genialer Mix aus Monumentalfilm - und Cartoonmusik, 1. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Sinbad - Der Herr der sieben Meere (Audio CD)
Mögen sie ein gängige Themen, verknüpft mit vollorchestraler Dramatik? Mögen sie interessante Koppelungen aller möglichen musikalischen Stilmittel, im Stil von Cartoonmusik à la Carl Stalling? Dädädä-dädäääääh! Dädä-DÄDÄ-dädädädä. DÄÄÄH-dädädäädädädädädäää dädädääädädädädäää! So lautet das einprägsame Hauptthema, welches schon im ersten Track (Let the games begin) eindrucksvoll präsentiert wird. Daneben häuft sich in diesem Track die Kombinationsgabe des Komponisten H-GW, welcher es meisterhaft versteht, die zauberhafte Wirkung des Fagotts symbolisch zum Charakter der Göttin mit der ersten Vorstellung Sindbads zu verknüpfen. Dabei legt er Wert auf eine interessante Instrumentierung, die einem dramatischen Aufbau folgend, ein wenig micky-mousing-artig, zur Aktion der Szene überleitet. Die auch ansonsten sehr kreativ ausgestaltete musikalische Vermittlung zwischen Ton und Bild macht auch nicht Halt vor dem Einsatz von vokalen, bzw. elektronischen Ausdrucksformen (z.B. in Track 11 "Sirens"). Die Kampfszenen erinnern an musikalisch dick aufgetragene Monumentalstile eines Bernard Herrmanns, Miklós Rózsas oder E.W. Korngolds. Jeder Auftritt der bösen Göttin wird charakteristisch von dem Fagott begleitet, dessen Thema bei Gegenüberstellung mit Sinbads Hauptthema eine sehr interessante Kollaboration entwickelt. Dabei wird vor allem auch auf Ironie Wert gelegt, Sinbads Aktionen werden generell vom orchestralen Donnerwetter untermalt, obwohl dieser eigentlich den Eindruck eines Spackens erweckt. Das schwer durchblickbare Wesen von Eris hingegen erhält eine Farbgebung durch kleine, schwer fassbare Instrumentierungen, die ihr Thema sehr extravagant und wankelmütig präsentieren. Eine Brücke zwischen dem Genie des Komponisten und Wahnsinn der Göttin lässt diese Musik zu geradezu himmlischen Sphären emporwachsen. Ein Meisterwerk für extravertierte und unverschlossene Liebhaber guter Musik!!!
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Sinbad - Der Herr der sieben Meere B00009V7TO
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genialer Mix aus Monumentalfilm - und Cartoonmusik
Mögen sie ein gängige Themen, verknüpft mit vollorchestraler Dramatik? Mögen sie interessante Koppelungen aller möglichen musikalischen Stilmittel, im Stil von Cartoonmusik à la Carl Stalling?
Dädädä-dädäääääh! Dädä-DÄDÄ-dädädädä. DÄÄÄH-dädädäädädädädädäää dädädääädädädädäää!
So lautet das einprägsame Hauptthema, welches schon im ersten Track (Let the games begin) eindrucksvoll präsentiert wird. Daneben häuft sich in diesem Track die Kombinationsgabe des Komponisten H-GW, welcher es meisterhaft versteht, die zauberhafte Wirkung des Fagotts symbolisch zum Charakter der Göttin mit der ersten Vorstellung Sindbads zu verknüpfen. Dabei legt er Wert auf eine interessante Instrumentierung, die einem dramatischen Aufbau folgend, ein wenig micky-mousing-artig, zur Aktion der Szene überleitet. Die auch ansonsten sehr kreativ ausgestaltete musikalische Vermittlung zwischen Ton und Bild macht auch nicht Halt vor dem Einsatz von vokalen, bzw. elektronischen Ausdrucksformen (z.B. in Track 11 "Sirens"). Die Kampfszenen erinnern an musikalisch dick aufgetragene Monumentalstile eines Bernard Herrmanns, Miklós Rózsas oder E.W. Korngolds. Jeder Auftritt der bösen Göttin wird charakteristisch von dem Fagott begleitet, dessen Thema bei Gegenüberstellung mit Sinbads Hauptthema eine sehr interessante Kollaboration entwickelt. Dabei wird vor allem auch auf Ironie Wert gelegt, Sinbads Aktionen werden generell vom orchestralen Donnerwetter untermalt, obwohl dieser eigentlich den Eindruck eines Spackens erweckt. Das schwer durchblickbare Wesen von Eris hingegen erhält eine Farbgebung durch kleine, schwer fassbare Instrumentierungen, die ihr Thema sehr extravagant und wankelmütig präsentieren. Eine Brücke zwischen dem Genie des Komponisten und Wahnsinn der Göttin lässt diese Musik zu geradezu himmlischen Sphären emporwachsen.
Ein Meisterwerk für extravertierte und unverschlossene Liebhaber guter Musik!!!
Robert Martin "butterkugel"
1. August 2004
- Insgesamt:
5

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Details
Ort: Harkenhausen
Top-Rezensenten Rang: 151.339
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