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Kundenrezension

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Adaption eines Klassikers, 10. Dezember 2008
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Rezension bezieht sich auf: Jane Austen's Sense & Sensibility (Sinn und Sinnlichkeit) (2 Disc Set) (DVD)
Vor nun schon fast 200 Jahren hat die berühmte englische Schriftstellerin, Jane Austen, die Geschichte der ungleichen Schwestern Elinor und Marianne zu Papier gebracht, und noch immer gehört ihr Buch "Sense and Sensibility" ("Verstand und Gefühl") zu den Lieblingslektüren vieler Leser. Eine große Herausforderung also für jeden Filmemacher, der sich dieser klassischen Vorlage widmet. Andrew Davies, der schon bei vielen BBC-Produktionen sein scharfes Auge für wichtige Details bewies, hat auch hier das Drehbuch geschrieben und die Grundlage für ein erfrischendes und hinreißendes Filmvergnügen gelegt. Dieser TV-Mehrteiler braucht sich wirklich nicht hinter der gelungenen Kinoversion von Ang Lee aus dem Jahre 1995 verstecken. Er setzt neue Akzente und sorgt mit vielen unverbrauchten Schauspielergesichtern für eine Neuentdeckung der beinahe zeitlosen Geschichte um die erste Liebe und der Suche nach einem glücklichen Platz im Leben.

Als die Dashwood Mädchen noch um ihren so eben verstorbenen Vater trauern, kommen schon die Erbgeier angeflogen. Wie Elinor (Hattie Morahan) so richtig feststellt, sind sie, ihre Mutter und ihre Schwestern jetzt nur noch Gäste im eigenen Haus, dem Herrensitz Norland Park. Das ganze Erbe geht an den Halbruder der Schwestern, John Dashwood, dessen Frau Fanny, die schon die Tage zählt, bis wann die unliebsame Verwandtschaft wohl endlich in ein angemessenes und kleines Haus umziehen wird. Einen besonderen Dorn im Auge hat die arme Fanny als sie feststellen muss, dass ihr Bruder Edward Ferras ein zartes Band mit Elinor knüpft. Doch schließlich hat sie es geschafft: die Dashwoods ziehen in ein kleines Cottage weit weg an der rauen Südküste, welches ihnen ein entfernter Verwandter mietgünstig angeboten hat. Elinor ist verwirrt, dass Edward ihr keinen Antrag gemacht hat, versucht jedoch vernünftig an die Interessen ihrer Familie zu denken. Marianne findet die neue Umgebung hinreißend romantisch. Tatsächlich hat die leidenschaftliche Musikerin Marianne bald schon zwei Verehrer: Den ernsten, schon etwas älteren Colonel Brandon (David Morrisey) und den lebenslustigen John Willoughby. Ihr ganzes Herz schenkt sie natürlich dem jüngeren Bewerber, aber obwohl die beiden fast ständig zusammen sind und damit schon fast für einen Skandal sorgen, bleibt der erwartete Heiratsantrag aus! Auch Willoughby verschwindet aus dem Sichtfeld der Dashwoodschwestern, doch schließlich erhalten sie die Gelegenheit zur Ballsaison nach London zu fahren. Ob Elinor und Marianne dort dem Liebesglück doch noch auf die Sprünge helfen können?

Ganz bewusst hat man sich bei dieser Verfilmung auf die Momente konzentriert, die in der Buchvorlage nur angedeutet werden. Zum Beispiel die Verführung der 15jährigen Miss Williams, die Duellszene zwischen Brandon und Willoughby oder die Besichtigung von dem Herrensitz Allanham. Besonders die letztere in Szene gesetzte Episode ist eine der schönsten des Mehrteilers. Marianne und Willoughby nutzen die Gelegenheit, sich von der Gesellschaft abzusetzen und sehen sich das Haus an, das Willoughby einmal erben wird. Da die beiden völlig allein die Räume erkunden und nur sehr wenig gesprochen wird, stellt sich eine subtil angedeutete sinnliche Stimmung ein,diemit einem der zartesten Küsse der Filmgeschichte endet!
Vieles, was in einem Roman erklärt werden muss, wird hier durch gezielte optische Einstellungen dargestellt. Janet McTeer, welche die Mutter Dashwood darstellt, hat eine große, fast schon stattliche Figur und wirkt sehr elegant und würdevoll als Herrin von Norland Park. Es tut dem Auge da schon fast weh, als man diese Dame später in den niedrigen und fast schon ärmlichen Räumen des Cottages sieht. Daher braucht es nicht vieler Worte, um die den fürchterlichen gesellschaftlichen Abstieg der Dashwoods aufzuzeigen.
Die Hauptdarstellerinnen Hattie Morahan und Charity Wakefield spielen die unterschiedlichen Schwestern sehr natürlich und sind beide sehr liebenswert. Hattie Morahan ist vielleicht nicht ganz so schön, wie man sich es vorstellt, aber durch ihr nettes Lächeln und den offenen Blick gleicht sie ihre Schwächen aus. Charity Wakefield ist längst nicht so überspannt wie Kate Winselts Marianne und füllt die Rolle der gefühlvollen Marianne sehr gut mit Leben.
Zwei Schauspieler sind bereits aus "Our Mutual Friend [UK Import]" bekannt. David Morrisey, der hier den tapferen Colonel spielt, der aufrichtig und von ganzen Herzen die zarte Marianne verehrt und Dan Stevens, der Edward Ferras als knackigen Landburschen darstellt, der ein Problem mit seinem Image als würdiger Gentleman hat. Vermutlich war die Stärkung der Figur Edwards im Vergleich zu der eher ziemlich wackeligen Figur der Buchvorlage ein Zugeständnis an die romantisch veranlagte Fangemeinde dieses Genres. Daher kann man diese Interpretation nicht wirklich übel nehmen.
Ansonsten erinnern sich manche Zuschauer noch an Leo Bill, der den unsympathischen Pfarreranwärter aus Geliebte Janegespielt hat. Hier hat er ebenfalls keine positive Rolle und stellt den versnobten Robert Ferras da. Ja, eine gute Wahl.
Auf zwei DVDs finden drei Teile von je circa einer Stunde Laufzeit Platz. Außerdem gibt es noch ein paar Kinotrailer, Filmbilder, Kurzbiographien und ein sehr gutes Interview mit Produzentin und dem Drehbuchautor auf der zweiten DVD.
Fazit: Unbedingt sehenswert, nicht nur für Jane-Austen-Fans geeignet!
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Kommentare


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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.12.2008 19:39:38 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.12.2008 19:40:01 GMT+01:00
Jo meint:
wen spielte dan stevens denn in "our mutual friend"? ist mir glatt entgangen, das paar augen... ;o)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.12.2008 11:57:39 GMT+01:00
Hallo Jo,

es ist auch wirklich eine totale Miniminirolle, die Dan Stevens in "our mutual friend" spielt. Da gibt es doch so ein berechnendes Ehepaar, welches sich auch bei den Boffins einschmeicheln will -was aber nicht gelingt- und dann versuchen sie ein neues "Opfer" zu finden. Und eben dieses männliche Opfer wird von Dan Stevens gespielt.

LG
Tanja

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.12.2008 19:04:21 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.12.2008 19:04:42 GMT+01:00
Jo meint:
danke für den hinweis, da muss ich gleich nochmal meine adleraugen polieren und mich auf die suche machen.

viele liebe grüße,
anna

Veröffentlicht am 06.01.2009 13:04:50 GMT+01:00
Beatrix meint:
Ach liebe Tanja, auch diese Rez ist mir aus der austenlastigen Seele gesprochen!! Genau diese hier so plastisch herausgearbeiteten Szenen, die im Buch eher dünn sich, machen die Tiefe dieser Verfilmung aus -da haben sie wirklich recht - genauso ist es!! Auch die Stärkung der Figur des netten Edwards fand ich wie Sie, wunderbar und auch Charity Wakefield fand ich besser als Kate Winslet. Ich war auch von Hattie Morahan sehr begeistert, da mir gerade ihre klaren Gesichtszüge sehr gefielen. Sie wäre in der damaligen Zeit eine Schönheit gewesen, wenn man sie mit alten Bildern vergleicht. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Jedenfalls habe ich diese Version nur im englishen OT und bin immer wieder hin und weg davon! Wunderschöne Adaption und eine hervorragende Rez von Ihnen.
Ganz liebe Grüße
Trixi:)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.01.2009 12:31:26 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.01.2009 12:32:00 GMT+01:00
Liebe Trixi,

vielen herzlichen Dank für die zustimmenden Worte und das hochgeschätzte Lob aus Ihrem fachkundigen Munde!
Vielleicht bin ich tatsächlich etwas zu streng mit Hattie Morahan gewesen, beim zweiten Hinsehen gefällt sie mir schon besser ;-).
Etwas überrascht war ich darüber, dass diese Verfilmung nicht bei allen Zuschauer(innen) auf die große Begeisterung stößt. Sogar die gute Ophelia hat einiges zu bekritteln. Es liegt wohl hauptsächlich an der Wiloughby-Darstellung. Der Schauspieler ist übrigens auch in der Mamma Mia-Verfilmung zu sehen. Dort hat er einen durchweg positiven Part. Wiloughby hat in der vorliegenden Adaption auch seine zwei Seiten wie im Buch. Marianne sieht den stylischen, dynamischen Verehrer, der ihre Vorliebe für Poesie und Romantik teilt (Byron ist hier eine gute Wahl, denn auch dessen Ruf war ja nicht ohne Fehl und Tadel ;-) ). Als Zuschauer dagegen ist man halt von Anfang an voreingenommen, weil man von der hinterhältigen Verführung weiß und die Eingangsszene schon ziemlich krass ist. Und so bezaubert der Verführer eben nur die Dashwood-Mädchen, die natürlich über den wahren Charakter des Verehrers lange im Unklaren sind.
Aber wie Sie so treffend schreiben, letzten Endes ist eben alles Geschmacksache. Und das ist ja auch gut so.

Viele liebe Grüße und einen sonnigen Nachmittag wünscht
Tanja

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.01.2009 07:35:35 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.01.2009 07:57:37 GMT+01:00
Beatrix meint:
Liebe Tanja,
Ojeoje, ich und fachkundig...:))....ich bin höchstens meines eigenen Herzens kundig....:DD. Aber danke für Ihre lieben Worte, Tanja. Ich muss Ihnen sagen, dass mir gerade die Wiloughby-Darstellung besonders gut gefallen hat. (Und ich hab ihn in meiner Rez nicht mal bedacht - ist ja schröcklich, sollte ich noch nachholen) Richtig, eben diese 'Zweigesichtigkeit' hat mich mitgerissen, wobei ja eben das 'zweite Gesicht' etwas deutlicher herausgearbeitet wurde...LOL. Ja die Anfangsszene war intensiv gemacht, das stimmt. Trotzdem konnte ich mir die ganze Zeit gut vorstellen, dass der Bursche sehr verführerisch auf die Weiblichkeit wirkt - und ließ dies auch an mir wirken. Diese charmant-distinguierte Hinterhältigkeit des Wiloughby wurde von Dominic Cooper schon sehr gut dargestellt. Als Zuseherin läuteten halt ständig die Alarmglocken in meinem Inneren, trotzdem lies ich gefühlsmäßig diese Ausreizung zu. Man kennt ja die Geschichte und selbst ohne Eingangsszene weiß man was für ein Früchtchen der junge Spund ist....;D. Wie gut dass Sie mir sagten dass es eben derjenige ist, der auch in Mama Mia mitspielte, erhielt er dort von mir doch gefühlsmäßig dunklere Wolken, als die Rolle überhaupt vorsah..LOL. Ich war so gebannt von der Musik und der fröhlichen Handlung, dass ich nicht wusste, wo ich ihn schon mal gesehen hatte - du meine Güte!! Werde doch langsam alt!!!
Die eigene Perpektive ist für eine Bewertung halt immer der Ausgangspunkt und so erfreuen wir uns an der Vielfältigkeit der rezensorischen Darstellungen, die erst das Ganze ausmacht. Ich danke Ihnen für ein paar nette Plauderminuten über einen meiner (da gibts ja noch eiiiinige..;DD...Lorna Doone ist z.B. so ein Neuzugang) Lieblingsadaptionen.
Wünsche Ihnen ein gesegentes und fröhliches Wochenende!
Trixi - die notorisch Romantische
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