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Kundenrezension

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fates Warning - Ist FWX der Durchbruch?, 27. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Fwx/Digi (Audio CD)
Das erste Mal auf Fates Warning aufmerksam wurde ich Anfang 1990. Das wunderbare Video zu „Through different eyes" von dem 89er-Album „Perfect Symmetry" lief bei MTVs „Headbagers Ball" (waren das noch Zeiten, eine eigene Metal-Sendung bei MTV) und nach Queensryche war ich auf der Suche nach weiteren Bands aus dem Bereich Metal mit einem musikalisch progressivem Touch. Da kamen Fates Warning genau recht und ich musste dieses Album haben.
15 Jahre sind seitdem vergangen und Fates Warning haben nie die Anerkennung bekommen, die ihnen eigentlich gebührt. Das liegt sicherlich daran, dass sie in dem langen Schatten von Queensryche groß geworden sind, dem zu entkommen eine monumentale Aufgabe darstellt. Mit FWX unternehmen Ray Alder (Gesang), Jim Matheos (Gitarre) und Mark Zonder (Drums) einen erneuten Anlauf und dieser hat gute Aussichten, sie endlich ins Rampenlicht der Prog-Metal-Szene zu katapultieren.
FWX zeigt dabei Fates Warning von ihrer besten Seite. Die Stücke sind trotz ihrer komplexen Struktur eingängig. Die Band wagt Experimente, die bei mehrmaligem Hören erst ihren ganzen Reiz entfalten. Und die Gitarrenarbeit von Matheos lässt sich nur als hervorragend bezeichnen.
Dabei bestechen die einzelnen Songs von FWX durch ihre atmosphärische Dichte. Ich erinnere mich noch, dass bei mir der erste Höreindruck damals 1990 war: großartige Musiker, aber die Ideen wirken forciert zusammengesetzt. Das heißt die Songs wirkten damals noch nicht organisch, oder inhaltlich zusammenhängend. Dies hat sich auf den Folge Alben stark verbessert und erreicht hier seinen Höhepunkt. Die Breaks kommen auf den Punkt, ohne vorhersehbar zu sein, die Ideen (wie zum Beispiel der verzerrte Gesang) entstehen eher als Reaktion auf das, was der Song vorgibt, als bloß eine spielerische Idee zu sein, die dem Ganzen aufgedrückt wird. Zudem bedienen sich die Jungs von Fates Warning hier der ganzen Bandbreite ihrer musikalischen Fähigkeiten, vom richtigen Heavy-Brett mit aggressivem Gesang bis zu ruhigen, getragenen Stücken mit arabischem Background-Vocals und Wiederholung der Gesangs-Melodie bei der Lead-Gitarre („River wide, ocean deep").
Im Gegensatz zu den zurückliegenden Alben wurde auf die Hilfe von Keyboarder Kevin Moore (Ex-Dream Theater, Chroma Key) verzichtet. Somit treten die Keyboardanteile weiter in den Hintergrund und werden nur noch selten als tragendes Element eingesetzt. Dadurch gewinnt die Gitarren- und Bass-Arbeit noch einmal gesteigerte Bedeutung und rechtfertigt das Vertrauen voll und ganz.
Zusätzlich zeichnet das Album sich durch einen dynamischen Drive aus, der auch bei den balladesken Songs nicht abreißt. Gerade dort zeigt Zonder, dass er in der Lage ist, ein Stück zum grooven zu bringen. Umso trauriger ist die Nachricht, dass dies die letzte FW-CD mit ihm an den Sticks ist. Dazu bedarf es auch nicht vertrackter Rhythmen oder komplizierter Breaks. Wer auch immer demnächst die Trommelfelle für Fates Warning bearbeitet, er wird eine schwere Aufgabe antreten, denn Zonder gehört neben Mike Portnoy (Dream Theater) und Scott Rockenfield (Queensryche) zu den ganz Großen des Metiers Prog-Metal (wobei ich den Rush-Meister Neil Peart eher als Rock-Drummer sehe, sonst würde er hier ebenfalls aufgeführt).
Zudem beweist Ray Alder einmal mehr, dass er eine tolle und wandelbare Stimme hat. Er kommt sowohl bei Balladen als auch bei den Rockern sehr druckvoll rüber und gibt den gefühlvoll düsteren Lyrics einen wunderbaren Ausdruck.
Irgendwelche Anspiel-Tipps herauszupicken fällt bei diesem Album schwer. Viel hängt dabei auch von der Stimmung ab. Schon der Opener „Left here" lässt keinen Zuhörer zurück. Durch die lang klingenden gezupften Gitarren-Akkorde wird man mitgenommen in den Song und immer tiefer in den musikalischen Strudel Fates Warning hineingezogen. Ein Entrinnen scheint es nicht zu geben. Wer es lieber hart und mit Power-Akkorden mag, ist sicherlich bei „Simple Human" am besten bedient. Wer Atmosphäre sucht und interessante musikalische Ideen zu schätzen weiß, wird bei „River wide, ocean deep" mit der Zunge schnalzen. Und dies sind lediglich die ersten drei Songs des Albums. Aber die Schönheit erschließt sich erst beim kompletten Durchhören von 1 bis X. Freunde der progressiven Spielrichtung werden ihre Freude daran haben, aber Obacht, es bedarf eines offenen Ohres und einer entsprechenden Grundhaltung.
Fates Warning haben sich noch nie dem kommerziellen Erfolg verschrieben, aber vielleicht werden sie ihn gerade deswegen mit FWX finden. Zumal sich Queensryche mit ihrem eher erdigen Sound (auf dem letzten Album Tribe) aus dem traditionellen Prog-Metal-Segment verabschiedet haben und die Chancen damit für Fates Warning steigen, entdeckt zu werden.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.10.2009 20:31:29 GMT+02:00
Schwark meint:
Sorry, aber der Vergleich mit Queensryche hinkt völlig. Obwohl beide Bands relativ zeitgleich ihr Debüt veröffentlicht haben sind Fates Warning einen völlig anderen Weg gegangen. Oder würdest Du die 2. Queensryche mit "The Spectre Within" vergleichen? Fates Warning waren von Anfang an individueller, unkommerzieller und (leider) auch erfolgloser!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.10.2009 21:34:41 GMT+02:00
Marc Langels meint:
Der Vergleich zwischen den beiden Bands ist in meinen Augen vollkommen legitim, nicht nur zeitlich, sondern auch musikalisch. Beide machen progressiven Metal, wobei die einen sicherlich einen eingängigeren Ansatz verfolgt haben. Insofern kann man THE WARNING auch durchaus mit THE SPECTRE WITHIN vergleichen. Denn sowohl beim frühen Sound und beim Songwriting liegen nicht gerade "die Welten" dazwischen. Und der kommerzielle Erfolg kam für QUEENSRYCHE auch nicht erst mit EMPIRE sondern bereits mit OPERATION MINDCRIME und sogar mit Abstrichen schon bei RAGE FOR ORDER, das in höchstem Grad individuell und unkommerziell (vor allem zu der Zeit) war. Aber jedem ist es ja vollkommen unbefangen das Ganze anders zu sehen. Da bin ich frei aller Dogmen.

Veröffentlicht am 04.09.2010 20:00:38 GMT+02:00
Julian Hahn meint:
Sehr schöne Rezension, auch wenn es nicht noch tiefer ins Album geht - dies bleibt ja schließlich den Hörern überlassen. Ob der Vergleich mit QR legitim ist, sei dahergestellt, bloß Fakt ist einfach, dass FW tatsächlich in ihrem Schatten lebten. "FWX" ist meines erachtens das rundeste Album, sei es als Gesamtwerk, oder seien es die einzelnen Songs. Super Atmosphäre, tight (speziell "Simple Human"), und ein guter Schritt gen Zukunft. 6/5 Sterne :)

Veröffentlicht am 20.01.2014 21:26:46 GMT+01:00
"schuebi007" meint:
Ich möchte jedem FW-Fan das Album "Rooms Of Anguish" von POWER OF OMENS wärmstens ans Herz legen. Der Himmel auf Erden!!!
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