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Kundenrezension

160 von 177 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erste und aktuelle Eindrücke, 27. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Nikon D600 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, Live View) nur Gehäuse schwarz (Elektronik)
Nachtrag vom 28.Juni 2013 nach 9 Monaten Nutzung:

Von diesen Monaten, habe ich die Kamera eigentlich erst ab Mai wieder intensiv genutzt.

Wen es interessiert: Ich habe ganz am Ende der Kundenbilder ein paar Freihandfotos von Insekten mit ISO 1000+ eingestellt. Hier kamen mir die hohe Auflösung, der gute AF und das geringe Bildrauschen der D600 sehr zustatten. Mit geeigneter Ausleuchtung (entfesseltes Blitzen, Reflektor, Schirm) und Stativ hätte man diese aber auch mit einer günstigen Kamera im MF und Liveview so gut oder teils noch besser hinkriegen können.

Inzwischen sind auch bei meinem Exemplar einige echte Probleme aufgetretene :
Ölflecken habe ich allerdings nur sehr wenige (da kein Kit-Objektiv verwendet wurde)Ein paar hellere Flecken sind auf der linken Seite sichtbar (Dazu kommt der Staub und Pollen, die sich inzwischen abgesetzt haben, aber dafür kann der Hersteller nichts).

Jetzt aber zu den echten Problemen: Mein Apparat gehört zu einer der ersten und von Nikon inzwischen anerkannt defekten! Baureihen (alle vor 605....) Sensor wird, so wurde mir telefonisch versichert, ausgetauscht werden. Ausserdem zeigte der Akku bereits nach rund 5000 Auslösungen eine Lebensdauer von 4! Jahren an und hielt von Anfang an nur ca. 400 bis 500 Auslösungen am Stück aus (Bei einem Ersatzakku sind es nach mehrmaligem Aufladen etwa 1'000 Auslösungen)

Besonders schwerwiegend: Die Cameraelektronik spinnt rum: Immer wieder muss ich das Datum neu einstellen,mit dem Originalakku, den ich inzwischen gar nicht mehr nutze, nach jedem Aufladen. Mit dem Ersatzakku, oder beim Hochladen von Fotos auf den Computer: jedes 2. bis 3. Mal. Mit Fremdobjetiv (Tamron 90 VC) funktioniert die Belichtungsmessung nicht.

Ausserdem besteht bei meinem Exemplar ein deutlicher Grünstich, dem ich aber seinerzeit mit neuer Einstellung des Auto1 Weissabgleiches auf M1-A2 zu meiner Zufriedenheit gegensteuern konnte.

Da ich nur im RAW-Modus fotografiere, war der Apparat für mich bisher fast uneingeschränkt nutzbar und hat mir trotz aller Probleme viele schöne Aufnahmen beschert.

Da sich hier (und in allen möglichen anderen Nutzerforen) einige Leute bereits nach 1 Tag Nutzung als Profis outen und Fotoapparate über den grünen Klee loben oder als totalen Schrott verdammen, und ich inzwischen weder der einen noch der anderen Meinung bin, möchte ich meine ursprünglichen 5 Sterne nicht einfach so zurückziehen. Denn eigentlich verdient dieser Fotoapparat, wenn er denn problemlos funktioniert, allein schon für sein Preis-Leistungsverhältnis durchaus 5 Sterne. Die Vorteile der direkten Einstellungsmöglichkeiten am Body, der grosse und helle Sucher, der bildliche Eindruck von Vollformat und der gute (wenn auch nicht überragende) und relativ schnelle Autofokus überwiegen für mich die Probleme. Nachdem ich von Analog auf Digital-Kompakt und dann über DX nach FX umgestiegen bin, fühle ich mich in diesem Sektor gut aufgehoben. Ein noch präziserer und schnellerer Autofokus wäre zwar mein Traum, aber bei meinem Einkommen und der rein privaten Nutzung völlig übertrieben (Ich spreche hier von der 1D.. oder D4s oder x nicht von der 5D oder D800!) Ich bin immer noch der Meinung, dass, wer leidenschaftlich gerne fotografiert, mit guten Bodys und Objektiven wesentlich glücklicher wird!

Nun ja, mal sehen, wie und wie schnell der Nikon-Kundendienst die Probleme regelt.

Danach werde ich eine neue Bewertung abgeben und nötigenfalls einen oder mehrere Sterne abziehen. Fehler können immer auftreten, und dann sollte der Kundendienst auf der Höhe sein!

Alte Rezension:

Ich habe den Fotoapparat erst gestern erhalten und rund 150 Fotos gemacht. Eigentlich noch zu früh, um eine richtige Meinung abzugeben und meine 5 Sterne gebe ich unter Vorbehalt neuerer Erkenntnisse.

Auch besitze ich bisher neben ein paar "Scherben" nur eine wertige FX-Linse: das 105 VR f2.8 micro. Also auch hier müssen erst noch neue Objektive und Erfahrungen kommen.

Was ich bisher sagen kann: Von der Bedienung her sehr ähnlich wie die Vorgänger D7000 und D300. Ich selbst besitze eine D5100 und eine D300.

Rauschverhalten: sehr viel besser als bei den beiden anderen Modellen. Bei ISO 2000 sieht man ein feinkörniges Rauschen am Bildschirm, das aber nicht wirklich stört.
Autofokus: in etwa so gut wie bei der D300 (um einiges besser als bei der D5100)
Auflösung: viel besser als bei der D300, besser als bei der D5100.
Gewicht und Ergonomie: ähnlich der D7000
Sucher: sieht von aussen aus wie der Sucher der D7000. Beim Hineinblicken erschliesst sich einem aber ein grösseres Sichtfeld. Wenn man von einer D5100 kommt, ist das ein AHA-Erlebnis! Um in etwa eine Vorstellung zu bekommen: Ins Geschäft gehen, D5100 (oder 3200) mit D7000 vergleichen, das entspricht in etwa dem Vergleich zwischen D7000 und D600!
Dioptrienausgleich: vorhanden aber bei der D300 für Weitsichtige besser.
Bedienung: einfach bis sehr einfach für Umsteiger

Achtung: eventuell schlechter Farbabgleich im Automatischen Weissabgleich : Bei meinem Apparat ist das Grün zu poppig und dominant. Es lässt sich relativ gut beheben, indem man ins Menü Weissabgleich - Automatisch normal - rechtsklick und auf dem Koordinatenkreuz ein Kästen nach unten und zwei nach rechts geht. Für meinen Geschmack ist das Ergebnis gut und Portraittauglich. Bei meiner D5100 die ich kurz nach Einführung gekauft hatte, war dies auch so. Damals habe ich sie enttäuscht zurückgeschickt. Bei der neuen D5100, die ich vor ein paar Monaten gekauft habe, ist alles perfekt. Ist das nur ein Zufall, oder hat man kurz nach Einführung eher Pech mit dem Weissabgleich? Diesmal werde ich den Fotoapparat nicht zurücksenden, mit dem Behelfsabgleich geht es recht gut. Wenn es mich später stören sollte, schicke ich sie direkt zu Nikon zum Kalibrieren.

So, mehr kann ich bisher noch nicht sagen. Wer gerne Englisch liest, kann ja auch mal bei Ken Rockwell (ehemaliger ! Nikon Fan und jetzt Canon Liebhaber) oder Tom Hogan, Mansurovs.com oder imaging resource nachschauen.

Nachtrag nach zwei weiteren Tagen und etwa 200 Fotos mehr:

Worin ist die D600 denn jetzt so viel besser als meine D5100 oder die D300?
Ganz eindeutig: Sie bietet die Möglichkeit, bei wenig Umgebungslicht ohne Blitz und Stativ sehr brauchbare und scharfe Fotos zu erzielen!!!!
Für alle Liebhaber von available light Fotographie ist sie ein echtes Highlight! Bei ISO 6400 sehen meine Fotos so aus wie die der D300 bei ISO 400 und bieten zudem noch mehr Details.
Das heisst: mit einem ordentlichen Objektiv (z.B. dem kleinen und günstigen 50 mm 1.8 oder dem 85 mm 1.8) kann ich ohne Blitz und ohne Stativ bei Kerzenlicht fotografieren und sehr schöne Ergebnisse erzielen. Das ginge natürlich auch auf einer Party oder im Konzert, in einer Kirche, Museum etc.
Bei Tageslicht: Der Bildeindruck ist runder und irgendwie räumlicher. Die Auflösung ist höher und somit sieht man mehr feine Details. Auch der Dynamikumfang ist höher und deshalb bleiben in sehr hellen oder sehr dunklen Bildbereichen mehr Details erhalten. Aber hier finde ich, fallen die Unterschied nicht so gravierend aus.
Für Portraitfotografen ist natürlich auch die bessere Freistellungsmöglichkeit mit schönem Bokeh nicht zu verachten.

Apropos Farben: der LCD-Bildschirm gibt die Farben zu gelblich wieder. So habe ich einige schöne Portraitaufnahmen vorschnell gelöscht. Also am besten immer erst am Bildschirm prüfen.

Nachtrag nach ca. 2 Wochen:

Ich bin immer noch zufrieden. Eigentlich noch zufriedener. Der Dynamikumfang ist einfach toll!. Wer noch keine DSLR hat und sich die D600 mit zwei - drei gescheiten Objektiven leisten kann, kann auf jeden Fall zuschlagen und das DX-Format getrost überspringen (auch wenn ich mit dieser Aussage den Marketingheinis von Nikon voll in die Tasche spiele, sorry) Ich habe mir inzwischen noch das Nikkor 50 1.4 G zugelegt. Ein 85 mm (leider nicht das 1.4 G, das ist dann doch zu teuer, seufz) wird voraussichtlich folgen. Ich habe auch mein altes 70-210 f4 getestet. Die Ergebnisse sind viel besser als mit der D300.

Mein Fazit zum jetzigen Zeitpunkt: Mir macht die D600 viel Freude, war aber auch kein billiger Spass. Ich würde sie vor allem denen empfehlen, die gerne Portraits und Landschaft fotografieren. Für Makro- und Tierfotografie und HDR wäre eine D400 oder etwas Vergleichbares toll!! Wenn die Nikon-Leute hier in die Gänge kämen, wäre das für mich noch einmal eine grosse Versuchung. Sport kann ich nicht beurteilen aber für Kids und Hunde reicht die D600. Auch die Video-Funktion kann ich nicht wirklich beurteilen. Selbst das Automatikprogramm und die Scene-Modi, über die ich eigentlich naserümpfend hinweggehen wollte, habe ich teilweise getestet und finde sie gar nicht mal schlecht (wenn man dem Gehirn mal eine Ruhepause gönnen möchte).

Meine alte D300 ist von den Funktionen her toll und in mancher Weise der D600 sogar überlegen (Belichtungsreihen mit bis zu 9! Bildern für HDR-Fotografie, 51 Autofokus-Messfelder, die über das ganze Feld gehen, mehr Geschwindigkeit mit Batteriegriff, Möglichkeit günstigere DX-Objektive zu nutzen), aber der Sensor und die kamerainterne Bildverarbeitung sind einfach nicht mehr zeitgemäss!!!

Früher habe ich auch analog fotografiert (teils sogar fast alles manuell eingestellt) und die Bilder der D600 können jetzt endlich an diese Zeit anschliessen (ohne den ganzen Fotoausschuss). Filmqualität auf Digital, super! Gibt es natürlich auch bei anderen Kameras, diese konnte ich aber leider noch nicht nutzen.

Es wird wohl immer wieder etwas neues und noch begehrenswerteres im Fotobereich geben. Die Versuchung lauert in allen Ecken (Objektive, Beleuchtung, Stativ, noch "besseres" Modell). Die Fotoindustrie wird wohl noch so einiges an mir verdienen.

Weiterhin viel Spass beim Fotografieren wünscht Euch
Silvia
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-10 von 16 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.09.2012 17:53:47 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.10.2012 19:28:29 GMT+02:00
Hans Merkel meint:
Die bisherigen Rezensionen haben mich davon überzeugt, dass die D600 eine herausragend gute Kamera ist.
Besonders gefällt mir, dass diese Kamera im Unterschied zu meiner D700 auch mit einem elektronischen Fernauslöser betrieben werden kann.

Was mich aber vom Umtausch meiner D700 in eine D600 abhält, ist die hohe Auflösung D600 von 24 Millionen Pixel.
Denn: Je höher die Anzahl der Pixel auf dem Kleinbildsensor, desto eher stellt sich die sogenannte Beugungsunschärfe ein.
Diese liegt bei meiner D700 auf Grund der geringen Pixelanzahl von ca. 12 Mio. bei einem Blendenwert von etwa 14.
Bei einer Pixelzahl von 24 Mio beginnt die Beugungsunschärfe bereits bei einem geringeren Blendenwert (möglicherweise bei Blende 10) - und auf das Fotografieren mit hohen Blendenwerten bin ich vor allem bei Landschaftsaufnahmen wegen des damit erweiterten Schärfentiefebereiches angewiesen.

Was ich mir gewünscht hätte, wäre also eine D600 mit nur ca. 16 Mio Pixeln gewesen - so wie beim Spitzenmodell D4.
Eine D4 kann ich mir aber nicht leisten.

Außerdem hätte ich mir einen klappbaren Monitor gewünscht.

Aber vielleicht kommt das ja noch.

Vorerst gebe ich also meine D700 noch nicht aus der Hand, obwohl sie auch schon etwas in die Jahre gekommen ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.09.2012 19:34:16 GMT+02:00
T. Silvia meint:
Hallo Herr Merkel,

Vielleicht hätte ich mir als Besitzerin der D700 den Kauf auch zweimal überlegt.
Da ich selbst weniger Landschaft sondern mehr Portrait und Makro fotografiere, war mir gerade beim Makro die Crop-Reserve wichtig und beim Portrait brauche ich natürlich keine hohen Blendenzahlen.
Begeisternd finde ich den plastischen Eindruck der FX-Bilder im Vergleich zum APS-C-Format. Vielleicht kommt eines Tages ja noch eine Mittelformat-Kamera von tragbarem Gewicht und Dimensionen??
Grüsse und noch viele schöne Bilder mit der D700
Silvia

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.09.2012 22:19:53 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 28.09.2012 22:20:23 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.09.2012 22:20:35 GMT+02:00
Aber den Unterschied bei der frühzeitigeren Beugungsunschärfe sieht man nur bei 100%-Ansicht. Selbst wenn man "8" Megapixel wegcropt (bei der D600) dürfte die D600 trotz Beugungsunschärfe etwa gleich "scharf" sein, wie die D700 mit dem Vorteil 16 effektiv nutzbare Megapixel zu haben. Bei geringeren Blendenwerten spielt die D600 dann ihre Auflösungsvorteile deutlicher aus. Ähnlich verhält es sich beim Bildrauschen...

Viele Menschen stolpern meiner Meinung nach zu sehr über die 100%-Anzeige. Bei gleicher Ausgabegröße werden keine Unterschiede bemerkbar sein.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.09.2012 08:50:03 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.10.2012 19:30:39 GMT+02:00
Hans Merkel meint:
Jetzt beginne ich zu begreifen, weshalb man die D600 als "Aufsteigerkamera" mit üppigen 24 Megapixeln ausgestattet hat.
Nämlich für die Kunden, die von einer DX-Kamera her kommen und ihre bisherigen DX-Objektive weiter verwenden wollen.
Wenn man ein DX-Objektiv aufschraubt, dürften nur noch ca. 10-11 Mio Pixel auf dem Sensor nutzbar sein - und dann sind wir ja wieder bei einem vernünftigen Wert von nicht ganz 12 Millionen Pixeln - wie auch bei der D700.

Ich komme auf diese halbierte Pixelanzahl bei Aufschrauben eines DX-Objektives analog zu den angegebenen Pixelzahlen bei meiner D700: Das Handbuch weist bei FX-Objektiven eine Pixelzahl von 12,1 Mio aus, bei Anlegen eines DX-Objektives aber nur knapp die Hälfte, nämlich exakt 5,2 Millionen.

Hallo T. Silvia,
ich habe mir die von Ihnen angegebene Rezension von Ken Rockwell und auch von anderen mittlerweile aufmerksam durchgelesen und mein Fazit ist:
Ich kann Sie zum Kauf dieser Kamera, die in mancherlei Hinsicht mit den Spitzenmodellen von Nikon (D4, D800) gleichzieht, nur beglückwünschen.
Eine so toll ausgestattete Kamera zu einem wirklich günstigen Preis hat Nikon bisher nicht angeboten.
Ich wünsche Ihnen viele schöne Aufnahmen mit diesem außerordentlich guten Apparat!
Viele Grüße
Hans Merkel (der vorerst weiterhin mit der D700 und den FX-Objektiven 28/1.8 G, 85/1.8 D und 180/2.8 D im Rucksack unterwegs ist).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.10.2012 11:55:38 GMT+02:00
H.P. meint:
@ Hans Merkel:
Mit Verlaub - das Thema Beugungsunschärfe spielt bei der Wahl D700/D600 keine praktische Rolle. Kompaktdigitalkameras, die auf einem Bruchteil der Sensorfläche einer DSLR ebenso viele Pixel unterbringen wie eine solche - hier spielt das Thema Beugungsunschärfe eine Rolle, aber (noch) nicht beim VF.
Wer einen Siemensstern unter Reprobeleuchtung vom Stativ aus aufnimmt, wird bei Crop-Ausschnitten Schärfe- bzw. Auflösungsunterschiede erkennen, die praktisch gerade im Amateur-Bereich vernachlässigbar sind.

Wenn es Sie interessiert, setzen Sie sich mit dem Thema "hyperfokale Distanz" auseinander: Sie werden feststellen, dass Sie in den meisten Fällen mit Blendenwerten unter 11 unendliche Schärfentiefe erzielen, es sei denn, die von Ihnen bevorzugte Aufnahmedistanz liegt unter ein, zwei Metern.

Eine Frage zum Fernauslöser: Die D700 hat einen Fernauslöseranschluss. Was meinen Sie genau mit "elektronischem Fernauslöser", wenn die Frage gestattet ist´?

Zur D600: Was ich als extremes, bedauerliches Manko finde (abgesehen davon, dass ich den Trend zu kleinen, kompakten Gehäusen nicht gutiere, weil meine Hände einfach zu groß sind): die D600 hat keine Blitzsynchronisationsbuchse mehr. Arbeiten mit Studioblitz/Porti somit hinfällig.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.10.2012 19:30:16 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.10.2012 19:31:49 GMT+02:00
Hans Merkel meint:
@H.P.

Ich habe in der Fachliteratur zum Thema Beugungsunschärfe folgendes gefunden:

Je mehr kleine Pixel auf einem Sensor vorhanden sind, desto früher setzt die Beugungsunschärfe ein, die dann folgende optimalen Blendenwerte nach sich zieht:

D 700 Blende 13,9
D800 Blende 8
Der optimale Blendenwert für die D600 dürfte dann geschätzt bei ca. Blende 11 liegen.

Wenn dies aber, wie Sie schreiben, im Amateurbereich eine vernachlässigbare Größe ist, dann beruhigt mich das sehr.

Auf die hyperfokale Distanz achte ich bei Landschaftsaufnahmen mit meiner D700 durchaus. Ich stelle dann die Entfernung manuell ein.

Mit "elektronischem Fernauslöser" (ich bitte um Entschuldigung für den ungenauen Ausdruck) meine ich keinen Kabelfernauslöser, sondern die Infrarot-Fernbedienung, die z.B. bei meiner J1 möglich ist. Aber vielleicht habe ich diese Möglichkeit bei meiner D700 einfach noch nicht gefunden. Ich behelfe mir mit der Einstellung Mup (Spiegelvorauslösung), wobei nach 30 Sekunden ein verwacklungsfreies Bild aufgenommen wird.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.10.2012 10:52:38 GMT+02:00
H.P. meint:
@Hans Merkel:
Ich kenne die Problematik nur von den Digitalkompaktkamerasensoren her, im VF hatte ich bisher keine Probleme damit. Mit der D700 in Verbindung mit dem 24-70/2,8 S hab ich ein paar Aufnahmen mit f 22 gemacht und habe dabei keinen eklatanten Schärfeabfall festgestellt. Natürlich ist die Aufnahme etwas weicher, als bei f 11, aber in keinem störenden Ausmaß, bzw. keinem Ausmaß, was man per Bildbearbeitung nicht kompensieren könnte. Ich vermute, dass diese förderlichen Blendenwerte in der Literatur, die Sie erwähnt haben, vor allem in messlabortechnischer Hinsicht eine Rolle spielen, in der Praxis bei aktuellen Pixeldichten wie bereits erwähnt, zu vernachlässigen sind.

Punkto hyperfokale Distanz - bitte dies nicht als belehrend zu empfinden, denn so ist es nicht gedacht, es ist lediglich ein Tipp - hier ist es vollkommen gleichgültig, ob Sie manuell oder per AF scharfstellen. Die hyperfokale Distanz entspricht vereinfacht ausgedrückt der Distanz von Kamera zu Aufnahmeobjekt ab dem ein Punkt als scharf wahrgenommen wird (die Beugung spielt da natürlich auch eine Rolle).
Ab einer gewissen hyperfokalen Distanz (Brennweite und eingestellte Blende spielen hier natürlich eine große Rolle) reichen bereits verhältnismäßig kleine Blendenwerte (z.B. 5,6 / 8 ), um eine unendliche Schärfentiefeausdehnung in den Raum zu erreichen. Bei Verwendung eines 35mm-Objektivs an einer D700 und einer Einstellgrenze von 6 m erstreckt sich die Schärfentiefe z.B. bereits bei f 7,1 von 2,94 m bis unendlich (bei einer D800 ist der Wert identisch). Da sich die Schärfentiefe in etwa ein Drittel nach vorne und zwei Drittel nach hinten vom Fokuspunkt aus gerechnet, erstreckt, kommt man auch in der Landschaftsfotografie mit weitaus kleineren Blendenwerten/größeren Blenden aus, als mancher meinen möchte und das Schreckensgespenst "Beugungsunschärfe" verliert umso mehr an Bedrohlichkeit.

Punkto Spiegelvorauslösung bei der D700 noch ein Tipp, wenn Sie nicht immer 30 Sekunden warten wollen: Im Kameramenü kann die Spiegelvorauslösung aktiviert werden. Da ich dies oft benötige/einsetze, habe ich mir diese Funktion in mein "Individualmenü" gelegt, ebenso wie die Selbstauslöservorlaufzeit.
Bei dieser wähle ich 5 Sekunden, löse händisch (wenn ich keinen Fernauslöser dabei hab oder einfach zu faul bin, ihn anzuschrauben) aus, der Spiegel klappt hoch und die Aufnahme selbst erfolgt nach Ablauf der Vorlaufzeit des Selbstauslösers.

Allen anderen an dieser Stelle eine aufrichtig gemeinte Entschuldigung, dass ich vom Thema Nikon D600 "a bisserl abedriftet" bin.

Lg,
H.P.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.10.2012 15:09:42 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.10.2012 18:28:39 GMT+02:00
Hans Merkel meint:
@H.P.
Ich danke Ihnen sehr dafür, dass Sie mir so ausführlich geantwortet haben.

Als Amateur, der die Liebe zur Fotografie erst seit Anfang diesen Jahres entdeckt hat und sich eine D700 sowie einige gute Objektive angeschafft hat, bin ich ja täglich noch am Dazulernen.

Ihre Befürchtung, etwas abgeschweift zu sein von der D600, ist völlig unbegründet, da solche fotografischen Tipps gewiss auch für die Besitzer einer D600 bzw. für diejenigen, die sich die Anschaffung einer D600 überlegen, von großem Nutzen sein können.

Also nochmals herzlichen Dank für Ihre sehr erhellenden fachlichen Erläuterungen.

Viele Grüße
H.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.10.2012 01:44:06 GMT+02:00
H.P. meint:
Ergänzend möchte ich anführen, dass man Porti oder Studioblitz natürlich auch per Funk auslösen kann, kostet allerdings extra und eine Blitzbuchse hätte Nikon der D600 trotzdem spendieren können. Da sie in den Consumer-Bereich fällt, vertritt man scheinbar die Ansicht, hier könne getrost auf dieses nützliche Feature verzichtet werden.
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