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Kundenrezension

432 von 496 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unwiderstehlich!, 16. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (Gebundene Ausgabe)
Bei Ankündigung sogenannter "Buchereignisse des Jahres" ist Skepsis immer angebracht.
Trotzdem war ich neugierig auf den Erstling des Schweden Stieg Larsson, der posthum erscheint, da der Autor bereits 2004 verstarb.
Und tatsächlich handelt es sich bei "Verblendung" um einen hochspannenden, perfekt aufgebauten Thriller der Extraklasse.
Dieser Kriminalroman ist eine unwiderstehliche Mischung aus "Cupido" von Jilliane Hoffman und den besseren Wallander-Romanen von Henning Mankell.
Im Mittelpunkt steht der Journalist Mikael Blomqvist, dessen ansonsten tadelloser Ruf nach Enthüllungen über die Geschäftspraktiken eines Großindustriellen angeschlagen ist. Da kommt ihm das Angebot eines alten Patriarchen, der mit Mühe die Reste seines Konzerns zusammenhält, gerade recht. Für den alten Mann soll Blomqvist ein Rätsel der Familiengeschichte der Vangers lösen.
Mehr als dreißig Jahre zuvor verschwand bei einem Familienfest die damals dreizehnjährige Nichte. Noch immer erhält Hendrik Vanger zu seinem Geburtstag von ihr ein Geschenk, dabei sprechen alle Indizien dafür, dass sie an jenem Tag einem Verbrechen zum Opfer fiel. Mikael Blomqvists Ermittlungen bekommen eine ganz neue Richtung, als er die Hilfe einer jungen Privatdetektivin annimmt und mit ihr in einer Familiengeschichte herumwühlt, die mehr als nur die eine sprichwörtliche Leiche im Keller zu bieten hat...
Über 750 Seiten führt einen der Autor immer wieder auf falsche Fährten, in Untiefen und Abgründe.
Dieses Buch ist zugleich ein psychologisches Meisterstückchen als auch ein sorgfältig recherchierter Wirtschaftskrimi.
Sehr lange hat mich kein Kriminalroman mehr so begeistert, gleichzeitig so in Atem gehalten wie eben dieses Buch von Stieg Larsson, in dessen Nachlass noch zwei weitere Kriminalromane auf die Veröffentlichung warten.
Unverbraucht frisch, ungeheuer spannend und doch mit allen klassischen Attributen eines guten Kriminalromans versehen ist "Verblendung" absolut empfehlenswert.
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-10 von 39 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.07.2009 17:35:24 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 13.08.2009 16:38:11 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.07.2009 23:46:49 GMT+02:00
zeilensprung meint:
Ihr Plädoyer für eine gewaltfreiere Literatur ist eindrucksvoll. Ihre Kritik und Ihre Unterstellungen an meiner Rezension jedoch nicht.
Stieg Larssons Krimi ist brutal --keine Frage!
Hier geht es aber eben nicht nur um eine pathologische Familie und den Missbrauch an einer im ersten Kriminalroman Larssons noch undurchsichtig bleibende Lisbeth Salander, sondern auch um ein Wirtschaftsverbrechen und um viele Details gesellschaftlicher Relevanz. Es allein auf den Missbrauch zu reduzieren, zu dem auch der Autor ganz klar eine Haltung in seinen Romanen eingenommen hat und eben auch eine andere Seite schildert - nämlich eine lustbetonte und gleichberechtigte Sexualität - ist viel zu kurz gesprungen.
Das hebt dieses Buch ganz gewiss aus den Regalmetern sogenannter "Kindergärtnerinnenliteratur" in den großen Buchhäusern heraus: Viel Blut, kranke Pathologen, Serienkiller mit den unvorstellbarsten Vorlieben haben inzwischen die Krimiregale erobert. Das neben all diesem wirklichen Schund, der das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt wurde, diese Trilogie alle Rekorde schlägt, lässt mich somit also eher hoffen ...
Bücher für Erwachsene würde ich übrigens grundsätzlich selbst lesen, bevor ich sie Jugendlichen in die Hand drücke, das gilt in besonderem Maße für Kriminalromane...
Den Index jugendgefährdender Schriften gibt es außerdem längst, "American Psycho" ist beispielsweise dort gelandet, auch andere Titel. Und dann gefällt mir noch der Begriff "Freiwillige Selbstkontrolle", drücken Sie doch einfach den virtuellen Ausknopf, wenn Ihnen ein Buch oder eine Rezension missfällt und klappen Sie es einfach wieder zu. Den Zug zu mehr Gewalt in Büchern, Filmen, Computerspielen halten weder Sie noch ich mehr auf. Aber wir können selbst entscheiden, was wir lesen, ich gerne Stieg Larsson, Sie gerne nicht...
Ich bemühe mich in meinen Rezensionen nach der - ja, wirklich - Leküre, eine persönliche Essenz herauszufiltern -- bei Stieg Larsson lag diese nicht in der dargestellten Brutalität sondern in seiner Vielschichtigkeit.
Das hat Ihnen missfallen und das ist in Ordnung.
Anja Zeilensprung

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.07.2009 10:19:58 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 13.08.2009 16:38:19 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.07.2009 11:01:20 GMT+02:00
zeilensprung meint:
Viele wissenschaftliche Untersuchungen haben bewiesen, dass allein der Konsum von gewaltverherrlichenden Medien einen Menschen nicht zum Täter machen.
Und dabei ist die Literatur gewiss noch am ehesten zu vernachlässigen. Ich unterstelle zunächst jedem Leser brutaler Kriminalromane, dass er zwischen Fiktion und Wirklichkeit zu unterscheiden weiß.
Ich mache mir eher Sorgen um das Wegbrechen verlässlicher Alltagsstrukturen als um die Leser dieses Kriminalromans.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.07.2009 13:10:15 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 13.08.2009 16:38:28 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.07.2009 13:32:44 GMT+02:00
zeilensprung meint:
Seien Sie mir nicht böse, aber mir ist das ein wenig zu weit hergeholt. Ihre Abneigung gegen dieses Buch bleibt Ihnen unbenommen, darin jedoch einen Seismographen für die Verrohung dieser Welt zu sehen, diesen Standpunkt kann ich nicht teilen. Und ich bleibe dabei: Leser sind mündige Bürger, die selbst für sich entscheiden dürfen, wieviel sie sich zumuten. Gewiss macht mich die Lektüre eines Stieg Larsson nicht aggressiver, und sie macht auch aus meinen Kindern keine Schulhof-Rowdies. Wenn Sie für sich entscheiden, der Masse den Rücken zu kehren, werden Sie viel gute Literatur finden, vielleicht nicht unbedingt auf den Bestsellerlisten (manchmal auch dort) aber bei den Independent Verlagen und erst recht unter den Klassikern.
Schreiben Sie Ihre Rezension zu diesem Buch und teilen Sie der Amazon-Gemeinde Ihre Gedanken dazu mit, dort finden Sie gewiss ein größeres Publikum und vielleicht auch eine größere Zustimmung als in dieser Kommentarzeile.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.07.2009 19:37:25 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 13.08.2009 16:38:36 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.07.2009 21:42:17 GMT+02:00
zeilensprung meint:
Ich gönne auch Ihnen das letzte Wort, habe allerdings noch eine Anmerkung:
In Teil zwei und drei wird Lisbeth Salanders Geschichte erzählt. Sehr schrecklich, sehr unter die Haut gehend. Sympathie ist nicht das richtige Wort, Mitleid auch nicht, ein gewisses Verständnis auf alle Fälle.
Nun, wenn ich an Ihrer Stelle wäre, könnte auch das mich nicht dazu bringen die weiteren zwei Bücher zu lesen, aber als Information ist das dennoch nicht unwichtig.
Was Sie zum Unterdrücken von Rezensionen sagen -- abwarten! Aber ganz Unrecht haben Sie nicht, natürlich hat Amazon ein Interesse an positiven Feedbacks...
Zu der von Ihnen geschilderten Geschichte: Auch ich lese mit Entsetzen in der Zeitung von neuen Gewalttrends, nehme natürlich auch wahr, wie nicht nur die Sprache der Kinder und Jugendlichen immer ärmer wird, sondern sich auch ganz neue Formen von Gewalt wie "Cyberbullying" entwickelt haben.
Aber ich bin auch sicher: Die von Ihnen geschilderten Jugendlichen haben gewiss weder Stieg Larsson gelesen, noch greifen die sonst zu einem Buch, das mehr als 100 Seiten hat...
Und außerdem beobachte ich noch etwas:
Auch früher, in den siebziger Jahren als ich Kind war, gab es Schulhoferpresser und es gab auch herzhafte Prügeleien auf dem Schulhof oder dem Spielplatz -- und wenn man dann zu Hause darüber jammerte, wurde das mit einem Achselzucken quittiert. Manchmal wünsche ich mir auch im Ganzen eine etwas größere Gelassenheit bei überbehütenden Eltern.
Doch ich glaube, wir kommen hier von Hölzchen auf Stöckchen.
Alles in allem: Danke für Ihre Denkanstöße und den Austausch! Und außer der Tatsache, das wir dieses Buch unterschiedlich beurteilen, haben wir vielleicht dennoch das gleiche Anliegen:
Zumindest im eigenen Umfeld eine Kultur des Hinsehens und einen vernünftigen Umgang mit Konflikten und Aggressionen zu versuchen.
In diesem Sinne einen herzlichen Gruß,
Anja Zeilensprung

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.08.2009 11:45:48 GMT+02:00
C. Dexter meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.08.2009 19:23:55 GMT+02:00
zeilensprung meint:
Ich muss Sie aufklären, Dexter.
Man kann nur seine eigenen Kommentare löschen, nicht die von anderen.
Ich finde es auch nicht okay, dass Dorn seine Texte gelöscht hat, denn Sie haben Recht: Es macht keinen Sinn.
Und glauben Sie mir, ich werfe lieber ein paar Cents in eine Parkuhr und rede mit der, als hier irgendwelche Monologe vom Zaun zu brechen...
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