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SO muss moderner Metal klingen!,
19. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: The Powerless Rise (Audio CD)
Ich persönlich habe ja auch die alten Platten geliebt und fand nicht, dass es nur 0815 Metalcore war ;) Aber Kritiker und engstirnige Zeitgenossen lassen ja solche Phrasen gern und schnell fallen, wen juckt's.
Mit An Ocean between us festigten sie nicht nur ihren Ruf, weitab der Metalcoreszene, sondern haben auch noch bewiesen, dass sie zu (positiven) Weiterentwicklungen fähig sind. Zurecht wurde das geniale Album international sehr gut bewertet und auch von Fans gemocht. Der neue Sänger bzw. Basser war natürlich Geschmackssache, ich mag ihn.
Und so stand die neue Platte ins Haus und man war gespannt, wie das neue Album nun klingen würde. Und wie wurde man nicht enttäuscht!
Die meisten Rezensenten haben es hier schon treffend beschrieben, die Zeit mit dem Nebenprojekt Austrian Death Machine tat Tim mehr als gut, seine Stimme klang nie böser und variantenreicher! Tempo und Härtegrad hat man angezogen, ohne in stumpfes Geknüppel abzudriften und die Melodieführung zu vergessen. Hier findet man wahrlich genug und eigentlich ist für Jedermann etwas dabei, sei es eine typische AILD Hymne ala Parallels oder ein fieser Knüppler ohne Klargesang wie der Opener oder das äusserst geniale Without Conclusion.
Mir persönlich sind vorallem die Gitarren bzw. Solis und Leads aufgefallen, welche auf der Platte imo mehr hervorstechen (positiv) als auf den Vorgängern.
Lyrisch zeigt allein schon der geniale Albumtitel, wohin die Reise geht und auch sonst schafft es Tim einmal mehr, gute Texte mit einer Aussage zu schaffen, die einem nicht aufgezwungen wird, aber durchaus neue Denkanstöße geben kann. Sehr, sehr toll. Und das alles trotz der Tatsache, dass er überzeugter Christ ist. Dieses "Makel" sollte nun wirklich niemanden mehr davon abhalten, sich der Band zu öffnen, denn religiöse Themen im eigentlichen Sinne kommen nicht vor (zum Glück).
Alles in allem eine großartige Platte, auch wenn es mir schwer fällt, sie als bestes Werk der Jungs aus Kalifornien zu betiteln, da ich viel mit SaS und FWc verbinde bzw. auch mit AObu. Es gibt auch keine Lückenfüller oder schwache Titel, das Album wirkt wie aus einem Guss. Trotz allem ist für MICH das schwächste Glied "Beyond our Suffering". Es verdient zwar Inhaltlich das Prädikat wertvoll, ist musikalisch aber nicht so hervorstechend oder genial wie der Rest. Das ist aber Kritik auf hohem Niveau.
Fazit: Jeder, der nichts gegen modernen Metal hat, sowieso AILD Fan ist oder noch werden will, der sollte hier schnell zugreifen. Das Digipak ist zudem wirklich schön gestaltet und enthält alle Texte, so wie es sich gehört.
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