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Kundenrezension

33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Tücken der Allmende am Beispiel des Euro, 19. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Tragödie des Euro: Ein System zerstört sich selbst (Gebundene Ausgabe)
In diesem Buch geht es um Geschichte, Gegenwart und Zukunft der europäischen Kunstwährung. Die Analyse basiert auf der "österreichischen Schule" der Volkswirtschaftslehre.

Der Autor schildert zunächst die beiden Grundtendenzen der Europäischen Union.

1. Freiheit: Die Zollunion der Europäischen Union soll durch einen freien Waren-, Finanz- und Personenverkehr zu Wohlstand führen.

2. Dirigismus: Durch zentralistische Interventionen soll die EU ein starker Akteur auf der politischen Weltbühne werden.

Zunächst sah es nach dem Zweiten Weltkrieg danach aus, als ob (wie die Deutschen und Engländer es wollten) eine Freihandelszone entstünde. Die Franzosen wollten jedoch ein starkes Europa (am besten unter ihrer Führung). Im Laufe der Zeit wurde mal das eine und mal das andere Prinzip verfolgt. Der Euro sollte den Weg in die politische Union ebnen. Die Verhandlungen über die Wiedervereinigung Deutschlands und die damit zusammen hängende Einführung des Euro werden ausführlich diskutiert.

Heute haben wir in Europa nach der weltweiten Finanzkrise eine Schuldenkrise. Aktuell (Juni 2011) ist Griechenland am stärksten betroffen.

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) legt für ganz Europa einen einheitlichen Zins fest (vorher hatte jedes Land eine eigene Währung und konnte für sich optimale Zinsen setzen). Für die südeuropäischen Länder bedeutet dies, dass sie günstigere Kredite bekommen als früher und damit zum Schuldenmachen animiert werden. Hier kommt nun der so genannte Cantillon-Effekt ins Spiel: Zusätzliches Geld wird an einem bestimmten Punkt in den Wirtschaftskreislauf gepumpt und führt dann in Wellen zu Inflation. Das bedeutet, dass die Erstbezieher des frischen Geldes noch zu alten Preisen kaufen können (ihre Kaufkraft erhöht sich), während die Letztbezieher die gestiegenen Preise sehen (ihre Kaufkraft kann sogar sinken). Die Zinsen der EZB sorgten nun dafür, dass die südeuropäischen Länder das Geld erhielten, damit z. B. Waren in Deutschland kauften und dadurch dort die Preise erhöhten. Das erklärt, warum die Reallöhne in den südeuropäischen Ländern stiegen und bei uns nicht. Die Auswirkungen waren wie bei den lateinamerikanischen Gold- und Silberzuflüssen in das mittelalterliche Spanien: Es kam zum Cantillon-Effekt. Da die expansive Geldpolitik der EZB im Euroraum zu Inflation führt, muss man versuchen, das Geld möglichst als Erster zu erhalten. Das entspricht der Überweidung von allgemein benutzbaren Gemeindegrundstücken im Mittelalter ("Tragödie der Allmende").

Man kann die Argumentation wie folgt zusammen fassen (die Länder sind nur Beispiele für einen Erst- bzw. Letztbezieher):

1. Spanien: steigende Geldmenge -> steigende Löhne -> sinkende Zinsen
2. Deutschland: steigende Exporte -> stagnierende Löhne -> steigende Preise -> steigende Zinsen

Die weiteren Kapitel beschäftigen sich mit der Situation in Griechenland (dort gab es schon immer Probleme) und möglichen Interventionen der Politik (protektionistische Handelshemmnisse werden mit dem Nationalsozialismus in Zusammenhang gebracht). Zum Schluss werden mögliche Zukunftsszenarien vorgestellt.

***

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Während bei der Darstellung der geschichtlichen und politischen Zusammenhänge auf weiter führende Literatur zurück gegriffen wird, ist die wirtschaftswissenschaftliche Diskussion originell. Der Autor arbeitet die Argumente der "Tragödie der (Euro-)Allmende" und des Cantillon-Effekts gut heraus. Damit wird deutlich, dass niedrige Löhne in Deutschland nicht die Ursache des Problems sind (sie sind ganz im Gegenteil eine Folge der Geldpolitik der EZB). Somit sind die Forderungen nach einer europäischen Wirtschaftspolitik, welche die deutschen Waren verteuern und damit unseren Export senken soll, auch als Hirngespinste entlarvt. Auch der Vergleich der EZB mit Tolkiens "Herr der Ringe"ist gelungen: Der Eine Zins für den ganzen Euroraum bindet und knechtet alle Mitgliedsländer!

Das Buch ist für jeden interessant, der sich für den Euro bzw. Geldpolitik interessiert. Besonders Studenten der Volkswirtschaftslehre können viel lernen.

Hinweis: Ich habe die englische Ausgabe "The Tragedy of the Euro" gelesen.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.09.2015 23:47:20 GMT+02:00
Ishar21 meint:
Rückkehr zur eigenen Währung?

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=959

Mit der Kraft der zwei Währungen aus der Krise

Ökonom Wilhelm Hankel erläutert, warum die Rückkehr zur D-Mark alleine nicht ausreicht

Interview mit Professor Dr. Wilhelm Hankel von Manfred Schermer, «Fuldaer Zeitung»
Er gilt als einer der profiliertesten deutschen Ökonomen und Euro-Kritiker der ersten Stunde. Professor Dr. Wilhelm Hankel referierte kürzlich in Fulda. Am Rande des Kongresses stellte er der «Fuldaer Zeitung» seinen Lösungsvorschlag zur Euro-Krise vor: Rückkehr zu den alten Währungen bei gleichzeitiger Beibehaltung des Euro.

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1416

Mit der Kraft der zwei Währungen aus der Krise Ökonom Wilhelm Hankel erläutert, warum die Rückkehr zur D-Mark alleine nicht ausreicht Interview mit Professor Dr. Wilhelm Hankel von Manfred Schermer, «Fuldaer Zeitung» http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1416 Lösungen für die Euro-Krise ohne Turbulenzen und Gewalt Wilhelm Hankel und Oskar Lafontaine haben sich zu Wort gemeldet von Karl Müller http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1465 Zeit-Fragen > 2012 > Nr.4 vom 23.1.1012 > Der Euro vor dem Zusammenbruch – Bürger gegen Euro-Wahn Für unser Land «Die politische Klasse unseres Landes hat sich in eine Sackgasse verrannt. Diese Sackgasse ist das europäische Projekt, das von den Menschen nicht nur in Deutschland, sondern in allen Ländern Europas mit grosser Mehrheit abgelehnt wird. Die Menschen haben verstanden, was unsere politische Klasse nicht wahrhaben will: Der Euro ist gescheitert, der europäische Superstaat ist gescheitert. Wenn wir alle zusammen der politischen Klasse den Gehorsam verweigern, sind wir unaufhaltsam. Zeigen wir ihnen, dass ihr Projekt des europäischen Superstaates, der Fiskalunion, des Euro nicht das Projekt der Menschen in Deutschland, nicht das Projekt der Menschen in Europa ist.» Aus dem Entwurf für eine Abschlusserklärung http://eurokonferenz.wordpress.com Wie Sahra den Euro retten will Veröffentlicht am Juli 26, 2012 Das Intelligenteste aus der Linkspartei – aber leider doch mit Pferdefuß Sahra Wagenknecht hat ein Papier zur Lösung der Euro-Krise vorgestellt. Der SPIEGEL ist begeistert – das ist ein erster Fingerzeig, dass daran etwas nicht stimmt. https://eurokonferenz.wordpress.com/2012/07/26/wie-sahra-den-euro-retten-will/#more-454 Die bürokratische EU-Diktatur ist nicht alternativlos Ein neues Buch gegen EU-, Euro- und ESM-Wahn http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=945 Nachdenkseiten Weblog nach Albrecht Müller ("Die Reformlüge") http://www.nachdenkseiten.de Kritisches zur deutschen Außenpolitik und zur NATO und USA und Ukraine und Putin und Russland und Griechenland und EU und Euro und IWF und Sparpolitik und Ukraine Krise http://www.german-foreign-policy.com Obama ist schuld an der Flüchtlingskatastrophe – Wir brauchen dringend eine Koalition gegen ISIS! 5. September 2015 • ARTIKEL VON HELGA ZEPP-LAROUCHE http://www.bueso.de/node/8211 Forum für ein neues Paradigma und "Neue Solidarität" Zeitung der EIR Nachrichtenagentur http://newparadigm.schillerinstitute.com/de/ EIR Nachrichtenagentur http://www.bueso.de Für ein Trennbanksystem und neues Gass Steagall Gesetz, gegen den neoliberalen Freihandel! EIR NEWS http://www.larouchepac.com American Free Press http://www.americanfreepress.net Forum for a New Paradigm http://newparadigm.schillerinstitute.com/

«Die EU ist seit Beginn eine Korruptions- und Transferinstitution»
Das Mittelstandsinstitut Niedersachsen warnt vor weiteren Griechenland-Hilfen! | von Prof. Dr. Eberhard Hamer

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1153

Europas Sparwahnsinn
«Aber in Wirklichkeit haben die Protestierenden recht» | von Paul Krugman

Europas Sparwahnsinn

Europas Sparwahnsinn
So viel Selbstgefälligkeit. Erst vor ein paar Tagen war die gängige Meinung, dass Eu­ropa die Dinge endlich unter Kontrolle hatte.
Auf www.zeit-fragen.ch anzeigen


http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1108

Sind EU-Skeptiker deutsch-national?

www.eu-skeptiker.de/

Diffamierungskampagne gegen alle EU- und Euro-Skeptiker. ... Manfred Julius Müller analysiert seit über 30 Jahren weltwirtschaftliche Abläufe.

Europäischer Binnenmarkt: Grundfehler der Integration

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1380&no_cache=1&sword_list%5B%5D=Freihandel

Zeit-Fragen > 2011 > Nr. 1 vom 3.1.2011 > «Eine erweiterte Freihandelszone Efta als das wirkliche Europa anbieten»

«Eine erweiterte Freihandelszone Efta als das wirkliche Europa anbieten»
von Beat Kappeler

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=88&no_cache=1&sword_list%5B%5D=Freihandel

Zeit-Fragen > 2012 > Nr.14|15 vom 3.4.2012 > Die EFTA achtet die Souveränität der Staaten

Die EFTA achtet die Souveränität der Staaten
Interview mit Dr. Martin Zbinden, Ressortleiter Freihandelsabkommen/EFTA im Staatssekretariat für Wirtschaft Seco

Zeit-Fragen: Je grösser die Schwierigkeiten im Euro-EU-Bereich werden, desto mehr setzt in ganz Europa ein Nachdenken ein über mögliche Alternativen. Die «zivile Koalition» in Deutschland spricht entschieden vom «Europa der Vaterländer», auf das hingearbeitet werden sollte. Damit könnten und müssten souveräne Länder ihre Verantwortung wieder wahrnehmen und auf freiheitlichem Boden ihre Belange regeln. Dazu wäre die EFTA der geeignete Rahmen, und so war eine Zusammenarbeit in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg auch gedacht.

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=782&no_cache=1&sword_list%5B%5D=Freihandel

Zeit-Fragen > 2012 > Nr.18|19 vom 30.4.2012 > Der «Europäische Stabilitäts-Mechanismus» (ESM) als Ermächtigungsgesetz zur Strangulierung der europäischen Staaten

Der «Europäische Stabilitäts-Mechanismus» (ESM) als Ermächtigungsgesetz zur Strangulierung der europäischen Staaten
Die «Europäische Freihandelsassoziation» (EFTA) wäre die notwendige und vernünftige Alternative
von Dr. phil. René Roca

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=825&no_cache=1&sword_list%5B%5D=Freihandel

Das zweite Scheitern des Liberalismus

Ulrich Berger und Christoph Stein 23.12.2004

Der Neoliberalismus ist die letzte Großideologie des 20. Jahrhunderts: Hysterie, Regression und Wiederholungszwang

Der Neoliberalismus ist die letzte Großideologie des 20. Jahrhunderts. Wie seine feindlichen Brüder lässt er keine historische Erfahrung und keine theoretische Reflexion gelten, die seinen Glaubenssätzen widersprechen könnte. Diese dogmatische Enge ist ein Makel seiner Herkunft. Er ist ein kämpferischer Anti-Anti-Liberalismus, konzipiert in den Zeiten der schwersten Niederlage der liberalen Ideale. Dies prägt seine Begriffsbildung und seine Kampfesweise. Er musste seinen Feinden auf gleicher Augenhöhe entgegentreten. So übernahm er, insbesondere vom Marxismus, die Grundkonzeption einer "geschlossenen wissenschaftlichen Weltanschauung". Er zwingt alle Weltprobleme in ein einfaches Korsett, hat auf alle Fragen einfache Antworten (im wesentlichen immer dieselbe). Er verfügt über ein simples Menschenbild und er propagiert eine utopische Geschichtsphilosophie. Seine dogmatische Enge und sein utopischer Glaube hindern ihn allerdings daran, für die relevanten wirtschaftlichen Probleme pragmatische Lösungen zu finden. Dies macht ihn ebenso realitätsuntauglich, wie es der Marxismus war. Mit seinem Scheitern ist daher zu rechnen.

http://www.heise.de/tp/artikel/19/19062/1.html

Exportorientierung statt Binnenmarkt - Entwicklung

Ulrich Berger und Christoph Stein 11.04.2005

Das zweite Scheitern des Liberalismus - Teil 2

Der Neoliberalismus kann die gegenwärtige Krise weder verstehen, dazu fehlt ihm das theoretisch-begriffliche Rüstzeug, noch kann er sie wirksam bekämpfen oder auch nur eindämmen. Er begreift noch nicht einmal seine eigenen Niederlagen. Im ersten Teil unserer Betrachtungen haben wir die dogmatische Enge des Neoliberalismus auf dem Gebiet der deutschen Konjunkturpolitik verfolgt (Der Neoliberalismus ist die letzte Großideologie des 20. Jahrhunderts). Fataler noch als die binnenwirtschaftlichen sind jedoch die weltwirtschaftlichen Folgen neoliberaler Wirtschaftspolitik.

http://www.heise.de/tp/artikel/19/19828/1.html
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