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55 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chicago und EWF: Nicht nacheinander, sondern miteinander, 30. August 2005
Von Ein Kunde
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Rezension bezieht sich auf: Chicago with Earth Wind & Fire - Live at the Greek Theatre [2 DVDs] (DVD)
Zuerst hatte ich keine großen Erwartungen in dieses 2-DVD-Set: Wenn zwei Bands an einem Konzertabend auftreten, so spielen sie wohl streng nacheinander, DVD1 für die eine, DVD 2 für die andere Band.
Weit gefehlt: Meine Erwartungen wurden voll übertroffen, da sich beide Bands beim 20-minütigen Opening und beim 30-minütigen Finale zusammen auf der Bühne tummeln, abwechselnd die Hits von Chicago und Earth, Wind and Fire spielen, und die Instrumentalisten beider Bands sich jeweils die Soli teilen (und auch den Lead-Gesang).
Das Opening mit den Titeln Beginnings (Chicago), In the Stone (EWF) und Dialogue Part I and II (Chicago) zeigt schon diese Mischung: Das Bass-Solo auf Beginnings teilen sich die Bassisten von Chicago (Jason Scheff) und EWF (Verdine White). Und in den Schlussteil des EWF-Hits In the Stone wird organisch die Strophe „we can make it happen" des Chicago-Titels Dialogue Part II eingebaut. Witzig (aber gestellt), wie die beiden Bands am Ende des Openings die Reihenfolge bestimmen, in der sie ihre eigenen Konzertanteile spielen: Schließlich muss ein Münzwurf helfen.
Zwischendurch gibt es dann jeweils eine volle Stunde Konzert zunächst von Earth, Wind and Fire und dann von Chicago. Im EWF-Teil werden Hits wie Boogie Wonderland, Got to Get you into my Life, Fantasy und Let's Groove gespielt, im Chicago-Teil nach dem Ballet for a Girl in Buchanon (14 Minuten lang) neben Hits wie If you Leave me Now und Saturday in the Park auch selten gespielte Perlen wie Alive Again und Old Days. Aber auch hier helfen sich die Bands aus. Beim Chicago-Superhit If you leave me now übernimmt Philip Bailey von EWF den Lead-Gesang mit seiner Falsett-Stimme, Vadim Zilbershtein unterstützt den Chicago-Gitarristen Keith Howland mit seiner Akustikgitarre.
Zum Finale stehen dann wieder 20 Leute auf der Bühne (die 8-köpfigen Chicago und die 12-köpfigen Earth, Wind and Fire) und spielen und singen gemeinsam die Hits September (EWF), Free (Chicago), Sing a Song (EWF), Does Anybody really know what time it is (Chicago), Shining star (EWF) und schließlich 25 or 6 to 4 (Chicago). Beeindruckend, wie sich beim letzten Titel die drei Gitarristen beider Bands das E-Gitarren-Solo teilen. Und bei Free gibt es ein phantastisches Saxofon-Duell zwischen Walt Parazaider (Chicago) und Gary Bias (EWF).
Immerhin stehen noch 7 Originalmitglieder aus der Gründungszeit Ende der 60er / Anfang der 70er in beiden Bands auf der Bühne: die dreiköpfige Bläser-Sektion mit Jimmy Pankow, Walt Parazaider und Lee Loughnane sowie Keyboarder und Sänger Robert Lamm bei Chicago, und Philip Bailey (Gesang), Verdine White (Bass) und Ralph Johnson (Gesang und Percussion) bei Earth, Wind and Fire. Schade, dass EWF-Chef Maurice White aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr auftreten kann.
Das Bild ist hervorragend, die Bühne ist über das gesamte 3-Stunden-Konzert hinweg voll beleuchtet. Sieht man einmal davon ab, dass die festen Kameras, die bei den beiden Schlagzeugen und den diversen Keyboards auf dem Podest in der hinteren Hälfte der Bühne befestigt wurden, manchmal etwas zittern: kein Wunder, wenn 20 Musiker mit viel Feuer über Bühne und Podest tanzen und damit sämtliche Aufhängungen etwas ins Schwingen bringen. Der Ton in Stereo 2.0, Dolby Surround 5.1 und DTS ist hervorragend, die Abmischung zwischen Instrumenten, Bässen und Gesang auch hervorragend gelungen.
Extras sind nicht vorhanden, das Drei-Stunden-Konzert ist eigentlich auch Extra genug. Schade, dass das Schlagzeug-Duell von Tris Imoboden (Chicago) und John Paris (EWF) aus dem Konzertverlauf herausgeschnitten wurde und als Extratrack auf die zweite DVD genommen wurde, ich hätte es mir im Original-Konzertverlauf gewünscht.
An den gemeinsamen Konzertteilen merkt man, dass die Funk-Soul-Musik von Earth, Wind and Fire und der Jazz-Rock und balladige Pop-Rock von Chicago sehr gut zusammen passen. Gerade im Finale hört man die Übergänge zwischen den Titeln fast nicht mehr heraus. An der gemeinsamen Verabschiedung (über die leider der Abspann gelegt wurde), merkt man auch, dass die beiden Bands während der 2004-US-Tour zu einer Einheit geworden sind: Da verbeugen sich wie nach einer Theatervorstellung die Instrumentalisten beider Bands immer zusammen, zunächst die Gitarristen, dann die Schlagzeuger .. der Schlusspunkt ist den sieben Gründungsmitgliedern vorbehalten.
Dieses Drei-Stunden-Konzert mit perfekt gespielter und trotzdem mit vielen Improvisationen angereicherter Gute-Laune-Musik kann ich nur zum Kauf empfehlen.
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