Kundenrezension

60 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nicht so spannend wie der Vorgänger, 1. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Leichenblässe (Gebundene Ausgabe)
Liegt es daran, dass es nun mein dritter David Hunter Thriller in Folge war oder ist es Simon Beckett wirklich nicht gelungen an sein hervorragendes Vorgängerwerk "Kalte Asche" anzuknüpfen? Ich befürchte Letzteres.
Die grundlegenden Ansprüche, die man an einen Beckett-Thriller stellt, werden auch hier erfüllt. Wieder gerät der Hauptakteur David Hunter in die Ermittlungen eines mysteriösen Mordes, aus dem schon bald eine Serie wird. Wieder sind es vertraute wie auch zwielichtige Gestalten, die ihn umgeben und wieder ist der Ausgang der Geschichte bis zum Ende offen.
Die Örtlichkeit, in der sich die Geschichte zuträgt, ist dieses Mal nicht ganz so abgelegen und einsam gewählt. Allein daran kann es aber nicht liegen, dass es dem Autor irgendwie nicht gelingt, einen Spannungsbogen zu erzeugen, der einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. In "Leichenblässe" ist die Verflechtung der Personen in die Geschichte bei weitem nicht so komplex und fein gesponnen wie beim Vorgänger "Kalte Asche". Auch die Ereignisse treten nicht so überraschend sondern irgendwie unspektakulär ein, wodurch dem Buch ein gutes Stück an Unterhaltungswert verloren geht. Insbesondere in der ersten Hälfte liest sich das Buch eher etwas schwerfällig und die Handlung plätschert ein bisschen vor sich hin. Vielleicht rührt dies daher, dass Beckett dieses Mal sehr die Person David Hunter mit ihren Schwächen, Fehlern und Zweifeln in den Fokus gerückt hat. Auffällig bezüglich des Stils ist, dass Beckett sich wesentlich stärker auf die Darstellung der Verwesungsprozesse der Mordopfer und damit auf Ekel-Effekte konzentriert hat (die man von "Chemie des Todes" und "Kalte Asche" ja schon zur Genüge kennt). Leider sehr auf Kosten von Spannung und einem gutem Nervenkitzel, den man sich hier so sehr wünschen würde. Meiner Meinung nach hat er hier auf die falsche Karte gesetzt, denn einen solchen Thrill zu erzeugen, der einem beim Lesen einen kalten Schauer über den Rücken schickt und einen nicht mehr loslässt, das beherrscht Beckett bestens, und genau dafür hat man seine Bücher bisher so geliebt. Da die Story eine wirklich gute stoffliche Grundlage für einen Thriller bietet, wäre es ein Leichtes gewesen, hier in gleicher Weise weiterzumachen.
Was ich niemals erwartet hätte: es ist mir dieses Mal recht früh gelungen, in der Geschichte den späteren tatsächlichen Täter zu erraten, oder besser gesagt relativ sicher zu mutmaßen.

Fazit: "Leichenblässe" ist ein handwerklich ordentlich abgefasster Thriller, der sich gut lesen lässt und dem auch ein gewisses Unterhaltungspotential nicht fehlt. Man muss aber auch klar festhalten, dass es Simon Beckett dieses Mal nicht gelungen ist, an die gruselige Stimmung und die fast beklemmende Spannung, die das Vorgängerwerk "Kalte Asche" dominierte anzuknüpfen, geschweige denn sie zu toppen. Und das ist das eigentlich Enttäuschende. Ich hätte dem Buch gerne dreieinhalb Sterne gegeben, da das aber nicht geht neige ich eher zu 3 als zu 4 Sternen. Man kann bei diesem Werk getrost die Taschenbuchausgabe abwarten. David Hunter Fans sollten es aber auf jeden Fall lesen.
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Kommentare


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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.02.2009 15:34:19 GMT+01:00
Annie Wilkes meint:
Schöne Rezension, gibt genau das wieder, was mir beim Lesen durch den Kopf gegangen ist. Während die Vorgänger richtige page-turner waren, habe ich mich bei "Leichenblässe" sehr schwer getan und der Täter war wirklich keine Überraschung, ganz zu schweigen von seinem Motiv- was ich auch irgendwie gar nicht nachvollziehen kann. Schade, es hatte so vielversprechend geklungen.

Veröffentlicht am 12.04.2012 16:54:17 GMT+02:00
tesa_2008 meint:
Ich kann mich @Annie Wilkes und Ihnen nur anschließen, im ersten Teil des Buches ging mir genau das von Ihnen beschriebene durch den Kopf, es fehlte einfach das gewisse Extra, welches bei BEIDEN Vorgängerbüchern vorhanden war. Auch ich bin noch auf der Suche, ob dies daran liegt, dass ich alle drei Bücher in schneller Abfolge hintereinander gelesen habe, oder ob wirklich Simon Beckett "schuld" ist. Dennoch ist das Buch natürlich hervorragend geschrieben und bietet außerdem eine gute Geschichte mit viel Spannung.
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