Kundenrezension

127 von 155 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen DAS soll das Ende gewesen sein!? *SPOILER*, 26. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Eragon - Das Erbe der Macht (Gebundene Ausgabe)
Ich bin in etwa zu der Zeit in die Eragon-Reihe eingestiegen als der 2. Band erschien und die Geschichte die mir dort geliefert wurde war genial, anders als alles was ich bisher kannte und einfach erfrischend unvorhersehbar. Die ersten 3 Bücher haben mich sogar dazu gebracht selbst mit dem Schreiben anzufangen und schaffen es wie sonst nichts anderes meine Fantasie zu beflügeln. Doch der 4. Band dieser Saga hat mich schlicht und ergreifend in einem Zustand zurückgelassen, den heute wohl als depressive Verstimmung bezeichnen würde. Doch nun von vorne. Hier also meine eigentliche Rezension, leider zu einer Aufzählung von Kritikpunkten verkommen:

Gleichheiten zu HDR:
Die Welt, die Völker, das Gesamte Setting erinnert natürlich an Herr der Ringe, doch damit kann ich mich noch absolut abfinden, denn Paolini hat diese mit einem ihm eigenen Detailreichtum gespickt der sie wie eine vollkommen andere wirken lässt. Doch am Ende den großen Helden mit einem Elfenschiff langsam ins Ungewisse segeln zu lassen während seine Freunde, zusammen mit ihren Frauen und Kindern trauernd zurückbleiben schlägt dem ganzen dann doch den sprichwörtlichen Boden aus dem Fass. Ein einfaches Copy/Paste hätte hier aus genügt.

Handlungslücken:
Man hätte so viel mehr machen können, soooo viel mehr hinzufügen und näher erläutern, doch es bleiben Lücken die einfach nur niederschmetternd sind:
- Murtagh und Dorn (Wo zu Teufel sind sie hin?!)
- Murtagh und Nasuada (Warum läuft da nix, wenn doch schon fast was lief?! #undso)
- Arya (Warum wird sie überhaupt Königin? Das wollte sie doch nie?! Und wenn doch warum nicht nur auf Zeit?!)
- Eragon und Arya (Warum entwickelt sich keine Beziehung? Warum brauche die elfen Arya?)

Offene Fragen:
Ich erwarte von einem Buch das voraussichtlich eine Reihe abschließen soll, dass zumindest der Großteil der aufgeworfenen Fragen, Mythen, Rätsel und Geheimnisse gelöst wird. Das ist nicht geschehen, und zwar bei dem enormen Großteil. Im folgenden die wichtigsten offenen Fragen:
- Angela (Woher?, Was?, Wie?, Warum?, und vor allem: Wer ist sie eigentlich!?)
- Der Gürtel von Beloth dem Weisen (Ja wo ist er denn?)
- Tenga, dieser eine komische Magier (Wer?, Was?, Warum?)
- Der Menoa-Baum (Was war ihr Preis?)
- Was waren Broms letzte Worte?
- Ich will wahre Namen hören!

DAS ENDE:
Darauf möchte ich noch mal besonders eingehen, denn ohne dieses wäre das ganze Buch noch absolut akzeptabel ausgegangen. Abgesehen von dem Schiff aus HDR, ist das Entscheidende eigentlich nur die Romanze zwischen Arya und Eragon welche in einer unfassbar stumpfsinnigen Art zerrissen wird. Ich hatte nie angenommen das es in der Reihe Sexszenen o.ä. gibt, das liegt wohl schon der Natur eines amerikanischen Jugendromans zu Grunde, aber wenigstens ein Kuss oder einfach nur ein ehrliches Aussprechen der gegenseitigen Gefühle '
Stattdessen sagen sie sich gegenseitig ihre wahren Namen. Schön und gut, aber wenn das der Leser ansatzweise verstehen soll, dann muss er auch die wahren Namen kennen. So fehlt etwas.
Wenn Paolini seine ganze Geschichte über eine im weitesten Sinne typische Geschichte erzählt (Held wir als armes Kind geboren, findet Ei, wird Reiter, findet seinen ersten Lehrmeister, schlägt seine erste Schlacht, bereitet sich darauf vor die große böse Macht zu vernichten, Lehrmeister sterben, auf sich allein gestellt, Punkt an dem alles verloren scheint, dann ein Hoffnungsschimmer unfein Plan, der epische Sieg, der Empilog mit Frieden und so Zeug), dann muss am Ende der Held auch die "Heldin" ("Burgfräulein" wäre irgendwie unpassend) bekommen.
Bis zur letzten Seite wirkt es so als könnte noch alles gut werden, als könnte Arya noch alles stehen und liegen lassen und einfach mitkommen. Fast scheint es so als spiele Paolini damit und ehrlich gesagt kommt es mir sogar fast so vor als liegt in diesem Ende der unendliche Frust einer zerbrochenen Beziehung. Doch genug der Spekulationen.
Wenn es denn schon ein mehr oder weniger unglückliches Ende sein soll, dann doch bitte wenigstens ein realistisches, nachvollziehbares. Doch stattdessen ist es ein viel zu kurzes, unbegründetes und einfach nur absurdes Ende. Das Eragon nur zwei Sätze später den Frieden in sich findet und sich auf kommende Abenteuer freut ' ARRRRRGGGHHHH!!! (Mehr brauche ich dazu nicht sagen.)

Fazit:
Das Buch war wie immer gut geschrieben, abwechslungsreich, spannend, unvorhersehbar, fantasievoll, intelligent, episch.
Doch es hätte so viel besser sein können. Würde ich in die Vergangenheit reisen können würde ich mir dort stark empfehlen den 4. Band nicht zu lesen.

Am Ende bleibt nur ein Gefühl: Enttäuschung.
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-10 von 31 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 26.11.2011 12:26:45 GMT+01:00
D. Prem meint:
Sehr schöne Rezension, ich kann alle Punkte nachvollziehen. Ich war am Ende genauso enttäuscht.. Schade, das Buch hätte viel Potential gehabt!

Veröffentlicht am 26.11.2011 22:10:05 GMT+01:00
Ich kann nachvollziehen, dass man enttäuscht ist, ja.. Aber am Ende ergibt alles einen Sinn und mit dem Ende zeigt der Autor, dass er sich weiterentwickelt hat. Paolini lässt bestimmt nicht einiges offen, weil ihm Ideen fehlte, sondern um dem Leser die Möglichkeit zu bieten, sich darüber selbst Gedanken zu machen. Ich finde er erreicht dadurch, dass man sich länger die der Geschichten/den Figuren beschäftigt.
Was bringt es, wenn man festsetzt, dass Murthagh und Nasuada heiraten (zumal ich die Beziehung bekloppt finde, aber das ist Ansichtssache..). Es würde die eigentliche Handlung sowieso die vorantreiben, da diese mit Galbatorix Tod und dem neuen Königreich endet. Es würde nur jegliche Fantasie nehmen und damit vielleicht sogar die "Magie" der so schönen Geschichte zerstören.
Meine Meinung dazu, auch wenn ich die Kritik nachvollziehen kann.

Veröffentlicht am 27.11.2011 02:53:40 GMT+01:00
Thomas Guerry meint:
Hätte dem Buch zwar niemals nur einen Stern gegeben, aber kann die Kritik gut nachvollziehen. Vor allem über Angela hätte ich gerne wesentlich mehr erfahren, fand den Charakter unglaublich interessant.
Naja, trotz alledem fand ich das Buch klasse und, wie so oft kritisiert, habe ich es genossen, dass die Story sich bis zum Ende wie eine Sage aus dem Herrn der Ringe liest. Die ersten Sekunden war ich natürlich etwas enttäuscht wegen Arya und anderer Sachen, aber letztendlich finde ich es toll, dass die Saga wie eine Saga endet und nicht wie ein Teenie-Film.

Veröffentlicht am 27.11.2011 15:38:38 GMT+01:00
Kasumi meint:
Einen Stern finde ich etwas wenig aber die Kritikpunkte kann ich voll und ganz verstehen, wirklich eine sehr schöne Rezesion!
Das mit den Vergleichen zu HdR hat mich nie wirklich gestört.
Wo ich aber wirklich nur zustimmen kann sind die offenen Fragen und die Handlungslücken, es muss ja wirklich nicht alles bis ins kleinste beschrieben werden aber ein paar grobe Anmerkungen grade zu Angela und zu Ergons späteren Weg hätte ich mir gewünscht.

Das mit der depressiven Verstimmung kann ich verstehen, irgendwie hat der Schluss einen so überrumpelt, da man nur traurig oder depressiv werden konnte, fand ich zumindest. Es war ja von Anfang an klar das Eragon Alagäsia verlassen sollte, laut der Profezeiung, aber nachdem er dann die Drachen großziehen will und der Lehrer für die neuen Reiter werden soll hat man sich ehr an den Gedanken geklammert er verschindet in ein paar huntert Jahren und bis dahin kommen Eragon und Arya doch noch zusammen (find es echt schade das nichts draus geworden ist, hatte seit den ersten Band drauf gehofft). Aber irgendwie ist nichts so geworden und er verschwindet nach unzähligen (traurigen) verabschiedungen einfach irgendwo hin und es ist Schluss und man erfährt nichts mehr. Arya bleibt zurück als Königin die sie nie werden wollte, Murthag und Dorn fiegen irgenwo in Alagäsia rum und die Urals und Zwerge werden jetzt auch Reiter und verlassen dann auch irgendwann Alagäsia (ob sie zurück kommen und wie sie ihn finden, kein Plan).
Da kann man ja nur verstörrt und leicht depressiv das Buch zuklappen.

Veröffentlicht am 27.11.2011 23:19:02 GMT+01:00
OnlyAndy meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2011 23:32:32 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.11.2011 23:33:23 GMT+01:00
felesdelyx meint:
@OnlyAndy: Lies doch mal den Titel meiner Rezension.

Veröffentlicht am 28.11.2011 14:15:21 GMT+01:00
S. Paulus meint:
Vorneweg muss man sagen, dass man nur von Dingen wirklich enttäuscht sein kann, die einem viel bedeuten.

Ich bin selber Autor und kann mich der Kritik in jedem Punkt anschließen. Die allermeisten Wendungen habe ich exakt so vorher gesehen. Aber das Ende ist grausig. Man möchte ins Kloster gehen. Als Lohn für den Kampf, die unglaubliche Verantwortung und die Befreiung eines ganzen Landes, darf man sich verabschieden und die Frau, mit der man so viele gemeinsame Gefahren durchlebt hat und die man so sehr liebt, dass es Teil des eigenen Wesens geworden ist, bleibt halt wo anders. Das Pflichtbewusstsein gegenüber einer Welt, die einen ständig für eigene Zwecke missbrauchen möchte, steht über dem persönlichen Glück. Eine Aussage die keinen Mut macht und für einen Jugendroman auch völlig daneben ist. Sind die Beiden nach so viel Kampf etwa stumpfsinnig geworden? War es nicht eigentlich die Stärke der Beiden, dass sie sich trotz des Kampfes und dem Leid ein fühlendes Herz bewahrt haben? Und dann geht man so auseinander? Ist das gerecht?

Als Autor, glaube ich daran, dass Bücher die Kraft haben die Welt zu verändern und wenn es nur die Welt eines einzelnen Menschens ist.

Ich schließe mich der Spekulation an. Paolini hat eine Enttäuschung durchlebt und projiziert diese in sein Buch. Das Maß seiner eigenen Verantwortung gegenüber vielen jungendlichen Lesern korrespondiert nicht mit den vielen wunderbaren Ideen der vorangegangenen Bücher. Dieses Ende nimmt einem das Zutrauen in die Zukunft und den Glauben, dass man eine Chance auf persönliches Glück hat. Genauso wie sich Paolini bei der Verfilmung von Hollywood über den Tisch hat ziehen lassen, zieht er hier den Leser über den Tisch.

Der Kampf mit Galbatorix ist wirklich lächerlich.

Eine weitere offene Frage bleibt für mich die Rache von Eragon an Murtagh für den Mord an Hrothgar. Eragon schwört als Mitglied des Dûrgrimst Ingietum bei allen Steinen Alagaesias Rache an Murtagh. Wie sah die aus? Schlag auf die Finger. Böser Junge. Galbatorix geht selber auf diesen Punkt ein und nennt Murtagh „Königsmörder“ und dass er von ihm überrascht war. Eragon muss sich um die Angelegenheit nicht mehr kümmern. Er steht als Drachenreiter über den Dingen. Eine Tatsache, die der Clan Az Sweldn rak Anhûin den Drachenreitern vorwirft. Letztlich bleibt die Tat ungesühnt, aber wie geschickt dass Eragon nicht mehr in Alagaesia ist.

Ich hab die Bücher wirklich geliebt und sie haben mich inspiriert. Für mich endet die Geschichte anders.

Veröffentlicht am 28.11.2011 16:01:47 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.11.2011 16:02:31 GMT+01:00
Auch ich schließe mich dieser Rezension an. Ich hätte auch noch 6 Monate gewartet um letztendlich meine offenen Fragen (identisch mit den oben genannten) beantwortet zu bekommen. So habe ich ausgelesen und habe das Gefühl im Bauch doch nicht fertig zu sein - aber da kommt nix mehr. Keine Seite. Keine Antwort. Schade. Das Ende ist unausgegoren...
Dennoch eine Reihe die ich gern gelesen habe.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.11.2011 17:49:35 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 28.11.2011 17:50:17 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 28.11.2011 17:50:31 GMT+01:00
der Sven meint:
Zunächsteinmal: Ich habe das Buch noch nicht gelesen.
Ich habe Buch 1 und Buch 2 förmlich verschlungen und war sehr gespannt wie es weitergeht. Als ich den dritten Teil gelesen habe war ich sehr enttäuscht. Ich kann mich nur noch daran erinnern, Einzelheiten sind schon zu lange her. Das mich der dritte Teil auch nicht wirklich bewegt hat zeigt sich auch daran, das ich mich nicht wirklich daran erinnern kann.

Vor kurzem habe ich dann gesehen, das der vierte Teil erschienen ist. Ich hatte ihn mir weder vorbestellt noch war er in irgendeiner Weise auf einer "Favoriten"-Liste.

Ich lese besonders gerne extrem schlechte oder exellent gute Rezessionen um mir Meinungen einzuholen. Ich habe diese Rezession gelesen und bin mir jetzt fast schon sicher, das es mir genauso gehen wird. An dieser Stelle auch ein Lob an den Verfasser, sehr ausführlich und nachvollziehbar dargestellt.
Ich werde mir das Buch zu Weihnachten schenken lassen aber hauptsächlich nur damit es auch im Regal stehen kann. Mal sehen ob ich es wirklich noch lesen werde.
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