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Kundenrezension

18 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Japanische Geschichte mit chinesischer Mythologie und amerikanischem Murks!, 26. März 2014
Rezension bezieht sich auf: 47 Ronin [Blu-ray] (Blu-ray)
47 Ronin erzählt die Geschichte von 47 herrenlosen Samurai, die trotz des sicheren Todes (entweder im Kampf, oder im Nachgang auf Befehl des Shoguns), aufbrechen ihren Fürsten zu rächen. Die Geschichte basiert auf realen Tatsachen. So existieren die Rüstungen, Belege, Waffen und die Gräber auch heute noch. Die Geschichte kennt in Japan quasi jedes Kind. Umso erstaunlicher ist es, dass man sich in Hollywood dieses Themas angenommen hat.

Wer jetzt Vergleiche zu The last Samurai mit Tom Cruise anstrengt, der liegt nicht ganz so falsch. Wie bei The last Samurai benötigte man einen amerikanischen Hauptdarsteller, um den Film auch weltweit vernünftig vermarkten zu können. Bei The last Samurai ging die Rechnung auf, weil Tom Cruise mit eine seiner besten Rollen abliefert. In 47 Ronin versucht sich Keanu Reeves an dieser undankbaren Aufgabe und scheitert kläglich.

Reeves war nie ein begnadeter Schauspieler. Seine Erfolgsfilme sind in erster Linie Actionstreifen wie Speed und Matrix, wo Emotionen und Mimenspiel nicht gefordert waren. Sein profilloses Gespiele findet hier eine nahtlose Fortsetzung! So mimt er hier einen ausgesetzten Sprößling, der im Wald von mystischen Wesen groß gezogen worden ist und später von der Fürstenfamilie aufgelesen wird. Am Hof des Fürsten ist er nur gedulded, muss sein Dasein aber in einer Waldhütte fristen und verdingt sich in erster Linie als Fährtenleser. Dennoch hegt die Prinzessin große Gefühle für ihn.....

Man merkt schnell, wie klischeebeladen die Rolle von Reeves ist. Viel sagen darf er nicht, wobei das in diesem chronisch unterkühlten Drama gar nicht so schlimm ist. Aber alleine schon die Idee Dämonen in den Film zu packen ist absoluter Blödsinn! So wird alles munter zusammen gewürfelt: Ein Dämon, der aus einer Eröffnungssequenz des Animehits Prinzessin Mononoke stammen könnte, ein Dämonenhalbblut (Keanu Reeves), der aus irgendeinem x-beliebigen westlichen Rollenspiel entfleucht ist und zum krönenden Abschluß ein Hexen-/Monsterhybrid die aus A Chinese Ghost Story entlaufen sein könnte.

Dabei sollte die Geschichte der 47 Ronin genug Stoff für einen unterhaltsamen (und ggf. noch lehrreichen) Kinoabend bieten. Aber die Macher brauchten wohl krampfhaft 3D-Effekte und mehr Action, bzw. hatten Angst, den Stoff zu trocken abzudrehen. Doch genau das ist es geworden. Eine relativ trockene Abhandlung der Geschehnisse, mitsamt mythologischem Blödsinn. Ich will gar nicht verschweigen, dass man bei den Kostümen und Sets durchaus ein Auge für Oplulenz hatte. Aber dieser Eindruck wird dann schnell von miesen Computersequenzen in der Totale zunichte gemacht.

Dazu sind die Schauspieler durch die Bank weg peinlich! Lediglich Heerführer Oishi, der hier von H. Sanada grandios gespielt wird, der sticht aus der Riege der schlaffen Schauspieler heraus. Den Vogel schießt Shogun Tsunayoshi ab, der von Cary Tagawa gespielt wird. Wer einmal Mortal Kombat gesehen hat, der kennt seine Gesichtsmimik auswendig. Dementsprechend muss man sich häufiger ein Lachen verkneifen, wenn Tagawa verkrampft bedeutungsleere Zeilen absondert. Zweitschlechtester Darsteller ist der von mir schon angesprochene Reeves. Klar, sein Charakter ist eindimensional und ziemlich lächerlich, aber sein kühles Understatement ist dermaßen übertrieben, dass man jeden Moment erwartet, dass er seinen langen Ledermantel aus Matrix hervor kramt und Kugeln in Zeitlupe auf ihn zufliegen.

Mir tut es umso mehr leid, als das man bei The last Samurai gezeigt hat, dass es anders geht. Der Film hatte ein unglaublich großes Budget (jenseits der 200 Millionen US-Dollar), aber bis auf ein paar spärliche 3D-Effekte, opulente Kostüme und einen grandiosen Darsteller bleibt bei kritischer Betrachtung nur ein Scherbenhaufen.

Man muss dem Regisseur hoch anrechnen, dass er die reale Abfolge einhält und kein kitschiges Ende insziniert. Aber das revidiert nicht die gnadenlos fehlbesetzten Rollen, den Mythologiequark und das unglaublich langweilige Drehbuch. Das setzt nämlich ab der ersten Sekunde auf Schauwerte, aber nicht auf Gefühle. Und darauf kommt es nunmal in einem Drama an. So kriegen 4/5 aller Ronin nicht einmal eine grobe Charakterzeichnung spendiert. Man nimmt sie bis zu ihrem Tod schlichtweg nicht wahr! Wie soll man dann mit diesen Figuren fühlen? Stattdessen konzentriert man sich auf Reeves Figur, der absolut überflüssig ist.

Schade drum! Man hat ein riesiges Potential fahrlässig verschenkt.
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Kommentare


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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 31.05.2014 14:29:41 GMT+02:00
Kimba meint:
Cary Tagawa ist Kult, deswegen Schwamm drüber. Reeves kennen wir, der "spielt" nun mal nur so. ;)

Ich stimme zu, der beste Schauspieler war Sanada. Wirklich gut in der Rolle.
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