Kundenrezension

227 von 254 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Besser Finger Weg., 14. September 2009
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Parker 45086100 - Risiko Deluxe (Spielzeug)
Servus,

eins vorweg, dieses Spiel bekommt nur zwei Sterne, weil ich es bereue es gekauft zu haben und ich es am liebsten wieder verkaufen würde, einen Punkt jedoch wegen der sonst guten Verarbeitung.

Meine Kritik sollten alle zu Herzen nehmen, die Risiko in seiner ursprünglichen Form kennen- und schätzengelernt habenn. Also, all diejenigen, die beim Spielen einen Vergleich mit der vorherigen Auflage anstellen können.
Bei allen anderen wird die Enttäuschung mangels fehlendem Vergleichs nicht so stark überwiegen.

Fangen wir an:
Das ganze Spielsystem wurde unnötig verkompliziert z.B. mit einer Vielzahl von offenen Missionen und einhergehenden Boni und ihren speziellen Vorteilen, oder durch komische Spielvarianten. Dieses Spiel der Familie (UND der Familie meiner Frau beizubringen) dauert aufgrund der unnötigen Verkomplizierung spaßverderbende Stunden, so dass das Spiel, nachdem es von allen halbwegs verstanden worden ist, keinen Spaß mehr bereitet um es wirklich zu spielen.
Zugegeben, Risiko war schon immer ein bisschen kompliziert für Einsteiger, da hätte man es ruhig drauf belassen können.

Zudem sind es viele kleine Veränderungen, die einfach den Spaß verderben und einfach keinen Sinn machen, z.B.:

- Beim Karteneintausch kann man nun fast soviele Karten eintauschen wie man will (begrenzt auf zehn), um diese dann gegen DREIßIG Einheiten auf einen Schlag einzutauschen?! Einfacher ausgedrückt: es wurde eine EXPONENTIELLE Erhöhung der ausgeschütteten Einheiten pro weitere Karte eingeführt. Jeder Mensch der weiß, was eine Exponentialfunktion ist, kann sich vorstellen welche gravierenden Auswirkungen diese Regelung auf den Spielverlauf ausüben kann.

- Es gibt 42 Länder, aber nur ca. 36 kleine Pfeile! Wenn man gekonnt die Welteroberung anfängt, dann gehen einem irgendwann die kleinen Pfeile aus, so dass man gezwungen ist 3-er Pfeile zurückzulassen. Wenn man dann noch irgendwo eine Grenze beschützt, wo Große und Kleine Pfeile gebraucht werden, dann denkt man sich: "Diese kleinen Plastikpfeilchen kosten doch eh nur ein Bruchteil von einem Cent." Da muss man dann da nicht auch noch sparen. Erst recht nicht, wenn das Spiel soviel kostet!

- Es gibt insgesamt 8 Ziele zur Auswahl, von denen drei zu erreichen sind. Spieler gibt es jedoch max.5. Das bedeutet, wenn jeder Spieler bereits 2 Ziele erreicht hat und daher jedem Spieler nur noch ein Ziel fehlt, dann gibt es wieviele Ziele auf dem Spielbrett? Genau, -2! D.h. Sogar die Missionen gehen aus, so dass man hinterher ohne Mission, und ohne Plan, dass Spiel einfach weiterspielt, bis irgendwer aus dem Spiel fliegt, da dann dessen Ziele auf einen den "Eroberer" übergehen.

- Zurück zu den Plastikpfeilen: Ich als Ökonom kann schon nachvollziehen, dass die Umstellung von Soldaten, Pferden und Kanonen zu billigen "Pfeilchen", die Kosten des Spiels gesenkt und damit die Marge erhöht haben. Aber wenn man schon 35€ für ein Spielbrett ausgibt, und dann fantasielose "Pfeilchen" bekommt, die wirklich überhaupt nicht mit Krieg auf dem Spielbrett in Verbindung gebracht werden können, dann ist das ein Schlag gegen den bisher treuen Kunden. (Die richtigen Figuren kann man dann nicht einmal mehr nachkaufen, wozu ich auch bereit wäre)

Das waren erstmal die größten Nachteile des Spiels.

Jetzt kommen nur noch ein paar Veränderungen der Neuauflage, die im Vergleich zum klassischen Risiko unschön sind:

- Verringerung der maximalen Spieleranzahl auf 5 (war bisher auf 6)

- Keine geheimen Missionen mehr, bei denen strategisches Kalkül und gegebenfalls Verrat gefragt ist.
Alle neuen Missionen liegen offen auf dem Tisch, und diese müssen während des Spiels immer mehrmals gelesen werden. Das heißt, dass man sich während des Spiel immer wieder verrenken muss, wenn man rechts, links oder gegenüber vom Spielbrett sitzt um sich auszusuchen, welches Ziel gerade am nächsten zu erreichen ist. Mann muss immerhin 3 Missionen erreichen um zu gewinnen.

- Keine schönen Figuren. Vergleicht es mal damit: Schenkt euren Kleinkindern keine Actionfiguren und Puppen, sondern Bauklötze. Aus den Bauklötzen sollen sich dann die Kinder einfach selbst Actionfiguren und Puppen ausdenken. So ist das auch mit den "Pfeilchen". Da Erwachsene auch eine geringere Fantasie haben als Kinder

Fazit:
Kenner der vorherigen Auflage werden erstmal enttäuscht sein.
Neukunden sollten sich darüber im klaren sein, dass diese Spielregeln für vollkommen neue Spieler erstmal sehr mühselig einstudiert werden müssen. Was eigentlich Schade ist, da dies den Spaß an einem eigentlich gutem Konzept verdirbt. Für Gelegenheitsspieler wie uns ist das Spiel daher eher zu kompliziert.
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-10 von 13 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 16.05.2011 04:52:50 GMT+02:00
David K meint:
Man kann bei Erfahrungen mit der neuen Version des Spiels an deiner Rezession erkennen, dass du keine Erfahrungen mit dem Spiel gemacht hast und ihm von Anfang an keine Chance gegeben hast.
Die neue Version hat mich auch erstmal Geschockt. Mega viele Änderungen und optisch erinnert nur noch die Weltkarte an den Vorgänger.
Was man allerdings bedenken sollte ist, dass es nun einmal ein neues Spiel ist. Risiko gibt es schon ewig und irgendwann muss ein Spiel sich auch einmal entwickeln. Es mag sein dass die neuen Regeln auf den ersten Blich kompliziert erscheinen, aber nach 1 bis 2 Runden hat man sie genau so in das Geschehen eingebaut wie die Alten.
Die Pfeile mögen nicht so schön sein wie die Figuren, sind aber um einiges Praktischer.
Das offen liegen der Missionen und das erfüllen von insgesamt dreien erfordert um einiges mehr Strategie als nur eine große zu erfüllen. Denn man muss sich ja auch noch gegen die anderen Spieler schützen die ab dem Gewinn der zweiten MIssion das Ziel haben einem eben diese mit der Vernichtung zu entreißen. Es ist richtig das man bei einer Spieleranzahl von 5 bei -2 Missionen stehen würde. Aber das ist weniger das Problem, denn dann wird einer der 5 Spieler nun einmal vernichtet. Das Spiel wird durch das neue Konzept erheblicher Taktischer und Flüssiger. Bunkern ist nicht mehr.

Fazi betreffend.
Ich bin kenner des Spiels und wir spielen es seid Jahren in unserer festen Risiko-Runde. Die neue Version ist eine Umstellung. Ganz klar, aber ich war alles andere als enttäuscht über eine weiterentwicklung eines in die JAhre gekommen Klassikers. Niemand ist gezwungen die neue Version zu kaufen denn ist gibt ja nun auch das ganz klassische Risiko im Buchformat. Dort hat man die Figuren und die Regeln der ersten Version.
Ich kann nur als mein Fazit anfügen. Es sit eine Umstellung die nach einer kurzen Eingewöhnungszeit zu sehr großer Spielfreude führt.

Veröffentlicht am 30.11.2011 10:23:28 GMT+01:00
Kann der Bewertung ganz und gar nicht zustimmen.
Der Punkt mit dne Eintauschen, Exponentialfunktion ist da auch noch falsch, wenn dann eher Logarithmus, aber mit unzählen Partien Erfahrung in der Hinterhand kann ich wohl behaupten, dass das lange Sammeln der Karten nur selten zum Erfolg führt.

Das Prunkstück des "neuen Risikos" sind aber die Boni, die man mit erfüllen eines Auftrags erhält. Klar muss man da öfters im Spiel mal den "Kopf verrenken", aber das muss man sowieso, weil die Form des offenen Auftrages ein öfteres Umdenken in Sachen Strategie zur Folge hat.

Die beste Lösung für das Problem ist sicher, sich sowohl das alte, als auch das neue Risiko zuzulegen. So kann man je nach Lust und Laune (oder Spieleranzahl) mal das eine und mal das andere spielen.

Fazit: Das neue Risiko ist weder schlechter noch besser als das alte Risiko, nur ist es deutlich anders und spielt sich so auch deutlich anders (dynamischer), was den positiven Effekt bringt, dass man auch mal mehr als eine Partie schafft. Dagegen schließen sich beim Neuen Allianzen und rundenlanges taktieren schon fast aus.

Veröffentlicht am 30.11.2011 10:25:47 GMT+01:00
Dawn meint:
Hallo David,

mich würde interessieren, ob du die Buchversion besitzt, denn bei meiner fehlen die Missionskarten ganz und dementsprechend ist das Spiel gar nicht auf die klassische Art zu spielen (habe es eigentlich nur behalten, weil ich mir die Missionkarten dann abgeschrieben und selbst gebastelt habe, aber das ist nicht der Sinn und Zweck wenn man sich ein Spiel kauft. Man kann ja auch bei der Deluxeversion mit selbstgebastelten Karten und eigenen Spielregeln spielen, wenn man will.
Habe mir jetzt im Angebot dann das Risiko Classic zugelegt, weil ich dachte, dass es dem klassischen entspricht, aber auch hierbei sind die neuen Spielregeln und dementsprechend keine "alten" Missionskarten enthalten. (Dieses steht natürlich so nicht drauf, man kann nur lesen, dass Missionskarten enthalten sind)
Deshalb frage ich mich, wie man um die neue Version herumkommen will, wenn man selbst noch keine alte Version besitzt, sondern sich ein neues Spiel kaufen muss.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.11.2011 13:57:33 GMT+01:00
Bee meint:
David, google mal den Unterschied zwischen Rezension und Rezession.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.12.2011 08:59:17 GMT+01:00
Natanael meint:
Das Risiko im Buchformat enthält die ganz klassischen Regeln. Das ursprüngliche Risiko hatte keine Auftragskarten. Es gab nur Welteroberung als Ziel. Die Auftragskarten wurden später eingeführt um das Spiel abzukürzen.

Ich bin mir sicher, hätte es damals Amazon gegeben, hätten wir eine 2 Sterne Rezension zum neuen Risiko mit Auftragskarten gelesen.

Veröffentlicht am 06.12.2011 09:14:51 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.12.2011 09:15:29 GMT+01:00
Natanael meint:
Ich finde es ein bisschen schade, dass diese Rezension ganz oben auf der Seite steht.

Der Autor hat sich offenbar null auf das neue Risiko eingelassen. Dabei frage ich mich, warum ich mir eine neue Risiko-Version kaufe, wenn alles was ich erwarte das exakt selbe Risiko ist, wie es die meisten sowieso schon in 2-3 Versionen im Schrank oder zumindest besessen haben.

Jeder der kein originales Risiko Spielgefühlt erwartet kann guten Gewissens zugreifen. Die neue Version bereichert das Spiel. Und wenn man keine Lust drauf hat holt man sein altes Risiko raus, kauft sich zusätzlich das im Buchformat oder googelt "Risiko Aufträge", schreibt diese ab und spielt das alte Rissko auf dem neuen Brett.

Zu den Figuren:

Ja, es sind irgendwie zu wenig, und sie sind ein wenig klein und "glitschig" so das man mit großen Fingern schonmal Probleme bekommt sie zu greifen.

Aber gegen das Design ist nichts zu sagen. Grundsätzlich ist das Design sowieso Geschmackssache. Die ersten Risiko Spielfiguren waren Holzwürfel und -Prismen. Dann kamen römische Zahlen als Figruen. Und wer, der über 25 ist, erinnert sich nicht an ewige Spielabende mit wunden Fingern von diesen komischen sternförmigen Figuren des damaligen deutschen Risikos.

Ich versteh auch nicht warum Pfeile keine Phantasie wecken sollen und nicht dach Krieg aussehen sollen. In Geschichtsbüchern, Computerspielen, im Fernsehen...überall werden Frontverläufe, Vorstöße und Kräfteverhältnisse in Linien und Pfeilen angegeben. Und diese Abstraktion mag ich auch in meinem Risiko. Ich liebe es alle Pfeile auf das Gebiet zu richten das ich in der nächsten Runde angreifen will. Das bringt psychologische Kriegsführung ins Spiel ;)

Bei den modellierten Soldaten aus dem zeitalter der Linieninfanterie habe ich mich immer nur gefragt wieviele Jahre wohl während einer Partie Risiko vergehen, bis mit dieser Art der Kriegsführung die Welt erobert ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.12.2011 12:46:11 GMT+01:00
Michael meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.12.2011 03:40:27 GMT+01:00
Andi Egger meint:
Naja ich finde es doch ganz passend, dass die Rezension ganz oben steht, denn es gibt nunmal genug Leute, die das alte Risiko lieben und es gegebenenfalls gerne durch ein neueres ersetzen würden. Und gerade für Liebhaber des alten Spieles ist diese neue Version teilweise halt nichts (Ist natürlich alles individuell verschieden). Ich hatte das Spiel damals als es neu war auf der SPIEL in Essen getestet und fand es auch absolut unpassend und unausgereift. Wenn man noch ein altes Risiko-Deluxe mit schönen Figuren hat, hat das nunmal eine ganz andere Wirkung als schnöde Pfeile. Wenn ich da mit ner riesen Horde Infanterie, Kavallerie und Artillerie anrücke hat das eher was von Psychologischer Kriegsführung ;-) Ist also alles Ansichtssache.

P.S.: Meine Verlobte, die damals das alte Risiko nicht kannte, fand das neue Risiko allerdings auch nicht toll. Auch das zeigt, dass Spiele nunmal immer subjektiv sind und daher finde ich es total ok wenn sowohl gute als auch schlechte Bewerungen auf der ersten Seite stehen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.12.2011 21:57:45 GMT+01:00
Sorry aber Ich als Altes Risiko Haus muss sagen de Rezensionist hat recht! Das Original Risiko Gefühl geht verloren und diese Version ist sehr sehr schlehct sorry aber wahr!

Veröffentlicht am 01.06.2012 18:30:24 GMT+02:00
Jonny143 meint:
Ich habe den Vorgänger, die Computerversion, die Version fürs IPhone, die Europa-Edition und die neueste Version.
(Sieht man mal von der Europa-Edition ab) finde ich diese Version hier am besten.

Das Kartensystem wurde verändert, aber weder im positiven, noch im negativen Sinne, wie ich finde.
Zu warten bis man 10 Sterne hat, kann ziemlich dumm sein und davon ist abzuraten, außer man befindet sich in einer Art wettrüsten mit dem/-n Gegenspieler/n.

Das mit der Anzahl der Pfeile ist mir bisher nicht weiter aufgefallen. Das dürfte wohl daran liegen, dass ich auch mit der neuesten Version nie die ganze Welt erobern musste. Meist habe ich schon vorher durch die Missionen gewonnen und das ist mit den Regeln auch so gedacht, um das Spiel abzukürzen.
Ansonsten finde ich die Pfeile viel besser als die Figuren. Ich vermisse zwar die Soldaten mit ihren Gewehren, aber andererseits gibt es mir auch eine andere Atmosphäre. Irgendwie ist es besser, wie in einer Frontplanung zu spielen als z.B. mit einem überdemensionalen fetten Pferd, dass von Brasilien nach Nordafrika springt...

Ich finde gut, dass es "nur" 8 Ziele gibt. So könnte es nach einer Weile zu einem "Showdown" kommen, wenn alle es wirklich geschafft haben mit den anderen mitzuhalten.
Die Bonis gefallen mir auch.
Das Spiel hat ja schon eine realistische Atmosphäre. Ein realistisches Gameplay kann man bei Risiko nicht verlangen. Da sollte man lieber auf A&A zurückgreifen.
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