Kundenrezension

57 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auweia - was für eine Verschandelung!, 4. Mai 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Dunkelheit: Die Schwarzen Juwelen 1 - Roman (Taschenbuch)
THE BLACK JEWELS TRILOGY (zu deutsch DIE SCHWARZEN JUWELEN) gehört seit gut 7 Jahren zu meinen absoluten Lieblingen im Genre. Sie erinnert mich an eine Mischung aus David Eddings und Jacqueline Carey. Die Bücher sind düster und doch humorvoll, erotisch und voller Gefühl aber nie peinlich, von überlebensgroßen Charakteren und monumentalen Geschehnissen geprägt, die aber nie gekünstelt, steif oder pompös wirken ...
Dennoch habe ich eine Übersetzung immer gefürchtet - zu recht wie es scheint, denn ich habe den gewohnten Champagner erwartet und Apfelmost bekommen.

1. Die Zensur: Ja, es gibt sie noch. Der Fall der abgebissenen Klitoris wurde bereits erwähnt, aber auch manche Bezeichnungen und Redewendungen wurden bewusst verharmlost. Dadurch wirkt die Sprache weniger authentisch, Bishops Stil geht verloren. Doch gerade dieser - hm - erdige, herbe Stil gemischt mit kleinen Momenten voller Süße und Verzauberung machen den großen Erfolg der Autorin aus.
2. Die Übersetzung: Der Sprachfluss ist halbwegs gegeben, aber die Übersetzung von Wortschöpfungen, Eigennamen und manchen Redewendungen tun beinahe körperlich weh. Ein "schwarzgrauer Speerfaden"? "Stundenglasabbat"? "Lustsklave"? Saetan als "Haushofmeister"? Ich könnte die Reihe hier beliebig fortsetzen, aber das Katastrophale ist, dass das gesamte Buch dadurch holprig und unbeholfen erscheint und manches aus seiner wahren Bedeutung herausgerissen wird. Auf Englisch funktionieren gewisse Dinge, auf Deutsch hingegen nicht. Ich hätte mir hier mehr Fantasie gewünscht.
3. Die Covers: Nein, Jaenelle ist weder eine Domina, noch eine Vampirin oder sonst eine Gothic-Gestalt. Hat der Künstler die Bücher überhaupt gelesen? Es ist Tatsache das Covers nach wie vor zu den Hauptgründen gehören, warum man sich ein Buch kauft und sie sollten dementsprechend behandelt werden. Dass sich das noch nicht zu den deutschen Verlagen durchgesprochen hat, ist ja bekannt.
4. Die Titel: Dunkelheit - Dämmerung - Zwielicht - Schatten - was für eine Reihenfolge soll denn das bitte sein? In diesem Fantasyuniversum steht Dunkelheit für Macht. Je dunkler ein Juwel, desto mächtiger die Person. Dunkelheit sollte eigentlich der letzte Band der Reihe heißen - auch die Originaltitel spiegeln dies wieder (DAUGHTER OF THE BLOOD; HEIR TO THE SHADOWS; QUEEN OF DARKNESS)

Vielleicht ist diese Trilogie auch nicht übersetzbar und man sollte sich mit Apfelmost zufrieden geben (der so schlecht nicht ist). Wer aber ein Champagnererlebnis spüren möchte, sollte sich ans englische Original halten.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 31.10.2009 15:44:33 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.10.2009 15:52:00 GMT+01:00
Manni79 meint:
ad 1 und 2:

Wer kein Englisch kann (oder nicht gut genug) kann auch beruhigt zugreifen - die Übersetzung ist im Inhalt und Erzählstil sehr nahe am Original. Und wer gut Englisch kann liest sowiso das Original.
Da braucht man doch nicht soo kleinlich sein. Richtig gut übersetzen ist sowiso nicht so leicht will man den Stil des Autors beibehalten. Ute Brammertz hat das finde ich sehr gut hinbekommen.
Ich hab die Bücher auf Deutsch und Englisch mehrmals gelesen und es war wirklich nur in einzelnen Worten ein großer Unterschied.
Aber bitte: hourglass-sabbath -> Stundenglassabbat / pleasureslave -> Lustsklave wo ist das der Fauxpas? sagt beides genau das aus was es ist. Englisch liest sich halt der Wortlaut schöner.
Anderes lässt sich von der Bedeutung her nicht so einfach übersetzen.
Was die deutschen Leser sicherlich seltsam finden werden ist, dass Brammertz den Eigentitel "witch" einfach mit "Hexe" übersetzt.
Noch dazu wo es in dem Buch jede menge Hexen gibt :-)
Aber in englisch kommt es eben vor, dass man schreibt: ".. and as they realized that she is witch.." ( ".. und dann wurde ihnen klar, dass sie Hexe ist...")
Hier könnte man darüber streiten ob es nicht zum Verständnis besser gewesen wäre zu schreiben: " .. und dann wurden ihnen klar, dass sie "die" Hexe ist .." oder gleich einen anderne Titel einführt damit die Leser nicht glauben man meint "eine" Hexe.
Aber soo pedantisch sind zum Glück die Wenigsten :-) Jedes Wort umzudrehen.

ad3) Da geben ich dir vollkommen recht! Vermutlich bekam der Künstler nur eine kurze Zusammenfassung vom Verlag und den Auftrag sich etwas auszudenken, das ungefähr passt.
Sicherlich hat er nicht das Buch gelesen (das tun sicher die Wenigsten und ich denke mir mal Frau Bishop hat sich da auch nicht wirklich eingemischt)
Es ist als ob der Verlag die Bücher nicht ernst genug nimmt: "Ist wieder nur irgendeine Fantasy für Minderheiten. Lohnt sich der Aufwand nicht. Macht irgendwas drauf und fertig."

Somit darf man hier nicht den Fehler machen und von Cover auf den Inhalt schließen.
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