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Rezension bezieht sich auf: Elfenliebe: Band 2 (Gebundene Ausgabe)
*"Elfenliebe" ( was'n blöder dt. Titel -> OT: "Spells" ) ist der Folgeband von "Elfenkuss". Die Handlung setzt im Frühsommer des nächsten Jahres an, nach den Ereignissen im ersten Band. Laurel soll für zwei Monate nach Avalon gehen, um im Schnellkurs zu lernen, wie man eine Herbstelfe wird. Ich war ziemlich gespannt auf Avalon. Wie leben wohl Elfen, die selber pflanzlich sind? Die Antwort hat mich allerdings enttäuscht. Bei solch naturnahen ( noch naturnaher geht es kaum ) Wesen hätte ich erwartet, daß sie in/auf Bäumen leben, die magisch zum entsprechenden Wachstum gebracht wurden ... oder so ähnlich ( vlt. noch eine Prise Lothlórien aus "Herr der Ringe" ). Stattdessen wohnen die in mittelalterlich anmutenden Steinbauten, ganz normal wie Menschen mit "grünem Daumen". Die Elfen-Akademie erinnerte mich von der Beschreibung her ( eine Burg die mit Ranken bewachsen ist ) gar an Dornröschens Schloss. Bisher habe ich nur ein einziges mal gelesen, daß Elfen auf diese Weise leben und das war in Frewin Jones' "Elfennacht" ( dort waren es elisabethanische Häuser ). Und das hat mir überhaupt nicht gefallen. Sogar die menschlichen Priesterinnen der Großen Mutter aus "Die Nebel von Avalon" lebten naturnaher. Mystische Wildnis und belebte ( sich evtl. sogar bewegende ) Pflanzen mit denen die Elfen auf besondere Art kommunizieren können ( AVATAR lässt grüssen ^^ ) ... das wären meine Erwartungen gewessen. Bekommen habe ich nur eine Art künstliche Märchenland-Umgebung, welches - meiner Meinung nach - nicht zu Elfen passt, die selber Pflanzen sind. Sympathisch ist die Elfenkultur auch nicht grade. Es gibt zuviel soziale Ungerechtigkeit, welche beschwerdelos hingenommen wird. Die Elfen leben nämlich in Kasten ( ganz ähnlich wie die Hindus in Indien ). Angefangen von den königlichen Winterelfen über die adligen Herbstelfen zur Sommerelf-Mittelklasse bis hin zur Unterschicht, den Frühlingselfen. Letztere haben den "Oberen" vorbehaltlos zu gehorchen und ihnen jederzeit zu dienen ( unabhängig davon, ob sie andere Pflichten haben ). In der Menschenwelt würde man dies als Leibeigenschaft bezeichnen oder gar als Sklaverei. Dadurch finde ich den Frühlingselfen Tamani noch bedauernswerter, v.a. da Laurel als Herbstelfe weit über ihm steht. Die Adlige und der arme Knecht! >< Arm ist er tatsächlich dran, v.a. wenn Laurel, ihm selbstsüchtig und ahnungslos Hoffnungen macht, nur um diese dann zu zerschmettern. Der Junge hat all meine Sympathien. *seufz* Ich schwöre, es würde mich überhaupt nicht überraschen, wenn sich einer oder eine Gruppe von Frühlingselfen später als Verräter ( der/die mit den Orks gemeinsame Sache macht/machen ) entpuppen würde(n), weil er/sie genug von diesem Leben hat/haben. Auf besagte Orks ( die eingentlich mit "Trolle" hätten übersetzt werden müssen, da es auf englisch "trolls" heisst und nicht "orcs" >< ) braucht man auch in diesem Band nicht zu verzichten. Schliesslich hat Barnes ( wie heisst der Troll eigentlich wirklich? ) immer noch eine Rechnung mit Laurel offen. Interessant finde ich Laurel's Unterricht. Dieser ist schwerer als man glaubt und das Mädchen keinesfalls ein Naturtalent, wie man annehmen könnte. Auch das elfische Familienleben erscheint befremdlich und wirkt meist gefühlskalt. Ein wenig erinnert es auch an alte Brauchtümer ( Kinder zu Pflegeeltern weggeben, etc ). Und dann noch die Tatsache, wie Elfen aus dem Leben scheiden ( erinnerte mich glatt an den japanischen Anime "Origin - Spirits of the Past" ). Die Handlung plätschert immer weiter vor sich hin, bis es dann im letzten Drittel rund geht. Das war zwar im ersten Band nicht viel anders, allerdings hat da mich schon allein der Aspekt des fremdartigen Elfenbildes gefesselt. Den gibt es hier nicht mehr ( bis auf die Beschreibung der Elfenwelt Avalon, aber die hat mich ja - wie ich bereits sagte - enttäuscht ). Mehr brauche ich auf den zweiten Band nicht einzugehen. Mein Vor-Rezensent hat schon ausreichend darüber geschrieben. ^^ FAZIT: Leider hat der Folgeband um die Herbstelfe Laurel mich nicht wirklich überzeugt, wie sein Vorgänger es tat mit der neuartigen Elfen-Darstellung. Glücklicherweise ist zeitgleich der erste Band einer neuen Reihe auf den Markt erschienen, welche ebenfalls eine neue Elfenspezies enthält und mich sogar noch mehr fasziniert als "Elfenkuss" damals: Plötzlich Fee - Sommernacht von Julie Kagawa. Der dritte Band über die Herbstelfe erscheint demnächst auf englisch. In Deutschland wird man sich noch bis zum nächsten Frühjahr gedulden müssen. PS: Die Buchreihe -> 1) Elfenkuss / Wings ( HC ) & Wings ( TB ) 2) Elfenliebe / Spells ( HC ) & Spells ( TB ) 3) Titel unbekannt / Illusions ( HC ) & Wild ( TB -> mit seltsamerweise anderem Titel ) 4) Titel unbekannt / Titel unbekannt ( Finale ) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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