Kundenrezension

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wagner für die Ewigkeit Werner Herzogs opulenter Opernfilm des Lohengrins, 19. Juli 2011
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Rezension bezieht sich auf: Lohengrin [2 DVDs] (DVD)
Lohengrin ist eine Scharnieroper zwischen der klassischen deutschen Romantik und dem von Richard Wagner konzipierten Musikdrama. Es hat beide Elemente. Einerseits ist das Werk eine Choroper, der spätere Wagner setzt weitestgehend konsequent auf den Einzelgesang. Andererseits fehlen schon die klassichen Nummern. Er ist von einer außerorndentlichen Geschlossenheit. Ein Theater, das die Oper aufführt, braucht drei Sänger in den Hauptrollen, die sehr schwierige Partien zu singen haben. Als Lohengrin braucht man einen Heldentenor mit hervorragender Höhe und einem edlen Schmelz in der Stimme. Die Elsa ist eine Paraderolle für eine lyrische Sopranistin, die Ortrud für eine dramtische Sopranistin. Die Besetzung der Chöre bedeutet eine wirkliche Herkulesaufgabe für jedes Theater, denn der Chor hat einen der schwirigsten Sätze zu singen. Auch ist das orchester dank der vielen Zwischenspiele gefragt die Oper zu gestalten und nicht nur zu begleiten. Werner Herzog widmete sich, nachdem er schon mehrmals die deutsche Romantik im 19. Jh. verfilmt hatte (Woyzzeck, Kasper Hauser) diesem Stoff. 1987 inzenierte er den Lohengrin In Bayreuth und verfilmte ihn einige jahre nämlich 1991 eine Neufassung seiner Inzenierung. Zu der zeit fröhnten sich schon Regisseure des Regietheaters. (Harry Kupfers unsäglicher Rehin als Klärwerk Ring, John Dew Lohengrin in einem Bayrischen Dorf der sechziger). Um somehr verwundert besser gesagt erfreut es, dass herzog einen weitestgehnd traditionellen Ansatz wählt, den er nur behutsam modernisiert,wie das erscheinen Lohengrins in einer spektakulären Lasershow. Wagner hätte nichts dagegen. Herzogs Bühnenbilder knüpfen an romantische Bilder eines Caspar David Friedrich an, der ebenso wie Wagner vergangene Zeiten wie das Mittelalter rezipeietrt. Die Bilder sind stimmig immer auf die jeweilige Situation angepasst. Sehr gut wird der Konflikt der beiden Frauen herausgearbeitet. Herzog ähnlich wie Otto Schenk oder Zeffirelli oder Walter felsentein arbeitet mit dem Werk und nicht gegen. Eine Gerichtseiche ist ein Baum. Lohengrin ist ein Ritter mit Schwert. Die beiden Frauen sind erkennbar als Elsa oder Ortud, die ihres Charakters wegen auch entsprechend gekleidet sind Elsa trägt weiß. Otrud aggressivere Farben. Gottfried ist ein ausgemergelter Junge kein Punker oder so was. Der Schluss als versöhnung der beiden Frauen ist interessant gestaltet.
Als Dirigent verpflichtete Herzog den guten in jeder Hinsicht wagnerkundigen Österreicher Peter Schneider, der eine mit zügigen Tempi und einem eher dramatischen Ansatz die Oper Driigiert.Eine sehr gute Leistung. Nicht unbedingt ein Fan ad hoc zusammengestellter Festspielorchester muss ich dem Orchester ein Kompliment machen,vor allem die Hölzer spielen gut bei einem Eckard Haupt als Soloflötisten kein Wunder. Er ist doch Flötist der Wunderharfe aus Dresden.
Die Sänger sind eine Bank. Als Lohengrin fungiert der jugendliche Heldentenor aus Kanada Paul Frey. Er macht seine Sache sehr gut Er verfügt über eine schöne Höhe. Sein Spiel ist gut. Das Kostüm ähnelt einem gewissen Jedi Ritter, wie die Kostüme alle einem Fanatasyfilm ähneln und das liebe ich bekannter massen.
Heikel sind die Besetzungen der beiden Damen in den weiteren Hauptrollen. Die beiden Stimmen müssen sich klar von einander unterscheiden. Als Elsa preferiere ich einen lyrischen Sopran. Frau Studer war eine solche. Sie singt und spielt diese arme Frau in jeder Hinsicht sehr gut. Frau Schnaut ist eine dramtische Sopranistin, die in anderen Rollen dieses Genres (Tosca, Turandot ) schon große Erfolge vorweisen konnte. Und ihre Stimmme klingt angenehm schroff. Augut Everding hatte den Fehler 1987 an der MET begangen die beiden Frauen Marton und Rysanek falsch zu besetzen. Ich hätte Marton wegen ihres dramatischen Timbres die Ortrud gegeben der späten Rysanek ;ihre Stimme wurde tiefer und lyrischer, die Elsa. Die falsche Besetzung der Damen und das farbenfrohere Bühnenbild eines Herzogs sind für mich Gründe, warum ich diesen Opernfilm der auch ebenfalls guten MET Version Everdings vorziehe. Wlaschiha und Schenk runden in den Nebenrollen ein gutes Sängerensemble ab
Sehr gut der Chor

Fazit, Wir sehen einen farbenfrohen weitestgehend traditionellen Lohengrin, der von einer exellenten Regie eines Herzog und einer sehr guten sängerischen Leistung lebt. Wer sicherlich abstraktere Inzenierungen, die die Handlung eher seziert denn nacherzählt der ist mit der 1979er Friedrich Inzenierung besser bedient. Summa Sumarum Wagner für die Ewigkeit Herr Herzog. Sie sollten vielleicht mal den Ring verfilmen.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.08.2011 11:29:47 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.08.2011 11:32:19 GMT+02:00
Klassik-Fan meint:
Sie sollten wirklich mal jemanden Ihre Rechtschreibung und Interpunktion und überhaupt Ihre hilflosen Formulierungen korrekturlesen lassen, bevor Sie so etwas hier als Rezension veröffentlichen. So ein unstrukturiertes Gestammel ist eine Zumutung.

Veröffentlicht am 08.09.2011 23:40:37 GMT+02:00
Sehr geehrter Herr Neugrodda. Ihre Frontalangriffe auch auf Harry Kupfers Wagner Inszenierungen entbehren jeglicher wissenschaflicher Kenntnis. Wagner ohne seine philosophisch, politischen Hintergründe, auf einen germanischen Mythen-Erzähler zu begrenzen, ist einfach unsinnig. Sie beklagen doch immer Trivialisierung. Ihre Sicht von Wagner ist diesbezüglich absolut trivial. Man kann wissenschaftliche Aspekte nur ignorieren, wenn man emotional schon bedenklich an seine Privatideologie gebunden ist. Jedes Eindringen von Wissen, wird abgelehnt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.05.2012 16:54:17 GMT+02:00
Tantris meint:
Bei Herrn Neugroddas Kommentaren verfalle ich in autistisches Kopfschütteln. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder schmerzvoll aufschreien soll. Das ist alles so verblendet und ungelenk formuliert, dass ich mich zeitweise frage, ob er eigentlich wirklich existiert oder dem Hirn eines Spaßvogels bei Amazon entsprungen ist, der sich langweilt.

Veröffentlicht am 06.12.2013 16:09:31 GMT+01:00
Wagner hätte nichts dagegen.

Ob Wagner etwas dagegen hätte oder nicht ist schon deswegen irrelevant, da er nicht mehr lebt und die gesellschaftlichen Bedingungen heute nicht mehr dieselben sind wie vor 150 Jahren.
Worauf man allerdingsauch heute bestehen muß, ist die innere Konsistenz der Interpretation.
Daran allerdings mangelt es dem Regietheater heute. Häufig zeugen die Inszenierungen von dem unterirdischen IQ der Regisseure.
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