Kundenrezension

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein persönlicher Favorit von IRON MAIDEN, 3. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Somewhere in Time (Audio CD)
SOMEWHERE IN TIME: Nach kurzer Pause, um sich von all dem Tourstress zu erholen, begab man sich erneut ins Studio, um "Somewhere in Time" einzuspielen, aber diesmal sollte etwas neues auf die Fans zukommen, was sich schon am Coverbild erkennen ließ, auf dem sich Space-Cop Eddie vor einer Zukunftslandschaft befindet, im Hintergrund die Band. Sehr futuristisch sollte auch die Musik werden, da hier zum ersten mal Synthis für Gitarre und Bass verwendet wurden. Dazu ein Kommentar von Steve Harris: "Wir haben während der Produktion etwas mit Gitarren-Synths experimentiert, eigentlich hätten wir lieber Keyboards benutzt, aber dann hätten wir einen neuen Musiker in die Band holen müssen. Der Gitarrensound hat sicherlich einige Leute überrascht, aber es paßte zu den Songs." Zwar klingen die Songs nicht mehr so rauh wie früher, aber dafür sind sie um ein vielfaches melodischer ("The Loneliness of a long Distance Runner"), auch aggressiver und haben mehr Biss ("Deja-Vu"). Auch kommt Bruce Dickinson‘s Stimme viel mehr zur Geltung ("Sea of Madness"). Für viele mag "Number of the Beast" oder "Powerslave" das beste IRON MAIDEN-Album sein, für mich ist es aber definitiv "Somewhere in Time". Woran das liegt? Keine Ahnung, vielleicht weil es mein erstes Metal-Album war, vielleicht weil es das abwechslungsreichste Album von IRON MAIDEN überhaupt ist, wer weiß? Eröffnet wird "Somewhere in Time" mit dem Song "Caught somewhere in Time", eingeleitet mit träumerisch-dominanten Gitarren-Synthies, die beim ersten Mal hören den typischen IRON MAIDEN-Fan zwar verdutzen dürften, ihn darauffolgend aber definitiv fesseln werden. Anders wie bei den Vorgängeralben ist "Caught somewhere in Time" allerdings kein typischer Opener, da der Song dafür viel zu abwechslungsreich ausgefallen ist, aber dennoch ausgezeichnet seine Aufgabe erfüllt, da "Somewhere in Time" ebenso reich an Facetten und Kurzweile ist. Weiter geht's mit "Wasted Years", der ersten Singleauskopplung, einer relativ kurzen Nummer (mit 5.06 Minuten nach "Deja Vu" das zweit kürzeste Stück auf diesem Album). Hier stechen vor allem die prägnanten Hooklines und die eingängige Songstruktur heraus, allemal das Gitarrenlick ist unbeschreiblich. Mit viel Schmackes geht es weiter und es folgt "Sea of Madness", einer meiner Lieblingssongs, da er wahnsinnig abwechslungsreich ist, sowohl aggressiv und druckvoll, als auch äußerst melodiös und atmosphärisch; hier passt einfach jede Note. Von diesem Stück kann man wirklich behaupten, dass es perfekt ist! Als nächstes ist "Heaven can wait" an der Reihe; die "schwächste" Nummer. Eigentlich ist diese Nummer nicht wirklich schwach und immer noch stark genug, um ca. 98% aller Bands in den Sack zu spielen. Allerdings ist "Heaven can wait" ein kleines bißchen zu rockig ausgefallen, rettet aber durch die starken Riffs, die beeindruckenden Soli als auch den kraftvollen Mittelpart den Gesamteindruck. Was aber jetzt kommt lässt sich nicht wirklich in Worte fassen: Die Musikwerdung von allem was einfach nur geil ist, der göttliche Song, 1000 Orgasmen musikalisch ausgedrückt, ach was weiß ich, einfach der beste Song aller Zeiten: "The Loneliness of the long Distance Runner". Hier stimmt alles, wie auch schon zuvor bei "Sea of Madness". Der Song lässt einfach nichts missen, er drückt einfach alles aus was man braucht. Ich versuche es mal so zu beschreiben: Wenn ich bis an mein Lebensende nur noch einen Song hören dürfte wäre es definitiv "The Loneliness of the long Distance Runner". Doch bevor ich aufgrund meiner euphorischen Ekstase mich noch weiter verausgabe, die Genialität und Perfektion dieser Nummer zu beschreiben, möchte ich lieber weiterfahren und mit "Stranger in a strange Land" fortsetzen. Dies sollte nach "Wasted Years" die nächste Singleauskopplung werden. Im Gegensatz zu den restlichen Songs auf "Somewhere in Time" ist dieser Track sehr ruhig ausgefallen, besticht aber dafür durch eine sehr durchdachte Melodieführung. Die Atmosphäre ist nahezu unbeschreiblich, auf alle Fälle aber sehr düster, allerdings auch verträumt, wobei gelegentlich auch eine leicht bedrohliche Stimmung aufkommt, die aber während des Mittelparts vollends verschwindet . Eben solcher Natur sind ebenfalls die Soli der Herren Murray und Smith, die hier passender nicht sein könnten. Als Kuckucks-Ei entpuppt sich "Deja Vu" da nach anfänglich verträumten Melodien- und Klangteppichen, sich dieses Stück als sehr treibend und aggressiv herausstellen soll / wird. Man könnte diese Nummer als konzentrierte Version von "The Loneliness of the long Distance Runner" bezeichnen, da dieser Song obgleich er sehr kurzlebig ist, eine gigantische Atmosphäre aufbaut. Gutes Stichwort: Atmosphäre! Davon gibt es beim abschließenden Stück "Alexander the Great" mehr als genug. Allerdings wird hier schnell klar welche Eigenkomposition dafür Pate stand, nämlich "Rime of the ancient Mariner" vom Vorgängeralbum "Powerslave", wobei hier viel mehr die Melodien dominieren und wie oben erwähnt auch viel mehr Atmosphäre! Mann höre sich nur mal den megastarken Mittelpart an, der vor Abwechslungreichtum nur so strotzt. "Somewhere in Time", das bedeutet ein rundherum perfektes Album, das alles bietet was man erwartet und nur schwer übertroffen werden kann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
 

Kommentare


Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.10.2008 18:33:02 GMT+01:00
Amazon-Kunde meint:
Ich habe die LP seit 1987 und finde mich mit in fast allen Beurteilungen bei Deiner Meinung wieder.
Es ist wirklich ein großartigews Stück Musik.

Leider wurde ich anschliessend von "7th Son..." so enttaüscht, dass ich auf Slayer, Kreator u.ä. umgestiegen bin.

Dafür bin ich rechtzeitig zu "Brave New World" wieder eingestiegen.

Veröffentlicht am 28.10.2008 18:33:30 GMT+01:00
Amazon-Kunde meint:
Ich habe die LP seit 1987 und finde mich mit in fast allen Beurteilungen bei Deiner Meinung wieder.
Es ist wirklich ein großartigews Stück Musik.

Leider wurde ich anschliessend von "7th Son..." so enttaüscht, dass ich auf Slayer, Kreator u.ä. umgestiegen bin.

Dafür bin ich rechtzeitig zu "Brave New World" wieder eingestiegen.
‹ Zurück 1 Weiter ›