Kundenrezension

244 von 285 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nightwishs Magnum Opus, 2. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Imaginaerum (Audio CD)
Im Prinzip ist es immer einfach mit einer Floskel eine Rezension zu beginnen. Im Falle von Nightwish wäre es wohl, dass die Band sicherlich nicht unumstritten in der Metal Szene ist, viele sie hassen oder nicht für Voll nehmen, während andere sie abgöttisch lieben. Das mag auch alles stimmen, allerdings wird wohl niemand bestreiten, dass Nightwish grandiose Musik machen und ihr Handwerk beherrschen. Zudem gibt ihnen, sofern dies ein akzeptabler Grund ist, der Erfolg Recht. Geschlagene vier Jahre sind nun seit ihrem letzten Album Dark Passion Play vergangen. Eine lange Zeit, in der viele Fans sich fragten wie es weiter gehen soll. Wir erinnern uns: Anett Olzon hatte die undankbare Aufgabe in die übermenschlich großen Fußstapfen der geliebten Tarja Turunen zu treten, die nicht nur das Gesicht der Band war sondern auch mit ihrem Gesang stilprägend für das Genre und eine Inspiration für Nachahmer, Plagiate und Verehrerinnen.
Und dann ist da noch Tuomas Holopainen, der ekzentrische Kopf und Vater der Band, der immer wieder versucht in neue musikalische Dimensionen aufzubrechen. Er ist ein Visionär und Genie, der es genießt das bisschen Größenwahn zu zeigen, welches Nightwish zu dieser einzigartigen Band macht, die sie nun mal ist.
Was kann man nach vier Jahren Wartezeit von einer Band erwarten? Die Antwort ist einfach: Alles und nichts. Im vorliegenden Falle ist es sicherlich alles. Eben dieses kleine bisschen Größenwahn, die Vision von Höher, Schneller, Weiter. Ein im Jahre 2012 geplanter Film!!! Einfach immer in die Vollen greifen. Was macht dieses Album Imaginaerum (Arbeitstitel: Imagine und schließlich Imaginarium) am Ende dann doch so unwiderstehlich, während jede andere Band für so viel Bombast, Pathos und Zuckerguss eine Rüge bekommen hätten? Ganz einfach: Es handelt sich nicht um eine andere Band, sondern um Nightwish. Die vier Jungs und das eine Mädel haben in der Hinsicht Narrenfreiheit.

Das Album beginnt mit dem von Marco Hietala komplett alleine dargebotenen Takaitalvi, ein Opener, der akustisch beginnt bis schließlich die Orchestrierung einsetzt und einen sanften Fade Out in Storytime einleitet. Man muss sich klar machen, dass das was man am Ende des Openers hörte gleichzeitig auch bereits eine Andeutung darauf ist, was man in den nächsten 70 Minuten geboten bekommt. Imaginaerum wird opulent und groß.
Der sinistre, mystische Beginn von Storytime ufert schließlich in für Nightwish typische Riffs und knallige Orchesterfarben, bevor der Gesang einsetzt und der Hörer einen waschechten Power Metal Ohrwurm bekommt. Die metaltypischen Instrumente halten mit Streichern und Bläsern zumindest in den Strophen die Waage, während es im Refrain und den finalen Momenten des Lieds ein Bombastzenit erreicht wird (mit deutlichen Anleihen an Songs wie Beauty Of The Beast oder FantasMic), den wohl nur diese eine Band selbst toppen kann. Und ja: Im Laufe des Albums wird das definitv passieren. Storytime gefällt mir als Albumversion übrigens deutlich besser als die vorab bekannte Singleauskopplung und ist trotz seiner Eingängigkeit überraschenderweise ein Grower.

Das folgende Ghost River ist mein persönlicher (erster) Höhepunkt des an der Spielzeit gemessenen noch jungen Albums. Das kernige Gitarrenspiel von Emppu Vuorinen und die orchestralen Ausbrüche konkurieren, um letztendlich von Anette Olzons Gesang abgelöst zu werden, nur um schließlich in einem weiteren Ausbruch in dem von Marco Hietalas zu münden. Dieser übernimmt daraufhin den Refrain und dominiert mit seiner Aggressivität den Song, der sich von Sekunde zu Sekunde selbst aufbauscht. Ein Kinderchor setzt ein. Gänzlich unpeinlich und (was nicht jede Band schafft) passend und intelligent. Das ganze Klanggebilde wird größer, erhabener, droht jede Sekunde zu explodieren.
Slow, Love, Slow überrascht als erste Ballade damit, dass der Song der vielleicht untypischste ist, den Nightwish jemals schrieben. Barjazzelemente! Wieso eigentlich nicht? Auch wenn die Bombastkurve (Chor) gegen Ende dann doch etwas steiler wird, herrscht hier eine direkt aus dem Film Noir zu kommen scheinende Coolness. Man beachte nur den Bass, das Cello, die Trompete. Frau Olzon beweist hier eindrucksvoll die Bandbreite ihrer Stimme, was jeglichen Kritiker verstummen lassen sollte. Vorsichtig ausgedrückt: Tarja Turununen hätte Slow, Love, Slow nie im Leben so darbieten können. Ganz dicker Anspieltipp!!!

I Want My Tears Back ist eine kraftvolle Up-Tempo Nummer, welche mit seinen Irish Folk/Celtic Elementen fast schon erschreckend an Last Of The Wilds vom Vorgängeralbum erinnert. Gesanglich wechseln sich Olzon und Hietala ab, der als Slogan benutze gerufene Songtitel erfolgt wie der Refrain stellenweise unisono. Gegen Ende steigern sich die Folkelemente schließlich so weit, dass eine klare Michael Flatley Hommage entsteht. Absolut hinreißend ist übrigens Olzons Gesang in den Strophen, welcher mit seiner Zerbrechlichkeit und Zartheit an ähnliche Momente der Turunen-Ära erinnert, während ihr kraftvoller Refraineinsatz fast schon ikonisch für ihren Stil (Stichwort Amaranth oder die B-Seite The Escapist) ist. Es würde mich übrigens nicht verwundern, wenn I Want My Tears Back die zweite, oder zumindest eine folgende, Single werden würde.

Mit Scaretale folgt ein atmosphärisches Monstrum, welches mit einer gesunden Härte (Doublebass und Gitarrenorientierung in der ersten Hälfte) zuerst ordentlich Ärsche tritt, bevor der musikalische Jahrmarkt schließlich Einzug gewährt bekommt und die Andeutung des Gesamtsounds der Band zum Filmscore hin immer mehr bestätigt. Scaretale ist wohl das quintessenzielle Werk von Nightwish vom Symphonic Power Metal hin zu einem Danny Elfman auf Stromgitarre. Scaretale wird polarisieren: Es wird Öl ins Feuer der Nightwish-Gegner kippen, steht aber gleichzeitig für Opulenz und Erhabenheit. Ein schwieriger Song, der darum schreit in den Gehörgängen der Fans wachsen zu dürfen. Die gesangliche Leistung ist nebenbei phänomenal: Anett Olzon spielt ihre Rollen von bissig-böse und agressiv bishin zu abgründig-verdreht und völlig neben der Spur mit einer wundervollen Portion Erotik. Bitte, bitte mehr davon! Fast nahtlos geht der Song schließlich in das Instrumental Arabesque über, welches das musikalische Konzept des vorangegangenen Scaretale fortführt.

Die melancholische Ballade Turn Loose The Mermaids leitet die zweite Hälfte des Albums ein. Olzon schafft es mit Leichtigkeit den Hörer gefangen zu nehmen, die sanften Flöten tun ihr Übrigens, bis schließlich Trommeln immer lauter werden und in einer gepfiffenen Melodie Marke Ennio Morricone münden und diese ruhige und getragene Nummer zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Turn Loose The Mermaids wird von Mal zu Mal besser. Vielleicht der heimliche Star des Albums.
Rest Calm ist in meinen Ohren der absolute Höhepunkt von Imaginaerum. Atmosphärisch und hart steigert sich der Song zu einer erdrückenden Anspannung und wird schließlich vom wunderschönen Refrain erlöst. Das Orchester setzt ein. Dann beginnt das Spiel erneut. Immer weiter wird die Dramatik erhöht, immer wieder rettet uns Olzons Gesang. Als dieser dann mit dem des einsetzenden Kinderchors zu verschmelzen wirkt, dann ist das einer magischsten Momente, die die Band ihren Fans jemals geboten hat. Das Finale wird orchestral, bombastisch und (auch wenn ich den Begriff im Bezug auf Musik eigentlich ungerne benutze) episch. Allein für diesen Song lohnt sich der Kauf des Albums.

The Crow, The Owl And The Dove ist da ganz ähnlich. Verträumt und verführerisch bietet die Powerballade mit dem folkigen Mittelteil sowie dem Gesangseinsatz von Troy Donockley, der sich für die Arrangements der Folkelemente dieses Albums verantwortlich zeigt, Nightwish in absoluter Hochform. Lyrisch toll und ansprechend und musikalisch ungewohnt versöhnlich und unbeschwert, gleichermaßen aber tränenschwer und ultra intensiv wird The Crow, The Owl And The Dove zu einem außergewöhnlich schwelgerischen Feelgood-Song.
Fast schon traditionell ist dagegen last Ride Of The Day. Mit Bombast, Choreinsatz so wie es auch schon auf Century Child oder Once funktioniert hat, wird Last Ride Of The Day zu einer Up Tempo Nummer, die direkt neben Songs wie Dark Chest Of Wonders oder End Of All Hope eine gute Figur gemacht hätte. Eine absolute Abgeh- und Euphorienummer, gesanglich super mit knackigen Gitarren und einem Bleifuß auf dem Gaspedal: Einer dieser Songs, bei dem man dazu geneigt ist beim ersten Reinschnuppern ins Album direkt auf Repeat zu drücken anstatt streng Lied für Lied hintereinander kennen zu lernen. Klasse!

Das Grand Finale heißt dann Song Of Myself. Der Longtrack von 13 Minuten lässt sich in vier Teile splitten. Es geht orchestral und dramatisch los: Up-Tempo, Chöre, eine kraftvolle und energetische Anett Olzon. Die Dynamik des Refrains geht mal abgesehen vom Orchester im Hintergrund sogar ganz leicht in die AOR Ecke à la Europe, aber nie soweit, dass das Gesamtbild des Songs davon arg beeinflußt werden könnte. Anschließend wird es mystisch und majestätisch, düster und bombastisch. Dann ein krasser Schnitt. Balladesk und melancholisch folgt das große Finale. Song Of Myself macht seinen Namen zum Programm: Verschiedene Menschen rezitieren Situationen aus dem Leben, alles getragen vom Orchester, später dann (ganz groß!) von der E-Gitarre und Chor bis die Musik komplett verschwindet. Nightwish bewegen sich mit jenem Hörspielpart sicherlich auf einem ganz schmalen Draht zwischen Kitsch und Kunst: Es würde mich nicht verwundern, wenn der gesamte letzte Teil vom ein oder anderen Hörer komplett abgelehnt werden würde. Der eine wird verärgert darüber sein, der andere wird gebannt lauschen. Einfach selbst ein Bild machen! Ganz subjektiv gefällt es mir ziemlich gut, auf jeden Fall besser als das zumindest in Ansätzen ähnliche The Poet And The Pendulum vom Vorgänger. Die Virtuosität der Worte, wenn man es denn so ausdrücken darf, schwanken zwar qualitativ, aber ich denke, dass gerade dieser Song das Potential hat jeden Hörer ganz individuell anzusprechen und zu berühren, schon alleine weil stellenweise so viel bittere und unverblümte Wahrheit durch die Kopfhörer fließt.
Der abschließende Titeltrack bietet schließlich ein Gros der musikalischen Themen der Songs des Albums in rein instrumenteller und orchestraler Form. Hier werden nochmal alle Register gezogen und geschickt mit der Sentimentalität des Gehörten/Erlebten gespielt. Der Filmscore-Charakter wird dabei deutlich betont.

Am Ende bildet ein sich wunderbar schlüssiges und homogenes Bild, welches 13 Kompositionen bietet, die zwar als Konzeptalbum taugen, aber prinzipiell auch für sich alleine stehen könnten. Fakt ist, dass immer der Gedanke mitschwingt, dass der Film geplant ist und man im Vornherein die Projektoren seines eigenen Kopfkinos einschaltet. Aber mal abgesehen davon, wäre der Gedanke, dass das hier ein Album voller Filmmusik sein könnte auch ohne den Hintergedanken gekommen. Es liegt nicht daran, dass Nightwish schon früher immer mehr damit flirteten imaginäre Filmscores zu komponieren. Man denke nur einmal an Ghost Love Score oder Seven Days To The Wolves. Es ist eher der Fall, dass die Band, bzw. Mastermind Holopainen, den Stil konsequent fortgegangen sind/ist und auf Imaginaerum der Peak erreicht ist. Alles, was künftig von der Band erscheinen wird, wird sich wohl mit Imaginaerum messen lassen müssen, es sei denn ein krasser Stilwechsel geschieht. Wollte man das Album in ein Genre einordnen, dann würde es sich wohl um Symphonic Power Metal handeln bei dem der Schwerpunkt wie noch nie zuvor auf Symphonic liegt. Damals versuchten die Italiener Rhapsody Of Fire (ehemals Rhapsody) bzw. ihr Label Begriffe wie Symphonic Epic Hollywood Metal oder Symphonic Epic Filmscore Metal zu etablieren. Im Bezug auf Nightwish trifft das den Nagel auf den Kopf. Wie erwähnt wird das nicht jeder unbedingt begrüßen, der verbissene Metaler, dem bereits die Anfangsära der Band zu popig oder schwülstig war, sollte erst gar nicht in Imaginaerum reinhören. Alle anderen bekommen ein Album geboten, welches ganz klar in Richtung Perfektion getrieben wurde und in meinen Augen sogar das Opus summum ist, da ich unter den 13 Songs keinen Ausfall finde, was auf den Vorgängern durchaus eine Regelmäßigkeit für mich war und es tatsächlich so wirkt als sei auf Imaginaerum seit Angels Fall First konsequent hingearbeitet worden. Kompositionen wie Ghost River, Rest Calm, Song Of Myself oder das innovative Slow, Love, Slow gehören zu den feinsten Momenten der Band überhaupt.
Besonders Sängerin Anett Olzon schafft es richtig aufzutrumpfen. Sie schöpft aus Reserven, die viele wohl für nie möglich gehalten hätten. So sehr ich die Alben mit Tarja Turunen zu schätzen weiß: Olzon mit ihrer warmen und facettenreichen Stimme ist in meinen Augen der größte Gewinn, den die Band jemals machen konnte. Sie schafft es einfach ihre Leistung nie auf reine Effekthascherei zu reduzieren, gleichzeitig aber den Hörer gefangen zu nehmen, was eine ganz enorme Leistung ist. Auch die restlichen Musiker sind allesamt ein eingespieltes Team bei dem jeder seine Aufgabe so erfüllt, dass letztendlich das Konstrukt kaleidoskopartig ein farbenfrohes und faszinierendes Ganzes ergibt.
Und ja, Imaginaerum mag konstruiert wirken und als deshalb kritisiert werden. Aber es ist auch UNGLAUBLICH gut!
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Kommentare

Von 6 Kunden verfolgt

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1-10 von 45 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.12.2011 09:39:33 GMT+01:00
M. H. meint:
Danke schön für deinen netten Kommentar! Deine Rezi ist auch super! Ich mag sehr ausführliche Berichte, da kann man sich immer mehr darunter vorstellen als bei "Super, mein Lieblingslied ist "Last Ride of the Day". Undbedingt kaufen!" oder sowas^^ Irgendwie sind die Kunden hier alle total komisch, ich lese immer bei guten Rezensionen sowas wie 0 von 7 fanden die hilfreich oder so... Was soll denn das?

Veröffentlicht am 02.12.2011 15:15:51 GMT+01:00
Johannes Bau meint:
Du beschreibst genau das was ich nicht besser hätte aussprechen können. Dem ist nicht mehr beizutragen.

Veröffentlicht am 02.12.2011 16:46:05 GMT+01:00
Toll geschriebene Rezension, der ich mich nur anschließen kann, auch für mich ist "Rest Calm" ein phänomenaler Höhepunkt eines ganz starken Albums. Ich schreibe selber auch gerne ausführliche Rezensionen aber ich denke hier ist von dir und M.H. alles gesagt worden da braucht es denke ich keine mehr von mir :)

Veröffentlicht am 02.12.2011 17:04:18 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.12.2011 17:08:28 GMT+01:00
Ich habe gerade Seite 1 angehört und bin einfach geplättet: Ein Quantensprung nach ganz vorne, hätt ich nicht mehr erwartet. Nightwish hat die goldene Spur, die Blaue Blume gefunden. Ein Freudentag!

Veröffentlicht am 02.12.2011 23:37:09 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.12.2011 23:37:33 GMT+01:00
M. Pfensig meint:
Ganz tolle Rezension. Chapeau! Du hast damit echt alles gesagt was über das Album zu sagen ist!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.12.2011 09:37:20 GMT+01:00
Funeral Doom meint:
@M.H.

"Irgendwie sind die Kunden hier alle total komisch, ich lese immer bei guten Rezensionen sowas wie 0 von 7 fanden die hilfreich oder so... Was soll denn das?"

Nun, genau so gut könnte man das auf die "Ein-zwei-Satz-Rezensionen" übertragen, die rein gar nichts aussagen, trotzdem aber von den "Fans" der jeweiligen Band ein "hilfreich" bekommen, nur weil da oben "5 Sterne" vergeben worden sind, bzw. die "kritischen" Rezensionen mit 1- oder 2 Sternen, die "sofort" ein nicht hilfreich einfangen, ohne dass die Rezi überhaupt gelesen wird!!

Ich finde auch, man muss keinen halben Roman zu einer Platte schreiben, wie SpaceDyeVest, um sie gut zu rezensieren. Und das mit dem "Magnum Opus" werden viele anders sehen, und das liegt eher nicht an der Stimme.
Bezeichnend, das fast alle englischsprachigen Reviews, die ich bisher gelesen habe, sich mit der Platte bedeutend kritischer auseinandersetzen, während die deutschen Mags wieder mal völlig überzogen bewerten!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.12.2011 19:22:17 GMT+01:00
Lennard meint:
"Nun, genau so gut könnte man das auf die "Ein-zwei-Satz-Rezensionen" übertragen, die rein gar nichts aussagen, trotzdem aber von den "Fans" der jeweiligen Band ein "hilfreich" bekommen, nur weil da oben "5 Sterne" vergeben worden sind, bzw. die "kritischen" Rezensionen mit 1- oder 2 Sternen, die "sofort" ein nicht hilfreich einfangen, ohne dass die Rezi überhaupt gelesen wird!!"

Umgekehrt gilt allerdings dasselbe: auch nichts sagende 1- und 2-Sterne-Rezensionen bekommen durchaus "Hilfreich"-Stimmen von Gleichgesinnten.

Veröffentlicht am 04.12.2011 11:58:54 GMT+01:00
Hab inzwischen auch Seite 2 gehört und finde meine Aussage oben bestätigt. Ein Meilenstein: originell, abwechslungsreich, stilübergreifend, musikalisch, romantisch, schwarz, kurz genau das, was ich mag. - Aber die Geschmäcker sind verschieden und wem nach Meckern ist, der findet überall etwas. Dieses Werk jedenfalls steht in meiner persönlichen Wertung ganz oben und das müssen auch die Besserwisser akzeptieren, ob sie wollen oder nicht.

Veröffentlicht am 05.12.2011 13:37:50 GMT+01:00
Marek W. meint:
Großartige Rezension, der ich nicht viel hinzufügen muss. Am Ende ist eine Sache des Geschmacks, nicht jeder wird die Filmmusiknote und den Bombast mögen, aber klar: Nicht jeder mag alles. Das Album hat schon ein bisschen was von einem Kunstwerk, aber es macht riesig Spaß, den Titeln von Imaginaerum zu lauschen.

Für mich jedenfalls das beste Album, das Nightwish rausgeworfen haben, und ich stimme zu: Es ist auch für mich die erste Studioscheibe, die wirklich ausfallslos daherkommt, nicht ein Song zerrt irgendwie an den Nerven. Ein weiterer Fakt, der mich irgendwie beeindruckt hat.

Veröffentlicht am 05.12.2011 21:19:38 GMT+01:00
Kaan Oeztuerk meint:
Man kann diesem Kommentar nichts hinzufügen. Vielen Dank!
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Ort: Dortmund

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