Kundenrezension

78 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wirklich eine neue Idee?, 6. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Blaue Ozean als Strategie: Wie man neue Märkte schafft, wo es keine Konkurrenz gibt (Gebundene Ausgabe)
Blue Ocean Strategy ist einer der populärwissenschaftlichen Management Bestseller der letzten Jahre. Der Begriff Blue Ocean Strategy wurde zu einem der Management „Buzzwords“ schlechthin.

Worum geht es bzw. was wird in diesem Buch beschrieben?

Blue Ocean Strategy soll eine spezielle Strategie sein, die auf Wachstum und die Schaffung neuer Märkte fokussiert ist. Der Blue Ocean ist also ein neuer Markt, der durch ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung geschaffen wird. Hierdurch kann ein Unternehmen (angeblich) seine bisherigen Wettbewerber abschütteln bzw. diese irrelevant machen, da man sich einen neuen Markt und daher eine neue Nachfrage schafft. Man soll sowohl auf hohen Wert (für den Kunden) als auch auf niedrige Preise fixiert sein, also sowohl als differenzierter als auch als “low cost” Anbieter positioniert sein. Als Beispiele werden Soutwest Airlines (erster Billigflieger in den USA), Nokia oder der Cirque de Soleil genannt.
Dem wird der Red Ocean gegenübergestellt. Die Charakteristiken des Red Ocean: Ein bereits bestehender Makrt, in welchem sich ein Unternehmen darauf fixiert den bestehenden Wettbewerb zu schlagen, es warden hier bereits bestehende Nachfrageportentiale ausgeschöpft, keine neuen geschaffen. Man positioniert sich entweder als „low cost“ oder als differenzierter Anbieter.

Soweit der Inhalt. Für mich stellt sich die Frage, in wie weit dies tatsächlich etwas Neues ist oder ob hier nur alter Wein in neuen Schleuchen aufgetischt wird. Das man einen neuen Markt schafft bzw. Neue Potentiale sucht und ausnutzt, war mir immer unter den Namen Innovation, Wachstumsstrategie oder First Mover Advantage bekannt, wenn das nun Blue Ocean Strategy heißen soll, naja.

Die Fallbeispiele: Hier werden in meinen Augen anhand isolierter Einzelbeispiele Verallgemeinerungen angestellt. Außerdem ist immer möglich anhand irgendwelcher Praxisfälle, die man IM NACHHINEIN betrachtet, eine Management Theorie bestätigt zu sehen. Es gibt unzählige Beispiele von Firmen, die anhand einer Red Ocean Strategy sehr erfolgreich waren und sind. Beispiel: Wal Mart, ein Unternehmen welches bei weitem nicht der erste Einzelhändler in den USA war, mittlerweile aber eines der größten und am höchsten bewerteten Unternehmen der Welt ist. Genauso wenig war der IPOD der erste MP3 Player. Im Gegenteil, auch hier fuhr man eine Red Ocean Strategy und dies wie jeder weiß mit enormem Erfolg. Außerdem könnte man fragen, ob es nicht auch Beispiele gibt, in denen Firmen scheiterten obwohl sie dem Blue Ocean Strategy Konzept folgten. Ich denke da z.B. an viele Dot-Com Firmen vor 10 Jahren. Die waren eigentlich so ziemlich alle im Blue Ocean, viele scheiterten aber trotzdem.

Mein Fazit: Kritisch lessen und eigene Meinung bilden. Insbesondere solle man fragen, ob hier tatsächlich konzeptionell etwas Neues entwickelt wurde.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.02.2008 20:19:33 GMT+01:00
F. X. Moser meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.02.2008 15:17:42 GMT+01:00
absurdus meint:
Interessante Aussage, der IPOD ist also Blue Ocean Strategy. So, so.
Blue Ocean Strategy wird von den Autoren als neue Positionierung dargestellt, bie der man sowohl als "differenzierter" als auch als "low cost" Anbieter positioniert sein soll. Man überwinde daher mit Blue Ocean Strategy (angeblich) den Wiederspruch zwischen diesen beiden klassischen, Porter'schen Positionierungen (steht im Buch detailliert). Dies ist für mich Unsinn! Der IPOD ist hierfür ein tolles Beispiel: Gerade weil er hervorragend als differenziertes Produkt positioniert ist, ist er meilenweit von low cost entfernt. Er ist also ein Lehrbuchbeispiel für eine klassische Positionierung, nämlich die als differenziertes Produkt. Dies sehe ich z.B. beim Cirque du Soleil der ja im Buch als Beispiel für Blue Ocean Strategy genannt wird genauso.

Veröffentlicht am 05.03.2008 11:04:54 GMT+01:00
absurdus meint:
Noch ein Nachtrag zu meiner Rezension: Der Cirque du Soleil ist definitv KEIN Beispiel für Blue Ocean Strategy! Das Unternehmen hat viele direkte Komkurrenten und betreibt daher ebenfalls eine Red Ocean Strategy. Die Argumentation im Buch, der Cirque sei Blue Ocean beruht auf dem Denkfehler, es handle sich um einen Zirkus. Klar, ein normaler Zirkus kann gegen die Shows des Cirque nicht "anstinken", doch dies ist genau der Punkt: Der Cirque ist kein Zirkus, sondern eine Show! Er steht damit im Wettbewerb mit vielen anderen Shows: großen Musical Produktionen, Stomp, Blue Men Group, Zauberer a la David Copperfield oder Siegfried & Roy usw.

Da selbst die plakativen Beispiele des Buchs bei näherer Betrachtung als sehr fragwürdig erscheinen, halte ich so langsam aber sicher diese ganze Blue Ocean Sache für eine ziemliche Luftnummer. Hätte wohl nur einen anstatt zwei Sterne geben sollen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.07.2008 13:50:20 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.07.2008 13:50:58 GMT+02:00
silver meint:
Sehr gut argumentiert, absurdus! Denn sobald sich der Cirque du Soleil etwas vom klassischen Zirkusdasein entfernt, stritt er damit verstärkt in Substitution mit "weiter entfernten" Shows, wie Du sie oben genannt hast, was, weil kein so starker direkter Konkurrenzkampf mehr mit wenigen "Haien" direkt stattfindet, den Anschein eines Blauen Ozeans erweckt. Generell gibt es aber allein aufgrund des Budgetwettbewerbs keine reinen, blauen Ozeane - rote Pigmente sind überall vorhanden.
Die ganze Blue-Ocean-Strategie basiert in meinen Augen auf einen klassischen Denkfehler - und ja, ein Stern wäre somit gerechtfertigt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.08.2010 15:38:25 GMT+02:00
Daniel Eder meint:
natürlich ist ipod einfach nur ein mp3 player. ende. die vermarktung und das design sind entscheiden beim erfolg

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.08.2010 15:38:26 GMT+02:00
Daniel Eder meint:
natürlich ist ipod einfach nur ein mp3 player. ende. die vermarktung und das design sind entscheiden beim erfolg

Veröffentlicht am 31.08.2010 15:43:18 GMT+02:00
Daniel Eder meint:
Also mich wundert ein bischen wieviele Leute hier negativ deine Rezension bewerten. Ich stimme dem voll zu.
Es spielt keine rolle ob man innovator, first mover oder price leader ist solange man sich positiv differenziert.
Das kann auch durch marketing und produkt design geschehen wie bei apple. Da gibts ein besseres Buch in der Richtung hat was mit "tribal branding" zu tun. darin ist apple experte

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.10.2010 12:36:49 GMT+02:00
Mal im Ernst: Das ganze Blue und Red Ocean-Gelabere kommt mir auch so vor, als ob da einer mit verwuschelten Haaren auf die Straße rennt, um dem erstaunten Publikum mitzuteilen, dass er den Farbfernseher erfunden hat. Ach ja, er rennt im Jahre 2006 auf die Straße und nicht 1906...

Wir haben hier in Deutschland seit Ende der 50er Jahre die engpasskonzenrierte Strategie, dann gibt es in den USA mindestens seit den 70er Jahren die Arbeiten von Jack Trout und Al Ries, dann wieder hier in Deutschland Peter Sawtschenko usw. Wer Blue und Red Oceans als was Neues bezeichnet, zeichnet sich vor allem durch Unkenntnis des alten aus.
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