Kundenrezension

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5.0 von 5 Sternen Rock meets Blues knows Jazz, 10. November 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: Scars (Audio CD)
Gary Moore ist einer der besten weissen Blues-Musiker und wird ohne Wenn und Aber als ein Ausnahmegitarrist inmitten von Eric Clapton, Steve Morse, Jimi Hendrix, Carlos Santana und wenigen anderen genannt.
Ich kannte Gary Moore nur von seinem Ohrwurm "Still got the Blues" bis ich in einem Newsletter diese Platte empfohlen bekam.
Diese Empfehlung habe ich bei Amazon angehört und sofort bestellt.
Gary Moore ist - wie ich mittlerweilse weiss - einer der ganz grossen Gitaristen, ehemals bei Thin Lizzy und anderen, mittlerweile zusammen mit Cass Lewis (ehemals Skunk Anansie) am Bass und Darrin Mooney am Schlagzeug.
In seinem neuen Album "Scars" (deutsch: Narben) geht Gary Moore wieder eindeutig zurÃck zum Hard-Rock ohne den Blues zu verlassen, obwohl er eigentlich "mit dem Blues alt und grau" werden wollte.
Da Album beginnt mit dem Titel "When the sun goes down" und zeigt einen Ausschnitt seines Könnens indem er Rock mit Blues und Jazz mischt und damit seine Wurzeln offenbart. Gary Moore ist nicht nur einer der ganz grossen Hard Rock Gitarristen und eine Blues Legende sondern hat sich auch Anerkennung in Jazz-Kreisen verdient.
Nachdem der erste Titel "When the sun goes down" als Einleitung einen Streifzug durch Gary Moores Vergangenheit gibt macht das nÃchste StÃck mit dem Titel "Rectify" jedem Hard-Rock Fan klar, dass hier ein Trio absolut geniale Rock-Musik spielt, die ich in dieser Breite nicht von drei Leuten erwartet hÃtte. Note: Mindestens eine 1!
Aber es geht noch weiter.
Das dritte StÃck mit dem Titel "Wasn't born in Chicago" ist ein Ausflug in "Jazz meets Rock knows Blues". FeinfÃhlig beginnend und pointiert werden die Riffs teilweise unerwartet aber nie unpassend eingesetzt und ebenso auch beendet.
Der viete Titel "Stand Up" zeigt wieder eine Mischung aus eingÃngigen Riffs und dieser schon fast orchestralen Breite, die ich bei diesen Dreien einfach nicht fÃr möglich gehalten habe. Ein solides StÃck Rock-Musik.
Das fÃnfte StÃck "Just can't let you go" beginnt als gefÃhlvolle Blues-Ballade die dann mit etwas Rock gemischt die Freunde einfÃhlsamer Musik ebenso wie zuvor die Rock-Fans bereichert.
Im sechsten StÃck "My Baby" glaube ich mich im Texas Blues wiederzufinden - nicht gerade meine Welle, aber nicht schlecht.
Also Sieben: "World of confusion". Hier wird altes Jimi Hendrix Matrial wieder zum Leben erweckt und angereichert in die moderne Zeit eingepasst. Ich wÃrd's als gelungen bezeichnen und vermute mal, dass Gary Moore ebenso bei den Hendrix-Titeln die ersten Gitarren-Riffs gelernt hat wie andere zu seiner Zeit. Trotz aller Modernisierung bleibt das StÃck authentisch.
Acht: "Ball and Chain". Oder besser "Hendrix lebt doch". Es groovt, es dampft - Erinnerungen werden wach und man glaubt die obligatorischen Joints zu riechen. Die Wiederauferstehung des Wah-Wah-Pedals. Ich bin Ãberzeugt, Jimi Hendrix hÃtte es auch nicht anders gespielt. Diese Reminiszenz geht Ãber fast 13 Minuten in denen diese drei Musiker es excellent verstehen, die Spannung nicht abreissen zu lassen. Auch hier eine 1+!! (Langsam werden die Superlative knapp)
Neun: "World keep turnin' round" Nach den schweren Jimi Hendrix StÃcken, die den verrauchten Blues-Rock-Keller aufstehen liessen jetzt wieder einen Gang ans Tageslicht. Leichtere Kost, zwar auch komplex und vielfÃltig, aber eben auch beschwingter.
Zehn: "Who knows". Eine langsame Rock-Balade, die Ãber zehn Minuten zeigt, was Gary Moore unter Pointierung versteht. Einige AusflÃge in den Mainstream-Rock lockern auf und kontrastieren die sonst eher ruhigen AusfÃhrungen. Zum Abschluss des Albums wird der Hörer hier in einer seltsam ruhigen Stimmung verlassen.
*** Fazit ***
Eine wirkliche Ãœberraschung. Seit Jahren das beste Album in meiner Sammlung und eine richtige Bereicherung.
Obwohl ich eingefleischter Deep-Purple Fan bin hat mir von allen Rock-Konzerten dieses Jahr Gary Moore in der Essener Gruga-Halle am besten gefallen. Gary Moore hat als Vorgruppe von Fischer Z mehr Beifall bekommen das die LangbÃrte.
Diese drei Musiker sind jeder fÃr sich gesehen virtuos und ergeben zusammen eine Mischung, die jedem Hard-Rock und Blues-Fan wahscheinlich BegeisterungsstÃrme entreissen werden.
Gary Moore kehr hier zurÃck an die legendÃre Fender Stratocaster und schreibt ohne zu Ãbertreiben ein StÃck Rockgeschichte - nicht zuletzt, weil er auch das Werk von Jimi Hendrix fortzusetzen versteht ohne sich beim Kopieren zu blamieren. Vielmehr greift er Jimi Hendrix auf und trÃgt ihn ins 21. Jahrhundert.
Ich schlage vor: Unbedingt kaufen.
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