Kundenrezension

34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super für Einsteiger, 19. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon EOS 600D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) schwenkbares Display, Full HD) Kit inkl. EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS II (Elektronik)
Ich habe mir diese Digitale Spiegelreflex Kamera vor knapp 6 Monaten gekauft und hatte davor noch nie eine DSLR in der Hand. Meine Fotos habe ich zuvor mit einer Digitalen Kompaktkamera oder mit meinem Smartphone gemacht. Diese machen zwar auch schöne und hochauflösende Bilder, aber ich wollte dann doch ein paar mehr gestalterische Möglichkeiten haben. Erst wollte ich mir die Canon EOS 1100D kaufen, da diese ebenfalls zu den Einsteigermodellen gehört und ich darüber auch sehr viele positive Rezensionen gelesen habe. Die Canon 1100D ist in etwa 200 € günstiger als die 600D.
Ich habe mich aber letztendlich nach einiger Recherche doch dazu entschieden die 200 € mehr zu investieren und habe mich somit für die Canon EOS 600D entschieden. Ich hatte mir beide Kameras zuvor in einem Saturn Geschäft zeigen lassen, denn ich wollte vergleichen wie die Bedienung der beiden Kameras ist. Beide Kameras waren von der Bedienung gleichauf und auch für Anfänger relativ verständlich. Allerdings bekam die Canon 600D einen fetten Pluspunkt von mir wegen des schwenkbaren Displays. Deswegen entschied ich mich am Ende für die 600D. Außerdem ist die technische Ausstattung der 600D etwas besser.

Body:
Der Body ist meines Erachtens sehr leicht und handlich. Da ich zuvor nur mit einer Digitalen Kompaktkamera unterwegs war, hatte ich erwartet, dass die Canon EOS 600D mir ziemlich schwer vorkommen wird. Aber dies ist nicht der Fall. Zudem finde ich die Kamera sehr handlich. Ich bin eine Frau und habe sehr kleine Hände, dennoch liegt die Kamera perfekt in der Hand und ist auch problemlos einhändig zu tragen. Das Kamera Gehäuse wiegt gerade mal 570 g und ist verglichen mit anderen DSLR’s eher ein Fliegengewicht, was ich als sehr positiv einschätze.

Akkulaufzeit:
Der Original Akku von Canon macht knapp 1500 Bilder mit. Allerdings ohne Blitz und die Bildervorschau habe ich ebenfalls ausgestellt. Mit Bildervorschau meine ich nicht den Live-View, sondern die Vorschau, wenn man ein Bild geknipst hat und es gespeichert wird. Das Bild wird dann ja meistens kurz nachdem man den Auslöser gedrückt hat nochmal für 2 Sekunden angezeigt. Diese Funktion habe ich bei mir abgestellt. Ansonsten würde der Akku wohl auch schon eher schlapp machen.

Bildqualität:
Die Canon EOS 600D liefert hervorragende Fotos ab. Selbst bei Nachtfotografie und hohen ISO-Werten liefet die 600D tolle Fotos ab. Ein Rauschen ist z.B. in dunklen Sporthallen ab einem ISO-Wert von 3200 ganz leicht zu erkennen und ab 6400 wird es deutlicher. Im Automatik–Modus stellt die Kamera maximal einen ISO-Wert von 6400 ein. Ich habe den ISO-Automatik-Betrieb aber auf 3200 begrenzt, das ist zum Glück bei der Kamera im Menü möglich. Manuell lässt sich der ISO-Wert auf 12800 einstellen, hierbei ist ein deutliches Rauschen zu sehen. Das Rauschen ist in dunklen Sporthallen stärker als bei schlechten Lichtverhältnissen im Freien. Ich versuche meist die ISO-Werte gering zu halten und spiele lieber mit der Belichtungszeit oder benutze einen Blitz. So kann man das Rauschen wenigstens von seinen Bildern fernhalten und muss diese nicht nachbearbeiten. Ich benutze hohe ISO Werte nur, wenn ich z.B. Sportler in dunklen Hallen aufnehmen will, weil ich bei schnellen Bewegungen ja schlecht die Belichtungszeit hoch schrauben kann, da sonst die Bilder verwackeln. Ich mache z.B. in meiner Freizeit Taekwondo und fahre als Hobbyfotografin auf Turnieren etc. mit und da will ich natürlich jeden Treffer scharf abgebildet haben, also muss ich die Belichtungszeit gering halten. Aber auch hier stelle ich den ISO-Wert selten auf 6400, meist bleibe ich bei 3200 und benutze dann lieber einen Blitz.
Wenn man allerdings bei Dunkelheit starre Objekte fotografieren will, sollte man eine hohe Belichtungszeit wählen. Für hohe Belichtungszeiten ist natürlich ein Stativ zu empfehlen, sonst werden die Bilder leider nichts. So gut ist der Bildstabilisator dann auch nicht, der tut seinen Job nur bei geringen Belichtungszeiten, aber das ist ja normal.

Erste Fotos/Bedienung:
Nachdem ich den Akku der Kamera geladen hatte machte ich natürlich erst mal ein paar Testbilder mit der Automatikfunktion, da ich mich mit der Bedienung und den Einstellungen ja noch nicht so auskannte, da es meine erste DSLR ist. Die Testbilder wurden super, sie waren scharf und die Farben sind sehr klar. Ein Rauschen der Bilder war auch bei Dunkelheit nicht zu sehen. Von der Automatikfunktion hatte ich nichts anderes erwartet. Gute Bilder, aber eben keine gestalterischen Möglichkeiten. Dafür brauch man sich natürlich keine DSLR anschaffen, da tut es auch eine Kompaktkamera. Nach der Automatikfunktion versuchte ich mich dann an den manuellen Einstellungen, da diese ja der eigentliche Grund für die Anschaffung der Kamera waren. Ich habe schon knapp 3 Tage gebraucht, um zu verstehen wie man alles einstellt, und um zu wissen welche Funktionen, welche Auswirkungen im Bild haben. Aber wenn man den dreh einmal raus hat und weiß wie man alles verstellt, vergisst man das auch nicht mehr. Dennoch würde ich sagen für ungeduldige Menschen und Leute die sich nicht wirklich für die Fotografie begeistern ist die Kamera eher ungeeignet.

Einstellungen:
Da ich neu in der Fotografie bin fällt es mir schwer ISO-Werte, Belichtungszeiten etc. einzustellen. Wenn ich z.B. bei schlechten Lichtverhältnissen Gute Bilder machen will teste ich meistens verschiedene Einstellungen und sortiere später aus. So lernt man am besten was die richtigen Einstellungen für die jeweiligen Situationen sind. Der höchste ISO-Wert ist 12800, der kann aber nur manuell eingestellt werden. In der Automatik Funktion geht der ISO-Wert höchstens auf 6400. Hierbei habe ich bisher kein Rauschen oder nur sehr geringes Rauschen festgestellt, dafür Daumen hoch.

SchwenkDisplay:
Nun komme ich zum schwenkbaren Display und warum ich es so toll finde. Ich wollte mir mit meiner Kamera eben alle Möglichkeiten offen halten und dafür habe ich gerne 200 € mehr als für die 1100D ausgegeben. Mit dem Schwenkdisplay kann man z.B. wenn man Makroaufnahmen macht und die Kamera nah am Boden aufstellt besser sehen welcher Bildausschnitt gewählt ist. Man muss sich also nicht auf den Boden legen um durch den Sucher oder aufs Display zu schauen sonder man dreht es einfach nach oben weg und man kann einfach alles sehen. Zudem kann man somit auch Selbstportraits machen. Man macht vorher alle Einstellungen und positioniert sich dann im Bild. Entweder per Zeitauslöser oder man kauft sich ein Funkfernauslöser so wie ich es getan habe. Ich empfehle euch beim Funkfernauslöser nicht am Geld zu sparen. Habe mir zwei verschiedene Infrarot Fernauslöser gekauft in der Preiskategorie um die 10 €. Beide waren ein totaler Reinfall. Die Reichweite war mit knapp 10 Metern angegeben, aber bei beiden Modellen max. 5 Meter erreicht. Zudem kann man den Auslöser nur benutzen, wenn man vor der Kamera steht, man muss also selber immer mit im Bild sein. Toll dann steht man jedes Mal im Bild mit einem Fernauslöser in der Hand und den Arm nach vorne gestreckt. Von solchen Bildern habe ich immer geträumt. Allerdings nur in Alpträumen.
Nach dem Reinfall habe ich dann etwas mehr Geld investiert, weil ich die Schnauze voll hatte und habe dann auf einen Funk-Fernauslöser zurück gegriffen. Es handelt sich hier um das Modell „Pixel Radio Blitzauslöseset Pawn TF-361 für Canon“. Dieses habe ich ebenfalls bei Amazon für knapp 45 € bestellt. Es ist nicht nur zum Auslösen von Blitzen geeignet sondern auch für Fotos. Die Reichweite ist mit 100 m angegeben.

Aussicht/Zubehör:
Canon bietet sehr viel Zubehör und allerhand verschiedenster Objektive an. So kann man sich im Grunde genommen auf jedes nur erdenkliche Gebiet spezialisieren, wenn man möchte.
Das Canon EOS System ist sehr weit verbreitet, deswegen werden auch von Drittherstellern diverses Zubehör und Objektive angeboten. Meistens sind diese günstiger, aber nicht unbedingt immer besser, also vorher am besten informieren.

Sinnvolles Zubehör:
Es gibt meiner Meinung nach ein paar Dinge auf die man keinesfalls verzichten sollte, wenn man sich eine so tolle Kamera zulegt.
Zum einen denke ich, dass man sich direkt eine Displayschutzfolie dazu bestellen sollte, wenn man diese Kamera kauft. Displayschutzfolien sind für unter 5 € zu bekommen und schützen das Display vor Kratzern und Fingerabdrücken. Ich denke das ist eine sinnvolle Investition.

Zum Schutz der Kamera sollte außerdem eine Tragetasche oder ein Fotorucksack bestellt werden. Wäre doch schade, wenn die Kamera zu viele Kratzer bekommt. Ich habe mir eine kleine Tasche von Hama bestellt und zwar die Hama Rexton 110. Die Tasche ist klein, aber die Kamera inkl. Gegenlichtblende, Ersatzakkus, Fernauslöser und Speicherkarten passt rein. Ein Blitz lässt sich leider nicht mehr verstauen, aber für kleine Fototouren ist sie dennoch geeignet.

Außerdem ist es sinnvoll ein passendes Stativ zu kaufen z.B. für Langzeitbelichtungen o.ä. Ich habe mir ein Stativ von Velbon gekauft und zwar das Velbon Ultra-Luxi M Stativ. Es ist mit knapp 90 € zwar sehr teuer, aber hat dafür auch ein Minimales Packmaß von34,5 cm. Das ist relativ klein und ist sehr praktisch für Reisen, denn es passt in jeden normalen Rucksack rein. Eine Schnellwechselplatte und eine Tragetasche sind aber auch dabei. Es ist sehr stabil und kann bis auf 138,5 cm ausgefahren werden. Die maximale Belastung ist mit 2,0 kg angegeben, ich denke aber das Stativ hält noch einiges mehr aus. Auch für Makroaufnahmen ist es gut geeignet denn die niedrigste Einstellhöhe liegt bei 19,0 cm. Das Gewicht des Statives liegt bei 921 g und ist damit sehr angenehm zu tragen. Vergleichbares gibt es kaum deswegen ist der hohe Preis auch gerechtfertigt.

Wenn man zudem Nachtfotos machen will mit langer Belichtungszeit, finde ich einen Funkfernauslöser unverzichtbar. So muss man die Kamera während des Fotografierens nicht berühren und verhindert so ein verwackeln des Bildes. Ich habe mir den Pixel Radio Blitzauslöseset Pawn TF-361 für Canon bei Amazon für knapp 42 € bestellt und bin damit sehr zufrieden. Die Reichweite liegt bei knapp 100 m und man kann sogar durch Wände hindurch auslösen, einfach super. Auch die Bulb-Funktion wird unterstützt.

Eine Gegenlichtblende gehört ebenfalls zu jeder Ausrüstung. Die Original Gegenlichtblende von Canon kostet knapp 13 €. Es gibt aber auch Dritthersteller die diese billiger anbieten. Vorteil bei den Originalen ist, dass diese quasi „verkehrt herum“ aufs Objektiv geschraubt werden können und somit Platz sparen. Gegenlichtblenden verhindern unerwünschtes Streulicht und verbessern Kontrast und Bildqualität.

Schulterriemen EW-100DB III:
Dieser Schulterriemen ist im Lieferumfang der Canon EOS 600D enthalten. Ich wollte nochmal betonen, dass dieser Schulterriemen echt super ist. Er ist schön weich und leicht gepolstert und schneidet somit nicht in die Schulter ein. Die Kamera ist somit gut gesichert, denn wenn diese mal versehentlich aus der Hand rutscht, fällt sich nicht herunter und wird abgefangen.

Speicherkarten:
Wenn man zusätzlich zu den normalen JPG-Dateien auch noch RAW-Dateien speichern will, empfehle ich Speicherkarten, die größer als 32 GB sind. Ich hatte zuvor eine 8 GB Speicherkarte, die immer relativ schnell voll war, da die RAW Dateien in etwa 5-6 Mal so groß wie die normalen JPG-Dateien waren. Wenn man also viel fotografiert, sollte man mindestens 32 GB Speicherkarten benutzen und am besten auch immer eine Reserve mitnehmen, sonst ärgert man sich nachher, dass man keine Fotos mehr machen kann.

Negatives:
Nichts wirklich schlimmes, aber im Live-View ist der Autofokus ziemlich langsam. Außerdem ist kein GPS Empfänger in der Kamera eingebaut, bei anderen Herstellern gibt es diese bereits in der Preisklasse dazu. Leider schade, aber man kann sich ja wenn man es denn braucht ein externen GPS Empfänger kaufen.

Fazit:
Für Hobbyfotografen eine absolute Kaufempfehlung. Ich bin total begeistert und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist Top. Für Gelegenheitsfotografen, die z.B. nur einmal im Jahr im Urlaub fahren und nur Urlaubsfotos damit machen wollen ist es allerdings nichts, denn dafür finde ich die Kamera zu schade. Die manuellen Einstellungen sind zu kompliziert wenn man die Kamera selten benutzt. Und eine so tolle Kamera nur im Automatikbetrieb zu benutzen ist meiner Meinung nach zu schade. Da tut es dann auch eine Kompaktkamera.

Diesen Bericht habe ich ebenfalls bei ciao, yopi und dooyoo veröffentlicht. Danke fürs Verständnis!
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 16.04.2013 16:07:17 GMT+02:00
Janis meint:
Eine Frage:
Wie viel mb/s muss meine Speicherkarte lesen können wenn ich nur JPG-Aufnahmen machen will.
(Ich will nämlich nicht so viel Geld für eine Speicherkarte ausgeben)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.07.2013 17:57:52 GMT+02:00
BlitziBit meint:
Die herrkömmlichen SD-Karten Class 4 reichen da volkommen aus gibt es schon unter 1 ¤ pro GB.
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