Kundenrezension

55 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre !!!!, 25. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Roter, brauner und grüner Sozialismus: Bewältigung ideologischer Übergänge von SPD bis NSDAP und darüber hinaus (Broschiert)
In den üblicherweise veröffentlichten Meinungen (Presse etc.), im Schulunterricht, im Seminar oder Hörsaal der Hochschulen oder am Stammtisch, so gut wie überall wird der Nationalsozialismus durch die "Brille Stalins" gesehen. Ein Geniestreich des roten Massenmörders, in der Bundesrepublik ist seine Botschaft vom "guten und hehren Sozialismus" und vom bösen "Hitlerfaschismus" voll verinnerlicht.
Hier ist das Buch von Josef Schüßlburner richtiggehend eine Wohltat, endlich jemand der - wie Ludwig von Mises, Wilhelm Röpke und andere Emigranten vor dem 2. Weltkrieg - klar sagt, dass alle Farben des Sozialismus' in einen Topf gehören, alle die gleichen Wurzeln haben - heute zählen auch die 'Grünen' dazu, denn ihre Ideologie wurzelt direkt in der nationalsozialistischen Gesetzgebung: Reichsnaturschutzgesetz 1935 und Naturschutzverordnung von 1936.

Das Buch ist ausgezeichnet recherchiert, jeder Leser kann die angeführten Originalquellen, falls der Leser dem Autor nicht glaubt, nachprüfen. Die zitierten Stellen stimmen.
Für mich, der ich ca. 1978 angefangen habe mich von den "hehren Ideen des Sozialismus" zu distanzieren, weil "Sozialismus die Theorie und Praxis des Massenmordes" ist, waren viele Positionen des Buches neu, obwohl ich aus der Exil-Literatur (1933 - 1945) einige Aspekte schon kannte.
Für jeden Bürger, der wissen möchte wo repräsentative Parteien - 'SPD', 'Grüne' und die 'Linke' sowieso - der Bundesrepublik ideengeschichtlich verortet sind, sollte diese Buch Pflichtlektüre sein.
Schüßlburner zeigt kenntnisreich, dass die SPD es versäumt hat ihre Vergangenheit zu bewältigen. Nationalsozialismus und SPD habe gleiche Wurzeln, nämlich den klassischen Sozialismus; Beispiele, die Schüßlburner aufzeigt und mit fundierten Quellen absichert:
gesundheitspolitische Vorstellungen führender SPD-Parteigenossen aus der Zeit vor und nach dem 1. Weltkrieg in Sachen Eugenik und Euthanasie sind von den Nationalsozialisten nur umgesetzt worden;
das sozialdemokratische schwedische Ehepaar Myrdal, beide international hoch dekoriert, schwärmten geradezu über die sozialistischen Maßnahmen im Hitler-Deutschland. Auf ihre Initiative hin übernahmen die Schweden manches von Hitler-Deutschland. Und in Teilen der neuen schwedischen Reichsverfassung, die nach 1945 entstand, sind Formulierungen von Prof. Ernst Rudolf Huber, Hitlers Kronjuristen in Verfassungsfragen, fast wörtlich eingeflossen;
Ferdinand Lassalle, einer der Ahnväter der Sozialdemokratie, der von den Deutschen als Führungsvolk auf dem Wege des Fortschritts schwärmt; der den großen Krieg gegen die Slawen herbeisehnte, welche zum Fortschritt erzogen werden müssten; der Deutschland als den vorbestimmten Herrscher Europas betrachtete! Ohne jüdischen Stammbaum hätte der Sozialdemokrat Lassalle in die Ahnengalerie der Nazis gepasst!
Karl Kautsky, der als Chef-Kommentator der SPD die Demokratie wie folgt definierte: "In der wahren Demokratie fallen alle Rechte im Kollektiv zusammen. Der Einzelne hat keinerlei Rechte mehr, auch kein Recht auf Widerstand." Ein Kautsky, der sich, trotz seiner jüdischen und slawischen Wurzeln, mit abscheulicher Dialektik Marx und Engels in der Verachtung der Slawen und Juden anschloss: "Im Sozialismus wird der Jude als Mensch verschwinden." Eine Rückfrage bei Engels und Kautsky schloss sich der Engelschen Verachtung des slawischen Untermenschen an.
Antisemitismus findet man auch bei Bebel, der sagte der "Antisemitismus ist der Antikapitalismus des dummen Kerls", um erläuternd hinzufügen, dass eben der Jude die abscheuliche Personifizierung des grässlichen Kapitalisten sei.
Insbesondere Marx und Engels schwärmten geradezu vom großen Europäischen Krieg, der dann Europa einen Riesenschritt in Richtung Sozialismus bringen sollte und die slawischen Völker, welche zur Revolution ungeeignet seien, in die Knechtschaft mit anschließender Erziehung zum Sozialismus bringen sollte. Vom Jahre der Erstveröffentlichung des 'kommunistischen Manifests' ist bis zum Tode von Marx kein Jahr vergangen, in welchem nicht wenigstens ein kriegsschwärmerisches Pamphlet durch Marx und Engels veröffentlicht worden ist.

Diese kurzen Splitter aus dem Buch mögen genügen, doch schon diese zeigen die große ideologische Verwobenheit des gesamten sozialistischen Spektrums; egal welche Farbe dieser hat - die Menschen werden absolut verachtet.
Das Buch ist ein grandioser Wurf - Respekt und Dank an den Autor!
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 21.03.2011 16:39:46 GMT+01:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.06.2011 11:50:03 GMT+02:00
Mata Hari meint:
@Maximilian Bauer:
Getroffene Hunde bellen :).

... und die "Entschuldigung", dass Juden gleich Kapitalisten sind, ist im übrigen auch nicht mehr die beste, nur weil sie nach wie vor an deutschen Schulen und Hochschulen propagiert wird...

Ihr Kommentar zu der Rezension bestätigt in schöner Weise die Notwendigkeit dieses Buchs.

Veröffentlicht am 01.05.2013 16:37:55 GMT+02:00
Eine wunderbare Rezension zu einem höchst notwendigen Buch!
Leider fand ich es ein wenig holprig zu lesen, weil der Autor zu Satzungetümen neigt. Die zahlreichen Fußnoten und Quellenangaben fände ich lieber am Seitenende als im hinteren Teil des Buches, was zu zeitaufwendiger Blätterei führte.

Doch der Inhalt ist erschütternd! Weltbewegend! Augenöffnend! Obwohl für mich nicht zur Gänze neu, war ich doch von der Informationsdichte beeindruckt.
Leider werden sich viele, die es nötig hätten, der Wahrheit verschließen, anstatt unvoreingenommen an ein ungemein wichtiges Kapitel unserer Geschichte heranzugehen.
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