Kundenrezension

37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu den Nadeln! Strickmich 2 ist da!, 1. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Strickmich! 2 (Broschiert)
Das zweite Buch mit Strickanleitungen von Martina Behm wartet mit Vertrautem (wenn man das Vorgänger-Buch „Strickmich“ besitzt) auf und mit Neuem, beides macht Lust zum Nacharbeiten.
Zum Modell „Hitchhiker“ aus dem Vorgänger-Buch gesellen sich nun der „Hitchhat“ und ein Cowl/Halswärmer im selben Zackenmuster, schön anzuschauen und leicht zu stricken. Die Anleitungen sind gut geschrieben, sodass auch ein Anfänger wie ich zurechtkommt.
„Leftie“ ist eine ziemliche Herausforderung, aber nicht wegen der verkürzten Reihen, sondern wegen der großen Menge an Geduld, die man braucht, bis nach dem Fertigstricken alle Fäden vernäht sind… Das Ergebnis ist ein richtiger Hingucker, dem man nicht so schnell ansieht, dass er ganz einfach zu stricken war, und das ist der Mühe allemal wert.
Mehr konnte ich bisher noch nicht machen, aber das wird sich in Zukunft ändern.
Mit dem Material des Buches bin ich zufrieden, es ist geheftet und nicht gebunden, bleibt mit etwas Hilfe brav auf der aufgeschlagenen Seite liegen und lässt sich, wenn notwendig, auch mal zusammengerollt in einem Strickbeutel samt Material transportieren.
Mir gefallen auch die Fotos gut, man sieht jedes Modell getragen, aber auch ausgebreitet, da kann man sich ein viel besseres Bild machen, wie das Endergebnis aussehen soll.
Den Preis finde ich in Ordnung, man bekommt 5 Anleitungen, also sind das ein wenig mehr als 2,5€ pro Anleitung. Man muss ja auch bedenken, dass viel Arbeit dahinter steckt, bis so eine Anleitung druckfertig vorliegt.
In diesem Sinne darf man „Strickmich 2“ ruhig als Aufforderung betrachten. Ich empfehle dieses Buch mit gutem Gewissen weiter!

Ein Nachtrag:

Liebe Strickerinnen und auch Stricker,

da ich bei der Durchsicht auf ein paar Soso-Lala- und negative Bemerkungen gestoßen bin, möchte ich noch einen Nachtrag anhängen, mit dem die Unentschlossenen hoffentlich mehr anfangen können als mit meiner bisherigen Rezension:

-eins gleich vorweg: nein, Frau Behm zahlt mir nichts für meine gute Meinung von ihr. Die habe ich mir selbst gebildet.

-zur Sprache: ja, Frau Behm verwendet Strickbegriff-Abkürzungen aus dem Englischen und lässt sie oftmals so stehen, entweder weil es dafür gar keine deutsche Übersetzung gibt oder weil sie viel zu sperrig wäre. Wie zum Beispiel übersetzt man „kfb“? „Stricken Sie ein- und dieselbe Masche einmal rechts und einmal rechts verschränkt ab“. Wenn das ständig so in der Strickschrift drinstehen würde, wäre es wohl sehr unangenehm zu lesen. Und wenn man stattdessen eine Abkürzung wie etwa „Masche verdoppeln“ verwendet, so müsste man diese erklären. Genau das tut Frau Behm aber auch mit den aus dem Englischen übernommenen Abkürzungen in jeder ihrer Strickschriften und das sehr ausführlich. Seit ich viel stricke und ständig in Ravelry, der großen Strick-Community, unterwegs bin, sind mir jede Menge Strickanleitungen untergekommen, die weniger gut erklärt sind, bzw. auf verschiedene andere Strickseiten verweisen, von wo man sich die Erklärungen erst besorgen muss. Da ist man bei Frau Behm doch recht gut versorgt. Für den Begriff „ssk“ beispielsweise habe ich kein deutsches Äquivalent gefunden. Es ist nicht dasselbe wie „Eine Masche abheben, eine Masche rechts stricken, die abgehobene über die gestrickte Masche ziehen.“ Bitte ausprobieren! Mir gefällt „ssk“ wesentlich besser, weil es ein genaueres Gegenstück zu „2 Maschen recht zusammenstricken“ ist. Das ist aber natürlich Geschmackssache.

-zum verwendeten Garn: um ehrlich zu sein, ich finde das Wollmeise Garn schön, habe aber noch nie das Glück gehabt, einen Strang meiner Wahl zu bekommen, weil das Garn meist ausverkauft ist. Das hat mich am Anfang echt geärgert. Dann habe ich aber über Google jede Menge andere Möglichkeiten gefunden, wirklich qualitativ hochwertiges und wunderschönes handgefärbtes Garn zu bestellen, sodass mir das Wollmeise Garn gar nicht abgeht. Und wer mal einen Blick auf Frau Behms Website wirft, kann dort lesen, dass man ihre Entwürfe auch sehr gut mit anderen Garnen nacharbeiten kann. Das kann ich nur bestätigen. Viele der Entwürfe funktionieren auch in total anderen Garnqualitäten. Da darf man ruhig herum probieren. Genau das schätze ich an ihren Strickmodellen.

-zum „Buch“: es stimmt schon, ein Hochglanzband, den man sich repräsentativ ins Regal stellen kann, ist es nicht. Mir gefällt das Material trotzdem gut, weil ich viel unterwegs bin und ich es wegen seines kleinen Formates und seiner Flexibilität so gut wie überall unterbringen kann, beim Einkaufen im Wollgeschäft hatte ich es auch schon zusammengerollt in der Manteltasche. Ob man so mit seinen Büchern umgehen soll, ist natürlich etwas, worüber man streiten kann. Ich möchte eben gern meine Stricksachen mit mir herumtragen können. Mit einem Hochglanzband kann ich das nicht tun.

-zu den Fotos: soweit ich weiß, macht Frau Behms Mann die Fotos. Ob er ein Fotograf ist, weiß ich nicht, und ja, vermutlich könnte man manches Foto noch viel besser fotografieren. Andererseits habe ich auch als totaler Strickneuling mit den Fotos etwas anfangen können, da sie getragen, aber auch ausgebreitet zu sehen sind. Da ich schon von Hochglanzbänden gesprochen habe, da habe ich einiges in meiner Bibliothek, das mit Sicherheit ein professioneller Fotograf abgelichtet hat. Aber was nützt mir das, wenn ich nicht sehen kann, wie das Tuch wirklich aussieht? Ich habe zwar mittlerweile schon einige Erfahrung im Stricken, aber wenn ich ein Tuch, sei es auch noch so dekorativ drapiert, nur um den Hals gewickelt sehe, kann ich mir nicht vorstellen, wie es tatsächlich aussehen soll. Wenn ich mir dann überlege, ob ich es probieren soll, entscheide ich mich meist dagegen. Ich möchte einfach nicht Zeit und Material in etwas investieren, was mir dann möglicherweise gar nicht zusagt.

-zum Preis: natürlich ist rund 2,5€ pro Anleitung teurer als kostenlos. Und wenn man wiederum bei Ravelry vorbeischaut, findet man jede Menge Anleitungen, die nichts kosten, manche sogar, die den Entwürfen von Frau Behm ähnlich sind. Jedem steht es frei, sich diese Strickanleitungen herunterzuladen. Wer sich die Zeit nimmt, ein bisschen genauer zu schauen, findet aber auch jede Menge (Einzel-)Anleitungen, die wesentlich teurer sind! Und wenn man die Anleitungen im Heft, so wie ich das tue, nicht unbedingt als starre Vorgabe, sondern als Rezept betrachtet, hat man auf einmal viel mehr als nur fünf Anleitungen. Experimentieren Sie ein bisschen! Man bekommt schon etwas für sein Geld. Wer übrigens sich schon selbst an Strickanleitungen versucht hat, weiß vermutlich, dass es jede Menge Zeit und Arbeit kostet, bis man von der Vorstellung im Kopf bei einem druckbaren Ergebnis angelangt ist. (Ich hab es auch mal versucht, es ging voll daneben) Dass es Designer gibt, die die Früchte ihrer Arbeit kostenlos zur Verfügung stellen, finde ich großartig. Dass es aber auch welche gibt, die sich ihre Arbeit bezahlen lassen wollen, ist für mich genauso in Ordnung. Es frage sich bitte jeder der geneigten Leser einmal, ob er oder sie denn gerne kostenlos arbeiten möchte?

-zum Copyright: ich denke mir das so: wenn ich nun viele Stunden an einem Design gesessen bin, es entworfen, probegestrickt, kontrolliert usw. habe und nun zum Kauf anbiete, dann möchte ich nicht, dass ein anderer von meinen Mühen profitiert. Ich weiß nicht, wie es Ihnen dabei geht, aber für mich ist das nachvollziehbar. Wenn man sich ein Buch kauft, steht da auch drin, dass der Inhalt geschützt ist. Warum wird wohl gegen Billig-Produzenten von Markenwaren so rigoros vorgegangen? Weil es ein Copyright gibt. Kein Designer würde gerne etwas entwerfen, wenn er wüsste, dass jeder sich mit seinen Entwürfen eine goldene Nase verdienen kann! Und wer sich Frau Behms Website anschaut, kann da bei den häufig gestellten Fragen nachlesen, dass Frau Behm sogar damit einverstanden ist, dass Strickgruppen Tücher, die nach ihren Anleitungen gestrickt worden sind, verkaufen, sie hätte es aber gerne, wenn sie vorher dazu gefragt werden würde. Im Übrigen, auf Ravelry (ja, ich weiß. Schon wieder! Entschuldigung! Aber mir geht es nicht ums Werbung-Machen, ich hab einfach 95% meiner Anleitungen von dort) hat so gut wie jede Anleitung dabeistehen, dass der Verkauf von nach der Anleitung gefertigten Stücken untersagt ist. Ehrlich gesagt, ist mir gar nicht eingefallen, dass das ein Problem sein könnte! Es wird bestimmt auch Menschen geben, die sich nicht daran halten werden. Vielleicht kommt man denen auf die Schliche, vielleicht auch nicht. Das muss man dann mit seinem Gewissen ausmachen.

Mein Vorschlag, liebe Unentschlossene, an Euch: Schaut Euch das Buch mal an. Natürlich muss nicht jedem gefallen, was darin zu sehen ist, dann kann man es problemlos zurückschicken. Geht auch mal auf Martina Behms Website, oder schaut Euch an, was unzählige Stricker und –innen auf Ravelry Bezauberndes, Erstaunliches, Nachahmenswertes,... aus Frau Behms Anleitungen gemacht haben. Und entscheidet Euch dann.

Liebe Grüße und fröhliches Stricken wünscht die loewenmama
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