Kundenrezension

220 von 226 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen G3 - sehr empfehlenswert für anspruchsvolle Hobby-Fotografen, 19. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Panasonic Lumix DMC-G3KEG-K Systemkamera (16 Megapixel, 7,5 cm (3 Zoll) Touchscreen, elek. Sucher) Gehäuse schwarz inkl. Lumix G Vario 14-42mm Objektiv (Elektronik)
Nach langem Suchen habe ich micht für die G3 (als Kit mit Tele) entschieden und bin sehr zufrieden damit! Kann sie jedem empfehlen, der eine kompakte Kamera mit hoher Bildqualität auch bei wenig Licht sucht.

Zugegeben, die G3 hat auch ein paar Schwächen (kleiner Akku, relativ lautes Auslösegeräusch, schwacher Blitz), aber das lässt sich leicht verschmerzen. Zusatzakku kostet bei LookIt knapp 14€ (Batterieanzeige funktioniert!). Lauter als eine "richtige" Spiegelreflex ist sie auch nicht. Und es gibt ja einen Blitzschuh, falls man einen kräftigen Blitz braucht. Also alles Punkte, die nicht so wirklich zählen.

Aber es gibt eine Menge Dinge, die wirklich prima sind:

- Sehr handlich. Im direkten Vergleich ist sie mit Kit-Objektiv 14/42 kaum größer als meine alte FZ8 mit Sonnenblende. Für mich ein entscheidender Grund. Was nutzt mir eine super Kamera, wenn ich sie nicht dabei habe, wenn es spannend wird. Im Urlaub oder auf einer Wanderung geht es bei mir nicht nur ums Fotografieren. Da muß die Kamera einfach so mitlaufen und auch mal in die Jackentasche passen.

- Im Gegensatz zu den meisten "Systemkameras" hat die G3 einen Sucher. Es wird häufig bemerkt, daß dieser bei wenig Licht nicht so gut arbeitet. Kann schon sein, aber da braucht man ihn meist auch nicht. Wichtig wird der Sucher vor allem, wenn es so hell ist, daß man auf dem Display nichts mehr sieht. Und da tut er seinen Job wirklich gut.

- Für mich ein nettes Add-On ist die Video-Funktion. Im direkten Vergleich mit einem hochwerigen AVHCD-Rekorder von Canon wurden die Dateien bei gleicher Qualität ca. 15% größer. Aber der Rekorder hat ja auch ein paar hunder Euro mehr gekostet und ist hier sozusagen kostenlos dabei. Für NiceToHave also gar nicht so schlecht.

- Wirklich überragend ist die Bildqualität. Bei voller Auflösung noch meist pixelscharf. Da habe ich schon Bilder von "großen" Kameras gesehen, die deutlich schlechter waren. Auch bei hohen Iso-Werten sind die Ergebnisse meist ziemlich brauchbar. Nach meiner Einschätzung können da viele Spiegelreflexkameras in dieser Preisklasse gar nicht mithalten.

- Ein Punkt, der leider selten erwähnt wird, ist aber die Farbqualität. Gerade Kompaktkameras neigen dazu, Farben eher unzuverlässig widerzugeben. Bisher dachte ich, dass meine FZ8 da schon ganz brauchbar wäre. Aber es ist absolut kein Vergleich mit den differenzierten Farben, die die G3 produziert. Auch unter schlechten Lichtverhältnissen und Mischlicht sind die Farben klar und geben die Stimmung sehr gut wieder. Ich habe bisher auch keine "Ausreisser" z.B. bei intensiven Rot- oder Grüntönen bemerkt.

- Es stimmt, daß der automatische Weißabgleich nicht sehr gut arbeitet. Insbesondere bei Licht aus Energiesparlampen stellt die Kamera einen zu warmen Ton ein. Alle Farbeinstellungen (also auch die vorbelegten Modi z.B. für Glühlampenlicht) lassen sich aber sehr schnell und intuitiv anpassen. Und diese Einstellungen bleiben beim ausschalten erhalten. Wem also die Abstimmung ab Werk zu warm oder kalt ist, der ist nicht aufgeschmissen.

- Der drehbare Touch-Screen ist nicht nur praktisch für besondere Perspektiven oder Selbstportraits, er schützt das Display beim Transport. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

- Apropos Touch: Dieser Teil des Bedienkonzeptes ist wirklich Zucker! Mit einem Tippen läßt sich der Focuspunkt im Bild verschieben. In Verbindung mit dem rasend schnellen und recht zuverlässigen Autofocus eine geniale Kombination. Das ist ein echter Sprung nach vorn. Auf Wunsch kann auch gleich die Belichtung an den Focuspunkt gekoppelt werden, was extremen Situationen eine große Erleichterung ist. Da macht es richtig Spaß, mit Unschärfen zu spielen.

- Die Menues sind in der Tat sehr länglich und unüberlichtlich. Mir ist auch nicht ganz klar, nach welchen Kriterien die Punkte den verschiedenen Rec-, Individual- und Setup-Menues zugeordnet wurden. Das ist allerings auch nicht ganz so schlimm, da es ein Quick-Menue gibt, in dem man sich die wichtigsten zusammenstellen kann. Das Quick-Menue kann maximal 15 beliebige Optionen in beliebiger Reihenfolge aufnehmen. Sucht man sich die wichtigsten 10 Punkte raus, dann kann man diese mit jeweils mit einem Tastendruck und einem Dreh am Control-Rad erreichen. Das erinnert ein wenig an die Ribbons von Microsoft, hat hier aber mal einen Sinn und ist wirklich praktisch. Im normalen Alltag braucht man die Menues also meist nicht.

- Hat man mal eine besondere Einstellung gefunden, dann gibt es 4 Speicherplätze, auf denen sich diese speichern lassen. Den ersten erreicht man als C1 auf dem Modus-Wahlrad, die nummern 2-4 können in der Position C2 abgerufen werden, welche davon stellt man im Menue ein. Man hat also stets 2 feste Vorbelegungen, die man mit einem Dreh erreichen kann. Das ist gar nicht dumm, wenn es mal schnell gehen muss.

Fazit:

Die G3 ist eine handliche Kamera mit super Bildquaität. Über den Esel-Modus (iA-Taste) kann sie auch von Leuten benutzt werden, die sich nicht zu sehr mit den Details befassen wollen. Ansonsten ist sie eher was für anspruchsvollere Personen, die bereit sind, sich mit den Feinheiten auseinanderzusetzen. Wer die Möglichkeiten zu nutzen weiß erhält eine sehr leistungsfähige Kamera zu einem vernünftigen Preis. Empfehlenswert ist auch das Kit G3WEG mit Tele.

Nachtrag nach ca. 5 Monaten Benutzung:

Die positive Grundbegeisterung ist noch immer erhalten geblieben. Insbesondere das Tele 40/200 hat sich als mit sehr brauchbarer Bildqualität bewährt. Die Bildqualität ist insgesamt auch bei schwierigen Lichtverhältnissen exzellent. Auch der etwas kleinere Akku stört auf Dauer eigentlich nicht. 250 Bilder sind mit einer Ladung bei normalem Gebrauch jedenfalls kein Problem, den Zweitakku habe ich bisher kaum verwendet.

Ein paar Kritikpunkte, hauptsächlich zum Bedienkonzept:

Was auf Dauer etwas nervt ist der Farbabgleich. Der automatische Abgleich AWB produziert leider häufig unausgewogene, kalte Farben. Mit festen Vorgaben für Sonne oder Schatten klappt das wesentlich besser, leider wird dann z.B. bei aktivem Blitz die Korrektur nicht auf Blitzkorrektur umgestellt, eine häufige Fehlerquelle.

Ebenfalls unglücklich ist die Tatsache, daß es keinen selektiven Reset von Parametern beim Ausschalten gibt. Sowas hatten die ersten Olympus-Kameras. Da konnte man auswählen, welche Einstellungen beim Ausschalten zurückgesetzt werden sollten und welche nicht. Bei der G3 passiert es mir jedenfalls häufiger, daß ich nach dem Einschalten nach längerer Pause erstmal suchen muß, was alles verstellt war. Meist ist noch die Belichtungskorrektur drin oder der Farbabgleich manuell eingestellt.

Die Vorgabeeinstellungen mit C1 und C2 sind bei mir überflüssig, meist habe ich nach zwei Tagen vergessen, was eingestellt war. Hier müßte man wirklich Buch führen. Ebenso ist eigentich nicht klar, warum der Esel-Modus (iA) eine eigene Taste bekommen hat. Das hätte man auch als Position auf dem Einstellrad erledigen können (der berühmte Herzchen-Modus), wäre logischer und hätte Tasten gespart. Denn das Einstellrad ist funktionslos, wenn iA aktiv ist. Dürfte schon mal zu echter Verwirrung führen, wenn man den Zusammenhang nicht kennt. Auch die Aufteilung in Szenen- und Kreativ-Modi ist eigentlich überflüssig, das hätte gut zusammen in eine Einstellung gepasst.

Aber das sind eigentich Kleinigkeiten, die lediglich schon mal verwirren. Analoges gilt auch für die Einstellmöglichkeiten der rückseitigen Funktionstasten. Für Leute mit ausgeprägtem Spieltrieb eine feine Sache, Normalnutzer dürften es zum Teil kaum schaffen, diese Tasten überhaupt zu belegen.

Insgesamt würde ich die Kamera daher Menschen, die einfach nur Knipsen wollen, nur eingeschränkt emfehlen, es sei denn, sie bleiben immer im iA-Modus.
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