Rezensionen über MGS4, die keine 5 Punkte vergeben, werden hier offenbar nicht gerne gesehen. Nun, das ist mir persönlich egal. Ich werde meine Eindrücke ungeschönt schildern.
Um eines vorweg zu nehmen: Ich habe alle Metal Gear Solid Spiele mehrfach durchgespielt, bin also sowohl mit der Story als auch mit dem Gameplay vertraut.
Nun, wo soll man hier anfangen. Das Gameplay wurde überarbeitet, was auch dringend nötig war. Schwenkbare Kamera, ordentliches Zielsystem, gute Orientierung.
Dafür ist vom ursprünglichen Stealth-Faktor leider kaum noch etwas übrig geblieben. Schleichen ist eigentlich totale Zeitverschwendung, wenn man nicht gerade irgendwelche Ränge freischalten möchte. Als echter MGSler macht mans zwar trotzdem, dennoch frustet die Tatsache, dass durchballern genauso klappt.
Grafik und insbesondere der unkomprimierte TrueHD Sound wissen zu überzeugen. Das trägt schon sehr zu einer packenden Atmosphäre bei.
Die Story ist leider bereits im zweiten Teil sehr ins unglaubwürdige abgedriftet. Dies führt der vierte Teil konsequent fort. Man hätte hier zwar einiges besser machen können, dennoch fesselt das Erlebnis bis zum Ende... welches für mich persönlich enttäuschend ausfiel. Aber hierzu kein Kommentar. Schließlich möchte ich niemandem die Freude nehmen.
Das Spiel im Gesamtbild ist für mich im Vergleich zu den früheren Teilen sehr in den Durchschnitt abgesackt. Möchtegern-Regisseur Kojima hat den Zwischensequenzen mittlerweile mehr Bedeutung zukommen lassen als dem Gameplay und selbst die spielbaren Passagen können nicht an alte Zeiten anknüpfen. Für mich persönlich ist das ursprünglich so verschachtelte und facettenreiche Metal Gear Solid in dem wirren Sumpf aus Patriots, PMCs und seltsamen weltweiten Verschwörungstheorien ertrunken. Man merkt oft, dass die vielen, verworrenen Fäden nur krampfhaft wieder zu einem Ganzen zusammengefügt werden können. Meiner Meinung nach hat man sich hier maßlos übernommen. Hideo Kojima ist eben weder Quentin Tarantino noch Christopher Nolan.
Ich möchte nicht missverständlich klingen, ich liebe dieses Film-Spiel Konzept und habe es insbesondere in MGS1 und MGS3 genossen, aber dieses Mal stimmt das Verhältnis einfach nicht mehr. Somit gilt natürlich trotzdem für alle Fans, dass man es gespielt haben muss. Für alle anderen jedoch eben nicht.
Metal Gear Solid 4 - Guns of the Patriots B000FII8KG
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Wo war noch gleich das Spiel?
Rezensionen über MGS4, die keine 5 Punkte vergeben, werden hier offenbar nicht gerne gesehen. Nun, das ist mir persönlich egal. Ich werde meine Eindrücke ungeschönt schildern. Um eines vorweg zu nehmen: Ich habe alle Metal Gear Solid Spiele mehrfach durchgespielt, bin also sowohl mit der Story als auch mit dem Gameplay vertraut.
Nun, wo soll man hier anfangen. Das Gameplay wurde überarbeitet, was auch dringend nötig war. Schwenkbare Kamera, ordentliches Zielsystem, gute Orientierung. Dafür ist vom ursprünglichen Stealth-Faktor leider kaum noch etwas übrig geblieben. Schleichen ist eigentlich totale Zeitverschwendung, wenn man nicht gerade irgendwelche Ränge freischalten möchte. Als echter MGSler macht mans zwar trotzdem, dennoch frustet die Tatsache, dass durchballern genauso klappt. Grafik und insbesondere der unkomprimierte TrueHD Sound wissen zu überzeugen. Das trägt schon sehr zu einer packenden Atmosphäre bei.
Die Story ist leider bereits im zweiten Teil sehr ins unglaubwürdige abgedriftet. Dies führt der vierte Teil konsequent fort. Man hätte hier zwar einiges besser machen können, dennoch fesselt das Erlebnis bis zum Ende... welches für mich persönlich enttäuschend ausfiel. Aber hierzu kein Kommentar. Schließlich möchte ich niemandem die Freude nehmen.
Das Spiel im Gesamtbild ist für mich im Vergleich zu den früheren Teilen sehr in den Durchschnitt abgesackt. Möchtegern-Regisseur Kojima hat den Zwischensequenzen mittlerweile mehr Bedeutung zukommen lassen als dem Gameplay und selbst die spielbaren Passagen können nicht an alte Zeiten anknüpfen. Für mich persönlich ist das ursprünglich so verschachtelte und facettenreiche Metal Gear Solid in dem wirren Sumpf aus Patriots, PMCs und seltsamen weltweiten Verschwörungstheorien ertrunken. Man merkt oft, dass die vielen, verworrenen Fäden nur krampfhaft wieder zu einem Ganzen zusammengefügt werden können. Meiner Meinung nach hat man sich hier maßlos übernommen. Hideo Kojima ist eben weder Quentin Tarantino noch Christopher Nolan. Ich möchte nicht missverständlich klingen, ich liebe dieses Film-Spiel Konzept und habe es insbesondere in MGS1 und MGS3 genossen, aber dieses Mal stimmt das Verhältnis einfach nicht mehr. Somit gilt natürlich trotzdem für alle Fans, dass man es gespielt haben muss. Für alle anderen jedoch eben nicht.
M. Salewski
19. September 2008
MGS 4 ist stellenweise richtig gut und manchmal wirkt´s halt irgendwie staubtrocken dass man erstmal nen paar Tage nicht spielt. Also 5 Punkte würde ich auch nicht geben,knapp 4 wohl eher. Habe als letztes MGS 2 gespielt und hatte mir nach all den Jahren auch nen größeren Fortschritt und knappere Sequenzen gewünscht. Die Rezension stimmt jedenfalls mit meiner Meinung überein. Mein Wunsch für teil 5.Der Stealth-Faktor könnte etwas wichtiger sein. Und kurze Scripts wie z.b. in Call of Duty,denn auch mit kurzen Sequenzen kann man eine Geschichte erzählen.
Kompliment Kompliment für diese wirklich gute Rezension! Seit Teil 3 bin ich zwar auch ein "MGS-Jünger" aber ich denke bei Teil 4 wurde es was Zwischensequenzen betrifft doch arg übertrieben. Auch mir kam es teilweise wie ein "Spiel in einem Film" vor, obwohl es doch eher anders herum sein sollte. Zwischensequenzen sollten die Story erweitern aber eigentlich nicht "Hauptbestandteil" des Spiels sein.
Nichts desto trotz ist MGS 4 ein wahres Highlight unter den Konsolenspielen, würde aber von mir persönlich nen Stern mehr bekommen als "M.SALEWSKI" vergeben hat. Wahre "5 Sterne Spiele" findet man sowieso nur sehr selten (Möchte hier mal MARIO 64 oder ZELDA: OCCARINA OF TIME erwähnen. Auch wenn diese von der veralteten Konkurrenz-Konsole stammen)
Irgendwie glaube ich nicht dass du die anderen Teile mehrmals durchgespielt hast, denn sonst würdest du Sachen wie "Als echter MGSler macht mans zwar trotzdem, dennoch frustet die Tatsache, dass durchballern genauso klappt" nicht reinschreiben. Denn als "echter" (damit mein ich auch echter) MGSler spielt man das Spiel auf dem höchstem Schwierigkeitsgrad durch, ohne einmal gesehen zu werden geschweige denn getötet zu werden oder überhaupt jemanden zu töten. Jemand der die anderen Teile gespielt hat, würde so etwas niemals hier posten. Und noch was zum Thema: Kojima hat diesmal mehr Wert auf Sequenzen gelegt. Er hat das ebenfalls verbessert und sich viel Mühe mit der Grafik gegeben, doch sein größtes Ziel war, all die offenen Fragen zu beantworten. Jeder "echte" MGSler wird mir hier zustimmen und sagen dass Kojima sein Ziel erreicht hat und den Fans das gegeben hat was sie wollten, wenn nicht sogar mehr.
Ach bitte.. was soll dieser Kinderkram? Vielleicht spielt man das Spiel als echter Nerd im höchsten Schwierigkeitsgrad durch, ohne gesehen zu werden. Ich habe nie European Extreme gespielt, da es mir zu nervig war, sofort bei Sichtkontakt einen Abbruch zu bekommen. Ein wenig Konfrontation hier und da macht schließlich auch Spaß. Bin ich jetzt kein wahrer Fan der Serie? Mal ehrlich, das soll doch wohl ein Witz sein.
Das schlimme an den Videos ist neben der Länge hauptsächlich, dass man einzig und alleine krampfhaft die wirren Stränge wieder zusammenführen will. Eva und Big Boss sind vollkommen offensichtlich crowd-pleaser. Snake verpasst man accelerated aging, um sich eine plausible Wandlung des Charakters - die am Ende des ersten Teils ja durchaus eingeleitet wurde - zu ersparen. Ich bleibe dabei, Kojima hat sich mit seinen Theorien übernommen. Wäre man auch nur ein wenig bodenständiger geblieben, hätte man das epische, bewegende Feeling des ersten Teils vielleicht wieder einfangen können. Aber so ist man einfach zu sehr in dieses japano-Anime-Schema abgerutscht.
ich wünsche mir keinen 5. Teil Man sollte aufhören wenn es am schönsten ist und nicht bis eine Serie den Bach runter geht. Siehe Sonic, Tomb Raider, Resi... Wer garantiert denn das es immer so weiter geht. Kojima kann ja nicht nur Metal Gear. Er hat auch Zone of Enders gemacht