Kundenrezension

31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne Graphik, super Story, 17. Februar 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Eternal Sonata (Videospiel)
Ich habe mir dieses Spiel gleich zum PS3-Release schicken lassen und bin fast völlig davon begeistert. Bereits jetzt habe ich "Eternal Sonata" durch, was aber nicht auf eine zu geringe Spielzeit zurückzuführen ist, sondern darauf, dass es mich wirklich von der ersten bis zur letzten Sekunde gefesselt hat!

Story:
An sich nichts Besonderes. Ein durchgeknallter Herrscher hat es sich in den Kopf gesetzt, die ganze Welt zu beherrschen und macht sich dafür das Mineralpulver zu nutze. Das ist eine Substanz, die einerseits heilend wirken kann, andererseits bei regelmäßiger Einnahme die Menschen jedoch zu seelenlosen Monstern macht. Diesem Herrscher stellt sich eine bunt gemischte Truppe spielbarer Charaktere entgegen, darunter auch Polka und Allegretto, die Hauptcharas.
Die Geschichte ist sehr fesselnd erzählt, hat viel Humor, aber auch ernsthafte und traurige Stellen sowie einige unerwartete Wendungen.
Von diesem Hauptplot mal abgesehen, gibt es noch eine Besonderheit: Frédéric Chopin. Der berühmte Komponist spielt eine tragende Rolle, denn die Geschichte ist im Prinzip ein Traum (oder vielleicht auch nicht?), den er kurz vor seinem Tod hat.

Graphik:
"Eternal Sonata" kommt in einer sehr knuddelig-bunten Animé-Graphik mit Cel-Shading daher, die enorm märchenhaft wirkt. Der Stil lässt sich wohl am Besten mit "bauchig" beschreiben. Speziell die Charakter-Designs sind meist ziemlich rund, was sich oftmals auch durch die pompöse Kleidung erklären lässt.
Die Graphik ist sehr detailliert und liebevoll gestaltet (auch in den Dungeons!) und befindet sich auf einem hohen qualitativen Niveau, allerdings merkt man, dass sie nicht mehr ganz up to date ist. Dies merkt man vor allem an der Flora (also der Pflanzenwelt). Viele Büsche oder auch Baumwipfel sind nichts weiter als Pappaufsteller und das erkennt man auch sehr oft. Außerdem haben die Entwickler sehr oft mit Blur-Effekten gearbeitet, meiner Ansicht nach haben sie es dabei ein klein wenig übertrieben.
Ähnlich wie z.B. in "Final Fantasy X" gibt es keine Oberweltkarte. Das finde ich gut, denn dadurch wirkt die Welt homogener und glaubwürdiger.
Insgesamt ist die Graphik sehr schön, einigen wird der Stil jedoch eindeutig zu kitschig sein.

Musik:
Da Chopin eine wichtige Figur im Spiel ist, gibt es neben dem Score von Motoi Sakuraba (unter anderem "Star-Ocean"-Reihe) auch einige Klavierstücke von ihm zu hören. Diese werden in regelmäßigen Abständen im Verlauf der Story eingespielt und währenddessen werden auch einige Infos über das reale Leben des Komponisten preisgegeben.
Die Musik von Sakuraba ist komplett sehr schön. Es gibt wirklich tolle, unverbrauchte Melodien, die mit echten Instrumenten eingespielt wurden und hervorragend die Atmosphäre und die Bilder unterstützen. Dabei ist die Musik aber nie zu aufdringlich.

Kampfsystem:
Das Kampfsystem ist einerseits rundenbasiert, andererseits aber auch sehr actionreich und taktisch orientiert. Aber der Reihe nach:
Auf die Kämpfe nehmen Licht und Schatten Einfluss. Gegner verändern teilweise ihre Form und ihre Fähigkeiten, je nachdem, wo sie sich auf dem Kampffeld befinden. Die eigenen Charaktere wiederum haben ebenfalls Spezialangriffe, die entweder nur im Licht oder eben nur im Schatten angewendet werden können.
Aber es gibt noch andere Rahmenbedingungen für die Kämpfe, die vom sogenannten Gruppenlevel abhängig sind. Der Gruppenlevel erhöht sich regelmäßig nach bestimmten Bosskämpfen. Der niedrigste Level gibt dem Spieler praktisch unendlich viel Zeit für taktische Überlegungen. Es gibt außerdem eine auf fünf Sekunden begrenzte Aktionszeit, die allerdings nur dann läuft, sofern sich die Spielfigur bewegt wird. Im dritten Level sieht die Sache schon anders aus. Es gibt nur noch eine begrenzte Taktikzeit von drei Sekunden, die automatisch anfängt zu laufen, sobald der Spieler dran ist. Die Aktionszeit beginnt direkt danach zu laufen, auch wenn die Spielfigur nicht bewegt wird. Dadurch ist der Spieler gezwungen, schnell zu überlegen und vor allem zu handeln.
Später kommen dann auch "Blocken" und "Gegenangriff" hinzu. Dafür muss im richtigen Moment die O-Taste bzw. X-Taste gedrückt werden. Die Funktion ist sehr unausgewogen. Bei einigen Gegnerarten hat man immer recht viel Zeit um die Taste zu drücken, bei anderen muss man wirklich, und ich mein WIRKLICH, blitzschnell reagieren.
Besonders ist auch, dass im Spiel keine Magie angewendet wird. Demzufolge haben die Charaktere nur LP (Lebenspunkte) und auch die Spezialangriffe können unendlich oft angewendet werden.
Der Schwierigkeitsgrad ist sehr schwankend. Es gibt Dungeons, bei denen man froh ist, wenn man sie endlich hinter sich gebracht hat. Andere sind dagegen lächerlich einfach, selbst wenn man schon seit einiger Zeit kaum noch gelevelt hat. Das Gleiche gilt für die zahlreichen Bosskämpfe.

Spielsystem:
"Eternal Sonata" ist sehr linear aufgebaut. Es gibt praktisch keine Handlungsfreiheit, man hat immer nur den einen Weg. Einerseits ist das natürlich ärgerlich, zumindest ein paar Nebenquests oder Minispiele hätten ruhig eingebaut werden können, andererseits hat mich das Spiel aber durchweg bestens unterhalten.
Ist das Spiel beendet, kann man einen Speicherstand anlegen, mit dem das Spiel erneut begonnen werden kann. Folgende Dinge werden dabei in das neue Spiel übernommen:
- Gruppenlevel
- Gefundene Kostüme
- Gefundene Partituren (diese werden für das einzige Minispiel in "Eternal Sonata" benötigt)
- Das Heldenemblem (ein "wichtiges Item", das man kurz vorm Ende bekommt. Wozu es außerdem noch gebraucht werden kann, weiß ich nicht.)

Fazit:
Ich bin sehr froh, dass diese einst XBOX360-exklusive Rollenspielperle ihren Weg zu "meiner" Konsole gefunden hat. Im Vergleich zur Originalfassung haben die Entwickler noch einiges an Umfang für die PS3 draufgepackt. Neue Handlungsstränge, unterschiedliche Kostüme für die Spielfiguren, unterschiedliche Enden.
Dadurch ist das Spiel nicht mehr ganz so kurz, meine Spielzeit betrug 38 Stunden, als ich dem finalen Boss gegenüber stand. Allerdings lasse ich mir beim Spielen aber auch immer Zeit. Ich habe so ziemlich jeden NPC in den Städten angequatscht und stellenweise auch viel gelevelt. Andere werden "Eternal Sonata" sicherlich auch in 30 - 32 Stunden beenden können.
Somit gehört das Spiel nicht gerade zu den längsten unter den J-RPGs. Dieser Umstand sowie der unausgewogene Schwierigkeitsgrad kosten einen Stern.
Trotzdem empfehle ich das Spiel allen, die auch Spiele wie "Dragon Quest VIII", "Dark Chronicle" oder "Grandia" mochten.
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Kommentare


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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.03.2009 00:21:03 GMT+01:00
Thorgal meint:
Man sollte aber auch nicht unerwähnt lassen, daß man das Spiel für die 360 seit locker 6 Monaten für ¤9,99 bekommt, währen PS3 Besitzer für eine leicht aufgepeppte Fassung gleich den Vollpreis berappen dürfen. In anbetracht des Alters (360er Fassung ist bereits seit fast 2 Jahren auf dem Markt) empfinde ich es als eine Frechheit, denn andere Hersteller zeigen auch, daß man erweiterte Fassungen (zB P3 Fes) für einen kleinen Preis anbieten kann. Aber mit den PS3 Besitzern, welche eh über RPG Mangel klagen müssen, kann man es eh machen.

Optisch ist das Spiel nett, jedoch haut es niemanden vom Hocker. Schaut halt aus, wie ein PS2 Spiel mit höherer Auflösung (Tales of Legendia sah auf der PS2 auch nicht schlechter aus, nur eben in SD). Kampfsystem ist auch nicht jedermanns Sache und gerade von Namco hätte ich etwas ausgefeilteres erwartet. Vor allem der Levelaufstieg der Party ist an den Spielverlauf gebunden.
Was mir mal wieder bei einer PS3 Portierung aufgefallen ist, wäre das fehlende AA (obwohl diese optisch ja nicht gerade anspruchsvoll ist), wodurch das Spiel im Gegensatz zur 360er Fassung leichtes Kantenflimmern aufweist. Das scheinen die Entwickler aber grundsätzlich bei der PS3 nicht so richtig im Griff zu haben (sehe auch aktuell Fallout3 oder RE5).

Man sollte auch die Spielzeit deutlich kürzer ansetzen. Klar kann man mit kurzen RPGs auch je nach Spieler kurz oder auch sehr lange mit einem Spiel verbringen, daher lässt es sich nur schwer pauschal sagen. Dennoch kann man das Spiel auch schon in unter 20 Stunden schaffen und gie Extras der PS3 Fassung machen es auch nicht unbedingt sichtbar länger. Aber es ist ja auch nicht so, als wären Spiele wie zB FFX länger, denn das konnte man auch schon in 30 Stunden zu Ende bringen oder auch mehr als 100 Stunden damit verbringen.

Aber der Vergleich mit DQVIII, DC oder Grandia ist aus meiner Sicht nicht so vorteilhaft, denn gerade diese Titel spielen in einer ganz anderen Liga. Wer davon begeistert war, der wird von Eternal Sonata (aka Trusty Bell) eher enttäuscht sein. Es ist nur ein kleiner Happen, um die RPG Fans mit PS3 nicht ganz auf dem trockenen zu halten und damit sogar dank des Mangels auch gutes Geld zu machen. Mehr ist es jedoch nicht. mich wundert jedoch ziemlich warum gerade auf der 360 so viele und vor allem bessere JRPGs erscheinen, wo man doch eigentlich von Japanern her kennt, daß vorwiegend nur japanische Konsolen bevorzugt werden. Ob das nicht doch vielleicht an den schlechten Softwareabsätzen bei PS3 Spielen liegen könnte?

Veröffentlicht am 26.03.2009 14:21:29 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.03.2009 14:30:43 GMT+01:00
Dark Haseo meint:
Hallo alle zusammen,

das Heldenemblem dient als Schlüssel für ein besonderes Tor in der Wüste (Bonusdungeon). Um da hin zu kommen muß man in den Noise Dunes (weiß nicht ob das Gebiet in deutschen Version anders heißt) 3 mal bei der linken Seite den Bildschirm verlassen ODER 3 mal bei der rechten Seite den Bildschirm verlassen.

PS: Gut gemeinter Rat, level dich tot bei den Drachen, und lvl den neuen Charakter den du da bekommst, es lohnt sich.

Veröffentlicht am 30.03.2009 12:44:22 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.03.2009 12:44:53 GMT+02:00
Hallo Thorgal,

der hohe Preis für die PS3-Fassung ärgert mich auch ziemlich. Das hätte ich in meiner Rezension tatsächlich noch erwähnen sollen, da gebe ich dir vollkommen recht.
Die Graphik mit hochaufgelöstem PS2-Niveau zu vergleichen halte ich dann allerdings doch für etwas gewagt. Der Vorteil bei Cel-Shading ist ja gerade, dass die Graphik auch bei schlechterer Graphikleistung (in diesem Fall PS2) noch wirklich sehr gut aussieht. Man muss also schon auch auf Details achten, wenn man ES spielt. Dennoch ist die Graphik bei ES sicherlich nicht die beste, aber darauf habe ich ja auch in meiner Rez. hingewiesen.
Ich finde auch nicht, dass die 360 soooo große Vorteile im RPG-Bereich hat. Blue Dragon und Lost Odyssee sind solide gemachte Spiele, die aber (zumindest laut GamePro) nicht gerade innovativ sind, heben sich somit nicht von ES ab. Last Remnant ist inhaltlich top, aber bei der Graphik haben die Entwickler extrem geschludert, davon konnte ich mich selbst schon überzeugen. Die PS3-Version, die immer Sommer erscheint, wird da sicherlich die Nase vorn haben, da die Entwickler zusätzliche Zeit haben. Tales of Vesperia wird letztendlich mit Sicherheit ebenfalls noch auf die PS3 portiert, da es sich hierbei um den gleichen Entwickler wie bei ES handelt.
Und dann schau dir mal Valkyria Chronicles an. Ein absolut erstklassiges Taktik-RPG mit sehr guter Graphik, erwachsener Story und teils anspruchsvollem Schwierigkeitsgrad (in den Skirmishes sogar ziemlich knackig, wenn man den höchsten Grad nach Beendigung des Spiels anwählt).
Ich danke dir dennoch für deinen Kommentar!
------
Hallo Werner,

vielen Dank für deine Hinweise!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.03.2009 20:14:34 GMT+02:00
Dark Haseo meint:
Ich helf doch gerne.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.04.2009 12:17:09 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.04.2009 21:39:56 GMT+02:00
Thorgal meint:
@Sven Gellersen
Naja, in Bezug auf die Optik kann man es so oder so sehen. Dennoch ist es nicht die Welt und da fand ich selbst Tales of Vesperia (was hier wohl nie erscheinen wird) besser. Dennoch wirken beide Spiele kaum anders, als Tales of Legendia oder Tales of the Abyss auf der PS2 nur eben höher aufgelöst. Hast du diese beiden Titel denn überhaupt schon mal gespielt?

Was das Angebot an JRPGs angeht, ist nun wirklich eindeutig, daß die PS3 an letzter Stelle steht. Vor allem im japanischen und amerikanischen Sektor wird der Unterschied in der Auswahl an RPGs sehr deutlich. Auf Tales of Vesperia, diverse Titel von ATLUS und Star Ocean 4 würde ich nicht wirklich gerne verzichten wollen.
Viel Auswahl hat man auf der PS3 nicht und selbst Valkyria Chronicles fand ich eher "solide", aber mehr nicht. Im Meer von wirklich hochkarätigen SRPGs ist es wohl eher ein kleines Licht, aber der verhungernde PS3 Besitzer wird sich natürlich über jedes Häppchen freuen.
Blue Dragon dagegen ist in der Manier von Dragon Quest gemacht und spielt sich auch sehr ähnlich (DQ ist ja auch nicht umsonst erfolgreichste RPG Reihe in Japan und konnt auf Verkaufszahlen, von denen jedes FF nur träumen könnte). Lost Odyssey würde ich vor allem als eines der besten JRPGs ansehen, die in letzter Zeit erschienen sind. Ich weiß ja nicht nach welches Kriterien deine tolle GamePro bewertet, aber in dem Fall stimmt einfach alles. Ein klassisches gut durchdachtes Kampfsystem, eine sehr innovative Story (mal wirklich was frisches und vor allem sehr spannendes) und gut ausgearbeitete Charaktäre. Ich wüsste gerade bei dem Spiel eigentlich nix negatives zu sagen und hätte mir gerade so ein FF gewünscht. Aber in diesem Fall scheint es nach deiner Aussage zu urteilen auch so zu sein, daß du selbst beide Spiele nie selbst gespielt hast und dich einfach nur auf irgendein Magazin beziehst. Wäre ich vor die Wahl gestellt, dann wären diese beiden Titel vor jeden für die PS2 erschienen FF an erster Stelle auf meiner "zu kaufen"-Liste. Dazu sollte ich anmerken, daß ich JRPGs seit nunmehr weit über 25 Jahre spiele (dank Kentnisse der japanischen Sprache meißt im Original) und gerade Lost Odyssey ist aus meiner Sicht ein perfekt durchdachtes RPG der klassischen Art mit einem modernen Gewand. Vor allem die Spieler, welche auf Story sehr viel Wert legen und dazu ein unkompliziertes aber auch durchdachtes Kampfsystem zu schätzen wissen, werden davon begeistert sein und nochmal in die Zeit versetzt als JRPGs noch etwas besonderes waren. Wäre das Spiel hier zB unter "Final Fantasy" erschienen, dann hätte es eine weit größere Beachtung bekommen. Aber letztendlich ist es irgendwie ein FF, da es ja schließlich direkt von "Hironobu Sakaguchi" dem Vater der Serie kommt. LO kann man so gesehen als Rückkehr zu alten Tugenden und Werten des klassischen JRPG sehen, also genau das, was das auf Mainstream angepasste FF seit langer Zeit verloren hat.

Im Falle von Eternal Sonata ist es eher ein durchwachsener Titel, der bereits von der Kritik her auf der 360 sich im netten Mittelfeld (Häppchen für zwischendurch) bewegt hat und komischerweise sich nun die Wertungen hier für das Spiel nur mit Sternen überschlagen. Wird ein Spiel nun etwas besser, weil es für die PS3 zu bekommen ist? Innovativ ist nun wirklich garnix dran. Es ist ein bischen von allem, aber nicht genug um aus den Fluten besserer Titel hervor zu stechen. 5 Sterne finde ich da echt übertrieben, aber letztendlich habe ich als Spieler mit mehreren Konsolen ein weit größeres Sprktrum an Titeln zur Auswahl. Mit nur einer PS3 hat man dagegen nicht gerade viel Auswahl.

Auf dene Prognose in Bezug auf ToV würde ich mich nicht verlassen bzw mir eher wenig Hoffnungen machen, da die vorherigen "Tales of" Spiele wie zB Tales of Legendia und Tales of the Abyss nicht mal in Europa für die PS2 erschienen sind und Tales of Rebirth und Tales of Destiny 2 noch nicht einmal es in die USA geschafft haben. Außerdem war Eternal Sonata von Anfang an nicht exklisiv (sehe dazu auch die Verpackung der 360-Fassung) und ToV dagegen laut dem Cover diesmal eindeutig "exklsiv" ist! Auch Tales of Symphonia bekam eine aufgepeppte Fassung für PS2-Besitzer, was jedoch ausschließlich japanischen Spielern vorbehalten blieb.
Was The Last Remnant angeht, wird es sich noch zeigen. Es sieht so aus, als hätte SqaureEnix die U3 Engine überhaupt nicht im Griff und deshalb wurde wohl die PS3 Fassung erstmal verschoben. Vor allem ist das SPiel sehr Speicherhungrig und somit vor allem bei der PS3 ein großes Problem. Die 360 kann auf insgesammt 512MB GDDR3 variabel zugreiffen. Die PS3 dagegen hat ein Limit von 256MB VRAM, was die Sachen natürlich erschwert. Daher sind praktisch alle Multientwicklungen der 360 unterlegen und man muß mit mehr Geruckel, weniger Effekte und vor allem ausgeschaltetem AA vorlieb nehmen. Ein Vergleich zwischen den meißten Titeln zeigt es ja deutlich. Seit nunmehr 3 Jahren wirbt SqaureEnix mit deren ach so tollen und überlegenen White Engine. Warum bedient man sich also bei den eigenen Entwicklungen der U3 Engine und nicht der hauseigenen Wunderengine? White Knight soll ja zB bereits auf Basis der White Engine entwickelt worden sein, wovon ich jedoch recht wenig beim spielen gemerkt habe (habe die japanische Fassung). Auch FFXIII schein mal wieder mit ins Spiel überhehenden FMV zu spielen, was ein großer Gegensatz zu TLR darstellt, welche durchgehend mit "ingame" Sequenzen arbeitet. MGS4 ist auch so ein Fall für sich, da man hier auch bei den aufwendigen Sachen auf die stärke der bluray gesetzt hat, nämlich schicke Renderfilmchen. Daher verschlingt das Spiel letztendlich auch fast 50GB.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.04.2009 17:24:45 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.04.2009 17:43:54 GMT+02:00
Hallo Thorgal,

nein, ich habe weder Tales of the Abyss noch Tales of Legendia gespielt, aber ich habe mir genug Screenshots im Netz angeschaut, um dir versichern zu können: Eternal Sonata hat nicht bloß hochaufgelöste SD-Graphik. Wenn dem so wäre, hätte das Spiel zwar scharf gezeichnete Konturen, die Texturen blieben aber immer noch matschig. Eine höhere Auflösung zaubert nunmal nicht detailierte Texturen herbei, die müssen immer noch programmiert werden, was bei den Tales-of-Spielen garantiert nicht der Fall ist. Für PS2-Niveau sehen diese Spiele definitiv sehr gut aus, aber bis zu Eternal Sonata liegen dann nunmal doch noch ein paar Welten. Nichtsdestotrotz gebe ich dir recht, dass Tales of Vesperia graphisch die Nase vorn hat.

Ich selbst habe keine Xbox-Konsole, daher habe ich Blue Dragon und Lost Odysee auch nie ausgiebig gespielt, ein Freund von mir hat jedoch zumindest Blue Dragon und es hat mich wirklich nicht vom Hocker gehauen. Die Graphik ist wirklich sagen wir mal gewöhnungsbedürftig (hat nix mit dem Design von Toriyama zu tun) und das Kampfsystem ist klassisch. Das finde ich nicht schlimm, im Gegenteil, aber innovativ ist es halt auch nicht und nichts anderes habe ich in meiner ersten Antwort geschrieben. Ebenso klassisch ist die Storyline (kleiner Junge begegnet Obermotz und wird dabei in zahlreiche Abenteuer verwickelt). Mag sein, dass sie gut erzählt ist, aber das Storygerüst kennt man aus tausend anderen Spielen schon.
Zu Lost Odyssee kann ich kein eigenes Urteil abgeben, aber wenn du selbst schreibst, es sei "eine Rückkehr zu alten Tugenden und Werten des klassischen JRPG", dann sage ich: gut so! Auch ich mag Spiele, die nach dem klassischen Prinzip funktionieren. Aber das Fehlen des klassischen Prinzips der FF-Serie als Negativpunkt vorzuhalten, ist ungerechtfertigt. Gerade bei einer so langlebigen Serie ist Veränderung zwingend notwendig, ansonsten hätten die Spiele als Teil einer Spieleserie keinerlei Daseinsberechtigung. Und wundert es dich wirklich, dass FFXIII wieder mit FMV "spielt"? Solche Sequenzen gehören seit jeher zur Serie seit es die technischen Möglichkeiten dazu gibt. Nebenbei: Einerseits findest du es toll, dass LO klassisch, andererseits findest du es scheiße, dass es ES an Innovation fehlt? Was denn nun? Du musst dich schon entscheiden, was du nun willst.
Davon mal abgesehen, ist zumindest das GraphikDESIGN von ES - dadurch, dass es extrem bunt, verspielt und für viele wahrscheinlich auch zu kitschig ist - für europäische Verhältnisse schon recht innovativ und den taktischen Aspekt von Licht und Schatten hab ich auch noch in keinem anderen Spiel gesehen.

Was den RPG-Vergleich Xbox360 / PS3 angeht: Ich habe meine Aussage ausschließlich auf Deutschland bezogen, nicht international.
Mit deinem technischen Fachwissen (ich gehe mal davon aus, dass es fundiertes Wissen ist) kann ich nicht mithalten. Von irgendwelchen Engines und "AA"-Dingern (Anti-Aliasing? = Verhinderung von Treppchenbildung? Wenn ja, dann weiß ich, was gemeint ist) hab ich wenig bis keine Ahnung, genauso wenig wie bei den technischen Daten beider Konsolen. Aber mal ehrlich ... ist sowas wirklich so wichtig? Es ist doch wirklich Jacke wie Hose, ob die PS3 nun weniger RAM hat oder nicht. Solange Graphik und vor allem: SPIELSPASS nicht darunter leiden, ist das doch völlig uninteressant (und hat nebenbei gar nix mehr mit dem eigentlichen Thema "Eternal Sonata" zu tun).
Weder an der Graphik noch am Spielspass gibt es Wesentliches auszusetzen (abgesehen von dem unausgewogene Schwierigkeitsgrad), sonst hätte ich die Rezension bestimmt nicht so geschrieben.

PS: Deine Verwunderung bezüglich der Amazon-Gesamtwertung von Eternal Sonata (PS3-Version) kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Die Xbox-Fassung hat die gleiche Gesamtwertung bei knapp 3mal sovielen Einzelwertungen (die auch nur eine einzige 2*-Bewertung beinhaltet). Das Spiel ist also nicht besser geworden, nur weil es auf PS3 erschienen ist. Bei den Fachkritiken hat sich auch nix geändert, soweit ich weiß.

Veröffentlicht am 12.10.2009 15:41:49 GMT+02:00
Scenotaph meint:
http://www.4players.de/4players.php/tipps/360/8364/66978/Eternal_Sonata.html
dafür brauchste das heldenemblem;)!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.02.2014 08:04:01 GMT+01:00
lufia meint:
Ich finde es auch etwas seltsam, nein eigentlich unverschämt das man für die ps3 Version immer noch so viel bezahlt.
Schade das Ich erst jetzt eine xbox360 vom Enkel geschenkt bekommen habe (da alle dachten die das CD-Laufwerk der xbox wäre kaputt), aber ich habe sie angemacht, cd rein und los gings :).
Aber hätte ich die xbox schon früher gehabt dann hätte ich mir das Spiel sicher für die xbox gekauft, natürlich wegen den Preis.
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