Kundenrezension

5 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das kennen wir schon alles, nur in gut!, 19. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: The Land of New Hope (Ltd.Digipak+Dvd) (Audio CD)
Als angekündigt wurde, dass Tolkki ein neues Album aufnimmt habe
ich das ganze sehr interessiert verfolgt, war aber zugleich skeptisch. Natürlich war man auch überrascht, immerhin kündigte er zuvor an, sich aus dem Musikbusiness
eine Weile zurückzuziehen. Die ersten Teaser hörten sich dann doch recht vielversprechend an und als dann auf einmal der Name "Timo Tolkki's Avalon - The Metal Opera" enthüllt wurde, hätte ich erstmal kotzen können.

Was soll diese offensichtliche Anlehnung an Avantasia. Das Cover, der Schriftzug und der Name deuten aber fast zu 100% auf Tobi Sammets All-Star Projekt.
Klar, es zählt letztendlich nur die Musik auf der Scheibe. Doch bei mir kam der Verdacht auf, dass Hr. Tolkki nach seinen (zurecht) gefloppten Revolution Renaissance
und Symfonia Ausflügen mal schnell auf den erfolgreichen Avantasia-Zug aufspringen wollte. Und wenn man schon dabei ist, dann kann man auch noch mal schnell einen Teil der Gästeliste übernehmen.

Hier hören dann aber die Avantasia Vergleiche auch auf, denn musikalisch, oh yeah, da hat der Tolkki wirklich was anderes abgeliefert als der Name vermuten lassen
würde. Er hat es tatsächlich geschafft uns das aufzutischen, was er seit Revolution Renaissance macht. Er versucht uns unkreative Kopien von Stratovarius-Klassikern unterjubeln.
Das Songwriting unterscheidet sich praktisch nicht von Symfonia und Revolution Renaissance. Klar kommen hier mal paar orchestrale Elemente aus dem Keyboard dazu aber das ist wirklich sehr minimal gehalten. Die Melodien und Songstrukturen hat man von ihm schon unzählige male zuvor gehört und das auch noch in besser.
Jetzt kann man sagen, Mensch, das ist doch sein Stil. NEIN! Wenn das Stil sein soll, dann hat Dieter Bohlen auch seinen eigenen Stil. Zugute halten kann man Tolkki lediglich das er sich hierbei nur aus seinem eigenen Katalog bedient und nicht aus fremden Stücken wie der Pop-Titan. Halt, Moment, stimmt nicht ganz! Bei dem Titelsong "The Land Of New Hope" bedient er sich fleißig an den Aufbaustrukturen von Helloweens "Keeper Of The Seven Keys". Beim Outro fügt er einfach nochmal fast eins zu eins die Melodie vom Stratovarius Klassiker "Destiny" ein. Auf Gitarre spielen hat der Tolkki wohl nimmer so wirklich viel Bock, denn die Soli die er teilweise abzieht sind ein Witz. Wo ist das Feeling und das Gespür für Gänsehautsoli wie er sie in Massen für Stratovarius aus dem Ärmel geschüttelt hat. Ebenfalls passend, dass auf dem Titelstück auch noch Michael Kiske trällert. Und welchen Charakter übernimmt der Kiske in der Geschichte? Jaaaa, den Keeper von Land Of New Hope. Wahnsinn, was für ein Zufall. Apropos Charaktere und Story. Die Story ist sowas von 0815 und erinnert mich persönlich etwas an Waterworld mit Kevin Costner.
Die Gastsängerinnen bzw. Sänger liefern alle einen guten Job ab. Nur Russel Allen kann nicht so ganz in "A World Without Us" glänzen. Das liegt aber nicht am Sänger
sondern an Tolkkis Songwriting. Den Gastsängern die Titel auf den Leib zu schreiben oder für schon komponierte Stücke passende Sänger auszusuchen, hielt Tokki wohl für nicht nötig. Man kann den Allen doch nicht so einen Falsett Power Metal Song singen lassen. Die Stärken liegen in der rauen, tiefen und rauchigen Stimme von Allen, nicht in höheren Lagen wie bei Michael Kiske oder Timo Kotipelto. Insgesamt finde ich die Verteilung der Stimmen etwas merkwürdig. Wieso
wird das Album zu zwei Dritteln von weiblichem Gesang dominiert und noch dazu dann von Elize Ryd. Nichts gegen weiblichen Gesang oder Frau Ryd aber das tolle bei so einem All-Star Projekt ist doch gerade die Möglichkeit Gesangsmelodien abwechslungsreich zu gestalten. Hätte man das nicht besser und spannender aufteilen können?
Der nächste Punkt ist die Produktion. Die ist wirklich kraftlos und wirkt irgendwie nicht rund, ja fast schon irgendwie unfertig.

Wenn ich mir dieses lieblos zusammengeschusterte Metal-Opera Werk so anschaue, könnte man wirklich meinen Tolkki geht es nur noch darum schnelles Geld zu verdienen. Klar will man als Künstler mit seiner Musik auch Geld verdienen, allerdings scheint es bei diesem Projekt NUR darum zu gehen. Man hört weder Leidenschaft noch Herzblut auf dieser Scheibe. Alles wirkt irgendwie unrund und auf die schnelle zusammenkonstruiert. Könnte auch sein das songwritertechnisch von Tolkki schon alles gesagt wurde, was er zu bieten hat. Wobei ich eher von ersterem und dem schnellen Euro ausgehe. Revolution Renaissance war Stratovarius-Light. Dort haben die schnellen Keyboard/Gitarrenduelle gefehlt. Generell wurde den Keyboards weniger Spielraum eingeräumt als bei Stratovarius. Auch die klassischen Cembalo-Sounds wurden nicht mehr verwendet, was für Stratovarius ja typisch gewesen wäre. Trotzdem waren das abgespeckte Klone von Strato-Klassikern.
Nachdem das Projekt einfach keinen Erfolg hatte, löste Tolkki die Band kurzerhand auf und stampfte auf die Schnelle Symfonia aus dem Boden, die klanglich voll einen auf Strato zu Visions bzw. Destiny Zeiten machten. Verkauft sich beim gemeinen Stratovarius-Fan einfach besser. Trotzdem hat sich kein Schwein dafür interessiert weil auch hier, genau so wie bei Avalon die Leidenschaft dahinter fehlte. Es wurde nur auf den Erfolg geschielt. Tja nachdem die Stratovarius-Kiste nicht geklappt hat, machen wir einfach einen auf Metal-Opera und kopieren das supererfolgreiche Avantasia-Konzept. Man schreibt gleiche Songs wie bei Strato, Rev. Renaissance und Symfonia, fügt dem ganzen aber noch wahllos irgendwelche Gastsänger hinzu, packt eine superlangweilige Story (wahrscheinlich bei einer Sitzung aufm Klo mal schnell erdacht) oben drauf und fertig ist die neue Erfolgsscheibe. Aber klar! Netter Versuch Herr Tolkki aber so einfach ist es dann doch nicht ein gutes Album zu veröffentlichen ;)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
 

Kommentare


Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.07.2013 01:06:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.07.2013 01:08:44 GMT+02:00
äh - nö. Klingt in meinen Ohren besser als was Er nörgelt - wobei meine Ohren zu alt für "Referenz" sind.
Aber Klo ist nicht grundsätzlich ein schlechter Gedanke, nicht für diese Mucke, though...
Und falls er's noch nicht gemerkt haben sollte: auch wenn der gleiche Mensch dahinter steht: Stratovarius ist da einfach nicht aufgedruckt, träumen kann zumindest ich mit dieser Scheibe auch ohne "Label" (Avantasia sehe ich fraglos supergeil, und ich bin froh um jede einzelne Ergänzung)... Schade, dass er ihn so enttäuscht sieht. Muskatnuss! Herr Muller!

Veröffentlicht am 03.07.2013 08:20:44 GMT+02:00
FlyingPumpkin meint:
Meine Kritik bezog sich ja nicht darauf, dass ich von ihm Stratovarius Mucke hören will, sondern das er mal etwas neues, frisches, unverbrauchtes bringen soll und eben NICHT nach Stratovarius "light" klingen soll. Es gibt unzählige andere Bands aus dem Genre die das schaffen. Auch seine Ex-Kollegen von Stratovarius haben mit "Nemesis" gezeigt wie das funktioniert. Und wenn er das schon nicht kann oder möchte, dann wäre es zumindest schön wenn da originelle Gänsehautrefrains auf der Platte stehen würden, dem ist ja aber auch nicht so. Ja aufm Klo können tolle Ideen entstehen, nur Hr. Tolkki hatt aber nicht die Idee sondern das Ergebnis seines Klogangs auf CD gepackt. Sorry Herr Müller oder Furter oder Muskatnuss oder wie auch immer :) Wenn sie an der Platte ihre Freude haben, ist das ja in Ordnung. Die Rezension spiegelt NUR MEINE Meinung wieder. Mit der stehe ich aber laut einigen Kritiken in Metal-Fanzines und der hilfreich Markierungen über meiner Rezension nicht alleine da.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.07.2013 03:45:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.07.2013 03:47:08 GMT+02:00
Fanzines spiegeln oftmals nur das wider was die Plattenfirmen wollen. Die Fanzines wollen ja auch irgendwie finanziert sein. Die hilfreich Markierungen sagen nichts über die Zustimmung und/oder Ablehnung gegenüber der Kritik aus. Hilfreich ist eine Kritik nur dann wenn Sie beim Entscheidungsfindungsprozeß hilfreich zu sein scheint. Ob die Aussage des Kritikers als für eine größere Anzahl an Menschen gültig angesehen werden kann, wird dadurch nicht gesagt da ja die hilfreich Bewertungen in ihrem Fall abgegeben werden ohne sich eine objektive Meinung gebildet zu haben.

Veröffentlicht am 08.07.2013 10:30:46 GMT+02:00
FlyingPumpkin meint:
Das mit den Fanzines und Plattenfirmen kann natürlich sein aber warum sollte eine Plattenfirma (in diesem Fall Frontier Records) wollen das ihr Produkt in Metal-Fanzines zerrissen wird? Das ist doch Quatsch. Positive Bewertungen können von Plattenfirmen durchaus gekauft sein, da gebe ich Ihnen Recht. Aber bei negativ-Kritiken macht das wenig Sinn :)
Was das Thema mit den "Hilfreich Markierungen" angeht, gebe ich Ihnen auch nur bedingt recht. Ihre Argumentation mag bei anderen Produkten (z.b. Schuhe) zutreffen, jedoch ist das bei Musik CD's nicht der Fall. Bei Schuhen kann ich sagen wie die Verarbeitung ist, ob die Qualität für den Preis passt etc. Da kann ich jemandem bei der Kaufentscheidung helfen. Musik ist reine Geschmackssache. Was ich toll finde, findet ein anderer noch lange nicht gut. Ich denke schon, dass sich die Leute durchaus die Hörproben erst anhören und dann die Kritiken lesen. Alles andere macht null Sinn. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus, weiß ich das im Musikbereich bei "hilfreich markierungen" eher einer Meinung zugestimmt wird oder eben nicht. Man kann bei Musik niemandem die Kaufentscheidung erleichtern oder erschweren. Jeder ist gezwungen selbst reinzuhören und zu entscheiden ob das was für einen ist. Und Menschen die blind eine Platte kaufen, ohne vorher auch nur einen Ton gehört zu haben, aufgrund einer schriftlichen Rezension bei Amazon die 20 von 23 Kunden hilfreich fanden, haben zuviel Geld oder sind Mitläufer ohne eigene Meinung oder beides. Wie gesagt, bei anderen Produkten sind neutrale, leidenschaftslose Rezensionen möglich aber "Musik" und "Objektivität" in einen Satz zu quetschen ist wirklich lächerlich.
‹ Zurück 1 Weiter ›

Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent


Top-Rezensenten Rang: 10.272