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Rezension bezieht sich auf: Revelation (Taschenbuch)
Dank solch außergewöhnlicher Romane wie "The Store" (1998) oder auch seinem letzten Werk "The Policy" (2003) hat sich der 1960 geborene Bentley Little mittlerweile nicht nur einen hervorragenden Ruf als erstklassigen Horror-Autor erarbeitet, sondern wird außerdem von Fans und Kollegen gleichermaßen als "König des Makabren" geschätzt. Seine Art, ganz alltägliche Dinge und Erscheinungen in einem gänzlich anderen - schrecklicheren - Licht wiederzuspiegeln, ist mit Sicherheit einzigartig.Als Little seinen ersten Roman "Revelation" schrieb, hatte er allerdings mit Sicherheit keine machtgierigen Großkonzerne oder gnadenlose Versicherungsunternehmen im Sinne. Vielmehr wollte er offensichtlich einen richtigen Horror-Schocker schreiben; kompromisslos und spannend bis zum Schluß. Über weite Strecken ist ihm dies mit "Revelation" auch gelungen. Die Kleinstadt Randal in Arizona wird zur Zielscheibe für Vandalen: Nachdem eine der lokalen Kirchen entweiht wurde, werden gleichzeitig Dutzende von Rinder verstümmelt aufgefunden, deren Blut sich schließlich an der Wand der Kirche wiederfindet. Der Sheriff des Ortes steht vor einem Rätsel - doch leider gibt es weder Zeugen noch Motive. Und da der Pfarrer samt Familie spurlos verschwunden ist, auch keinerlei Hinweise. Währenddessen verkündet Marina Lewis ihrem Mann Gordon die erfreuliche Nachricht, dass sie Eltern werden - Marina ist nämlich schwanger. Doch die guten Nachrichten verwandeln sich schlagartig in dunkle, bedrohliche Wolken, als Gordon von der hohen Rate an Früh- und Missgeburten erfährt, die in Randall in den letzten Jahren zur Welt gekommen sind. Wird sein Kind das gleiche Schicksal erleiden? Kurz darauf betritt ein Fremder die Stadt. Es ist der einzelgängerische Priester Elias, der den Bewohnern der Stadt das Ende und die Rückkehr des Teufels prophezeit. Spät - fast zu spät - erkennen der Sheriff und Gordon die Zusammenhänge. Können die beiden Männer die Katastrophe noch beenden? Lange Zeit hält Little die wichtigsten Geheimnisse und Zusammenhänge des Buches im Dunkeln. Doch der alte Trick, mit dem man die Leser bei Stange halten kann, funktioniert leider nur mittelprächtig. Statt atemloser Spannung herrscht auf einigen Strecken des Romans zähe Langatmigkeit, die zwar mehrmals durch Littles typische, makabre Einsprengsel aufgelockert werden, aber den Gesamteindruck nur wesentlich aufbessern können. Dafür wird der Leser zum Schluß hin mit einem Finale belohnt, dass man so wahrscheinlich bislang in noch keinem Horror-Roman hatte bewundern dürfen (mehr sei aber jetzt nicht verraten). Alles in allem schrammt "Revelation" daher knapp an einer Vier-Punkte-Bewertung vorbei, was allerdings nicht bedeutet, dass Bentley Littles Debüt schlecht ist; im Gegenteil. Der Bram-Stoker-Award für das beste Debüt dürfte dafür ein weiteres Indiz sein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Rezensentin / Rezensent
![]() Ort: Ludwigshafen am Rhein
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