Kundenrezension

72 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Technisch perfekter Film, aber ..., 8. Oktober 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Gravity (DVD)
Bilder: Live Feeling, Set, CGI, Fotografie, Kamera-Führung etc. = Mindestens 5-6 Sterne.
Story: Simpel aber grundsätzlich fesselnd. = 5 Sterne.
Schauspielerische Anforderungen/Leistungen: George und Sandra sind meiner Meinung nach typische Hollywood-Fehlbesetzungen. Die wenigen Szenen, in denen Clooney alias Kowalski etwas zum Tiefgang der Geschichte hätte beitragen können, kleistert er mit doofen Sprüchen zu. Auch Sandra Bullock nehme ich die Rolle von Dr. Ryan Stone nicht ab - wirkt die Frau in ernsten Szenen doch stets so bemüht. Folglich wartet man vergebens auf die angekündigten Gänsehaut-Momente. = 3 Sterne.
Realität und Physik: Die Filmemacher und Schauspieler haben das schwierige Kunststück vollbracht, Schwerelosigkeit und Weltraumtechnik optisch absolut glaubhaft in den Kinosaal zu übertragen. Umso mehr habe ich mich über die vielen, zugunsten billiger Effekthascherei eingebauten Fehler geärgert. = 3 Sterne.
Vorsicht Spoiler! Hier ein paar Beispiele:
1) Mit einem "Raketenrucksack" (SAFER) kann man keine Achterbahnfahrten vollführen wie Kowalski es tut.
2) Hubble, ISS und Tiangong befinden/bewegen sich auf völlig unterschiedlichen Höhen und Bahnebenen. Ein Sichtkontakt ist absolut unmöglich.
3) Die NASA würde niemals einen Raumfahrt-Newbie mit Höhenangst allein an einem milliardenteuren Weltraumteleskop herumschrauben lassen.
4) Wo ist die Besatzung der chinesischen Raumstation? Wenn ein Shenzhou-Raumschiff an der Station angekoppelt ist, muss auch eine Besatzung da sein.
5) Weshalb stürzt die chinesische Station ab? Ich konnte keinen plausiblen Grund dafür erkennen.
6) Ein Seil stoppt den Irrflug von Dr. Ryan Stone und Matt Kowalski. Da keine Fliehkraft mehr an ihnen zerrt, müsste Kowalski sich auch nicht ausklinken.
7) Das Seil würde Kowalski auch tragen, wenn er auf der Erde über einem Abgrund hinge. Schliesslich gehört es zum Fallschirm einer 3 Tonnen schweren Raumkapsel.
8) Eine beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre taumelnde Kapsel richtet sich nicht von selber aus - sie verglüht.
9) Nach der Landung befindet sich die Luke über dem Wasserspiegel. Kein Wellengang. Dennoch schwappt plötzlich Wasser rein und die Kapsel säuft innert Sekunden ab.
10) Shuttle-Astronauten werden nicht darin ausgebildet, wie man ein Sojus oder Shenzhou-Raumschiff bedient.
11) Ein Feuerlöscher als ... etc. etc.

Fazit:

- Angekündigt war der realistischste Weltraumfilm aller Zeiten.
- Von der Story ausgehend, hatte ich mir ein tief unter die Haut gehendes Weltraumdrama erhofft.
- Zurückgeschraubt wurden meine Erwartungen durch die Bekanntgabe der Besetzung.
- Genossen habe ich die gewaltig realistischen Bilder.
- Verdruss bereiteten mir die ausdrucksarmen Schauspieler sowie die z.T. völlig überdrehte "Armageddon-Action".

Mehr als 3 - 3,5 Sterne kann ich dem Film leider nicht zugestehen.
Anmerkung: Ich mag sowohl Sandra Bullock als auch George Clooney - doch in Komödien und Popcorn-Filmen sind die beiden besser aufgehoben.
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Kommentare

Von 4 Kunden verfolgt

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1-10 von 48 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.10.2013 22:32:22 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 08.10.2013 22:53:08 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 08.10.2013 22:36:59 GMT+02:00
Ventris meint:
Also das Seil hing aber nur mehr oder weniger lose über dem Weltraumschuh von Stone, da spielt es keine Rolle wie Fest es ist - ja es hat beide gestoppt, jedoch müsste jetzt ein Zug von Stone ausgehen, der Kowalski in Richtung Station bzw. auf sie zu treiben lässt. Bzw. müsste sie sich zu ihm hin ziehen - ist die selbe Bewegung NUR dass das Seil eben genau diese Kraft halten muss, ansonsten würde sich Stone ja tatsächlich auf Kowalski zu bewegen. Hätte es aber aus Sicht Kowalskis nicht geklappt. Ob er damit recht hat oder nicht lässt sich schlecht beurteilen... Man schwebt zwar aber die beiden Menschen haben doch trotzdem eine gewisse Masse die bewegt werden muss.

Und zur Besatzung: es wurde doch gesagt, dass die Besatzung evakuiert wurde. Die Kapsel an der ISS hing dort, weil sie kaputt war. An der Tiangong weiß man nichts genaueres. Und zu den Kapseln und der Steuerung - naja wäre auch blöd wenn Stone da oben verreckt wäre. Außerdem, was muss so eine Kapsel schon können? Die Fällt auf die Erde, der Fallschirm geht auf und 3 m überm Boden gehen die Bremstriebwerke an. Wenn dann kann man doch höchstens den Eintrittswinkel beeinflussen und der Rest läuft einfach ab zumindest reicht diese Vorstellung dem 0815 Zuschauer.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.10.2013 23:57:29 GMT+02:00
UHU meint:
Die Kraft eines Fingers hätte gereicht, Kowalski zu sich heranzuziehen. Dieser macht es richtig vor, wenn er das tonnenschwere Hubble-Teleskop von Hand aus der Verankerung in der Ladebucht des Shuttles wegstößt.
Das mit der Evakuierung habe ich leider überhört. Werde es korrigieren. Obwohl - so ruckzuck evakuieren kann man auch nicht ...
Kapsel und Steuerung: Die Landung ist eine sehr heikle Phase. Der Eintrittswinkel einer Kapsel bewegt sich in wenigen Winkelgraden. Kommt man zu tief, verglüht man; kommt man zu hoch, wird die Kapsel aus der Bahn geschleudert. Die Bremstriebwerke sind je nach Gewicht und Lage für eine exakt berechnete Zeit zu feuern etc.
Der Film zeigt vieles so real wie selten zuvor - ist viel mehr als 0815. Nur deshalb ärgern mich die z.T. groben Fehler.

Veröffentlicht am 09.10.2013 00:14:09 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 09.10.2013 00:19:56 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 09.10.2013 00:21:27 GMT+02:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.10.2013 08:11:27 GMT+02:00
R. Sanders meint:
Danke für Ihre Rezension! Ich weiß nicht, ob Sie Diskussion zu der Rezension "Kein "2001", "Sunshine", "Apollo 13" oder "Moon"," verfolgt haben, aber dort habe ich ähnliche "Bedenken" geäußert. Mit einer eigenen Rezension werde ich allerdings noch warten.
Sie erzählen in Ihrer Rezension so viel wahres.
Zu Ihren Punkten:

5) Meine Freundin sagte, es war wahrscheinlich einfach an der Zeit ;-)
7) Aber es war furchtbar spannend, wie sich George abnabelt von Sandra. - Also diesen Realismus-Patzer hätte ich ihm verziehen.
11) Das war ja auch nicht erforderlich, die gesamte Landung erfolgte ja durch einen einzigen Knopfdruck. Und da die Kapsel nur 1208 Knöpfe hat, war es gut und richtig, dass sie den richtigen Knopf erwischt hat.

Und ich würde das gerne ergänzen:

12) Wenn mich nicht alles täuscht, dann bewegt man sich im Weltraum ziemlich genau mit der Kraft, die man investiert. Soll heißen, wenn ich mich beschleunige, bin ich schnell, bis ich mich bremse. Die Geschwindigkeit dürfte nicht zunehmen, es sei denn ich bewege in Richtung Anziehungskraft von einem Körper. Richtig? - Warum wird sich also ständig mit Kraft abgestoßen, nur um dann die nächste Sprosse / Halterung kaum noch / nur noch mit Nöten zu erreichen. Klar ist das spannend, aber irgendwie?
13) Sie schreiben gar nichts zu der Navigation mit einem Feuerlöscher (mehr möchte ich dazu nicht schreiben) in Schwerelosigkeit
14) oder das sie sich aus der Sojus-Kapsel im richtigen Moment heraus katapultiert um noch rechtzeitig anzukommen
15) oder das jede Luftschleuse die sie öffnet, explosionsartig die Tür öffnet, so dass sie schön umher geschleudert wird
16) oder...

Veröffentlicht am 11.10.2013 14:26:34 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.10.2013 14:41:04 GMT+02:00
Janko meint:
ich verstehe, um ehrlich zu sein, die einforderung von 100% realismus nicht. dann kann ich mir doch auch eine weltraumdokumentation auf arte anschauen. wenn ich ins kino gehe hoffe ich 1. auf eine spannende geschichte und 2. auf gute bilder. beides habe ich bei GRAVITY bekommen. wäre der film realistisch gewesen, hätte ich nach 20 minuten wieder nach hause gehen können, weil alle tot gewesen wären. so what.

...uh, jetzt bin ich bestimmt ein hirnloser mainstream-konsument... ;o)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.10.2013 16:06:58 GMT+02:00
UHU meint:
Ich verstehe Ihre Argumentation durchaus und hätte mich auch nicht in derart pingeliger Weise über "Gravity" ausgelassen, wäre der Film nicht als maßgebender, realistischster, bester, grandiosester u.s.w. Weltraumfilm aller Zeiten belobigt worden. Bei Krachern wie Armageddon wäre es mir im Leben nicht in den Sinn gekommen, ähnlich kritisch zu urteilen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.10.2013 17:05:18 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.10.2013 17:05:58 GMT+02:00
Arokh21 meint:
Ich sehe das so wie mein Vorschreiber: Cuaron hat einen fiktionalen Spielfilm mit dramatisierter Handlung gedreht und keine Dokumentation.
Insofern stören mich die aufgezählten Punkte nicht, wenn im Film der Raketenrucksack länger Treibstoff hat als in der Realität, dann ist das HIER eben so.
Über die chinesische Station hat Stone keine Informationen, und der Zuschauer deshalb auch nicht. Irgendwas wird schiefgegangen sein, und abstürzen könnte sie schon.
Natürlich braucht es seeehr viel Glück diesen Absturz zu überleben – ist es aber komplett unmöglich?
Ich hatte (zum Glück) an keiner Stelle das Problem, den Film als großartig gemachte Unterhaltung zu akzeptieren.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.10.2013 17:57:29 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.10.2013 10:51:04 GMT+02:00
UHU meint:
Es scheint so, als gehöre ich zu einer kleinen Gruppe von Nörglern, die sich mit dem Film einfach nicht anfreunden können. Hätten mich zumindest die Schauspieler in ihren Bann gezogen, wäre mir das eine oder andere vermutlich gar nicht so aufgefallen - aber alles zusammen ...
Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, und so tritt man immer Jemandem auf die Füße. Leider!
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