Kundenrezension

32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist schon ein paar Jährchen her..., 30. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Waiting For Columbus (Deluxe Edition) (Audio CD)
...als ich mir 1975 mein erstes Feat Album kaufen konnte. Mit den Motten die ich damals zum Geburtstag geschenkt bekam erstand ich bei Montanus u.a. das "Last Record Album". Nicht gerade der einfachste Einstieg in Little Feat's Schaffen, aber mir gefiel diese vertrackt-aufwändige Musik. Vor allem das sensationelle Slide-Spiel des "Admirals" und dessen Stimmvolumen hatte es mir angetan. Klar, dass "Sailin' Shoes" und "Dixie Chicken" bald folgten. Bis zum Erscheinungsjahr von "Waiting For Columbus" (1978) war meine Little Feat Sammlung, inklusive der legendären Live-Bootlegs komplett.
Schon 1977 war, trotz eines leichten Durchhängers des Bandleaders (Hepatitis, Drogenentzug), absehbar, dass Little Feat ein offizielles Live-Album einspielen würden. Nach den erstklassigen Live-Boots ("Aurora Backseat", "Electrif Lycanthrope", "Beak Positive" und "Rampant Synchpatio") war klar, dass da was wirklich "Großes" kommen würde, ja musste!
Andererseits konnte man sich nach Lynyrd Skynyrds "One More From The Road" und Deep Purples "Made in Japan" kein Live-Album vorstellen, dass diese Kategorie auch nur annähernd erreichen konnte.
Mit "Waiting For Columbus" wurde man eines besseren belehrt. Was Lowell George, Bill Payne, Paul Barrere und die Rhythmus-Abteilung unter Richie Hayward, Kenny Gradney und Sam Clayton hier auf- bzw. abzogen war schlichtweg der Hammer!
Die Rangfolge meiner Lieblings-Live-Alben wankte beträchtlich! -Und je öfter ich diese lebendigste und wärmste aller Live-Aufnahmen hörte, umso mehr festigte sie ihren Spitzenplatz.

Es ist seit dieser Zeit undenkbar, dass es noch besser gehen könnte. Aber, es geht: Denn das remasterde DeLuxe-Album setzt dem Projekt "Waiting For Columbus" jetzt eine Krone auf und verleiht ihm Zepter und Reichsapfel!
Die technische Überarbeitung der Bänder ist mehr als nur gelungen. Sie ist perfekt!
Die beiden Silberlinge haben eine Brillianz und einen dermaßen imposanten Sound, dass jedem Feat-Fan die Tränen in den Augen stehen. Was für eine Band. Was für ein brilliantes Slide-Gitarrenspiel. Was für eine Stimme. Was für eine Spielfreude. Was für eine Rhythmik. Was für eine Präzision! Die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen.
-Und was es, durch die saubere und glasklare Produktion, jetzt alles zu hören gibt ist phänomenal! Jedes Glöckchen, jeder noch so dezent gesetzte Schlag an die Cow-Bells, jeder noch so leicht über die Zimbeln gestrichene Ton: Alles drauf! -Ein ganz neuer Hörgenuss. Man höre sich nur mal George's erstklassiges Slide-Spiel bei den "Sailin' Shoes" an. Der Sockett direkt an den Tonabnehmern. Völlig irre, denn höhere Töne gehn devinitiv nicht mehr! -Und dann hält der den Ton zwanzig Sekunden lang, setzt mit dem Gesang ein und zieht das Tune dann gaaanz langsam hoch. Sensationell!!! Die Slide vom "Admiral" ist übrigens am rechten Kanal zu hören. Nur als kleiner Hinweis, weil auch Barrere (und Taylor als Gastmusiker) ab und zu "sliden".
Das größte Glück der remasterden "Waiting For Columbus" ist aber, dass sie mit allen damals (in Washington und London) aufgezeichneten Tracks versehen ist. -Selbst die Reihenfolge der Titel stimmt!

Diese DeLuxe-Version ist absolut beeindruckend. Beeindruckender als alles, was es von Little Feat je gab! -Ja beeindruckender, als alles was es überhaupt je gab. Die Scheibe war, egal ob in Vinyl oder als Silberling, immer ein Meisterwerk. In dieser Ausgabe ist sie ein Monument! Ein Monument, dass mehr als alle anderen Feat-Scheiben eine absolute Freude an amerikanischer Rockmusik hervorruft. -Und zugleich tut sich ein wahres Jammertal auf, denn George's viel zu früher Tod schmerzt hier umso mehr. Was hatte dieser Mann für ein Potential!
Keiner hätte wohl eine größere Freude an dieser DeLuxe-Ausgabe der "Waiting For Columbus" als er, der ständig versuchte noch ein Quentchen mehr aus jedem Song heraus zu holen.
-Und irgendwie kommt beim Hören dieser CDs das Gefühl auf, dass der gute alte Admiral Lauell Krapfen mit seinem verschmitzten Lächeln vom Himmel herunter guckt, die dicken Daumen hinter den Trägern der Latzhose, und sich nochmal tierisch über diesen Geniestreich freut.

"Waiting For Columbus" ist in dieser Version das beste Live-Album aller Zeiten und wird es wohl, die Zeit der großen Live-Aufnahmen ist vorbei, für immer bleiben.
Dafür gibt es fünf(-tausend) Sternchen. -Und noch mal so viele für die erstklassige digitale Überarbeitung und Abmischung!
R.I.P
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 16.04.2009 02:51:34 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.02.2010 19:34:30 GMT+01:00
grisu-zu's Rezi bringt es auf den Punkt!
Folglich gibt es dem nichts mehr hinzuzufügen!
Allerdings ist das schon eine reichlich vielschichtige, verquaste Musik, die sich erst mit mehr- oft vielmaligem Hören erschließt.
Neben Lynyrd Skynyrds "One more from the Road" ist dies das aber dennoch großartigste Live-Album aller Zeiten!
Volle Empfehlung auch von mir!
Gruß, Sam

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.10.2014 21:04:03 GMT+02:00
fam.bemmel meint:
Hört Euch mal "Weld" von Neil Young an, Leute! Die steht auf Augenhöhe daneben. Andere Herangehensweise aber genau so intensiv!
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