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Kundenrezension

14 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Revenge in Purple, 22. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Sweetwater - Blut schreit nach Blut [Blu-ray] (Blu-ray)
(Kinoversion)

Wenn es in einem 95minütigen Film, in dem es um die blutige Rache einer gedemütigten Frau geht, erst nach einer Stunde losgeht mit der Rache, ist hier meiner Meinung nach etwas falsch gelaufen. Irgendwie haben es die Brüder Miller (Logan - Regie, Noah - Drehbuch) versäumt, bei "Sweetwater" den richtigen Fokus zu setzen. Über eine Stunde lang werden die Charaktere eingeführt, ohne dass groß etwas passiert. Und selbst als es dann in der letzten halben Stunde losgeht mit der blutigen Vergeltung, kommt irgendwie keine rechte Spannung auf. "Sweetwater" ist ein sehr ruhiger, in schönen Bildern schwelgender Western mit gutem Cast, aber sehr dünner Story.

Sarah (January Jones, "Mad Men") und Miguel (Eduardo Noriega, "Che Guevara") Ramírez haben es nicht leicht, Ende des 19. Jahrhunderts in New Mexico. Mühsam bewirtschaften sie ihre kleine Farm, auf die aber schon der Prophet Josiah (Jason Isaacs, "Lucius Malfoy" aus den "Harry Potter"-Filmen) ein Auge geworfen hat. Dem hingegen ist Sheriff Jackson (Ed Harris, "Pain & Gain") auf den Fersen, da Josiah sich nicht um Gesetze schert, wenn es darum geht, zu bekommen, was er will. Als Miguel denn auch von Josiahs Männern ermordet und Sarah vergewaltigt wird und ihr ungeborenes Kind verliert, ist Schluss mit lustig. Sarah weiß, dass sie von Männern keine Hilfe mehr zu erwarten hat, und so zieht die ehemalige Prostituierte los, um Recht und Unrecht selbst in die Hand zu nehmen. In eine Hand, denn in der anderen hält sie schon ihr Gewehr…

So dünn die Story, so mau auch ihre Umsetzung. Letztendlich ist "Sweetwater" nicht mehr als eineinhalb Stunden gepflegte Western-Langeweile. Erst passiert kaum etwas, dann passiert ein bisschen etwas und dann kommt der Abspann. Was Noah und Logan Miller sich hier zusammenfantasiert und auf Zelluloid gebannt haben, kann kaum jemals überzeugen, geschweige denn interessieren. Es gibt viele Bilder von kargen Wüstenlandschaften, in denen die Millers den leicht durchgeknallten Sheriff auch gerne mal bei Sonnenuntergang tanzen lassen. Was das soll? Man weiß es nicht, wie so Vieles andere in diesem Film auch nicht.

Die Charakterzeichnungen sind bestenfalls rudimentär, man erfährt über kaum einen der Protagonisten mehr als simple Schwarzweißmalerei. Alle sind entweder gut oder böse, viel Platz für Zwischentöne bleibt da nicht. Das hält Drehbuchautor Noah Miller allerdings nicht davon ab, seine Protagonisten permanent irgendetwas schwafeln zu lassen, obwohl sie letztendlich kaum etwas zu sagen haben. Den schwatzsüchtigen Kerlen stellen die Millers eine Frau gegenüber, die mit der Emotion eines Kühlschranks auf ihren ganz persönlichen Rachefeldzug geht, was das Ganze auch nicht überzeugender macht.

Der ganze Film kommt irgendwie nicht richtig in die Gänge, die einzelnen Szenen wirken wahllos aneinander gereiht, so dass "Sweetwater" nie in die Verlegenheit kommt, in richtigen Erzählfluss zu geraten. Dennoch muss man den Millers zugestehen, zumindest Ed Harris und Jason Isaacs ein paar hübsche verbale Schlagabtäusche in den Mund gelegt zu haben, was ihr permanentes Gefasel wenigstens halbwegs erträglich macht.

In "Sweetwater" stimmt irgendwie nichts so richtig. Erstmal ist der Film kein Rachefeldzug einer verzweifelten Frau. In der fast ereignislosen und sehr redegewaltigen ersten Stunde des Films kann von Rache noch keine Rede sein. Als es dann endlich losgeht mit der Vergeltung, finden sich lediglich ein paar unterkühlt ausgeführte Morde auf der Leinwand wieder, mit leidenschaftlicher und schmerzlicher Rache hat das nicht das Geringste zu tun. Spannend ist der Film somit auch überhaupt nicht, im Gegenteil, in großen Teilen langweilt man sich zu Tode, weil nichts bzw. nichts Relevantes passiert. Die dünne Story kommt nie richtig in Gang, hier wirken die Szenen einfach nur wahllos aneinandergereiht, so dass keinerlei Bindung zu den Protagonisten entstehen kann.

Einzig die Darsteller sind gut, wenn sie auch durch ihre oberflächlichen Rollen kaum Eindruck hinterlassen. January Jones reitet emotionslos durch die Prärie und feuert ab und an mal einen Schuss ab. Jason Isaacs schrammt immer knapp am Overacting vorbei, was allerdings in seiner Rolle als fanatischer Prophet begründet sein dürfte. Eduardo Noriega verbirgt sein überaus hübsches Gesicht hinter einem fusseligen Bart, müht sich mit akzentfreiem Englisch ab und stirbt viel zu schnell. Einzig Ed Harris kann hier ab und an punkten. Sein Sheriff ist ein ziemlich schräger Vogel, allerdings intelligent, gewitzt und schnell, da verzeiht man Noah Miller die bekloppte Idee, den Sheriff albern und allein in der Wüste rumtanzen zu lassen.

In der Summe macht das alles aus "Sweetwater" einen absolut entbehrlichen, sterbenslangweiligen Western, der den Namen Rachefeldzug bei Weitem nicht verdient. Außer viel sinnlosem Gerede passiert hier so gut wie nichts, man sieht dem Film dieser beiden bestenfalls mäßig talentierten Brüder an, dass sie noch viel lernen müssen und sich mit "Sweetwater" leider überhaupt keinen Gefallen getan haben. Viel Lärm um gar nichts, deshalb gerade mal noch einen von fünf coolen Sheriffs, die hier wenigstens etwas rausreißen.
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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.12.2013 21:46:57 GMT+01:00
KSC meint:
Also auf Deutsch:
Zu wenig Action,ja?

Veröffentlicht am 07.02.2014 15:08:22 GMT+01:00
Cooper meint:
Tja, wenn Sie auf Ballerwestern stehen, dann sind Sie hier tatsächlich falsch. Dieser Film enthält eine Botschaft, die Sie offensichtlich nicht verstanden haben oder eventuell auch nicht verstehen können. Hier bekämpfen sich zwei Geisteshaltungen: Fanatiker ( Isaacs ) versus Aufklärer ( Harris ). Dieser Film klagt den religiösen Fanatismus an und verwendet einiges an Symbolen. Kreuze am Wegesrand zum Anwesen des "Propheten“: wohl kaum anderes als die Via Appia nach dem Sklavenfeldzug des Marcus Crassus, römisches Foltergerät für die christliche Liturgie. Oder die Szene nachdem der Fanatiker den Aufklärer kopfüber gekreuzigt hat und weibliche Sektenmitglieder auf den Gekreuzigten einprügeln anstatt ihm zu helfen, schönes Beispiel für die christliche Nächstenliebe. Oder wenn der Fanatiker ein Kreuz umhackt und seinen Gott um mehr Respekt für sich selbst anfleht, die pure Blasphemie. Oder wenn der Fanatiker sich soeben an einem weiblichen Sektenmitglied befriedigt hat und sich gleich im Anschluss einer weiteren zuwendet, sexuelle Hörigkeit im Sektengewand, kennt man doch auch irgendwoher. Der Fanatiker massakriert die Schwachen, der Aufklärer die Bösen. So weit so gut, am Ende massakrieren sie sich gegenseitig, das ist zwar unbefriedigend aber politisch korrekt. Die Geschundene ( Jones ) dagegen entweicht in die Freiheit, politisch unkorrekt aber überaus befriedigend. Mein Fazit: Großartiger Film mit Botschaft im Westerngewand, nicht für jedermanns Geschmack, für Anhänger des Peng-und-Du-bist-tot-Westerns nur bedingt geeignet.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.02.2014 16:33:04 GMT+01:00
MissVega meint:
@Gunnar Pyka: Doch, doch, ich verstehe das durchaus. Das macht den Film in meinen Augen aber auch nicht besser, weil das ganze Drumherum um die ach so symbolträchtigen "Geisteshaltungen" einfach langweilig und zäh inszeniert ist und für mich weder intellektuellen noch unterhaltsamen Wert hat. Man ist nicht gleich dumm, nur weil einem ein Film (oder dessen Botschaft) nicht gefällt.

Veröffentlicht am 09.02.2014 18:03:11 GMT+01:00
kdw meint:
Tja, MissVega, nicht jeder hat den gleichen Anspruch an das Niveau eines Spielfilmes. Ich schließe mich den anderen Kommentaren an. Vielleicht genügen bei der nächsten Rezension 1-2 Sätze, denn von die Länge der Rezension spricht nicht für die Qualität der Kritik.
Dieser Film ist eindeutig Kultverdächtig.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.03.2014 08:09:22 GMT+01:00
Belphegor meint:
Sorry, aber ich finde den Film ebenso doof...und ich habe den Film verstanden! ...und Rachefeldzug...bis zum Ende hat die Dame ja nu gar nichts gemacht...und zack war der Drama Western auch schon zu Ende....

Veröffentlicht am 05.03.2014 13:12:30 GMT+01:00
Ed Wood meint:
100 prozentige Zustimmung !
Erspart mir selber einen Kommentar zu schreiben - Danke.
Ich hätte als Titel gesetzt "Häppi-Seife rächt sich" - aber das hätten nur wenige Verstanden...
Habe den Film auf Maxdome "genossen", weil ich nicht schlafen konnte...
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