Blende damit rechnerisch ein lichtstärkeres Objektiv hat und geringere Isozahlen benötigt. Die größere Tiefenschärfe wird dabei ebenso von der größeren Öffnung bedingt.
Ich bleibe dabei: entweder rechnet man beides um oder man gaukelt eine Leistung vor, die das Objektiv nicht bieten kann.
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