Kundenrezension

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hollywood- Romantik- Komödie der besseren Art dank Nicholson!, 22. November 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Besser geht's nicht (DVD)
Der Film lebt von einem außergewöhnlich überragenden Jack Nicholson, der das Ekelpaket Melvin Udall so perfekt spielt, als wäre ihm die Rolle auf den Laib geschnitten worden. Zumindest aber scheint sich Nicholson gut mit seiner Rolle identifiziert zu haben.- Zumindest mögen das diejenigen unter uns glauben, denen Nicholson ohnehin nie ganz geheuer war.

Die Handlung ist äußerst banal, und typisch für Romantikkomödien à la Hollywood: Melvin Udall ist ein ausgesprochener Widerling, und erfolgreicher Verfasser ausgerechnet von Liebesromanen! (ist es immer diese Harmonie, die er sucht und im wirkilchen LEben nicth findet? - Diese romantische, harmonische Welt, die ihm nur in seiner Phantasie - durch Schreiben dieser Romane - möglich scheint?).
Er hasst alles: Schwule, Hunde, und überhaupt Menschen. Er beleidigt diese, wann immer es geht, so dass es ein Wunder zu sein scheint, dass er noch nie einem Attentat zum Opfer gefallen ist.
Schließlich verliebt er sich aber in eine Kellnerin, die ausgerechnet einen chronisch kranken Sohn hat.
Melvin stellt fest, dass er sich ändern muss, um an die Frau zu kommen. Er bemüht sich daher, seine liebenswürdigere Seite mehr zu betonen, unterstützt die Frau bei der Behandlung ihres Sohnes, und es gelingt ihm so tatsächlich schließlich die Liebe der Frau zu erringen...
Nebenbei schafft er es sogar, mit dem ihm verhassten schwulen Künstler aus der Nachbarschaft Frieden zu schließen.

Einzig Nicholson scheint den Charakter des Ekels Udall überzeugend verkörpern zu können (als Alternative zu ihm wäre vllt. auch noch Clint Eastwood in Frage gekommen), so dass man mit dieser Hauptfigur sogar noch Sympathie empfinden könnte! Wenn er seine Sprüche zum besten gibt, musste ich manches Mal lachen. Das diabolische Genie Nicholson scheint seine Rolle wirklich genossen zu haben.

Es ist auch Nicholson's Verkörperung des Ekelpaketes zu verdanken, dass der Film nicht zu kitschig geraten ist. Das ist schon eine Kunst für sich bei diesem Thema. Udall ändert sich nicht völlig; scheint aber freundlicher und versöhnlicher zu seinen Mitmenschen geworden zu sein; er hat mehr Distanz zu sich selber gefunden. Vom "Saulus zum Paulus" zu werden wäre auch wirklich zu übertrieben gewesen!

Der Film lebt also von seinen Witzen und Situationen, der darstellerischen Leistung Nicholson's und den romantischen Gefühlen, die er beim entsprechenden Publikum hervorruft.

Allerdings dürfte manchen Zuschauer auch wieder die etwas hervorsehbare Handlung ärgern, typisch für Hollywood- Romantikkomödien. Das Ende ist versöhnlich; Happy End; das Scheusal wird
Realistischer wäre es meiner Meinung nach aber gewesen, wenn ein Scheusal wie Udall (wie es sie ja durchaus in der Realität gibt) irgendwann einem Attentat zum Opfer gefallen wäre, bzw. er einsam, verhasst und verbittert vor seiner Schreibmaschine gestorben wäre, vllt. sogar in die Irrenanstalt eingeliefert worden wäre. Denn dass sich Menschen derart ändern wie Udall im Film gibt es leider praktisch nicht in der Realität!

Das stört mich an solchen Filmen. Ansonsten aber wirklich gut gemacht, vor allem die Darstellung Jack Nicholson's!
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.12.2012 12:35:12 GMT+01:00
Dodo meint:
"Denn dass sich Menschen derart ändern wie Udall im Film gibt es leider praktisch nicht in der Realität!"
Im Film gibt es dafür eine Erklärung: im Restaurant erzählt Melvin, dass er vor ein paar Tagen begonnen habe, die Tabletten zu nehmen, die er eigentlich schon lange einnehmen sollte. Wegen ihr wolle er "ein besserer Mensch" werden.
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