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Kundenrezension

55 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „No, I can’t escapin‘ …“ - Den Finnen kann sich einfach keiner entziehen!, 18. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unholy Ground (Deluxe Edition) (Audio CD)
Gute zweieinhalb Jahre nach ‚Out Of Style‘ gibt’s jetzt wieder neue Musik von den Finnen aufs Ohr. Endlich. Das neue Baby heißt „Unholy Ground“ und ist wieder ein Mix aus gut gemachten, rock-poppigen Songs und seichten, aber auch kraftvollen Balladen. Es geht um – wie so oft – die Liebe, das Leben und einen Lebensretter. Aber der Reihe nach:
Es wurde wieder viel experimentiert, musikalisch gesehen. Ohne geht’s ja gar nicht mehr. Seit dem zweiten Album (‚Popgasm‘) trauen sich die Jungs, neue Wege zu gehen und was bei eben diesem zweiten Album nicht ganz so gelungen war, geht spätestens seit ‚Out Of Style‘ mächtig ins Ohr. Ich finde ja, je mehr Alben die Finnen veröffentlichen – (mit Ausnahme von besagtem ‚Popgasm‘) – desto besser werden sie. Wer Musik will, wie sie noch auf ‚On The Way To Wonderland‘ zu hören war – vergesst es! Vergesst es im positiven Sinne, denn das, was die Jungs momentan abliefern, ist so viel anders. Aber eben auch besser. Vielleicht Mainstream, vielleicht auch teilweise speziell, aber der Sound passt!
Ich möchte zu jedem Song ein bisschen was sagen … sorry schon jetzt dafür, dass ich vielleicht etwas zu ausführlich werde (;

Unholy Ground
Ein würdiger Opener fürs neue Album und zu Recht Albumtitel. Guter Beat, der einen gleich von Beginn an dazu verführt, mit zu klatschen und – wenn man denn dann den Text kennt – mitzusingen. In diesem Song geht es ums Sündigen bzw. um die ‚sündigen‘ Trips der Band, wie Samu kürzlich in einem Interview verriet – wie sie da jetzt genau sündigen bzw. in der Vergangenheit gesündigt haben, möchte ich lieber nicht wissen … xD

Lifesaver
Als ich den Song das erste Mal gehört habe, dachte ich mir nur so: „Oookaay … interessant …“ Doch spätestens nach Songs wie „Bye Bye“ (Hip-Hop-Style), „6:0“ (mit Orchester) oder auch „I Don’t Dance“ könnte man vermuten, dass die Jungs auch auf ihrem neuen Baby reichlich experimentieren und neue, wenn auch für sie ungewöhnliche Töne anschlagen. ‚Lifesaver‘ ist eine Hommage an jemanden, der für die Jungs persönlich zum Lebensretter geworden ist. Wäre er nicht gewesen, dann stünden die Jungs wohl nicht da, wo sie jetzt stehen. Vermutlich gäbe es die Band nicht mal mehr. Aber alles reine Spekulation – glücklicherweise. Er hat nie aufgegeben, an die Band und ihre Qualitäten zu glauben („Don’t you ever tire, facing all my fires …“, „ … you fighting for me right until the end …“). „Oh my friend, you’re holding out your hand …“ erinnert mich von der Melodie her an ‚Fallen Soldier‘ von The Pusher (Die Schweden waren mal Vor-Act der Finnen – der Beste überhaupt, aber das sei nur nebenbei erwähnt) und ich meine, Samu hätte gesagt, dass die Pusher-Jungs wohl an diesem Song ‚mitgefeilt‘ haben. Ich finde den Song sehr gelungen (denn ja, ich mag The Pusher), denn die Melodie geht einfach ins Ohr. Er wird vielleicht nicht unbedingt so erfolgreich wie ‚Hollywood Hills‘, aber das Potential ist da.

Little Bit Love
Mein absoluter Lieblingssong des Albums! ‚Little Bit Love‘ hat alles, was ein Song haben muss. Schon fast flehentlich schreit Samu heraus, dass alles was er braucht, ein kleines bisschen Liebe ist. Und hey, man glaubt es ihm auch (also ich zumindest xD) In jedem harten Kerl steckt eben auch eine zarte Seele, was hiermit bewiesen wäre. Toller Rhythmus (ein toller instrumentaler Part nach dem zweiten Refrain), toller Text … ich bin total begeistert! „No, I can’t escapin‘ …“, um es mal mit Samus Worten zu sagen … Man kann sich diesem Song einfach nicht entziehen … Kleiner Tipp: Erst recht nicht, wenn man die Anlage (ein bisschen) lauter dreht.

I Can Break Your Heart
Eigentlich hat man noch die Beats von den vorhergehenden Song im Ohr, da schieben die Finnen schon den nächsten Kracher hinterher: Ein schon fast orientalisches Intro, was sich schließlich in rockigen Grooves entlädt und ich muss gestehen, hier lassen die Herren von Bon Jovi ein bisschen grüßen. Aber das tut dem Song an sich nichts Schlechtes – ganz im Gegenteil, und wir wissen ja, dass die Jungs oder besser gesagt Samu auf die Musik von Bon Jovi abfahren. Der Beat steigert sich jedenfalls und die Zeilen lassen schließlich vermuten, worauf es bei ‚I Can Break Your Heart‘ hinauslaufen wird – nämlich auf einen exzellenten Rock-Song, bei dem man einfach nicht stillstehen mag. Ich liebe es! Samu singt von einer Lady, die sich anscheinend für etwas Besseres hält („You think you are too good for anyone …“) und er hätte absolut keine Probleme damit, sie auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen („ … I might bring you down, before you rise up too high.“). Richtig so, Samu ;) - Auch hier darf man die Anlage ruhig etwas lauter aufdrehen … xD

Hurtsville
Nach Songs der rockigen Kategorie gibt’s jetzt etwas Ruhiges auf die Ohren, wobei die Drum-Parts nach dem Refrain sehr eingängig sind und der Rhythmus ins Ohr geht. ‚Hurtsville‘ kommt trotzdem schon fast als Ballade daher und erinnert mich dabei ein bisschen an ‚Welcome To My Life‘ (die Art, wie Samu singt) und ‚Monk Bay‘ (im Chorus). Toller Song, der zum Nachdenken anregt und der – zumindest bei mir – ‚Hühnehaut‘ (O-Ton Samu bei TVoG xD) verursacht!

Letters In The Sand
Das Intro könnte der Jingle für eine neue Samstagabend-Show werden, ehrlich. Nach dem energischen „HEY!“ am Anfang des Songs sowie dem instrumentalen Part denkt man sich, es geht so energisch weiter, doch nein, es wird schon fast romantisch, wenn Samu singt „Time to see this for what it is …“ Leider ist alles im Leben irgendwie vergänglich und Momente kommen nicht mehr zurück. Zeit also, Farbe zu bekennen und sich mit der Situation zu arrangieren (als wenn das manchmal so einfach wäre, und romantisch ist das schon gleich gar nicht (; …)
Die Strophen sind hammer-mäßig, ruhig und doch aussagekräftig und der Chorus tut sein übriges dazu. Nach mehrmaligem Hören geht (mir) ‚Letters In The Sand‘ nicht mehr aus dem Ohr …

Girl Like You
Dieser Song soll ausdrücken, dass nicht in jedem Menschen, der gut aussieht, auch ein guter Charakter steckt. („You’re a pretty face with a dirty mind …“) Und wer möchte schon jemanden als Partner(in)/Freund(in) haben, der einem fremd ist/wird und der sich auch niemals ändern wird („It’s in your d-n-a, you were built this way, and I know you never change …“) … Samu jedenfalls „ …don’t need a girl like you“ ;) Es ist ein absolut fantastischer Song, lediglich mit Piano-/Klavierbegleitung und dadurch sehr melodisch und das macht ihn sehr besonders. Und was anfangs noch sehr seicht beginnt, steigert sich spätestens nach dem zweiten Refrain ins Unermessliche. Hat Ähnlichkeiten mit einem, wenn auch kleinen Chor. Klasse! Beste Zeile (für mich): „I don’t need a one night, right need a girl who stays by my side ’til the end of the world …“ Hach ja, ich schmelze!

If I Fall
Wer fängt mich auf, wenn ich falle?! Wer ist da für mich, wenn ich scheitere?! Hab‘ ich jemanden, auf den ich zählen kann oder bin ich am Ende allein? Schönes Thema für einen Song, ich finde jedoch, dass es nicht ganz so gut umgesetzt wurde. ‚If I Fall‘ klingt mir viel zu düster und ist somit der (einzige) Song auf dem Album, der mir nicht so wirklich gefällt, aber vielleicht kommt das ja noch, wer weiß.

Aim For The Kill
Tja, wer ist der ‚Verlierer‘, wenn eine Beziehung auseinandergeht („Who’s gonna be the sad one if you go …“)?! Der, der geht oder der, der verlassen wird? Das ist hier die Frage. ‚Aim For The Kill‘ jedenfalls ist ein Song, bei dem man wieder nicht still sitzen, still stehen, whatever kann. Toller Song mit einem tollen, eingängigen Beat und die beste Medizin, eine Trennung zu verarbeiten … Am besten auch ganz laut aufdrehen ;)

Don’t Cry (Don’t Think About It)
‚Weine nicht, denk‘ nicht drüber nach … Lass alles hinter dir und schau‘ nach vorne und nicht zurück …‘ („I give you the reason to live in the moment…“) Ich glaube genau das will Samu uns hier sagen und wie schon bei „Sweet Symphony“ vermittelt er uns, dass wir nicht alleine mit unserem Schmerz sind („I try to help you leave your tears behind…“, „ … you’re not alone in loneliness, I’m right here with you …“). Sich diesen Song anzuhören, wenn man gerade in einer Krise steckt, kann immens helfen. Gut möglich, dass man dann alles nicht mehr so schwarz sieht. Einfach nur schön! (:

Afraid Of The Midnight
Dieser Song ist – melodisch gesehen – der Beweis dafür, dass es für alles eine Steigerung gibt. Passend zum Abschluss dieses tollen Albums zeigt uns ‚Afraid Of The Midnight‘, dass ein Song ruhig und sacht beginnen kann, sich zunehmend steigert, um sich schließlich gegen Ende des Songs gänzlich zu entladen (ähnlich wie bei ‚Angels On A Rampage‘). Im Großen und Ganzen ein toller Abschluss.

Meine Favoriten sind, und das mit großem Abstand:
„Little Bit Love“, „Aim For The Kill“, „Girl Like You“, „Hurtsville“, „I Can Break Your Heart“ und „Don’t Cry …“, aber das muss jeder für sich entscheiden, ich wollte es nur mal gesagt haben xD
Und damit wäre dann wirklich alles gesagt zum neuen Baby, bei dem ich mich allerdings frage, wo im Booklet die Songtexte geblieben sind?! (Keine Ahnung, ob die beim normalen Album vorhanden sind). So schön die Bilder auch sind und so sehr man damit auch unvergessliche Momente verbindet – Songtexte gehören einfach in ein Booklet! SO! Trotzdem absolut gelungen ... ;)
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-10 von 17 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.10.2013 18:39:58 GMT+02:00
exxcite meint:
Eine wirklich klasse geschriebene Rezension! :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.10.2013 18:44:19 GMT+02:00
S. Kraft meint:
Vielen Dank :)

Veröffentlicht am 19.10.2013 12:04:45 GMT+02:00
FrauBecca meint:
Das ist die beste Rezension, die ich je lesen durfte! Und ich gebe dir Recht: klasse Album, direkt verliebt. Danke für die ausführlichen Worte! :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.10.2013 18:33:23 GMT+02:00
S. Kraft meint:
Hach Gottchen, vielen Dank!! Das treibt einem ja gleich die Verlegenheitsröte ins Gesicht ;)

Veröffentlicht am 20.10.2013 15:49:07 GMT+02:00
Paloma meint:
Wirklich eine super Rezension (Daumen hoch !!!) und du sprichst mir mit vielem aus dem Herzen.
Was ich dabei besonders interessant finde, dass dir mein heimlicher Favorit (If I Fall) nicht wirklich gefällt. Ich sage heimlich, weil ich mich eigentlich beim Hören nie wirklich entscheiden kann, welcher Song mir am besten gefällt und das ändert sich auch schonmal beim erneuten Anhören des Albums. Aber bei "If I Fall" bleibe ich immer hängen und denke nur "WOW".
Muss allerdings gestehen, dass ich die düsteren Songs schon immer ganz besonders faszinierend fand.
Aber wir sind uns doch einig, dass dieses Album der absolute HAMMER ist ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.10.2013 16:26:02 GMT+02:00
S. Kraft meint:
Danke für die Blumen, freut mich, wenn ich dir aus dem Herzen sprechen konnte ;)
Ich muss ja gestehen, ich hatte durch diverse Teaser ja schon Einblick bekommen, was mich auf dem Album erwarten würde und ich hatte von Anfang an meine Favoriten. Aber je mehr ich die Teaser und dann auch die kompletten Songs gehört habe, desto länger wurde meine Favoritenliste und nun finde ich fast alle Songs toll. Bis eben auf 'If I Fall'. Ich weiß nicht so richtig, was ich davon halten soll, zumal der Rest des Albums ja echt erfrischend und irgendwie fröhlich klingt, auch wenn es um ernste Themen geht. Wer weiß, vielleicht finde ich ja doch noch Gefallen daran, aber momentan kann ich mich an den anderen Songs einfach nicht satt hören ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.10.2013 16:47:19 GMT+02:00
Florian Braun meint:
Der Song "If I Fall" erinnert mich an James Bond! Ich kann nichtmal genau sagen warum, aber er tuts! Mein persönliches Lieblingslied ist "Aim For The Kill". Klasse Sound, eingängiger Text, könnte die nächste Singleauskopplung werden. Samu und die Jungs sind halt einfach hammer! Nicht immer dasselbe sondern sehr viele unterschiedliche Genre in einem Album vereinen ist nicht einfach, aber die Jungs schaffens.
By the way: Sehr gute Rezension ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.10.2013 20:13:14 GMT+02:00
S. Kraft meint:
Vielen Dank auch dir :)
Ja, jetzt wo du James Bond erwähnst, weiß ich was du meinst. Irgendwie muss ich dir Recht geben, wenngleich das auch nicht dazu führt, dass ich den Song jetzt besser finde (;
Die Jungs haben es geschafft, dass jeder Song eine einzigartige Melodie, einen einzigartigen Rhythmus hat, bei dem man immer mitwippen muss und jedesmal denkt man: "Wow ... was für ein geiler Song, was 'ne klasse Melodie ..." Und was die nächste Singleauskopplung betrifft: Da darf man gespannt sein, da kommen einige Songs in Frage ... ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.10.2013 20:54:40 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.10.2013 20:58:36 GMT+02:00
exxcite meint:
Ja wie schön! Noch jemand, dem "Aim for the Kill" am besten gefällt :-) Hey diese Nummer haut mich wirklich weg! Schon die Strophen sind der Hammer, genauso satt geht der Refrain ins Ohr. Und bei der Bridge... waaaaahhhhh da explodiert Samu ja regelrecht!! Grandiose Nummer, die auch meiner Meinung nach zur nächsten Single werden könnte oder sollte ;-) Ansonsten hat sich "I can break your Heart" in meiner persönlichen Hitliste etwas nach oben gearbeitet. "Letters in the Sand" bleibt der einzige Song, der so gaaarnicht an mich geht. Keine Ahnung warum.

Veröffentlicht am 26.10.2013 12:11:22 GMT+02:00
50constance meint:
Vielen Dank für die ausführliche Rezession. Man kann sich gut vorstellen was einen erwartet.
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