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Kundenrezension

133 von 170 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perlen unter Kehricht, 25. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen der Geschlechter (Taschenbuch)
„Gender Trouble" ist eines der stilistisch schlechtesten Bücher, die ich kenne. Nie habe ich in einer ernstzunehmenden Publikation ein solches Wirrwarr von Schachtelsätzen und fehlgebrauchten Termini gefunden. Eine Qual ist es selbst für den konzentrierten Leser, sich durch die extrem kleinteilige Argumentation zu wühlen. Anmerkungen allgemeinphilosophischer Natur sind von einer Kritik des zweiten Nebensatzes in der siebten Fußnote eines unveröffentlichten Aufsatzes Lacans nur wenige Zeilen entfernt. Butlers Auswahl der kritisierten Autoren beschränkt sich dabei zwar auf eine überschaubar kleine Menge - diese allerdings werden in kaum nachzuvollziehender punktueller Exaktheit besprochen. Ficht sie hier möglicherweise Privatfehden aus? Der rote Faden des Buches jedenfalls wird allzuoft verschüttet. Zu allem Überfluß ist das Buch mit anscheinend nur halb verstandenem Vokabular der Philosophiegeschichte durchsetzt, durchaus unnötig in den meisten Fällen, weil die Alltagssprache nicht weniger präzise wäre. Kurz: Der Leser gerät von einem Ärgernis ins nächste und verliert schlicht den Überblick. Und das ist schade. Butler hat ein Grundlagenwerk des Feminismus und der Geschlechterstudien geschaffen. Oft undogmatisch und weltoffen werden die Kategorien des sexus in all ihren Ausprägungen dargestellt, kritisiert, ihrer ontologischen Verhüllungen entkleidet. Übrig bleibt ein faszinierendes Modell von der Konstruiertheit der Geschlechterbeziehungen, von Weiblichkeit und Männlichkeit. Meine Leseempfehlung: Man überspringe die kleinteiligen Auseinandersetzungen. Man ignoriere viele Fremdwörter bzw. fasse sie in ihrer einfachsten Bedeutung. Überblättern schadet wenig. Hat man aber, vor allem in den ersten 80 Seiten, Butlers eigene neue Gedanken gefunden, so markiere man sie dick und präge sie sich ein - ohne diese wird sich nie wieder eine Debatte über Geschlechterverhältnisse führen lassen. Für den Stil: 1 Stern. Für den Inhalt: 5. Macht, nach langem Zögern, 3 insgesamt.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.12.2014 01:32:26 GMT+01:00
Cole Phelps meint:
Wirklich treffend schildern Sie hier ein weitläufiges Problem, dass über Butler hinaus die gesamte gegenwärtige feministische Theorie und ihre Protagonisten betrifft. Neben einem Fetisch für Foucaults Terminologie, die wohl insbesondere Einsteigern kaum bekannt sein dürfte, werden philosophische Begriffe völlig kontextfrei verwendet. Während dies bei Butler bekannt ist, zieht sich diese Unsitte auch durch neueste feministische Veröffentlichung. Mit einer solchen Gangart macht man die Gedanken allerdings außer einer kleinen Elite niemandem zugänglich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.06.2015 17:29:30 GMT+02:00
Kenny meint:
Genau, einer "kleinen Elite", ich lach mich kaputt...
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