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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Referenz Meistersinger von Levine, 28. Mai 2010
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Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs] (DVD)
Es war im Jahre 2001. Die Ganze Wagner Landschaft war vom Regietheater besetzt. Die ganzen Nein In new York gibt es ein haus, das sich wagt, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Die beiden Häuptlinge Otto Schenk und james levine machen das ,was in Deutschland undenkbar ist. eine konservative mit viel Liebe zum Detail gestaltete Wiedergabe von Richard Wagners wohl ausgereiftester und raffiniertester Oper. Die Meistersinger. Dieses Werk ist ein vollendetes Lustspiel mit viel Situationskomik , die Otto Schenk kongenial inzeniert. Die Orchestrierung des Werkes ist meiner Meinung nach Wagners vielleicht stärkste.Für James Levine, dem meiner Meinung nach besten Wagner Interpreten ein ideales Werk das Können seines MET Ensembles unter Beweis zu stellen. In der wesentlichen Hauptrolle des Hans Sachs ist der berühmte Schüler von Hans Hotter, dem Wotan im Solti Ring, James Morris zu hören und zusehen. Morris ist der beste Sachs, den es je gegeben hatte.Mit traumwandlerischer Sicherheit bewältigt er die nach dem Jago (Höhen, die viele Tenöre nicht schaffen) wohl schwierigste Baritonpartie der Opernliteratur. Er singt sehr wortverstänlich. Nur ganz selten hört man einen leichten amerikanischen Akzent. Thomas Allen, der große englische lyrische Bariton ist ein idealer Beckmesser, der selbst dem guten Herrman Prey in der Stein/Wolfgang Wagner Inzneierung überlegen ist. Karita Matilla ist eine durchaus dramatische durchtriebene Eva. Heppner ist Kollo überlegen, der für mich eine unbekannte Sprache singt.Ich weis, dass sehen viele anders. Aber Kollo ist kein Sänger,der für seine Wortverständlichkeit bekannt ist. Um es auf den Punkt zu bringen, er versucht seine mangelnde Textverständlichkeit durch ein mehr an Lautsärke zu kompensieren. Auch der David überzeugt. Das MET Orchester spielt schön. Levine wählt und das ist meiner Meinung nach für Wagner unverzichtbar die deutsche Sitzordnung der Streicher 1. Geigen neben den Celli 2. Geigen den 1. gegenüber. So kann der Wagnerische Mischklang perfekt realisiert werden David Chan führt sie als Konzertmeister sehr sicher und stringent durch die Partitur. Die Holz und Blechbläser spielen wuchtig aber differenziert. Der Soloflötist ist für mich der Stern der guten Bläsergruppe des MET Orchesters. Levine preferiert langsame Tempi. Sein Dirigat ist lyrisch, nicht so klebrig wie das von Jochum oder so deutschtümelnd künstlich wie das von Thielemann. Zur Regie ist zu sagen, Schenk hat sich noch selbst überboten. Seine Regie ist mitmenschlich, komisch und trotzdem nie plakativ. Das Bühnenbild ist liebevoll gestaltet. Wunderschön wird das mittelalterliche Nürnberg nachempfunden, keine einzige moderne Einlagewird verwendet. Es spielt im Spätmittelalter und das ist so wie der Komponist es gewollt hat. Dankbar nehemen die Zuschauer mit Beifallsorkanen Schenks und Levine Meisertsinger entgegen.Eine weitere gute Aufnahme ist die neuere Solti Version mit dem CSO,die zügiger und vielleicht ein Stück fetziger geraten ist.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.09.2011 20:41:26 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.04.2012 20:33:19 GMT+02:00
Erläutern Sie bitte konkret, welche wissenschaftliche Belege existent sind, die zu einer Aussage berechtigen, "wie das Wagner gewollt hat." Gibt es ein Dokument, in dem er festgelegt hat, daß das Werk nur so - und nie anders - gespielt werden darf? Es ja grundsätzlich nichts gegen traditionelle, handwerklich gut gemachte Inszenierungen zu sagen, gegen Otto Schenk auch nicht, wenn man das manchmal leicht Behäbige ausblendet. Aber diese ständigen Behauptungen, Wagner hätte etwas nur so und nie anders gewollt, sind fachlich einfach Unsinn. Gerade Wagner wollte sich von der Konsumoper absetzen, mit weltanschaulichen Inhalten im mythischen Transportrahmen. Wenn hier jemand beklagt, politische Aspekte träten heute bei Wagner Inszenierungen in den Vordergrund, der Kern des Inhalts wäre also quasi nur durch ein naturalistisches Bühnenbild gewahrt, so ist das nachweislich falsch. Wagner verstand sich ja gerade als Weltanschauungskünstler und hat sein Werk intentional der jeweiligen Geschichte und Zeit geöffnet, auch wenn das Alt-Wagnerianer nicht wahr haben wollen, weil sie einfach Fakten verweigern, die ihrem Bild nicht gerecht werden. Das heißt natürlich nicht, daß der Umgang der Beliebigkeit anheim fällt. Auch gibt es Inszenierungen, die eher fragwürdig sind, das ist der Freiheit der Kunst geschuldet. Aber dieses Spannungsfeld ist das einem Weltanschauungskünster gemäße. Der museal servile Charakter bestimmter Wagnerianer stammt aus der Zeit, als die Bayreuther Blätter Wagner zum nationalistisch-antisemitischen Hofschranzen degradierten. Für Alt-Wagnerianer gilt aber generell die Feststellung: "Was stören mich Fakten, meine Meinung steht fest." Vorurteile, die auf faktischem Unwissen basieren, halten sich eben in Generationen.

Veröffentlicht am 12.09.2011 16:08:07 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.09.2011 16:11:11 GMT+02:00
Ihre Sícht der Meistersinger ist, als ob Wagner für den Komödienstadel geschrieben hätte. Und Ihre Interpretationsvergleiche? Würde mich mal interessieren auf welcher fachlichen Basis, die vollzogen bzw. bewertet werden. Können Sie eine Partitur auf dem Niveau eines ausgebildeten Dirigenten lesen? Dann würde mich das interessieren. Sie kommen regelmäßig zu solchen Fundamentalaussagen,daß man denken könnte, Sie wären der eigentlich legitime Nachfolger Karajans. Wenn Sie sagen, das Dirigat gefällt mir aus den Gründen besser, dann ist das eine Information, die man akzeptieren kann. Aber diese Anspruchshaltung, in der Sie schreiben, ist doch fachlich -bis zum Beweis des Gegenteils-
absolut nicht glaubhaft.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.09.2011 16:13:40 GMT+02:00
Bei Herrn Neugrodda ist Hopfen und Malz verloren, eine ernstzunehmende Diskussion nicht zu erwarten. Bei ihm muss Wagner vor allem laut, bombastisch und realistisch sein...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.05.2012 23:16:01 GMT+02:00
Tantris meint:
Lieber Herr Neugrodda, über diese Schenk-Produktion und Levines Dirigat ließe sich eine Menge sagen. Ich erspare mir das, denn Ihre Rezension lädt nicht zur Diskussion ein. Traurig genug, doch noch eins: James Morris ist also "der beste Sachs, den es je gegeben hatte". Vielleicht ist das in Ihrem Star-Wars-Universum der Fall. Darstellerisch finde ich ihn ja gefällig, trotzdem muss er sich stimmlich mit Sängern wie (pars pro toto) Jaro Prohaska, Otto Wiener oder Otto Edelmann (ja, vielleicht auch Bernd Weikl) messen. Und da kann ich nur sagen, Sie sollten Ihre Superlative bedächtiger einsetzen!
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