Kundenrezension

141 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Perfektes Immerdrauf mit Abstrichen, 29. April 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Nikon AF-S DX Nikkor 18-200mm 1:3,5-5,6 G ED VR II Objektiv (72 mm Filtergewinde, bildstab.) (Camera)
Nenne die optisch baugleiche Version (VR I) mein Eigen und habe die VR II-Version getestet, weil mich die "Feststellmöglichkeit" interessiert hat (die allerdings überflüssig ist, mehr dazu später).

Das Objektiv wird inklusive Stoffbeutel, Rück- und Frontdeckel, sowie einer Kunststoff-Gegenlichtblende mit Bajonett-Verschluss geliefert.

Die HAPTIK und Qualität der Bauweise ist gut/sehr gut. Das Zoom verfügt über Innenfokusierung, das bedeutet, dass sich die Frontlinse beim Scharfstellen NICHT mitdreht. Dies ist ein Vorteil, wenn man zum Beispiel einen Polarisationsfilter oder Verlaufsfilter verwendet. Diese müssen beim Fokusieren somit nicht nachjustiert werden. Wobei bei Verwendung des Pol-Filters die Gegenlichtblende abgenommen werden muss, um diesen "einzustellen", da man mit angesetzter Gegenlichtblende schwer dazu kommt. (Das ist aber ein genereller Umstand und keine spezifische Eigenheit des 18-200ers).

OPTISCHE QUALITÄT: Die Abbildungsleistung bezeichne ich als "Gut". Als "Sehr gut", wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um ein 11fach-Zoom zu einem für Nikon-Preisverhältnisse noch akzeptablem Anschaffungspreis handelt.
Ein 11fach-Zoom ist und bleibt nun mal ein Zugeständnis sowohl an Lichtstärke als auch Abbildungsleistung.
Man kann ein Objektiv, das einen derart großen Brennweitenbereich überbrückt niemals so gut korregieren, wie eine Festbrennweite.
Hier hat Nikon keine schlechte Arbeit geleistet. Die Bilder, die mit dem 18-200er gemacht werden, überzeugen durch ausreichende Schärfe und Kontrast bei Offenblende. Abgeblendet steigen die Werte nochmal ein wenig an, verbessern sich.
Testaufnahmen, die ich mit dem AF-S DX 18-200/3,5-5,6 G ED VR I/II und meinem AF 80-200/2,8 ED D gemacht habe, fallen sowohl bei Brennweite 80 mm, 135 mm als auch 200 mm optisch einwandfrei beurteilbar bereits bei Blende 2,8 in punkto Auflösungsvermögen und Schärfe zugunsten des AF 80-200/2,8 ED D aus, auch wenn die Aufnahmen hier noch ein wenig "flau" wirken.
Abgeblendet auf 4,0 haben das AF-S DX 18-200/3,5-5,6 G ED VR I als auch die Version mit VR II keine Chance mehr. Deutlich sichtbar wird die optische Überlegenheit des auch preislich teureren Telezooms aus der analogen Ära.
Wohlgemerkt im DIREKTEN VERGLEICH. Für sich allein beurteilt fallen die Bildergebnisse mit dem 18-200er durchaus zufriedenstellend aus und das geringere Auflösungsvermögen fällt nicht auf.

Besonders positiv hervorzuheben ist, dass das Objektiv immun gegen Flares und Ghosts zu sein scheint. Auch bei direkten Gegenlichtaufnahmen ergeben sich keine "Blendenflecke" oder Geisterbilder, bzw. Farbtupfer. Mein AF-S 35/1,8 G könnte sich hier ein Beispiel nehmen.

Das Bokeh empfinde ich als schön. Aber gerade beim Bokeh spielt der persönliche Geschmack eine sehr große Rolle.

VERZEICHUNG:
Das Objektiv (wie alle Zooms, die einen derart großen Brennweitenbereich überbrücken) weist in Weitwinkeleinstellung eine deutlich tonnenförmige Verzeichnung auf. Auch im Telebereich wird die Verzeichnung nicht besser. Dennoch sind die Werte für ein Zoom dieses Brennweitenbereichs nicht schlecht.

BILDSTABILISATOR:
Dieser kann in zwei Modi betrieben werden - VR/Active und VR/Normal - je nachdem ob man bewegte Motive oder statische Motive ablichten will. Der Bildstabilisator arbeitet gut und zuverlässig. Bei leichtem Drücken des Auslöseknopfes zur Fokusierung kann man ein leises "Klacken" vernehmen, das von der Aktivierung des Bildstabilisators zeugt.
Mit aktiviertem VR gelingen durchaus noch scharfe Aufnahmen, die ohne selbigen bereits verwackelt wären. Das "durchaus" resultiert aus dem Umstand, dass natürlich mit einer lichtstärkeren Optik in derselben Situation von Haus aus "kürzere Verschlusszeiten" möglich wären, als mit einem lichtschwächeren Objektiv, das dies mit einem VR kompensiert.
Die Krönung sind natürlich Objektive, wie das 70-200/2,8, die abgesehen von ihrer erstklassigen Abbildungsleistung zusätzlich einen Bildstabilisator aufweisen. Dieser Genuss ist aber nicht nur ensprechend zu bezahlen, sondern geht auch mit wesentlich größeren Abmessungen und Gewicht einher.
Einer der vielen Faktoren, wo offensichtlich wird, wie wichtig es ist, die Parameter "Leistbarkeit/Leistungsfähigkeit/Größe und Gewicht/Brennweitenbereich" für sich selbst zu definieren, um das oder die Objektiv(e) zu finden, die dem eigenen Bedarf am gerechtesten werden.
Alles in allem möchte ich den VR bei diesem Objektiv keinesfalls missen.
Angeblich empfiehlt es sich - so ein Fotohändler - den VR vor Abnahme des Objektivs von der Kamera, immer zu deaktivieren, da dieser sonst Schaden nehmen kann (soll leicht magnetisch sein oder so ... keine Ahnung ob das stimmt, ich mach's zwischenzeitlich automatisch).

GRÖSSE UND GEWICHT:
Mit einer Länge von nicht mal 10 cm, einem Durchmesser von 7,7 cm (Filterdurchmesser 72 mm) und einem Gewicht von unter 600 Gramm stellt sich das Objektiv als verhältnismäßig kompakt und leicht dar.
Unschön wird's in "ausgefahrenem" Zustand, wenn's einen stört. (Ich zähle leider zum Lager der "Objektiv-Ästhetiker".) Mir persönlich gefällt es überhaupt nicht, wenn in Telestellung auf einmal das Ding ausfährt und auf die doppelte Länge wächst. Ist leider so, ein weiterer Kompromiss und Zugeständnis an Preis und Abmessungen.

ZOOMRING:
Der Zoomring ist breit genug und griffig. Das Zoomen selbst läuft "weich", allerdings gibt's im mittleren Brennweitenbereich so einen kleinen Widerstand (sowohl bei meiner "alten" als auch bei der "neuen" Version). Stört nicht weiter, ist aber bemerkbar und vorhanden.

FOKUSIERRING:
Der Scharfstellring ist ein billiger Plastikring, der ohne jeglichen Widerstand beim Drehen ein sehr billiges Gefühl vermittelt. Ich bin froh, dass ich ihn nicht oft benötige.

BESONDERHEIT:
Ärgerlich und ein offenkundiges Konstruktionsproblem ist der Umstand, dass das Zoom ab dem mittleren Brennweitenbereich von selbst "ausfährt". Bedingt durch die Kopflastigkeit der Gesamtkonstruktion. Ärgerlich, vor allem aber hinderlich wenn man vom Stativ aus steil nach oben fotografieren sollte. Dann kann es nämlich passieren, dass dies nicht möglich ist, weil das Zoom von selbst wieder in den Tubus rutscht.

Nikon hat die VR-II-Version daher mit einer entsprechenden Verriegelungsmöglichkeit ausgestattet. Diese kann jedoch nur in 18mmm-Stellung aktiviert werden, ist beim praktisschen Einsatz des Objektivs also nicht zu gebrauchen, da dieses "Problem" bei 18 mm ohnehin nicht auftritt und bei anderen Brennweiten nicht verwendet werden kann.

FAZIT:
In Summe betrachtet erfüllt das Nikkor 18-200, das von mir liebevoll mein "Immerdrauf-Suppenzoom" genannt wird, voll und ganz seinen Zweck. Ein praktische Immerdrauf, das den Bereich ausreichendes Weitwinkel bis hin zu ordentlicher Telebrennweite abdeckt. Wer höchste opitsche Abbildungsleistung gepaart mit hoher Lichtstärke sucht, wird mit Sicherheit nicht zu diesem Objektiv greifen.

Die Unkenrufer und Kritiker dieses sehr guten Objektivs seien aber daran erinnert, dass das 18-200er niemals konstruiert worden ist, um gegen drei Objektive aus der Nikkor-Reihe anzutreten und zu bestehen, die für gänzlich andere Ansprüche konzipiert worden sind. (14-24/2,8, das 24-70/2,8 und 70-200/2,8, die in Summe über € 5.000,00 kosten und die ich brauche, wenn ich lichtstärkere Nikkor-Objektive haben möchte, die eine bessere Abbildungsqualität liefern und denselben Brennweitenbereiach [Ausnahme 14 mm - 17 mm] abdecken sollen. Mit dem Unterschied, dass man drei (wesentlich schwerere und größere) Objektive braucht, die auch getragen werden müssen)

Zum Schluss sei auch noch gesagt, dass ein gutes Foto, das ich mit dem 18-200er machen konnte, weil ich ohne das Objektiv zu wechseln auf 35 mm zoomen konnte, wesentlich wertvoller und besser ist, als das Foto, das ich in dem Moment nicht "schießen" konnte, weil ich noch damit beschäftigt war, mein 80-200er gegen eine kürzere Brennweite zu wechseln.

Wenn's ans "Edle Fotografieren" geht, wo höchste Abbildungsleistung und Qualität zählen, kommen die "großen, teuren" Objektive zum Einsatz. Wenn's heißt "Eines für Alles", dann kommt mein Immerdrauf-Suppenzoom zum Einsatz.

Viereinhalb Sterne, weil der manuelle Fokusierring ein Zustand ist und weil das selbstständige Verstellen des Objektivs nicht hätte sein müssen. Ein weiterer halber Stern Abzug, weil das bei dem Preis (Konkurrenz hat vergleichbare Objektive zum günstigeren Preis, wenn gleich diese in punkto Abbildungsleistung ein wenig hinterher hinken) nicht sein muss. Zumindest hätte man das selbstständige Verstellen bei der VR-II-Variante beheben können.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.05.2011 23:34:40 GMT+02:00
Casio-Fan meint:
Vielen Dank für die sehr gelungene und ausführliche Rezension!

Ich habe mir kürzlich die "Version 1" des Objektivs für meine D60 zugelegt und bin sehr zufrieden damit.

Nun lese ich gehäuft in Internet-Bewertungen, dass die "Version 2" in punkto Fotoqualität / Abbildungsleistung der Erstausgabe deutlich unterlegen ist.

Können Sie dies bestätigen, da Sie ja beide Objektiv-Versionen ausprobiert haben?

Gruß
Casio-Fan

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.05.2011 15:59:34 GMT+02:00
H.P. meint:
Danke für die Blumen. *lächelt*

Betreffend der Unterschiede der Version "VR I" und Version "VR II" wurde schon Einiges, darunter leider auch sehr viel Unsinniges geschrieben, noch größerer, unseriöser Schwachsinn ist leider oft in sog. Fotofachmärkten zu vernehmen (Bitte die für meine Verhältnisse ungewohnt brüskierende Wortwahl zu entschuldigen, aber da gibt es leider nichts zu beschönigen.).

Nikon selbst gibt nirgendwo an, dass Objektiv optisch neu gerechnet worden wäre. Und die wären die ersten gewesen, die das hervorgehoben hätten.

Ich selbst konnte bei meinem Vergleich weder in punkto Vignettierung, noch Chromatischer Abberation oder Auflösungsvermögen/Schärfe/Kontrast einen Vorteil zugunsten eines der beiden Modelle ausmachen. Auch der angeblich verbesserte VR II hat nur teilweise zu so geringfügig besseren Ergebnissen beim Fotografieren aus freier Hand geführt, dass ich nicht zum Schluss kommen konnte, dass dies tatsächlich auf den VR II selbst zurück zu führen ist, sondern eher auf den Umstand, dass man das eine Mal vielleicht etwas ruhiger hält/atmet und das andere Mal etwas weniger.

Hier ein meines Erachtens nach sehr interessanter Link:
http://www.kenrockwell.com/nikon/18-200mm-ii.htm
wo besonders die auffälligen Unterschiede ersichtlich sind (Goldener VR-Schriftzug, schmälerer Zoomdrehring (wegen "Lock-Schalter") als bei der Vorgängerversion.

Im sog. "Fachhandel" kamen (hab ich selbst erlebt) dann von unseriösen Verkäufern oft Argumente wie "Also ich würde Ihnen das neue Objektiv empfehlen. Das hat eine viel bessere Abbildungsleistung und einen neuen Bildstabilisator!". Kompletter Blödsinn eben.

Wenn in der Praxis tatsächlich Exemplare im Umlauf sind, die mit schlechteren Abbildungswerten aufwarten, so dürfte dies an fehlerhaften Einzelstücken liegen, wo eine Dezentrierung oder Ähnliches vorliegt. Für Nikon eher ungewöhnlich (bei Sigma leider öfter der Fall), aber nicht auszuschließen.

Wäre ich vor der Wahl gestanden neues, teureres VR II 18-200er oder beim Erscheinen desselbigen, das günstigere, ältere VR I 18-200er zum Abverkaufspreis, meine Wahl wäre auf Letzteres gefallen, da die einzige, umgesetzte Verbesserungsmöglichkeit (Lock-Schalter) in meinen Augen vergurkt wurde, da sie eine reine Transportsicherung darstellt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.05.2011 23:27:26 GMT+02:00
Rheinländer meint:
Hallo,
um hier bei den Bezeichnungen Missverständnissen vorzubeugen: Auch das ältere 18-200 hat VR II wie das Folgemodell.
Der wesentliche Unterschied ist tatsächlich nur die Sperre (und 5 g mehr Gewicht), die lediglich ein Ausfahren des Zoomtubus' durch das Eigengewicht beim hängenden Transport verhindern soll und nicht den Tubus in einer beliebigen Zoomeinstellung arretieren kann (was ich bisher auch noch bei keinem anderen Zoomobjektiv auch anderer Hersteller gesehen habe - aber vielleicht bin ich da nur nicht ausreichend informiert).
Ansonsten sind beide Objektive identisch bezüglich mechanischer und optischer Konstruktion!
Bei meinem älteren Objektiv fuhr der Tubus erst bei ca 140 mm ein in senkrechte Haltung nach oben bzw. bei ca 24 mm aus in senkrechter Haltung nach unten (helfen könnte ein T-Ring entsprechenden Durchmessers über dem Rand zwischen Zoomring und Entfernungsskala9.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.05.2011 11:27:04 GMT+02:00
H.P. meint:
Hallo 0815, das ist korrekt und möglicherweise missverständlich formuliert. Sowohl die "VR"-Version, als auch die "VR II"-Version sind mit dem Bildstabilisator VR II ausgestattet.

Abgsehen von der Sperrfunktion ist bei der VR II-Variante auch der Zoomring etwas schmäler ausgefallen, was aber nicht stört.

Auf die Sperrfunktion in Form der lediglichen Transportsicherung hätte man imho verzichten können, da das Objektiv bei 18 mm ohnehin nicht "ausfährt". Mein übrigen Zoom-Objektive (Nikon/Sigma) haben keine solche "Transportsicherung", benötigen diese Sperrfunktion auch von Haus aus nicht, weil sie sich nicht bedingt durch die Kombination Konstruktion

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.05.2011 14:24:06 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.05.2011 14:31:06 GMT+02:00
Rheinländer meint:
Hallo,
ich stimme zu, dass Nikon auf die Sperrfunktion hätte verzichten können (genau eine solche "Nur"-Sperre hat auch mein Sigma 120-400); mir wäre lieber, die Ingenieure könnten sich Konstruktionen einfallen lassen, die das Creeping bei starker Neigung in Aufnahmesituationen verhindern würden.
Gruß
Gerd08515
Nachtrag: Ansonsten stimme ich Ihrer insgesamt sehr positiven Einschätzung des 18-200er zu - immer bedenkend, zu welchem Zweck und in welchen Situationen es man einsetzt, verbunden mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis; die oft von Kritikern vorgebrachten Vergleiche mit Festbrennweiten sind nicht angebracht: es ist besser als sein von dieser Seite vielfach gescholtener Ruf!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.05.2011 16:20:31 GMT+02:00
H.P. meint:
Hallo 0815, da bin ich voll und ganz Ihrer Meinung! Ich hege ohnehin den Verdacht, dass von diesen Ingenieuren niemand auf die Idee kommt das Objektiv beim Testen in solche "Lagen zu versetzen". Und wenn doch - nach dem Motto "Who cares."
Es ist und bleibt eben ein Zoom-Allround-Objektiv für die Massen mit allen Pro und Contra. Und das Creeping ist eben eines der kleinen Contra's mit dem man leben kann, was man aber hätte vermeiden können.
Die Vergleiche mit den Festbrennweiten sind ohnehin Humbug, da man ein Zoom niemals so gut korregieren kann, wie eine Festbrennweite. Jenen, die derartige Vergleiche anstellen, geht es wohl mehr darum die Qualität ihrer Objektive im Vergleich zu den abfällig bezeichneten "Schummerlinsen/Gummilinsen/Milchscherben" hervor zu heben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.05.2011 17:39:50 GMT+02:00
Rheinländer meint:
Manchmal - besonders dann, wenn ich so einige Diskussionen in den verschiedensten Fotografie-Foren verfolge - kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, als ginge es vielen gar nicht in ersten Linie um das Fotografieren, sondern um die technischen Non-plus-ultras der Fotoausrüstung, eine Form von l'art-pour-l'art, die Beschäftigung mit der Technik von Kameras und Objektiven als Selbstzweck mit der Möglichkeit des Fotografierens lediglich als Beiwerk. Und wenn es dann einmal um Fotos und Ihre Besprechung/Kritik geht, dann steht häufig die Beurteilung der technischen Perfektion im Vordergrund, nicht die Frage, was das Foto ausdrücken, welche Stimmung es vermitteln soll usw. So, genug des Gemeckeres ... :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.05.2011 20:50:21 GMT+02:00
Helmut meint:
Hallo, genau das war auch mein Eindruck. Ich war von der "Zweier-Version" recht enttäuscht und habe mir dann gebraucht das "Einser" gekauft --- deutlich besser! Keine Ahnung, warum. Liegt's an der Serienstreuung? Egal! Ich nehm's zum Wandern und Spazierengehen und bei Festivitäten, wenn ich sowohl Überblicke als auch Porträts haben will, und bin prima zufrieden.

Herzlicher Gruß

Veröffentlicht am 02.08.2011 21:32:16 GMT+02:00
Ein Kunde meint:
Da hat einer Fotografie wirklich verstanden. Danke für diese ausführliche Rezension!
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H.P.
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