Kundenrezension

59 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weitwinkelexot mit genialem Preis-Leistungs-Verhältnis, 25. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Walimex Pro 14 mm 1:2,8 DSLR-Weitwinkelobjektiv (feste Gegenlichtblende, großer Bildwinkel, ED-Linsen, IF) für Canon EF Objektivbajonett schwarz (Zubehör)
Wohl kaum ein Objektiv provoziert so unterschiedliche Testurteile im Internet wie das Walimex Pro 14 mm 1:2,8: Die Einschätzung reicht von regelrecht vernichtenden Beschreibungen (Ken Rockwell: "the softest non-toy lens I've ever tested") bis hin zu regelrechten Lobeshymnen (Photozone: "extremely high resolution across the image frame"). Da nicht beides gleichzeitig wahr sein kann und demnach von einer hohen Serienstreuung auszugehen ist, habe ich lange Zeit einen großen Bogen um dieses Objektiv gemacht. Nachdem mich ein Sigma 12-24 mm F4,5-5,6 II DG HSM-Objektiv (82 mm Filtergewinde) für Canon Objektivbajonett bei der Suche nach einem Ultraweitwinkelobjektiv wegen starker Randunschärfe nicht zufrieden stellen konnte, habe ich mich nun aber doch zum Kauf hinreißen lassen. Folgende Vor- und Nachteile sind mir bei der Nutzung aufgefallen:

Positiv:

+ Schärfe. Das Objektiv produziert bei Offenblende beine Schärfe, die ich in dieser Preisregion bislang für völlig ausgeschlossen gehalten habe. Als Vergleich liegt mir unter anderem ein Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM Objektiv (82 mm Filtergewinde) vor, dass an den Bildrändern komplett deklassiert wird. Natürlich ist der Vergleich Zoom vs. Festbrennweite nicht ganz fair, aber dieses Ergebnis hatte ich nicht erwartet. Da die Schärfe aber wie bereits erwähnt oft bemängelt wird, scheint es jedoch auch immer wieder unscharfe Varianten am Markt zu geben. Ein ausgiebiger Einzeltest empfiehlt sich daher auf jeden Fall.

Neutral:

o Bedienung. Das Objektiv ist vollständig manuell. Blende und Schärfe werden ausschließlich per Hand eingestellt. Die mir vorliegende Version für Canon übermittelt keinerlei Daten an die Kamera. Beim Abblenden wird außerdem das Sucherbild dunkel. Das alles war mir vor dem Kauf bekannt und wer schon einmal mit manuellen Objektiven gearbeitet hat, wird sich spielend zurechtfinden.

o Bauqualität. Für den geforderten Preis sicherlich hervorragend, aber weit entfernt von der ästhetischen Qualität eines Objektivs aus den Häusern Zeiss oder Leica. Der Objektivdeckel scheuert beim Aufsetzen und Abnehmen an der fest verbauten Gegenlichtblende. Da beide Teile aus Plastik bestehen, rechne ich hier langfristig mit Abrieb. Auch der Blendenring ist aus Plastik und fühlt sich nicht besonders wertig an. Ansonsten kommt jedoch viel Metall zum Einsatz. Unter dem Strich geht das Ergebnis in Ordnung.

Negativ:

- Verzeichnung. Die schnurrbartförmige Verzeichnung sieht auf einigen Fotos regelrecht bizarr aus. Insbesondere Architekturfotografen werden sich vermutlich mit Grausen abwenden. Ich korrigiere das Problem in Lightroom mit Hilfe eines von anderen Usern erstellten Profils (herunterladbar über Adobe Lens Profile Downloader). Dies führt zu durchaus professionellen Ergebnissen.

Fazit:

Insbesondere für die Landschaftsfotografie ist das Walimex hervorragend geeignet. Wer Zeit und Muße für die manuellen Einstellungen hat (funktioniert sehr gut mit Stativ und Liveview), wird beeindruckende Ergebnisse aus diesem Objektiv herauskitzeln können. Wer sich eher für ein reportagetaugliches Ultraweitwinkel interessiert, sollte stattdessen zu einem Objektiv mit Autofokus greifen.

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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.07.2013 19:18:40 GMT+02:00
Hallo Lichtmaler, hätte ich diese Rezension doch schon einen Tag früher gelesen. Ich habe gerade einem jungen Mann mit etwas engem Budget, der sich ein Ultraweitwinkel zu seiner 6D zulegen will, ein paar Tipps auf Basis meiner eigenen Erfahrung gegeben. Zu dem Walimex hätte ich nicht gewagt, etwas zu sagen. Mit etwas Glück scheint man da ja doch ein super Objektiv kriegen zu können. Danke für die äußerst hilfreiche Beschreibung!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.07.2013 23:05:47 GMT+02:00
Lichtmaler meint:
Hallo Nachtpfauenauge, zunächst einmal vielen Dank für die lobenden Worte. Vielleicht war es ja auch gar nicht so schlecht, dass Sie dem jungen Mann nicht zum Walimex geraten haben - die Bedienung ist ja nicht ganz unheikel (und die Fertigungsschwankungen wie beschrieben recht hoch). Zu welchem Objektiv haben Sie denn letztlich geraten?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.07.2013 08:40:49 GMT+02:00
Hallo Lichtmaler: Er ist College-Student (USA), hat eine 7D und ein EF 24-105/4, und will nun mit der 6D ins Vollformat einsteigen. Sein Budget ist naturgemäß beschränkt. Seine Interessen sind Portrait, Landschaft, Nachtfotografie (Sternenhimmel) und Makro. Er hat sich nun dafür entschieden, den Zoom zu behalten, was aus meiner Sicht eine gute Entscheidung ist. Nun überlegt er, ob er im Ultraweitwinkel ausbaut und liebäugelt mit dem 16-35/2.8 und dem günstigeren EF 17-40/4. Ich habe ihn auf die photozone.de-Tests aufmerksam gemacht, die nicht so umwerfend sind (ich selbst nutze diese UWW-Zooms nicht).

Wegen der Nachtfotografie habe ich ihm empfohlen, sich mal das Zeiss 18/3.5 als interessante Alternative anzuschauen (leider nicht billig). Ich habe es selbst und nutze es gerne für Landschaft und Nachtfotografie (sogar gelegentlich „extreme" Straßenfotografie). Interessant ist die präzise Scharfstellung am Unendlich-Anschlag, auf die man sich im Dunkeln verlassen kann. Optisch ist das Zeiss allem auf mittlere und ferne Distanzen sehr scharf, was für diese Anwendungen optimal ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.07.2013 20:46:58 GMT+02:00
Lichtmaler meint:
Hallo Nachtpfauenauge, vielen Dank für Ihre Gedanken zum Thema Weitwinkel an der Canon. Das war bei mir ja ein schier epischer Kaufvorgang. Das 16-35 habe ich mir einmal gekauft, jedoch wegen einer deutlich sichtbaren Dezentrierung zurückgeschickt. Ein bisschen ist das Walimex für mich auch ein Platzhalter, falls Canon mal ein Ultraweitwinkel zu realistischen Preisen anbietet (naja, die Hoffnung stirbt zuletzt). Ein wenig hoffte ich ja auf derartigen Gedankenaustausch wie mit Ihnen, als ich meine ersten Rezensionen bei Amazon schrieb. Wie Sie ja aus eigener Anschauung wissen, ist meine Rezension zur 6D (und Ihre zur 5D III) stattdessen ein Forum für irrelevante Schlagabtäusche. Vielleicht hat ja auch der derzeit zu beobachtende Marketing-Overkill seinen Anteil daran, dass sich viele Nutzer nur noch an belanglosen Messdaten abarbeiten. Die bei dpreview referenzierte Studie habe ich im Übrigen mit Vergnügen gelesen ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.07.2013 21:59:32 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.07.2013 22:04:28 GMT+02:00
Guten Abend Lichtmaler, noch eine ausführliche Antwort bevor ich einige Tage verreise (der Austausch mit Ihnen macht mir auch Spaß). Ihre Erfahrungen im Weitwinkelbereich kann ich gut nachvollziehen. Leider ist Canon traditionell da schwächer als im Telebereich aufgestellt. Allerdings sind die TSE-Objektive von Canon wohl erstklassig, aber leider auch teuer. Vielleicht werde ich eines Tages doch schwach und lege mir das TSE 17/4 zu, reizen würde mich das schon. Das Zeiss 18/3.5 macht aber auch Spaß, die 14 mm des Walimex sind natürlich noch extremer... Außerdem sind Sie der Profi, ich nur Amateur (wenn auch kein Anfänger), da halte ich mich mit Techniktipps lieber zurück.

Zum Trolling gibt es eine Reihe von Studien, die aber im Wesentlichen meist darauf hinaus laufen, dass die Anonymität des Internets die dafür anfälligen Leute enthemmt. Das greift bei dem Typus, der auch die Kommentare zu unseren Rezensionen "„befallen" hat, aber nach meiner Meinung zu kurz. Nach meiner Erfahrung mit Fotoforen/Technikforen sind das Männer (ausschließlich!), die ganz sicher eher schwache, eigentlich traurige, einsame Existenzen sind. Manche zeigen allerdings auch deutlich psychotische Strukturen, schätze ich mal als Laie, denen wollte ich wirklich nicht persönlich begegnen. Jedenfalls lesen sie sich einen Haufen Zeug an und legen sich ihre eigene Fotoausrüstung wie Stärkepunkte in einem Online-Game zu. Damit ziehen sie dann als Missionare in den Kampf gegen das Böse (Hass-Marke). Sehr treffend finde ich die Sprachanalyse in der M.I.T.-Untersuchung, die trifft auch auf unseren bewussten Fall perfekt zu.

Derzeit ist im Fotobereich, das muss ich leider (als Ex-Nikonianer und mit einer eingefleischten Nikonianerin verheiratet) sagen, Nikon ein Anziehungspunkt für solche Leute. Ganz besonders schlimm ist die D800 (ausgenommen die Profis, die sie schlicht als fähiges Werkzeug einsetzen). Und dann gehen dies Typen gerne in Foren für Canon-Nutzer und hauen mit angelesenem Halbwissen um sich wie im uns sattsam bekannten Fall (im Zweifelsfall haben sie die von ihnen angehimmelte Ausrüstung gar nicht mal). Dabei geht es diesen Leuten nie um Fotografie. Wenn man mal ausnahmsweise einen Link auf ihre Galerien bekommt und nachschaut, dann sieht man da in der Regel nur schräge Gegenlichtaufnahmen um den tollen Dynamikumfang vorzuführen. Ein Gespür für ästhetische Fragen der Fotografie, gar künstlerisches Talent, fehlt in der Regel. Ausnahmen bestätigen das nur.

So, genug geplaudert. Lassen Sie es sich gut gehen! Ich behalte Ihre Rezensionen im Auge, allein schon weil sie sich so schön lesen - und bei einer Entscheidung helfen können sie auch bestens.

Veröffentlicht am 18.08.2013 21:29:43 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.08.2013 21:35:03 GMT+02:00
Vamp898 meint:
Eine Rezension bei der ich Ihnen ausnahmsweise mal einfach nur zustimmen kann. Das 14mm Samyang (hier Wallimex) ist ein hervorragendes Objektiv mit einem unfassbaren Preis.

Das 14mm von Canon kostet Stolze 2250 ¤, Sigma bietet es nur als Fisheye (also unkorrigiert) an und Zeiss hats garnicht erst versucht.

Da Sie wahrscheinlich noch ein bisschen Sony Schleichwerbung von mir erwarten erwähne ich hier noch dass sich bei mir beim Abblenden das Sucherbild nicht abdunkelt, ich Bildstabilisierung habe und Fokus Peeking im Sucher :P :D aber mit ner guten Mattscheibe wird man auch an einer Canon mit dem Objektiv glücklich.

Vor allem bei 14mm ist die Fokussierung nicht mehr ganz so wichtig, da ist die meiste Zeit eh irgendwie alles im Fokus (selbst bei f/2.8) und man kann das Abblenden ja bis kurz vors abdrücken verschieben (Manuelle Springblende sozusagen ;))

Die Bildstabilisierung wäre natürlich noch cool, ich kann an der a99 problemlos noch mit 1/8s und mit etwas abstützen sogar noch niedriger fotografieren, aber ich denke bei 319 ¤ braucht man sich da nicht über fehlenden IS beschweren.

Für den Preis hat das Objektiv, selbst komplett manuell, wie sie richtig erkannt haben, volle 5 Sterne verdient.

P.S.: Das 35mm f/1.4 von Samyang ist mindestens genauso gut (falls sie das nicht schon haben).

Eigentlich fehlt Samyang nurnoch ein gutes 50mm, dann haben die eig. alle wichtigen Standard Pirme-Objektive abgedeckt, aber 50mm gibts eben wie Sand am Meer und die meisten zu hervorragenden Preisen, da könnte man mit einem Manuellen Objektiv nicht wirklich jemand hinterm Ofen vor locken.

Das 85mm Ist ebenfalls hervorragend aber von der Schärfe nicht so gut wie das 14mm oder 35mm, 85mm sind mit f/1.4 wohl nicht ganz so einfach zu bauen obwohl sich die Verzeichnung leichter korrigieren lässt (für den Preis ist es jedoch immernoch hervorragend).

Veröffentlicht am 10.02.2014 13:06:36 GMT+01:00
michael meint:
ich finde den vergleich FB vs. Zoom eigentlich in Ordnung. Sieht man sich die neuen Objektive von Sigma an, so muss man erstaunt feststellen, dass die nicht nur einigen FBs mindestens ebenbürtig sind, sondern auch die eine oder andere übertreffen.
Es scheint also inzwischen - nach über 100 Jahren - sehr wohl möglich zu sein Zoomobjektive mit wirklich guter Abbildungsleistung zu konstruieren. Das zeigt neuerdings auch Tamron bei einigen Objektiven.
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