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Kundenrezension

11 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Wiedersehen mit Mittelerde, 17. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (DVD)
Groß war die Freude, als die Nachricht einer Verfilmung des Hobbits erstmalig an meine Ohren drang. Und mit ebenso großer, beinahe kindlicher Freude ging ich gestern mit Frau und Freunden in die Vorstellung. Ich muss sagen: Ich wurde nicht enttäuscht.

Erneut glänzte Jackson mit einer überaus detailverliebten Darstellung Mittelerdes, einem perfekt abgestimmten Timing der einzelnen Szenen und einzigartiger Charakterdarstellung. Bereits die Einleitung in die Thematik verspricht Großes und macht einem klar, dass hier zwar ein Kinderbuch adapiert wurde, jedoch keineswegs das zu 95% aus Erwachsenen bestehende Publikum ausgeblendet wird.
Nach dem furiosen Start geht es gemütlich und langsam zu Gange, von Vielen als "zäh" und "langweilig" bezeichnet. Ich denke, dies liegt an der Erwartungshaltung, die der Herr der Ringe geweckt hat. In Erinnerung blieben gigantische Schlachten, an den Nerven zerrende Spannung und die Endzeitatmosphäre, die dieses Epos ausstrahlt. Kein Wunder, dass der Hobbit in Anbetracht dessen anfangs etwas farblos wirkt. Man darf jedoch folgende Dinge nicht außer Acht lassen:

- Auch "die Gefährten" fing langsam und zähfliessend an, es mag nur Niemandem aufgefallen sein, da den Nichtlesern Tolkiens die gesamte Thematik Mittelerdes noch nicht bekannt war und daher als neu und erfrischend empfunden wurde.
- Ebenso schwer, gerade bei Tolkienverfilmungen, fällt wohl die Entscheidung, welche Szenen im Film enthalten sein sollen. Mancher Tolkienpurist verlangt eine 1:1 Verfilmung, während der Popcorn-Cineast Action erwartet. Ich finde, Jackson hat diesen Kompromis für beide Parteien zufriedenstellend gelöst und den Tolkien-Freaks gerade zu Beginn des Films Tribut gezollt.

Die ausgedehnte Einleitung dient ebenso der Charakterisierung der Zwerge und ihrer Heimatlosigkeit. Sie funktioniert nicht nur als Einführung einer neuen Mittelerde-Trilogie, sondern auch dem Bekanntmachen mit einem im Herrn der Ringe vernachlässigten Volk und dem jungen Bilbo Beutlin. Gesangseinlagen (die es auch im Herrn der Ringe gab) und das Saufgelage in Bilbos Höhle zeichnen ein klares Bild von den Zwergen und ihren Eigenarten, ebenso wie Bilbo dem Zuschauer als Hauptprotagonist nahe gebracht wird. Wer dies zu ausführlich findet, sollte sich Gedanken machen, ob er mit der Welt Mittelerdes und Tolkiens Erzählweise sympathisiert, oder ob er Herr der Ringe hauptsächlich aufgrund der Schlachten toll fand. Wer zu diesem Klientel gehört, könnte vom Hobbit nämlich wahrhaft enttäuscht werden...

Der Hobbit ist naturgemäß anders als der Herr der Ringe, geradliniger und episodenhafter, mit zahlreichen komödiantischen Elementen versehen. Jedoch deutete Jackson schon in diesem Teil einen grandiosen zweiten Teil an, in dem es wohl wesentlich mehr Action geben wird. Ich denke dabei nur an die Spinnen, Smaug, das Erstarken des Nekromancers und die Schlacht um Dol Guldur, und natürlich die Schlacht der Fünf Heere, die genügend Epos und Dramatik bereithalten wird. Soweit ich weiß, handelt der zweite Film das Buch fertig ab. Und der weiße Ork Azog, der von Jackson in die Geschichte des Hobbits eingebunden wurde (er ist bei Tolkien zu Zeiten des Ringfunds schon lange tot), rennt ja auch noch rum...
Alles in Allem sehne ich mich jetzt schon nach dem zweiten Teil, der bei den genannten Ereignissen wohl das Kinoerlebnis 2013 werden wird.

Doch genug der Vorausschau, kommen wir nochmal zum gerade laufenden ersten Teil. Denn auch dieser bietet eine Vielzahl an Highlights. Nach dem bereits erwähnten epischen Start warten zahlreiche spannende, gigantische, und wichtige Szenen auf den Zuschauer:

- Die Rückblende zur Eroberung Morias durch die Orks
- Der Kampf der Steinriesen
- Die Rätselszene
- Der Handlungsstrang mit Azog (Verfolgung und Kampf)
- Die Goblins und der Goblinkönig
- Der weiße Rat in Bruchtal
- Dol Guldur
...

Ich kann mir nicht erklären, wie manche Kritiker meinen, in diesem Film würde "nichts" geschehen. Die annähernd 3 Stunden sind zurückblickend vollgestopft mit humorigen, actionlastigen und epischen Momenten.
Als Thorin Eichenschild in einer ausweglosen Situation zum Kampf mit Azog antritt, steht die Zeit für einen kurzen Moment still. Solch eine intensive Filmszene gab es schon lange nicht mehr im Kino zu sehen. Kein Batman und kein Prometheus schafften Vergleichbares in diesem Jahr.
Die Rätselszene entbehrt ebenso jeglicher Zweifel, dass mit Gollum einer der bekanntesten und gleichzeitig schizophrensten Charaktere der Filmgeschichte geschaffen wurde: Im einen Moment niedlich, dann grausam, mitleiderregend, stark und schwächlich, angsteinflössend und sympathisch zugleich. Wo sonst gibt es derart vergleichbares außer in der Welt von Mittelerde? Und im Hobbit hat Gollum eindeutig seinen bisher stärksten Auftritt.
Man könnte noch einige dieser genialen Momente verschiedenster Stimmungen mehr aufzählen. Ein Umstand, der in Filmen heutzutage wahrhaft eine Seltenheit geworden ist und für den Hobbit spricht.

Viele Kritiker bemängeln die Albernheiten und Übertreibungen im Hobbit. Dazu nenne ich aus dem Stegreif als Querverweis nur mal Gimlis "Ich puste Geister weg"-Aktion, das Zählen der Gegner in einer Schlacht (wenn auch so in der literarischen Vorlage enthalten), Beinahe-Stürze" in Kothaufen, Gimli als Wurfzwerg bei Helms Klamm, oder Legolas Schild- bzw. Olifanten-Surf. Was im Hobbit als albern bezeichnet wird, wird im Herrn der Ringe schon lange zumindest geduldet. Daher denke ich, dass diese Kritiken zumeist einfach damit zusammenhängen, dass man mit falschen Erwartungen an den Film rangeht oder den Stil Jacksons nicht mehr so ganz im Gedächtnis hat und beim Herrn der Ringe lediglich in Schlachtenerinnerungen schwelgt.

Noch etwas zum Vielfach angesprochenen Punkt "Thorin erinnert zu sehr an Aragorn". Diese Meinung kann ich gar nicht teilen. Der Eine ein Zwerg, der Andere ein Mensch. Beide sehen sich gar nicht ähnlich, wenn man sie mal tatsächlich nebeneinander sieht. Gut, beide haben einen Bart. Das war es dann aber auch schon. Thorins Motive ähneln denen Aragorns in keinster Weise, beide sind völlig unterschiedliche Charaktere: Thorin, der heroisch und groß auftretend um seinen Platz als König kämpft, und Aragorn, der zum Königsein regelrecht gezwungen werden muss. Eine Ähnlichkeit zwischen Beiden kann ich absolut nicht nachvollziehen, bis auf den Punkt, dass beide den männlichen Hauptprotagonisten darstellen und etwas mit dem Königsein" zu schaffen haben. Als Kritik kann ich diesen Umstand aber nicht verstehen. Mittelerde besteht aus Königreichen, und in großen Geschichten spielen die Royals immer eine Rolle ;-)

Jedenfalls - nach der Vorstellung wurde ich als einzigster Tolkienleser auf der Autofahrt mit einigen Fragen konfrontiert. Für mich ein Zeichen, dass der Film dann doch nicht so langweilig war und wenigstens die Gemüter beschäftigt. Und das ist immer ein Merkmal für gutes Kino. Ich kenne Filme, bei denen wir danach wortlos nach Hause fuhren. Solche Streifen sind auch schnell vergessen. Der Hobbit wird aber fortbestehen, und wohl jeden erneut ins Kino locken, wenn der zweite Teil kommt.

Wenn man den Film mit dem Wissen schaut, dass er den Auftakt zu einer Trilogie, wenn nicht sogar zum 6-teiligen Mittelerde-Epos bildet, kommt einem der Anfang des Films gar nicht mehr als zu lang vor. Eines Tages werden wir wohl die 6 Filme mit einer Gesamtspielzeit von über 20 Stunden im Regal stehen haben. Und dies werden 20 Stunden voll solch faszinierender und großartiger Kinomomente sein, dass uns die als jetzt langatmig erscheinenden Teile im Hobbit und den Gefährten gar nicht mehr so stark ins Gewicht fallen. Der Hobbit knüpft nahtlos an den Herrn der Ringe an, der Soundtrack ist gewohnt superb und greift bekannte Themen auf. Altbekannte Gesichter treffen auf neue Helden, vereint in einer erneuten Episode.

Ich kann nur sagen: Mittelerde ist zurück, und das gewaltig! 4 von 5, da die Hobbit-Trilogie sich wohl noch steigern wird.
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