Kundenrezension

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur perfekt, 8. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Pretty Woman (Special Edition) (DVD)
Die CD hat mich auch technisch überzeugt, aber darauf will ich hier nicht weiter eingehen, da es mir in erster Linie um den Inhalt geht. Wenn ich irgendeinen Film meinen absoluten Lieblingsfilm nennen sollte, dann würde ich mich nach all den Jahren eigentlich noch immer für Pretty Woman entscheiden.

Der Film ist im Jahr 1990 entstanden und wirkt dennoch auch heute noch topmodern (sieht man mal davon ab, dass die Handys heute viel viel handlicher sind). Er lebt von einer wunderbaren Love-Story mit einem Prinzen (Edward) und einem Aschenputtel (Vivian), zwei wirklich überzeugenden, wenn nicht gar überragenden Schauspielern und einer tollen Story. Auch ist er bis in die kleinste Nebenrolle sehr gut besetzt (köstlich etwa ihre Freundin in der Hotellobby). Ferner - und da reagiere ich im anderen Fall meist sehr genervt drauf - vermeidet er penibel unnötige Logiksprünge. Beispielsweise wird ein Detail des Finales schon sehr frühzeitig über die Tatsache, dass er nicht schwindelfrei ist, vorbereitet. Die Art und Weise, wie er dann ihre Wohnung findet, wird ebenfalls perfekt inszeniert: Edward überreicht dem Hotelmanager den geliehenen Schmuck, und dieser deutet ihm an, wie er seine Freundin finden kann. Die beiden Männer blicken sich an und beide scheinen haarklein zu verstehen, dass sie gerade über etwas ganz anderes kommunizieren, als worüber ihre Worte gehen.

Oft wird behauptet, der Film habe eine sehr einfache, um nicht zu sagen billige Handlung. Teils sehe ich das auch so (was ich aber nicht als weiter tragisch empfinde), teils möchte ich dem entschieden widersprechen. Obwohl er aus dem Jahre 1990 ist, stellt er meines Erachtens die Kernproblematik der aktuellen Finanzkrise bereits hervorragend dar. Es geht darum, dass man mit Finanztransaktionen mehr Geld verdienen kann als mit realer Arbeit, d.h. um das Verhältnis von Kapitalmarkt und Realwirtschaft. Am Ende wird der Milliardär und Firmenaufkäufer durch eine Hure auf den rechten Weg zurückgebracht, indem sie ihm deutlich macht, dass sein Business gegenüber dem ihrigen nicht gerade ethisch höherstehender ist, was dann in seinen Ausspruch "wir bauen nichts" mündet und zu dem sich daran anschließenden schweren Konflikt mit seinem geldgierigen Anwalt Phil führt. Vielleicht hätte man damals im Jahre 1990 weniger auf das Lächeln und die Beine von Julia Roberts und stattdessen mehr auf die versteckte Botschaft des Films achten sollen.

Ich würde auch 10 Sterne vergeben für diese wunderbare Lovestory mit eingebauter Gesellschaftskritik.
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Kommentare


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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 10.12.2008 20:34:05 GMT+01:00
christine meint:
Ohne Frau Roberts wäre die Kapitalismuskritik vielleicht verstanden worden. Eine vertane Chance!
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4.6 von 5 Sternen (194 Kundenrezensionen)
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