Kundenrezension

49 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Ton ist einfach unmöglich, 2. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die glorreichen Sieben [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe mir die Blu Ray gestern im direkten Vergleich mit der DVD angesehen. Das Bild ist wirklich besser. Wenn man den Film auf Englisch mit deutschen Untertiteln sieht, ist alles in Ordnung. Der Ton bei der deutschen Tonspur ist jedoch absolut daneben. Der Ton klingt dumpf und das gesprochene Wort ist irgendwie am leiern.

Würde ich die Blu Ray noch einmal kaufen? Die Antwort ist NEIN. Wie kann man hier den Ton so versauen? Unbegreiflich.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.05.2012 13:33:06 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.05.2012 13:33:30 GMT+02:00
MediaJunky meint:
Der Film wurde vor über 40 Jahren in Deutsch vertont, da man die dt. masterbänder wohl gelöscht hat (üblich in Deutschland bis in die 90er) konnte man nicht wie die Amerikaner das alte dt. Tonmaster restaurieren und musste die alte Lichtbildspur (über 40 Jahre alt) nehmen. Das ist nicht ein problem des Studios, sondern eine Unsitte in Deutschland (keine Masterbänder der Deutsche Spur zu archivieren). Ihre kritik zwingt Studios in Deutschland dazu....30-40 Jahre alte Firma heute mit neuen Sprechern (günstigen Sprechern...also nicht besonders gut) nachzuvertonen. Geschehen in "Unheimliche Begegnung der Dritten Art", "der weisse Hai" und vielen anderen Filmen. Dann hat man zwar gute Audioqualität, aber die Stimmen sind "fad","schlecht betont" und klingen nicht wie die "deutschen Synchronsprecher" die Darsteller wie Bronson, Brunner & Co damals vertont haben. Meckern ist zwar typisch Deutsch, aber in diesem Fall ist die BluRay TOP (nur Englischer Ton) und nur der deutsche TON ist altersbedingt und qualitativ schlecht. Der Fehler wurde vor 40 Jahren gemacht und liegt nicht an der BluRay.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.10.2012 16:36:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.11.2012 00:41:39 GMT+01:00
Die Aussagen DVBJunkys sind grundlegend falsch. Mit altersbedingter, schlechter Qualität hat der mangelhafte Ton der Bluray nichts zu tun - das ist überhaupt nicht die Ursache! Das Studio wäre daher in keinster Weise gezwungen, für anständigen Ton den Film neu zu synchronisieren. Der Fehler wurde nicht vor 40 Jahren gemacht, sondern hier und heute von den Produzenten der Bluray. Diese haben nachweislich, durch fehlerhafte Produktion, die Tonhöhe der deutschen Audiospur nach unten verzerrt.

Für "Die glorreichen Sieben" existiert nach wie vor die original deutsche Kinosynchronisation in guter Qualität - regelmäßig im TV zu hören! Sie diente auch als Grundlage für die DVD, wo es am deutschen Ton, im Gegensatz zur Bluray, nichts zu bemängeln gibt! Diese Kinosynchro wäre optimal für die Bluray gewesen. Dann gäbe es keine falsche Tonhöhe, da Kinosynchros in exakt derselben Geschwindigkeit vorliegen, wie Blurays abgespielt werden. Nämlich in 23,976 fps!

Nebenbei bemerkt: Auch für nahezu alle anderen, alten Filme existieren selbstverständlich nach wie vor die original deutschen Kinosynchronisationen. Meist auch noch in anständiger Qualität! Das beweisen zahlreiche DVDs und TV-Ausstrahlungen, wo diese Spuren regelmäßig zum Einsatz kommen.

Der Grund für die falsche Tonhöhe der Bluray von "Die glorreichen Sieben" ist ein anderer:

MGM hatte die Tonhöhe seiner alten MGM Goldedition-DVDs damals nach unten korrigiert. Der bei anderen DVDs übliche PAL-Speedup, der systembedingt auftritt, wenn 23,976 fps Kinosynchronisationen bei DVDs mit 25 fps wiedergegeben werden, wurde damals von MGM per Tonhöhen-Editing ausgeglichen.

MGM verwendet nun heute für seine Blurays leider die früher für DVD tonhöhenkorrigierten Audio-Spuren. Diese auf 25 fps optimierten Tonspuren laufen auf den Blurays nun zu langsam, da Blurays mit nur 23,976 fps abgespielt werden. Das führt zu einer Verfälschung der Tonhöhe nach unten!

Da MGM damals bei vielen DVDs den PAL-Speedup editiert hat (speziell bei allen Goldedition-DVDs) liegt heute bei zahlreichen MGM Blurays eine falsche Tonhöhe vor. Erst in jüngster Vergangenheit hat der Hersteller aufgrund der massiven Kritik der Kundschaft eingelenkt. Deshalb liegt mittlerweile bei einigen, wenigen MGM Blurays, wo es vorher Goldedition-DVDs gab, trotzdem die richtige Tonhöhe vor. MGM verwendet hier neuerdings wieder die unverfälschte Kinosynchro mit original 23,976 fps für die Bluray-Produktion.

Das Problem mit der falschen Bluray-Tonhöhe aufgrund schlampiger Produktion ist mittlerweile seit Jahren bekannt und Thema in zahlreichen Filmforen! Bestätigt von echten Experten und Sachkundigen aus der Filmwirtschaft!

Übrigens: Den "Weißen Hai" gibt's mittlerweile auf Bluray mit der original deutschen Kinosynchronisation. In unverfälschter, einwandfreier Tonqualität!

Der tatsächliche Grund, warum manche Studios alte Filme zum Teil neu synchronisieren ist, weil sie so Mehrkanaltonspuren (DD5.1, DTS etc.) für alte Filme erstellen können, für die es nur Mono- oder Stereospuren gibt. Solche neuen Mehrkanalspuren bei alten Filmen braucht allerdings kein Mensch. Zumindest dann nicht, wenn sie sich nur mit einer neuen Synchronisation realisieren lassen (was meistens, aber nicht immer, der Fall ist).

Dass die Forderung nach korrekter Tonhöhe bei (MGM) Blurays die Studios zur Erstellung neuer Synchronisationen zwingt, ist vollkommen unrichtig! Absoluter Käse, sorry...

PS: Erläuterung zu unterschiedlichen Wiedergabegeschwindigkeiten und der damit einhergehenden Ton-Probleme:

DVDs und TV-Ausstrahlungen laufen grundsätzlich mit 25 Bildern pro Sekunde (fps) ab, Kinofilme und Blurays aber nur mit 23,976 fps. Deshalb gehen DVDs i.d.R. etwas kürzer, selbst wenn die Filme dort ungeschnitten vorliegen, da DVDs eben etwas schneller abgespielt werden, als Filme im Kino und auf Bluray. Der Ton bei DVD und im TV ist daher fast immer etwas zu hoch (Google: PAL-Speedup), da die Synchronisationen jeweils für die langsameren Kinofassungen erstellt werden. Diese leichte Verfälschung des original Tons nach oben wird aber kaum oder gar nicht wahrgenommen. Im Gegensatz zu Tonverfälschungen nach unten, die schnell sehr störend auffallen.
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