Kundenrezension

50 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Stones im Beacon - Licht und Schatten, 1. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Shine a Light (OmU) (DVD)
Die Rolling Stones in der großartigen Kulisse des Beacon Theatres in New York, von Scorsese und seinen Kameraleuten hervorragend gefilmt und in Szene gesetzt. Da geht einem alten Fan natürlich das Herz auf. Jeder wäre bei diesem Gig gerne dabei gewesen. Die Seitlist kann man auch als sensationell bezeichnen, da die Band sich nicht auf die sicheren Warhorses verlassen hat, sondern viele selten live gespielte Songs in das Konzert eingebaute. Das Bonusmaterial ist auch toll, allerdings etwas wenig. Ich hätte mir mehr Backstage-Material gewünscht.

Leider ist es kein uneingeschränktes Vergnügen.

Die Stones sind nicht mehr das, was sie mal waren. Man vergleiche nur Live-Aufnahmen von 1978 oder 1981 mit den aktuellen Versionen. Da liegen Welten dazwischen. Und zwar m.E. aus drei Gründen: 1.) jahrelange Drogen- und Alkohohlabhängigkeit von Ronnie und Keith (der auch noch sichtbar unter Arthritis leidet), 2.) ein Haufen Side-Musicians, die allerdings notwendig sind, um den Sound noch hinzubekommen (s.h. 1.), und 3.) zuviel Posing, weniger Konzentration aufs Spielen (böse Zungen im Fan-Lager sprechen von einem "Las Vegas act"). Weniger wäre mehr.

Ich mag die Arbeit von Scorsese wirklich gern, und finde, dass The Last Waltz der großartigste Konzertfilm aller Zeiten ist, aber warum er - wie auch jetzt bei Shine A Light - die in Großaufnahme-Einstellungen gezeigten Instrumente immer lauter nach vorne regeln muss, ist mir ein Rätsel.

Die gemieteten Girlies in den ersten Reihen des Beacon sind einfach lächerlich. Das sind keine Fans, sondern bezahlte Statisten.

Die PAL-Version der DVD läuft eindeutig (4%) zu schnell. Der Original-Film hat eine Länge von 121 Minuten, die DVD läuft nur 117. Bei genauem Hinsehen- und Hören merkt man es. Hier ist etwas beim Überspielen schief gegangen. Die amerikanische NTSC-Version hat übrigens die Originallänge.

Unter'm Strich: Scorsese und die Stones passen gut zusammen. Trotz der o.g. Punkte lohnt sich der Film auf jeden Fall, weil er ein aktuelles Bild der ehemals größten Kapelle der Welt zeichnet und nicht nur für den Fan sehr unterhaltsam ist.
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1-10 von 17 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.11.2008 03:54:20 GMT+01:00
Kinofilme werden seit den 1920er Jahren weltweit mit 24 Vollbildern pro Sekunde gedreht, was weder der PAL- noch der NTSC-Norm entspricht. Daraus ergibt sich ein Problem, wenn solche Filme im Fernsehen gezeigt werden sollen. Während man bei PAL (25 Bilder pro Sekunde) den Film einfach 4 % schneller abspielen kann, was noch nicht sehr auffällt, müsste man bei NTSC (ca. 30 Bilder pro Sekunde) den Film 25 % schneller abspielen, was schon sehr stark auffallen würde. Stattdessen werden hier je 4 Bilder in je 5 Bilder mittels des 3:2-Pull-Down Telecine-Verfahrens umgewandelt. Telecine zieht diverse technische Schwierigkeiten nach sich, wenn es mittels Inverse Telecine (zur Aufzeichnung oder zum Abspielen auf einem Nicht-Standard-Röhren-Fernsehgerät (LCD, Plasma, 100-Hz-Röhre, etc.) wieder rückgängig gemacht werden muss.

Quelle:Wikipedia

Veröffentlicht am 26.12.2008 16:51:58 GMT+01:00
"Bild der ehemals größten Kapelle der Welt"?
Was soll diese Einschränkung? Ich weiß von keiner Band, die diesen Status außer den Stones inne hat!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.12.2008 21:51:34 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.12.2008 12:57:57 GMT+01:00
W. Leder meint:
"Was soll diese Einschränkung?"
Ganz einfach: Die Rolling Stones haben rein musikalisch heute (genau genommen seit 1978) keine Relevanz mehr. Dieses haben sie zuletzt mit ABB wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das ist meine Meinung, und mit der bin ich in der Hardcore Fan-Szene wirklich nicht alleine. Gegenfrage: Was heißt "Status" für dich, Bekanntheit und Umsätze etc.?
FYI: Seit 1974 sammle ich die Rolling Stones und habe neben allen offiziellen Veröffentlichungen auch über 1.000 Bootlegs (LP, CD u. DVD). Ich kann also mitreden.

Veröffentlicht am 02.02.2009 16:34:32 GMT+01:00
W. Kirchhoff meint:
wunderbare genaue Besprechung von musikalischen und technischen Aspekten. Für mich am Übelsten: Das dummdreiste Tonnachvornemischen der jeweils im Bild gezeigten. Was soll sowas? Für welche Behinderung ist das?

Veröffentlicht am 15.02.2009 16:32:25 GMT+01:00
Ich konnte die Stones erst seit 1990 live erleben, seit dem aber immer wieder und mein Eindruck ist eher, die werden von Mal zu Mal besser.
Vergleicht man die aktuelle DVD mit älteren Mitschnitten, so gibt es bestimmt schlechtere als diese hier, z.B. der Konzertfilm von 1981, bei dem es neben gelungenen Aufnahmen auch viel "runtergeschrubtes" Zeug gibt, aber das ist natürlich alles Ansichtssache.
Als "Fan der 2.Generation" (Jahrgang 1964),habe ich ohnehin einen anderen Bezug zur Band als manch ein Uralt-Fan.
Immerhin haben sie meine Schulzeit begleitet, da waren sie längst Superstrars und ich finde, sie sind bis heute nicht schlechter geworden, das ist doch schon was.
Vor allem gefällt mir die Leidenschaft, mit der sie immer noch bei der Sache sind, das vermisse ich bei fast allen "modernen" Bands ganz entschieden.
Bei der Songauswahl der Konzerte hat sicher jeder Fan eigene Wünsche, mir z.B. gefällt die "Out of our heads"-und "Sticky fingers"-Phase am besten (also lange vor meiner Zeit) und neue Alben bräuchten sie im Grunde gar nicht mehr machen, das ist schon so, seit Jahrzehnten kopieren sie sich selbst, aber was erwartet man denn?
Trotzdem freue ich mich immer über ein Lebenszeichen der alten Helden und außerdem: welcher Fan will denn von den Stones irgendwelches modernes Zeug hören?
Versuche in diese Richtung gab es ja, wenig überzeugend, wie ich finde.
Mir gefällt die neue DVD ziemlich gut, vor allem - wie gesagt - wegen der Kraft, die mit zunehmenden Alter nicht mehr selbstverständlich ist.
Was die Zukunft bringt, sei dahin gestellt, von mir aus dürfen sie ruhig noch ein bisschen weitermachen, obwohl sie nicht wie Johannes Heesters enden müssen, wäre schade, man kann sich eben auch schnell selbst demontieren, aber darauf werden sie schon achten, nehme ich an.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.03.2009 15:44:31 GMT+02:00
k R meint:
Hallo,
hier hat keine dummdreiste Ton nach vorne Mischung stattgefunden. Die L,C,R,LS,RS haben Vollpegel. Der Subwoofer hat einen anderen Frequenzgang und wird in der Verstärkung noch angehoben.
Bei einer Kinofilm Produktion ist nun mal so, das das was im Bild zu sehen ist auch im Ton klar und deutlich sein muß. Die Mischung oder das Verhältnis der einzelnen Boxen muß man an seiner Anlage selber vornehmen. Die Stereozeiten sind mit DVD vorbei.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.06.2009 01:25:10 GMT+02:00
Hallo Herr Richter,

Ihr technisches Know-How in allen Ehren; aber immer das Instrument oder den Musiker nach vorne zu mischen, welches/r gerade in Nahaufnahme zu sehen ist, ist keine gängige Konzertfilmpraxis; dafür gibt's genügend Gegenbeispiele. "Shine a Light" ist hier eher die ärgerliche Ausnahme. T

Veröffentlicht am 28.07.2009 18:42:55 GMT+02:00
steve_be meint:
Ich (auch ein Hardcorefan seit 1983) kann dieser Rezension nur 100% beipflichten.
Die Stones hätten nach der Steel-Wheels-Tour aufhören sollen. Es ist traurig, sie in diesem Film in diesem Zustand zu sehen. Von Beherrschung der Instrumente kann hier - es tut schon fast weh, es zu sagen - nicht mehr die Rede sein.
Ich habe sie zuletzt 2003 in Oberhausen gesehen. Das war schon gruselig. Aber dies hier ist Altherrenrock der schlimmeren, traurigen Sorte.
Schade, dass es soweit kommen musste. Die Stones sind für mich das Paradebeispiel der Autodekonstruktion eines Mythos - sie haben es erfolgreich geschafft, ihre Legende selbst zu zerstören.

Veröffentlicht am 11.10.2009 19:20:38 GMT+02:00
Tourer 300+ meint:
Ich weiss echt nicht warum sich Technik Freaks solche DVDs kaufen. Lasst es doch einfach bleiben wenn ihr nur motzen könnt. Mir ist die Stimmung und das lockere dieses Konzerts wichtiger. Die Herren sind auch so alt geworden, welcher Mensch in ihrem Dunstkreis ist in dem Alter noch so fit sich solch eine Belastung aufzuerlegen. Waren sie eigentlich schon mal als Musiker auf der Bühne gestanden? Wissen sie das das wie Leistungssport sein kann? Ich habe eine neuaufgelegte DVD eines Thin Lizzy Konzerts von 1978, das macht Spass. Ohne technischen Schnick Schnack, Musik pur. Schaut und hört auf die Musiker und deren Musik und verzettelt euch nicht in Pegelwerten. Wenn euch das lieber ist, in Audio Magazinen gibt es gut Test Aufnahmen für die Beurteilung von Boxen :-(

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.11.2009 20:02:38 GMT+01:00
Ja, leder. Man kann mitreden. Auch wenn man von Musik keine Ahnung hat. Aber das ist eben Demokratie.
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