Kundenrezension

18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anleitung zum Sammeln von Schweizer Designmöbeln, 7. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Weynfeldt (Gebundene Ausgabe)
Die Ausgangslage ist interessant: Reicher Mitfünfziger, Kunsthistoriker mit Zugang zu Kunstwerken und den damit zu machenden Geschäften lernt junge, "halbseidene" Frau kennnen und verliebt sich. Gleichzeitig lässt er sich von allen möglichen "Freunden" finanziell ausnutzen und tappt als vermeintlich Naiver durch die Welt. Und so wird er in einen Kunstfalscher-Deal verwickelt. So weit so gut. Aber allein für diese Exposition braucht Suter das halbe Buch - und das ist wörtlich gemeint. Bis zur Hälfte passiert in diesem Roman kaum etwas. Leider ist auch das Seelenleben der Personen nicht so, dass man davon wirklich gefesselt würde. Dann kommt so langsam (mit Betonung auf langsam) etwas in Gang, das Spannung aufbaut. Nun können ja auch sehr ruhig verlaufende Romane fesseln - man denke an Anne Tylers Bücher. Leider gelingt das Suter hier nicht: Es wird zuviel behauptet und zu wenig nacherlebbar gemacht. Bestes Beispiel dafür ist Suters Beschreibung der Wohnung des "letzten Weynfeldt": Er traut seinen sprachlichen Umschreibungen zu wenig, weshalb er das jeweilige Möbelstück mit Name des Designers, dem Entstehungsjahr und der Bezeichnung präsentiert, bevor er es beschreibt. So entsteht eher ein Katalog "Schweizer Design des frühen 20. Jahrhunderts" als ein Roman, in dem man mit den Figuren lebt. Natürlich kann Suter trotzdem schreiben - aber eigentlich besser als im "letzten Weynfeldt".
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 14.05.2008 21:38:47 GMT+02:00
Abby Normal meint:
Ich kann deine Kritik nachvollziehen. Ich selbst war jedoch begeistert vom neuen Suter. Ich finde auch nicht, dass er seinen sprachlichen Umschreibungen zu wenig traut. Im Gegenteil. Richtig, er präsentiert die Dinge einerseits so, als wenn es sich dabei um eine Beschreibung aus dem Katalog eines Auktionshauses handeln würde(was in diesem Fall auch nicht unpassend ist). Andererseits achtet er dabei aber sehr darauf, dass er bei den beschriebenen und benannten Merkmalen eine bestimmte Stimmung hervorhebt und er wählt Details aus, die zumindest mir immer halfen, ein klares Bild von diesem Gegenstand zu bekommen.

Was mir an Suter so gefällt, ist, dass er nicht alles nach Schema F macht, sondern eben gut überlegt, wie etwas am besten zum Roman passt. Und das ist, finde ich, alles andere als feige. Als er zum Beispiel davon redet, dass Weynfeldt ein Zimmer umbauen möchte, nennt Suter das Zimmer kein einziges Mal beim Namen. Erst am Ende des Kapitels gibt er uns den entscheidenden Hinweis über ein Gemälde, das an der Wand hängt - das das Zimmer aber genauso eindeutig identifiziert, als hätte er es beim Namen genannt. Das sind genau die Umschreibungen, die ich an Suter so sehr mag.
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