Kundenrezension

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Nightwish Klon!, 22. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Neverworld's End (Limited Edition Digipack + Bonustrack) (Audio CD)
"Die neuen Xandria sind die alten Nightwish!!!" Diese Schlagzeile liest man im Moment in nahezu jedem Kommentar zu dem neuen Album der Bielefelder Gothic Combo. Zugegeben, als die originalen Nachtwünschler in höhere Schaffenssphären hinabgestiegen sind, haben sie ein Vakuum an der Spitze des Operametalgenres hinterlassen, in dass seitdem zwar zahlreiche Bands hineingeströmt sind, von denen aber keine die entstandende Lücke ausfüllen konnte.
Die Hoffnung war daher groß, als allerseits verkündet wurde, ein würdiger Nachfolger hätte endlich wieder den Thron des Gothicmetal bestiegen. Die Hysterie über die angebliche Nightwishnachfolge ist aber wohl eher durchs Marketing initialisiert worden. Zwar spielt Xandria mit seinem neuen Longplayer durchaus in der Oberliga und hat mit "Neverworlds End" ein gutes Album hingelegt, dass seine Ähnlichkeiten zu den Finnen die seinerzeit die Initialzündung zum Operametal gegeben haben nicht verleugnen kann und offensichtlich auch gar nicht will.
Aber Xandria besitzen noch immer genug Eigenständigkeit um nicht als bloßer Nightwish-Klon abgetan zu werden, daher wirkt der allgegenwärtige Vergleich mit Nightwish schon fast abwertend. Viele andere Bands weisen dieselben oder gar mehr Ähnlichkeiten mit der ehemaligen Genre-Referenz auf. Manuela Kraller ist zweifelsohne eine talentierte Sängerin mit stimmlichen Ähnlichkeiten zu Good-old-Tarja, aber ihre Stimme ist einige Tonlagen höher und insgesamt etwas dünner, so dass man sie nicht als vollwertigen Tarja-Klon bezeichnen sollte. Auch die Songs, die teilweise sehr gut sind, enttäuschen die großspurige Erwartung, nahtlos an den Erfolg der alten NW-Scheiben anschließen zu können. Diesen Anspruch sollte man an dieses Album nicht stellen, da auch die ansonsten guten Songs diesem Anspruch nicht gerecht werden können. Einzig die Produktion der neuen Xabdria ist noch durchaus verbesserungswürdig. Zu oft geht die Stimme von Manuela Kraller im Soundgewitter unter.

Mit "Valentine" als zweiten Track erreicht das Album bereits seinen frühen Höhepunkt. Mithalten können da im weiteren Verlauf nur noch das ebenfalls geniale "Blood on my Hands" und "Call of the Wind", das mich irgendwie an eine bekannte Melodie erinnert, ich meine es ist aus Ennio Morricones Soundtrack zum zweiten der alten "Nobody"-Filme.
"A thousand Letters" und "The Dream is still alive" sind die einzigen Ausfälle des Albums, die Balladen sind zu gewöhnlich und langweilen schnell. Die restlichen Tracks sind alle zwar keine Evergreens, aber gut gemachte Songs die das Album gut um die 3 Hits herum auffüllen.

FAZIT: Wenn auch nicht die beschworene Nightwish-Kopie, ist die neue Xandria durchaus ein starkes Album im Genre des Opera Metal. Die Scheibe kann einige lupenreine Hits aufweisen, ansonsten wird die Tracklist von durchwachsenen Stücken dominiert und bietet eigentlich keine Enttäuschung. Xandria sollte sich mit "Neverworlds End" also hoch genug in den Rängen des Gothic platziert haben um genug Luft zu haben, beim nächsten Album noch ein bisschen an der Produktion zu schrauben. Aber obwohl es mit dem aktuellen Longplayer nicht ganz zur Perfektion gereicht hat, besser als die letzten Nightwish-Scheiben ist die neue Xandria allemal. Wer also auch nur einen Hauch Interesse an Opera Metal hat, kann bei "Neverworlds End" nichts falsch machen.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.03.2012 00:28:10 GMT+02:00
sturmflut meint:
Ich war heute auf dem Konzert. "The Dream is still alive" gefiel mir auf dem Album auch nicht, aber für Live-Auftritte eignet sich der Song zugegebenermaßen sehr gut. Frau Kraller singt ganze Passagen alleine, und ich war dann doch sehr erstaunt, dass sie sich in real exakt genau so anhört wie auf dem Album.
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