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Kundenrezension

69 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn sich alles in Nebel auföst ..., 2. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Wie ausgewechselt: Verblassende Erinnerungen an mein Leben (Gebundene Ausgabe)
In den letzten Jahren sind diverse Bücher aus der Fußballerszene erschienen: Rainer Callmund outete sich (oh Wunder) als fußballbekloppt, Günther Netzer kam - woher auch sonst - aus der Tiefe des Raums, Oliver Kahn versicherte uns, dass Erfolg von innen kommt, Uli Hoeneß erläuterte uns das Prinzip Hoeneß, Phillip Lahm erklärte uns den feinen Unterschied zwischen sich und dem Rest der kickenden Elite. All diese Werke hatten eine mehr oder minder gleich lautende Botschaft: Der Profifußball ist ein Haifischbecken, aber seht her, ich habe mich durchgesetzt, also könnt Ihr es im Leben jenseits des Rasens auch. Wer hätte das gedacht ...

Mit zunehmendem Leistungsdruck in der Gesellschaft, von denen logischerweise auch Spitzensportler nicht ausgenommen sind, wurden die nun erschienenen Bücher plötzlich differenzierter, nuancenreicher. Es standen weniger die Erfolge im Vordergrund, sondern viel mehr das Scheitern am selbigen, weil persönliche Probleme - auch Krankheiten - nicht länger tabuisiert wurden. Dem Freitod des beliebten Hannover 96 Törhüters Robert Enke ist es letztendlich zu "verdanken", dass die nach Fußballzauber gierende Öffentlichkeit plötzlich innehielt und nicht den Sportler, sondern den Menschen unter dem Trikot sah. Auch ein Sebastan Deisler, einst als Riesentalent von den Medien auf Schritt und Tritt verfolgt, sei hier mit seinen Ängsten, Sorgen und Depressionen nicht unerwähnt gelassen. Ebenso wenig Thomas Broich, dem die Mechanismen des Marktes mental/moralisch zu schaffen machen, und dem es zuwider ist, als Star angesehen zu werden.

Unter all diesen Werken, speziell den marktschreierischen aus dem ersten Absatz, ragt jenes von Rudi Assauer heraus. Weil Rudi Assauer bereits im Vorfeld zugibt, das Schreiben jemandem anders überlassen zu haben, und weil er zweitens (und das ist viel wichtiger) eine Botschaft vermittelt, die eindringlicher nicht sein könnte:

Am Ende Deines Lebens kannst du vielleicht von dir behaupten, ein Macher gewesen zu sein, dem so gut wie alles gelang. Aber all dieser Erfolg ist nichts, wenn Dich die Krankheit packt und das Leben im Nebel verschwindet. Dann kannst du Erinnerungen weder mit dir selber, noch mit anderen teilen.

Rudi Assauer hat Alzheimer - wie viele andere auch.
Mögen er und die vielen anderen noch möglichst lange erkennen, was einst ihr blühendes Leben war.

Scheiß unheimliche Krankheit!
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 20 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.02.2012 14:22:42 GMT+01:00
Jokerle meint:
Unglaublich. Habe beim Lesen Ihres Kommentars Gänsehaut gekriegt.

Veröffentlicht am 02.02.2012 19:21:22 GMT+01:00
hartmann64 meint:
Danke für diese ergreifende Rezension. Eine Botschaft an unsere schnelle Zeit, die virtuellen Medien und die vielen Menschen die immer sehr nah bei sich selbst sind.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.02.2012 10:37:01 GMT+01:00
Greg777 meint:
Ich halte es nicht für Zufall - die Bekanntgabe von Krankheit mit der Herausgabe des Buches zu verbinden. Die Krankheit ist nicht zu unterschätzen, aber marketingtechnisch ist es der optimale Zeipunkt gewesen. Ohne würde man nach so vielen Jahren fragen Assau*** wer?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.02.2012 11:09:32 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.02.2012 11:10:22 GMT+01:00
@Greg777
Solch einen Quatsch habe ich ja lange nicht gelesen: Natürlich ist das Timing so gewollt, aber sicher nicht, um den Profit zu steigern, sondern um noch mehr Menschen mit seiner Botschaft zu erreichen. Das können aber vor allem Betroffene und hier besonders Angehörige verstehen, die mit Sicherheit dankbar für diese Offensive sind und sich dadurch mehr Verständnis von Nichtbetroffenen erhoffen. Nur wer täglich mit dieser Krankheit umgehen muss, weiß, wie wichtig Akzeptanz und Hilfe von außen ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.02.2012 03:50:32 GMT+01:00
Na Ja.... das werben haben alle anderen gemacht ... weder der Rudi noch jemand anderes hat beim TV-Auftritt Werbung fürs Buch gemacht.... Ich finde auch ohne das Buch hätte man in ein paar Jahren gewußt ,wer er war ....

Es ist nur Legitim ,sich zu Outen ,bei einer solchen Krankheit ob er das als Pablisitiy braucht ... ??? ...Respekt vor Rudis Schritt !!!!

Veröffentlicht am 04.02.2012 11:49:09 GMT+01:00
Mike meint:
Tolle Rezension! Sehr eindringlich!

Veröffentlicht am 05.02.2012 11:54:19 GMT+01:00
Captain Book meint:
Diese Rezension ist eigentlich keine, sondern erfüllt höchstens den Anspruch eines etwas ausführlicheren Klappentextes. Es ist offensichtlich, dass der Verfasser das Buch nicht gelesen hat. Gänsehaut bekommt man da höchstens vor so viel Unverfrorenheit. Aber wie soll man auch noch so ein dickes Buch lesen am EVT (!), wenn man als "Vieltester" unbedingt sofort und zu allem als Erster seinen Senf dazugeben muss...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.02.2012 18:50:55 GMT+01:00
@Wolle aus Nordwest

Ach wissen Sie, lieber Wolle aus Nordwest, zunächst sollte auch in der virtuellen Welt eigentlich der höfliche Umgang miteinander gelten. Oder etwa nicht? Aber dazu kann man nun mal nicht jeden zwingen. Und als "Vieltester" (einige Dutzend Kritiken in mehreren Jahren) gebe ich lediglich meine persönlichen Eindrücke und Empfindungen zu Produkten wieder - ohne dafür amazon-Gummipunkte zu erwarten (was soll ich denn mit diesen anfangen). Ich will auch nicht den Anspruch erheben, meine Sicht der Dinge wäre die einzig wahre. Sollte jemand also eine Gänsehaut beim Lesen meiner Kritik bekommen, so ist das eben dieses Menschen subjektive Empfindung. Wo liegt also das Problem? Jeder so, wie er mag und empfindet. Mit Unterstellungen ist niemandem gedient.

Es soll übrigens Menschen geben, die branchenbedingt vor Erscheinen eines Buches ein Besprechungsexemplar bekommen. Und es soll auch Menschen geben, die sich dann davon angesprochen fühlen und auf etwas mehr abzielen wollen in ihrer subjektiven Bewertung, als auf das Zusammenfassen des Inhalts und das Rezitieren einzelner Textpassagen und Anekdoten aus einem Fußballerleben (ob als Kicker oder als Manager erlebt).

Ich freue mich jedenfalls, dass auf etwas unkonventionelle Art und Weise die Krankheit Alzheimer in den temporären Fokus der deutschen Berichterstattung gekommen ist. Ob Herr Assauer oder der Verlag dadurch Geld verdient, ist mir ehrlich gesagt relativ schnuppe. Und ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, dass Herr Assauer und das ihn betreuende Umfeld sich derzeit einen Kopf darüber macht, ob die Dollars aus Buchabverkäufen sprudeln. Herr Aussauer und sein persönliches Umfeld dürften derzeit ganz andere, existentielle, Probleme haben: Wie meistere ich diese Krankheit, wie betreue ich meinen Vater optimal und würdevoll ....

Ich gebe ab und an meinen Senf ab. Hier, wie auch im realen Leben. Dies bitte ich zu respektieren; ich würde es Ihnen und jedem anderen umgekehrt auch zugestehen. Und wenn Ihnen danach ist, auf den Inhalt des Assauer-Buches detaillierter einzugehen, dann ist Ihnen das doch völlig unbenommen. Legen Sie los, niemand hindert Sie.

PS: Herrn Assauers Leistung ist es in meinen Augen, dass er den Mumm hatte sich dieser Buchveröffentlichung zu stellen. Sie wiegt - so perfide es auch sein mag, dass erst ein Promi kommen muss, um ein leider tabuisiertes Thema diskussionsfähig zu machen - viel mehr, als der Bau einer Arena oder der Gewinn eines europäischen Fußballtitels. Das - und nichts anderes, habe ich versucht mit meiner Rezension zum Ausdruck zu bringen.

Herzliche Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.02.2012 17:20:43 GMT+01:00
arno meint:
Der ganze Hype um Asserauer hat doch zweifellos ein "Geschmäckle". Genau richtig: "Das Timing ist so gewollt". Gutes Marketing. Das Geldverdienen steht zweifellos im Vordergrund, auch wenn es bestritten wird. Und noch Etwas: So richtig passt Assauer auch gar nicht zu Schalke und den Typ Mensch, der sich mit der Fussballmannschaft identifiziert. Die Bodenhaftung ging verloren; fagt mal die Fans! Ehemals verheiratet mit einer Schauspielerin, immer schniecke angezogen und gestylt, Werbeikone, dicke Cuba-Zigarren rauchend. Das ist keiner aus dem Volk, das zu Schalke läuft. Assauer verstand es schon immer sich in Szene zu setzen und dazu passt auch der Rummel um seine Krankheit und sein Buch. Ich habe den Verdacht, es geht ihm vor allem um Vermarktung, und das würde auch zu seiner Person passen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.02.2012 19:30:20 GMT+01:00
Izenik Gabeko meint:
@arno:
Sie werden niemals das Format haben, einem Rudi Assauer ans Bein zu pinkeln.
Deshalb sollten Sie es gar nicht erst versuchen.
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