Kundenrezension

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöner und spannender Film - für Fans von Stefan Glovacz ganz ohne die genannten Einschränkungen zu empfehlen!, 14. Oktober 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jäger des Augenblicks (DVD)
Es ist nur knapp zwei Monate her, dass ich „Bavarian Direct“ gesehen habe, den grossartigen Baffin Island-Film der Huberbuam (bei Amazon inzwischen unter dem seltsamen Titel "Close Call with Mt. Asgard" erhältlich), daher lag die Messlatte diesmal bei mir schon ziemlich hoch. Aber – auch wenn ich mich der überschwänglichen Begeisterung einiger anderer Rezensenten nicht ganz anschließen kann – ich fand „Jäger des Augenblicks“ ebenfalls schön und spannend, und kann den Kauf der DVD durchaus empfehlen.

Insbesondere den Aufbau des Films fand ich sehr gelungen. Auf den ersten Teil, der die Anreise im Frühjahr 2010, den sehr schwierigen Anmarsch zum Berg und das Klettern in den ersten Seillängen zeigt, folgt ein Schnitt zu Szenen in Deutschland im Herbst desselben Jahres. Kurt Albert ist tödlich verunglückt, und Stefan Glowacz muss, so sieht es zunächst aus, das Roraima-Projekt auch ohne Holger Heuber durchziehen. Aber es gelingt ihm schließlich, den Freund zum Mitkommen zu überreden. Auf der Basis der zuvor gewonnenen Erfahrungen wählen sie diesmal eine andere Taktik, und das führt schließlich zum Erfolg. Damit verarbeiten sie – und das wird in sehr schönen, einfühlsamen Szenen gezeigt – schließlich auch bis zu einem gewissen Grad den Verlust des gemeinsamen Freundes.

Die Kletterszenen sind spannend und gut gefilmt, auch wenn für meinen Geschmack zu viele Schnitte drin sind (und es in der Folge zu ärgerlichen Fehlern betreffend der Kontinuität kommt – Stefan rutscht z.B. an der Schlüsselstelle schon mal im schwarzen T-Shirt weg und hängt dann in grüner Jacke im Seil). Aber die Größe dieser Wand, ihre Struktur und wie weit sie überhängt, wird (jedenfalls soweit das im Film möglich ist) für den Zuseher durchaus erkennbar, und ganz besonders im letzten Drittel des Films sieht man auch die Ausgesetztheit dieser Route, und die Isolation der beiden Kletterer, sowohl in der Wand, als auch an diesem Berg, der tatsächlich wie ein Schiffsbug aus dem ihn umgebenden, scheinbar endlosen Dschungel aufragt.
Die wunderschönen Landschaftsaufnahmen, namentlich der Wasserfälle, die vom Plateau herunterrauschen, möchte ich als einen weiteren dicken Pluspunkt erwähnen. Auch der Anmarsch zum Berg, der Urwaldfluss, der Dschungel - das alles wurde von den versierten Kameraleuten Kolja Brandt und Franz Hinterbrandner sehr gut ins Bild gesetzt.

Die Idee der Regie, in einer Szene dem Gebet der Träger nach dem Aufstehen den morgendlichen Workout der Kletterer gegenüberzustellen, fand ich überaus originell und gelungen!

Zwischen den Kletterszenen finden sich Erklärungen, Interviews und einzelne persönliche Szenen, sowie reichlich Rückblenden – einige davon über Kurt Albert und sein Leben, in erster Linie aber solche über Stefan Glowacz und die Höhen und Tiefen seiner Kletterkarriere. (Über Holger Heuber erfährt der Zuseher praktisch nichts, d.h. ein „Porträt dreier Extremsportler“ gibt es leider nicht.)

Zwei Specials sind dem Hauptfilm beigefügt: ein Making Of (12 Min.) und ein „Gedenkfilm“ über Kurt Albert (6 Min.). Beide sind gut gemacht, wenn auch enttäuschend kurz. Außerdem gibt’s eine Trailerauswahl.
Ich habe gelesen, dass es eine englische Tonspur geben soll – ich hab’ sie nicht entdeckt (obwohl der Abspann des Films in englisch ist). Dafür gibt’s aber Kommentare von Stefan & Holger, die ich teilweise sehr interessant und oft auch richtig lustig fand.

Die Schwäche des Films liegt meines Erachtens in den oben erwähnten Rückblenden auf Stefan Glovacz’ Erfolge, da sie den Fluss der Erzählung ständig unterbrechen, ohne dass mir der Grund dafür klar wurde. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen diesen Szenen und den Geschehnissen im Film. Die Auseinandersetzung zwischen klassischen Bergsteigern und Sportkletterern war bei der Roraima-Expedition nie ein Thema – weshalb also die Szenen aus „Schrei aus Stein“? Auch für die Rückblenden zu diversen RockMasters- und anderen Kletterbewerben gab es keinen wirklichen Anlass, außer vielleicht den, dass der „Superstar der Sportkletter-Szene“ (Originalton Amazon-Kurzbeschreibung) vorgestellt werden sollte.

Ich war an einem solchen Porträt aber nur in zweiter Linie interessiert – ich hatte den Film um des spannenden Abenteuers und um der Kletterei willen gekauft! – und kann daher (auch wegen des dürftigen Bonusmaterials) nur 3 Sterne vergeben.
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