Kundenrezension

45 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 3. Juni 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Apple MC983FD/A iPad 2 Wi-Fi + 3G 32GB Weiß (Personal Computers)
Ich bin seit ungefähr 1 Jahr Besitzer eines iPads der ersten Generation und habe nun das hier wiedergegebene Gerät über den AppleStore erworben (Lieferzeit im Mai 2011: insgesamt 3 Wochen!). Der Grund für den Neukauf lag weniger im typischen Apple-Kaufrausch, sondern in einem anderen Umstand: Mein altes Modell hatte keine 3G-Möglichkeit, was für mich auf Dauer eine erhebliche Einschränkung in der Funktionalität bedeutete (ich beziehe die Zeitung über das iPad).

Ich will von dieser Warte aus kurz auf zwei Punkte eingehen:

1. Ärger mit dem iPad 2

Eine der ärgerlichsten Erlebnisse mit einem Apple-Produkt überhaupt brachte mir der Versuch "Facetime" zu installieren. Dieses akzeptiert nämlich die 3-G-Verbindung (bei mir über Vodafone) nicht, sondern besteht darauf, dass man eine WiFi-Verbindung spezifiziert. Ich glaubte zuerst, selbst ein wenig begriffsstutzig zu sein und sah dann in diversen Foren nach; aber es stimmt: Facetime, das als zentrales Kaufargument für das iPad2 herausgestellt wird, akzeptiert eine 3G-Verbindung nicht, sondern besteht auf einer WiFi-Verbindung. Hier fühlte ich mich in mehr als einer Hinsicht "verkohlt": Denn in den Foren wird folgende Notlösung angeboten. Wer ein iPhone hat, soll dessen Personal Hotspot-Funktion nutzen und das iPad darüber anbinden; kleiner Schönheitsfehler bei mir: Ich habe einen Vertrag mit der Telekom aus dem Jahre 2010, in dem eine Peronal-Hotspot-Funktion nicht vorgesehen ist. So kam bei mir zum ersten Mal das alte Microsoft-Gefühl bei einem Apple-Produkt auf. Vollmundige Vorankündigungen lassen sich in einem Gewirr von Modellvarianten, Nutzungsrechtsbeschränkungen und Vertragskonstruktionen beim Kunden nicht einlösen. Für mich lag der zentrale Sinn einer 3-G-Version zwar nicht in Facetime, aber das wird vielen Nutzern anders gehen, die hier gewarnt seien. Solange keine Skype-Version für das iPad 2 bereit steht, ist Facetime kein Kaufargument für ein 3G-iPad.

Andere Unschönheiten kamen hinzu: Meine iBook-Library von iPad Nr. 1 wurde nicht auf das iPad Nr. 2 übertragen. Zum Glück hatte ich hier praktisch nichts investiert, aber ärgerlich ist das Ganze natürlich auch.

Nicht unterstützt beim Umzug wurde auch die Kindle-Software: Meine dort erworbenen und auf das iPad Nr. 1 herunter geladenen Bücher wurden zwar angezeigt, waren aber nicht abgespeichert. Ich musste meine alte Bibliothek ganz löschen und dann erneut mit dem Download beginnen.

2. Lohnt sich der Umstieg von iPad 1 auf das iPad 2?

Die Gewichtsreduktion gegenüber dem Vorgängermodell ist so minimal, dass sie das Funktionalitätsproblem praktisch nicht beheben kann: In einer Hand kann man das Gerät weiterhin nicht halten.

Über die Kameraqualität wurde bereits einiges gesagt; vor allem die Kamera auf der Rückseite des iPads hat in der Tat eine Qualität, die ich als Nichtfachmann als "grausam" bezeichnen würde.

Das Gerät ist allerdings schneller als das Vorgängermodell. Ich merke dies beim Laden von pdf-Dateien: Bei Version 1 dauerte der Bildaufbau manchmal bis zu einer ganzen Minute. Dies konnte früher drei- bis viermal beim Lesen einer PDF-Datei in der Größe der FAZ vorkommen. Bei der neueren Version hat sich dieses Problem weitgehend erledglit. Am Ende einer FAZ-Datei (letzte vor letzte Seite) kann es aber auch hier passieren, dass man warten muss. Dies ereignet sich aber höchstens einmal pro Datei.

Eine Verbesserung bringt die neue Abdeckvorrichtung für das iPad, die allerdings bis zu 60 Euro extra kostet. Sie legt sich magnetisch an die linke Seite des Gerätes an, fällt nicht ab und eignet sich um das Gerät an- und auszuschalten. Ferner reduziert sie die Fettspuren auf dem Bildschirm, die durch die Fingernutzung entstehen erheblich (beseitigt sie aber keineswegs restlos). Optisch wirkt die Abdeckung sehr elegant.

Betrachtet man einen Augenblick vernünftigerweise die Preise für das iPad 2 habe ich meine Zweifel, ob sich ein Umstieg von der ersten Version zur Zeit lohnt. In weniger als einem Jahr wird die Nachfolgeversion erscheinen, die dann wiederum als das größte seit der Erfindung der Glühbirne angepriesen wird. Wer jetzt nicht zwingende Gründe hat (zu wenig Speicherplatz, Bedürfnis nach 3G) sollte lieber warten.

Am Ende will ich jedoch bei allem Ärger anders als der eine oder andere Rezensent auf dieser Seite die "Kirche im Dort lassen": Das iPad 2 ist im Alltagseinsatz ein Klassegerät, das man komfortabel als eBook-Reader und Tabletcomputer benutzen kann. Es ist lautlos, verlässlich, die Akkulaufzeit erscheint mir vernünftig bemessen, und es ist - versehen mit den richtigen Office-Apps - überaus funktional.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.08.2011 10:52:59 GMT+02:00
T. Geckler meint:
Bei Apple wird übrigens in den Werbespots und auf der Homepage hingewiesen, dass Facetime eine WiFi Verbindung benötigt.
Das liegt außerdem nicht an Apple, sondern hat mit Lizenzen usw des Mobilfunknetzes zu tun.
(Wenn man das iPad jedoch jailbreakt umgeht man jene Sperre ;) )

Veröffentlicht am 04.08.2011 17:07:34 GMT+02:00
Anton Stankow meint:
Benutzen Sie doch einfach Skype.
Dann brauchen Sie Sich nicht mehr zu Ärgern das Sie die Beschreibung nicht richtig gelesen haben.
P.S.: ich benutze FaceTime trotzdem regelmäßig, weil es so einfach funktioniert.

Veröffentlicht am 16.09.2011 12:59:26 GMT+02:00
querspringer meint:
Ich habe auch einen Telekomvertrag aus 2010, der nicht mit Personal Hotspot ausgestattet ist. Ein Anruf bei der Hotline hat das Problem zumindest in Kürze erledigt, denn dann wird der Vertrag (nach einem Jahr Laufzeit ist das möglich) auf einen neuen Vertrag umgeschrieben, ohne dass sich die Laufzeit dadurch verlängert. Außerdem spare ich dadurch auch noch bei gleichen Leistungen 10 EUR im Monat, da die neuen Verträge günstiger sind. Das nur als kleiner Tipp...
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