Kundenrezension

101 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen bezaubernd und ärgerlich, 17. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Triffst du Buddha, töte ihn!: Ein Selbstversuch (Gebundene Ausgabe)
so, fertig. Selten hat mich ein Buch so hin- und hergerissen. Anfangs eher hin, zum Ende zu immer stärker her.

So schön die Reiseerzählung war, der Weg zur Meditation, die Sprache, mich widerten diese ständigen Herabsetzung anderer an: Dumme, Schwachköpfe, zerebral Minderbemittelte....Mir machte das Buch stellenweise das Herz richtig eng. Vieles im Buddhismus z.B. hat er unzulässig verkürzt, was nicht schlimm wäre, wenn nicht gleich wieder die Wertung schwachsinnig oder lächerlich käme. Ein persönlicher Rachefeldzug mit sehr guten Beobachtungen, Momente voller eigener Wärme, auch Aufarbeiten persönlicher Defizite, die mit einem gewissen Stolz zelebriert werden, das Ego als zentrales Thema und offenbar hat Andreas Altmann große Resonanzflächen dafür, die er auch ausgiebig kultiviert. Ich habe das Gefühl eines sehr sensiblen Menschen, der heftig austeilen kann, der alles will und vermutlich deswegen immer noch so auf der Suche ist. Mir hat sehr gut gefallen, wie der Menschen auf der Reise beschrieben hat, seine eigenen Unzulänglichkeiten manchmal, aber auch das Erlebnis der Meditation. Ich finde immer interessant, wie andere das zu erklären versuchen. Leider hab ich mich dennoch durch das Buch gequält, weil die für mich wirklich außergewöhnlichen Teile des Buches ständig unterbrochen wurden und ich mich immer darüber geärgert habe, schade.

Obwohl: sich ein Buch zu kaufen und sich beim Lesen zu ärgern, entbehrt aber auch nicht einer gewissen Komik. ;-)
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.09.2011 09:44:47 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.09.2011 09:45:14 GMT+02:00
EM meint:
Ist ein Buch eigentlich nur deshalb schlecht (also 2-sternig), weil es einen ärgert? Lernt man von denen, die einem gegen den Strich gehen, nicht viel mehr? Ich habe mich diebisch gefreut über viele seiner bösen Sprüche, weil ich wie er die Vereinnahmung des Buddhas durch die esoterischen Schwätzer, die sich auf ihre verkürzten Sinnsprüche zurückziehen, schon immer unerträglich fand. Gerade diese Schwätzer sind aber diejenigen, die Buddhas wichtigste Erkenntnis (! nicht Offenbarung), dass alles vergänglich ist und sich ständig verändert gerne durch buchstäbliches Aussitzen von sich schieben wollen. Die Stärke des Buddhismus war immer, dass er sich an das, was er vorgefunden hat, angepasst hat. Und, wie Altmann richtig sagt, dass er nicht für einen Glauben sondern für Erfahrung plädierte.
Altmann beschreibt das, was Sie auch bei Hesse im Siddharta nachlesen können (im Gespräch Siddhartas mit Gautama).
Also, noch einmal: müssen gute Bücher immer gefallen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.09.2011 15:13:06 GMT+02:00
Iridia meint:
Sie haben ja gut beschrieben, dass Sie die Unerträglichkeit bestimmter Leute verbindet.
Das ist im Sinne des Buddhismus aber etwas, wohin ich keine (negative) Energie stecken möchte. Nein, das ist für mich nicht hilfreich. Sich ärgern über die Anderen ist etwas, wovon ich mich doch freimachen möchte.
Hesses "Siddharta" ist für mich genau das Gegenteil, das beobachten des eigenen Weges/Flusses bereits voll Gelassenheit und ohne das sichtlich emotional aufregende Abwerten von Menschen, auch wenn sie anderer Gesinnung sind.

Ich verstehe, dass man das nicht immer kann, weil man zum Teil schweren Schaden davongetragen hat, aber hier ging es oft um Leute, die seinen Weg nur einfach gekreuzt haben.

Veröffentlicht am 31.01.2012 21:24:25 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.01.2012 21:27:12 GMT+01:00
Pigepurü meint:
Hallo Iridia, Deine Kritik trifft 100% mein Gefühl zu dem Buch! Super beschrieben!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.01.2012 21:42:14 GMT+01:00
EM meint:
Warum machen Sie dann Ihrem Ärger mit 2 Sternen Luft? Sie waren "angewidert", ist das dann keine "negative Energie"? Auch so ein dummes Sprüchlein, das ich vor allem aus den wohlsituierten Haushalten kenne, in denen für die Sinnlosigkeit des Lebens der Buddha herhalten muss und die eigene Herkunft auch noch verkauft wird, nachdem man meist einige Jahrzehnte lang selbst am Ausverkauf von Werten beteiligt war.
Kritik ist ein Teil des Lebens, und auch Buddhisten kritisieren (nicht nur Altmann). Schauen Sie mal bei ihm vorbei, dann denken Sie über "negative Energien" und Kritik ein wenig anders:
Broken Buddha: Plädoyer für einen neuen Buddhismus

Veröffentlicht am 28.06.2012 09:37:25 GMT+02:00
pakoo meint:
super Kritik! man versteht so richtig, was der Leser erlebt hat.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.09.2012 01:14:55 GMT+02:00
Klaus Roth meint:
Ich lese gerade "Das Scheißleben meines Vaters..." vom Autor und kenne seine Interviews. Ich finde auch, er hat eine heftige Sprache und Wortwahl. Im Hinblick auf das vorliegende Buch kann ich nichts sagen, da ich es (noch) nicht gelesen habe. Aber allgemein empfinde ich es beim Autor so, dass er durchaus sachlich bleibt und niemanden zu Unrecht anklagt. Zudem finde ich es sehr befreiend und erleichternd, wenn man seinen Gefühle mit ihnen angemessenen Worten Luft macht. In dieser Hinsicht habe ich sehr stark von Herrn Altmann kopiert, nachdem ich zuvor häufig versuchte, auch drastische Fehler meiner Mitmenschen kleinzureden und zu relativieren.

Nachdem ich das autobiographische Buch "Das Scheißleben meines Vaters..." des Autors gerade halb durch habe, finde ich seine ablehnende Haltung z. B. bestimmter Rituale, religiöser Praxis und manch anderer Phänomene verständlich.

Ansonsten finde ich, sollte man Rezensionen nicht allzu zereden und diskutieren. Eine Rezension ist eine subjektive Meinung zu einem Buch, nicht mehr und nicht weniger. Und wenn ein Rezensent (mich eingeschlossen) eine Meinung zu einem Buch hat, dann... ist es eben so. Mancher mag einen bestimmten Stil und ein anderer nicht. Manche mögen Andreas Altmann gerade wegen seiner Sprache, andere lehnen ihn gerade deshalb ab. Aus meiner Sicht ist es wenig sinnvoll, die Meinung eines Menschen so auszudiskutieren.

Zumindest die meisten Bewerter dieser Rezension scheinen diese Einsicht zu teilen. Herr Altmann scheint kluge und Faire Leser zu haben. :-)
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