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Unbedingt lesen für Sinnsucher!!,
27. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: So bin ich Rabbinerin geworden. Jüdische Herausforderungen hier und jetzt (Taschenbuch)
Dies ist keine Unterhaltungslektüre. Aber gut geschrieben und flüssig lesbar. Ich mußte die 190 Seiten in einem durchlesen. Es sind wirklich neue Gedanken darin, noch nie gelesen und auch in keiner deutschen Meinungs- und Mehrheitsideologie zu finden. Neuinterpretation der Schöpfungsgeschichte: Gott ist nicht der Schöpfer von allem, sondern findet das Universum vor und schafft als Teil des menschlichen (!) Bewußtseins Beziehungen, zwischen den Dingen, dem Lebendigen und zwischen den Gedanken. In radikaler monotheistischer Sicht ist Gott auch Schöpfer der Bösen. Es gibt keinen Satan als 2 Gottheit - wie im relativen Monotheismus des Christentums.
Hochinteressant die Denkarbeit über das Böse, hebräisch Amalek. Wer das gelesen hat, wird die idealistische Jesus-Botschaft auf hohem Niveau in Frage stellen. Dann ein weiterer Gedanke gegen den Globalismus: Alle sind gleich, alle sind Brüder (oder Schwestern). Nein. Wo das Böse ist, muß es auch bekämpft, ev. sogar getötet werden (siehe Sadam Hussein, oder aktuell Irans Herrscher).
Zum Schluß noch: Die Juden wurden und werden gehaßt nicht wegen ihrer Fehler, sondern wegen ihrer Stärke, die in ihrem Glauben liegt. Besonders auch in der Anerkennung der Kraft des Weiblichen, auch des Erotischen, was gerade in der Prüderie des christlichen Moralismus verdammt wurde.
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